ALG1 nach Elternzeit - Nach Beratungsgespräch völlig ratlos

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Elias84

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Hallo zusammen,

ich hoffe es kann uns jemand helfen, da wir im Moment völlig ratlos sind.

Meine Frau hatte heute ein Beratungsgespräch bei der Arge, um sich zu informieren, wie es um ihre Möglichkeit steht ALG1 zu beantragen.

Dazu folgende Infos:

- Elternzeit beantragt von 01.09.2012 bis 31.08.2013
- Ihr Arbeitsvertrag (30 Std. die Woche) war befristet von 15.01.2012 bis 15.01.2013 und wurde nicht verlängert.
- vor dem 15.01.2012 war sie vollzeitbeschäftigt

Bei dem von ihr vereinbarten Termin wurde ihr gesagt, dass sie die Stundenanzahl, die sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen möchte selbst bestimmen könnte. Es wurde dann darauf hingewiesen, dass sie jedoch mindestens 15 Stunden in der Woche zur Verfügung stehen muss und dann aber auch nur anteilig für diese 15 Stunden das Arbeitslosengeld erhalten würde. Ich kann jedoch nirgendwo eine solche Regelung finden, kann jemand helfen?

Die Kinderbetreuung (10 Monate) wird momentan von meiner Frau gewährleistet. Darauf wurde in dem Gespräch nicht eingegangen.

Weiter wurde ihr sofort eine Eingliederungsvereinbarung überreicht, welche sie unterschreiben sollte. Darin die Verpflichtung sich bis zum 08.07.2013 mindestens 10 Bewerbungen zu schreiben und sich darin für ein Praktikum/Probebeschäftigung zu bewerben mit der Dauer von 4 Wochen zur Anerkennung des ALG1 Bezuges. Sie hat die Eingliederungsvereinbarung nicht unterschrieben.


Was wir uns nun fragen:

Warum soll sie sofort eine Vereinbarung unterschreiben? Sie wollte lediglich Informationen.

Ist es in unserem Fall vielleicht besser auf das ALG1 zu verzichten? Meine Frau würde dann einen 450€ machen.

Wir kennen uns mit der Materie nicht wirklich gut aus und wären sehr dankbar für eure Hilfe.

Grüße Elias
 

Hartzeola

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Hallo,

Bei dem von ihr vereinbarten Termin wurde ihr gesagt, dass sie die Stundenanzahl, die sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen möchte selbst bestimmen könnte. Es wurde dann darauf hingewiesen, dass sie jedoch mindestens 15 Stunden in der Woche zur Verfügung stehen muss und dann aber auch nur anteilig für diese 15 Stunden das Arbeitslosengeld erhalten würde. Ich kann jedoch nirgendwo eine solche Regelung finden, kann jemand helfen?

§138 SGB III

(5) Den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit steht zur Verfügung, wer

1. eine versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende zumutbare Beschäftigung unter den üblichen Bedingungen des für sie oder ihn in Betracht kommenden Arbeitsmarktes ausüben kann und darf,
 

Fritz Fleißig

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Vorab: ihr hattet vermutlich einen Termin bei der Arbeitsagentur, nicht bei einer "Arge" (gibt es in dieser Form nicht mehr und heißt jetzt "Jobcenter").

Bei dem von ihr vereinbarten Termin wurde ihr gesagt, dass sie die Stundenanzahl, die sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen möchte selbst bestimmen könnte. Es wurde dann darauf hingewiesen, dass sie jedoch mindestens 15 Stunden in der Woche zur Verfügung stehen muss und dann aber auch nur anteilig für diese 15 Stunden das Arbeitslosengeld erhalten würde. Ich kann jedoch nirgendwo eine solche Regelung finden, kann jemand helfen?
Beides ist richtig.

Das erste ergibt sich daraus, daß man der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen muß und deren Ziel die Beseitigung der Arbeitslosigkeit durch eine zumutbare SV-pflichtige Beschäftigung ist. Nicht mehr arbeitslos ist man jedoch nur dann, wenn man regulär wenigstens 15 Wochenstunden arbeitet.

Weiterhin muß man, um das volle ALG zu bekommen, wenigstens für die Stundenzahl zur Verfügung stehen, die man im Bemessungszeitraum durchschnittlich gearbeitet hat, ansonsten wird zeitanteilig gekürzt.

Die Kinderbetreuung (10 Monate) wird momentan von meiner Frau gewährleistet. Darauf wurde in dem Gespräch nicht eingegangen.
Die muß sowieso irgendwie gewährleistet sein, da man sonst nicht zur Verfügung steht.

Weiter wurde ihr sofort eine Eingliederungsvereinbarung überreicht, welche sie unterschreiben sollte. Darin die Verpflichtung sich bis zum 08.07.2013 mindestens 10 Bewerbungen zu schreiben und sich darin für ein Praktikum/Probebeschäftigung zu bewerben mit der Dauer von 4 Wochen zur Anerkennung des ALG1 Bezuges. Sie hat die Eingliederungsvereinbarung nicht unterschrieben.
Richtig gemacht. :icon_klatsch:

Warum soll sie sofort eine Vereinbarung unterschreiben? Sie wollte lediglich Informationen.
Keine Ahnung. Vielleicht, weil ihre Vorsprache als Arbeitssuchendmeldung angesehen wurde?

Ist es in unserem Fall vielleicht besser auf das ALG1 zu verzichten? Meine Frau würde dann einen 450€ machen.
Das müßt ihr selbst entscheiden. Bitte beachten, daß der erarbeitete ALG-Anspruch aber nicht endlos erhalten bleibt, sondern nach einiger Zeit verjährt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 33865

Gast
Mit der anteiligen Berechnung des ALG I abhängig von der Verfügbarkeit ist das korrekt erklärt worden.

Mir ist eher unklar, warum eine EGV gleich gemacht wurde, das ist eigentlich eher unüblich.
Im Regelfall werden in der Eingangszone die Daten aufgenommen und Unterlagen ausgehändigt. Einen Termin beim Vermittler bekommt man nicht taggleich, außer bei ganz akuten Problemen.

Wart ihr vielleicht doch bei einem Jobcenter?
 
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