ALG1 mit 64 Jahren

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Alte Schwedin

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Hallo liebes Forum,

habe zum Ende des Jahres meinen Job selbst gekündigt und mich bei der AfA arbeitssuchend gemeldet. Demnächst gibt es nun einen Termin mit einem SB. Ehe ich jetzt dort „schwerwiegende“ Fehler mache, wende ich mich mal vertrauensvoll mit meinem „Fall“ an Euch:

Werde in Kürze 64 Jahre, hätte also theoretisch Anspruch auf 24 Mon. ALG 1. Da ich selbst gekündigt habe - wahrscheinlich eine Sperre und Verkürzung der Anspruchsdauer. Aber egal: Mein Ziel wäre ja eigentlich mit (Punkt) 65 in Rente zu gehen und zwar nach § 237 SGB VI Altersrente wegen Arbeitslosigkeit. Das wäre also eine Regelaltersrente mit 65 und nicht einige Monate später.

So, was werden die netten Leute von der AfA jetzt eurer Erfahrung nach mit mir machen? Werden die mich zwingen, mich ständig irgendwo zu bewerben, werden die versuchen, mich zu ZA-Firmen zu schicken (Ich könnte mir vorstellen, dass die mich noch mit Kusshand nehmen würden, lebe in einem Ballungsraum und in meiner Branche gibt es viele Arbeitsmöglichkeiten)

Gesundheitliche Einschränkungen habe ich (bisher) nicht angegeben. Ich habe jetzt hier viel über die EGV gelesen, soll ich mich wirklich weigern, die zu unterschreiben? Wer ist im Besitz eines Zaunpfahls, mit dem er mal winken könnte?:icon_kinn: Jetzt schon mal Danke!
 

gelibeh

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Du weigerst Dich nicht, die EGV zu unterschreiben, sondern nimmst die zur Prüfung mit nach Hause. Dann scannst Du die ohne persönliche Daten ein und stellst die hier ein. Wenn Du gesundheitliche Einschränkungen hast, dann musst Du Dich nur auf Arbeiten bewerben, die zumutbar sind. Den Paragrafen im SGBII habe ich im Moment nicht parat.
 
S

silka

Gast
@Alte Schwedin
du hast dich hoffentlich außer arbeitsuchend auch arbeitslos gemeldet??

sonst hättest du gar keinen ALG-Anspruch angemeldet.

wenn die --Arbeitslos-Meldung vorliegt bei der AfA, dann kommt die Sperrzeit und die Verkürzung der Anspruchsdauer.
Aus den 24 Monaten werden 21.
Da du in Kürze 64 wirst, kannst du deinen ALG-Anspruch gar nicht ausschöpfen.
(Freut sich die AfA).
Du könntest je nach Höhe deines ALG vielleicht auch Wohngeld als Mietzuschuß beantragen, beim Wohnungsamt--- nichts mit Hartz4.

Bei Termin würde ich einfach zuhören und die bestimmt angebotene EGV zur Prüfung mit nach Hause nehmen.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß in der EGV noch konkret formulierte Eigenbemühungen verlangt werden.
Auch nicht, daß man dir noch tolle Maßnahmen angedeihen lassen will.
Das zumindest ist widersinnig, weil du deine dort erworbenen Kenntnisse ja gar nicht mehr auf den 1. Arbeitsmarkt werfen kannst und dich mit.

Es wird wohl eher eine Larifari-EGV sein.
Braucht man trotzdem nicht unterschreiben beim Termin.
Das war mein Zaunspfahl,-).

Ich meine noch:
Bei der AfA gehts meist sehr viel *gnädiger zu* als bei den JC.
Du bist kein Langzeiterwerbsloser und eh`bald ganz weg, also Rentner.
 

Alte Schwedin

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Erstmal Danke an alle, die geantwortet haben. :icon_smile:

@gelibeh: die EGV werde ich also mitnehmen und gegebenenfalls hier einscannen. Auf einen Beistand verzichte ich erst wohl mal.

@Lilastern: Natürlich werden mir „normale“ Arbeitgeber absagen, ZA-Firmen jedoch bestimmt nicht. Ich habe aber möglichst nicht vor, dort hinzugehen.

@silka: Ja, arbeitslos habe ich mich natürlich auch gemeldet, und inwieweit das eine „Larifari-EGV“ sein wird, wird man sehen.

Gibt es weitere Tipps die ich berücksichtigen könnte? Schon gleich mal gesundheitliche Einschränkungen ins Spiel bringen? (Wer hat die mit 64 nach einem langen Berufsleben nicht!) Ich weiß mittlerweile, dass es für mich finanziell lukrativer gewesen wäre, nicht zu kündigen sondern mich längerfristig krankschreiben zu lassen. Dieses Rumgetue bei den Ärzten liegt mir aber irgendwie nicht so.

Im Übrigen: Meine Info, dass ich bei ALG1 nicht „zwangsverrentet“ werden kann ist doch richtig, oder gibt es dort auch einen Haken?
 
S

silka

Gast
@Alte Schwedin

Beistand beim ersten Mal und bei der AfA würde ich auch nicht gleich mitzerren.
Falls Bewerbungen verlangt werden, mußt du dich ja nicht unbedingt bei ZAF bewerben. Falls doch vermittlungsangebote für ZAF kommen, dann bewerben, so gut oder schlecht es ehrlicherweise grad geht, nicht aber hingehen.

Gesundheit? Außer Alter würde ich nicht mit Wehwehchen winken.
Nein, im ALG gibts die Zwangsverrentung m.W. nicht.
Bei dir sowieso nicht. Ist doch absehbar, daß die AfA was gut macht, weil du in einem Jahr zum Rententräger wechselst. Die haben sich fast 1 Jahr ALG gespart.

Wenn du evtl. in den letzten beiden Jahren sehr unterschiedlich verdient hast, könnten 2 Jahre zur ALG-Berechnung auch betrachtet werden. Im vorletzten sehr viel mehr ist gemeint.
Bei gleichmäßigem Verdienst wird nur das letzte Jahr herangezogen.
 
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