ALG1 / Kann ich wegen einer möglichen Absage, der Agentur für Arbeit ein Vorstellungsgespräch verschweigen?

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Datura

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Hallo,
ich bin schon ewig stille Mitleserin ... heute bräuchte ich einen Rat.

Ich bin ü50 und beziehe seit fast 10 Monaten ALG1,
Ich bin seit mehreren Jahren nebenberuflich selbständig und auch während der ALG1-Zeit zwischendurch immer wieder abgemeldet wegen kürzerer (1-2 Tage) oder längerer (bis 3 Monate) freiberuflicher Aufträge.

Ich bekomme keine Job-Vorschläge von meiner SB (es gibt dort eh keine für meinen Beruf), ich muss dort nur eine Liste mit Bewerbungen einreichen (also selbst gesuchte).

Ich habe heute tatsächlich eine (erste!) Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommen und nun routieren viele Fragen in meinem Kopf, vielleicht kann jemand beim sortieren helfen.

Die wichtigeste für heute zuerst:
Es handelt sich um eine auf 2 Jahre befristete 50% Stelle an einem anderen Ort, Entfernung einfach Tür zu Tür 4 Stunden, netto um 1000 €.
Für 2 Jahre will und werde ich meine (den Hartz4 Ansprüchen genügende) Wohnung nicht aufgeben, so eine Wohnung werde ich in 2 Jahren niemals wieder bekommen. Das heißt, ich müsste meine Wohnung weiterhin finanzieren, müsste wöchentlich pendeln und am Arbeitsort so günstig als möglich versuchen unterzukommen.

In der Theorie bzw. rein rechnerisch könnte ich 2- 3 Tage dort arbeiten, könnte die anderen 2-3 Tage zu Hause sein und hier weiterhin freiberuflich arbeiten, um finanziell über die Runden zu kommen. Das klappt aber nur, wenn der AG darauf eingeht und nicht eine 5 x 4 Stunden-Woche wünscht. In diesem Fall müße ich das Ganze ablehnen, da es dann ohne Aufgabe der Wohnung nicht finanzierbar wäre.

Meine Fragen wären:
Muss man das Ergebnis eines solchen Bewerbungsgespräches irgendwie nachweisen? Wenn ja, wie?
Die Bewerbung stand natürlich auf der Bewerbungs-Liste. Bisher habe ich dort nur eingetragen, für welche Bewerbungen ich Absagen erhalten habe, musste aber noch nie eine Absage vorlegen.

Was macht das Amt mit mir im Falle einer Ablehnung ?

Das die Ablehnung eines Jobs aufgrund fehlender Bereitschaft zum Umzug nicht anerkannt wird, ist mir klar - wäre es möglich das Gespräch einfach zu verschweigen??

Wäre es vlt. sinnvoll, sich vor dem Gespräch abzumelden? Ich habe eh einen 3-Monatsauftrag auf dem Tisch liegen, für den ich mich innherhalb der nächsten 2 Wochen abmelden müßte (bzw. endlich wieder dürfte). Wenn ich in der Zeit, in der ich nicht im ALG1 Bezug stehe, ein Jobangebot, auf das ich mich während des ALG1 Bezuges laut EGV beworben habe, welche Sanktionen könnten folgen?

Oder würde ich dann die ggf. spätere Unterstützungsmöglichkeiten (Fahrten wg. Wohnungs- bzw. Zimmersuche, Pendelfahrten für 6 Monate) auch nicht erhalten können?

Trotz aller finanzieller Unmöglichkeiten und Unwägbarkeiten würde ich die Stelle sofort annehmen wollen, da sie inhaltlich absolut passt und spannend klingt.
Ich hatte auch vorher eine TZ-Stelle und die nebenberufliche Selbständigkeit. Das Modell hatte mir gut gefallen und ich würde das allzu gerne weiter so leben wollen.

Ich hoffe, das ist nicht allzu lang geworden & jemand hat sich durchgekämpft und evtl. auch einen Rat, wie ich mich am besten verhalten soll?

Vielen Dank
 

atasteofbunny

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AW: ALG1 / Vorstellungsgespräch nicht mitteilen wg. möglicher Absage?

Hallo und :welcome:

Wenn du dir die Stelle selber gesucht hast und es kein Vermittlungsvorschlag war, darfst du sie auch ablehnen, ohne eine Sperrzeit befürchten zu müssen.

Ansonsten frage ich mich, ob sich diese Stelle überhaupt für dich rechnet, ich meine, du verdienst 1000 Euro und musst 2 Unterkünfte bezahlen. Und parallel noch die Selbstständigkeit - das wäre doch auch ein Riesenstress ...

Es kann dich niemand zwingen, für eine befristete (!) Teilzeitstelle umzuziehen.

Zur Bewerbungsliste: In solchen Fällen trage ich die Bewerbung ein und bei "Ergebnis" einfach nichts. Oder ich schreibe "Absage" herein. Kann ja beides bedeuten: Der Arbeitgeber hat abgesagt - oder ich habe abgesagt :biggrin:.
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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AW: ALG1 / Vorstellungsgespräch nicht mitteilen wg. möglicher Absage?

Willkommen im Forum. :welcome:Rezeption
Es handelt sich um eine auf 2 Jahre befristete 50% Stelle an einem anderen Ort,
Entfernung einfach Tür zu Tür 4 Stunden, netto um 1000 €.
Hast Du vom Nettoverdienst auch die Fahrtkosten zum AG abgezogen?
§ 140 SGB III - Zumutbare Beschäftigungen meinte:
(3) [ths]3[/ths] Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung
nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung
der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.
(4) [ths]2[/ths] Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden
bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden
bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen.
Muss man das Ergebnis eines solchen Bewerbungsgespräches irgendwie nachweisen? Wenn ja, wie?.
Ja, dafür führst Du die genannte Liste von Bewerbungsbemühungen, deren Vorlage vom SB gefordert wird.
Eine Ablehnung sollte begründet werden. Z.B. mit dem Vermerk "Unzumutbar".
Was macht das Amt mit mir im Falle einer Ablehnung ?
Nichts, wenn die Ablehnung berechtigt ist, in Deinem Fall offensichtlich. :icon_wink:
 

Datura

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AW: ALG1 / Vorstellungsgespräch nicht mitteilen wg. möglicher Absage?

Nein, wirklich rechnen wird sich das sicher nicht, jedenfalls nicht finanziell.
Aber der Stress mit dem Amt macht mich ziemlich fertig, im nächsten Jahr würde ich in ALG2 rutschen .. das macht mir Angst. Zudem arbeite ich gerne & auf jeden Fall würde es dem Lebenslauf nicht schaden, wenn da mal wieder eine Festanstellung stehen würde.

In meinem Bereich gibt es viele befristete Sellen, deshalb hatte ich mit meiner SB bereits darüber gesprochen. Sie hatte mir mitgeteilt 1.) dass ich so einen Job annehmen müßte (da ging es allerdings nur um befristet, nicht um befristet und Teilzeit) , 2.) dass es keine Unterstützung für doppelte Haushaltsführung gibt, 3.) dass es nur eine Unterstützung für Heimfahrten in den ersten 6 Monaten und 4.) eine Beihilfe für den Umzug gibt.
Sie war eindeutig der Meinung, dass ich auch für einen befristeten Job umziehen muss.

Deshalb macht es m.E. auch keinen Sinn die Pendelzeiten zu berechnen bzw. deren Kosten, da ich ja umziehen und nicht pendeln soll.

Im "§ 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen" steht auch:

(4) ... Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. ...
(5) Eine Beschäftigung ist nicht schon deshalb unzumutbar, weil sie befristet ist, ...



Gibt es denn irgendeinen Paragrafen in dem steht, das man für eine befristete Teilzeitstelle nicht umziehen muss?

Danke für den Hinweis in die Liste einfach "Absage" zu schreiben!
 

Pixelschieberin

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AW: ALG1 / Vorstellungsgespräch nicht mitteilen wg. möglicher Absage?

Meine SB, die mir das erste Mal diese Liste mitgegeben hatte, hat mir auf meine ungläubigen Fragen hin erklärt, daß sie gar nicht befugt sei, meiner Liste hinterher zu telefonieren.

Datenschutz.

Darauf wies ich jeden neuen SB hin, indem ich nachfragte, ob dem denn immer noch so sei.
Desweiteren stehen in meiner Excel-Liste, die ich nachgebaut habe, sehr sehr lange URLs, sofern es sich um Onlinformulare handelt.
"Ansprech"partner entnehme ich dem Impressum, die Befürchtung in Kauf nehmend, daß der haftende GF nicht die große Ahnung hat, was derzeit in seiner Personalabteilung abgekaspert wird.

Wenn der Firmensitz dann auch noch Übersee ist, Fremdsprachenkenntnisse vonnöten sind, um sich mit denen ins Benehmen zu setzen, die angegebene Telefonnummer kostenpflichtig ist - bei Online-Bestell-Portalen, die Verstärkung für ihr Team suchen, nichts Ungewöhnliches, kann einem SB solch unzulässige Nachschnüffelei erschwert werden.

Manch Elo sollte sich von ängstlich-micheliger Rapport-Mentalität befreien, die in unnötig vorauseilenden Gehorsam mündet.
Da ein anstehendes VG rein gar nichts aussagt, kann in der Liste in der Spalte für Ergebnis "noch offen" eingetragen werden, ohne schwindeln zu müssen.

Ich bin beim nächsten Törn auch noch nie nach Ergebnissen offener Vorgänge gefragt worden.
 

Datura

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.. danke für die Antworten, aber das hilft mir noch nicht wirklich weiter.

Ich finde immer nur die Verordnung, dass es "zumutbar" sei, auch eine befristet Stelle anzunehmen und dafür ggf. auch einen Umzug in Kauf zu nehmen.
Das Problem, dass man halt nach 2 Jahren keine vergleichbare Wohnung am Herkunftsort finden wird, scheint irrelevant für das JC.

Ich werde deshalb die Fahrtkosten selber tragen und vorerst gar nichts mitteilen - ich denke, dies ist die beste Option.
 

atasteofbunny

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Warum machst du dir solche Sorgen wegen einer Sperrzeit? Du hast dir die Stelle selbst gesucht, oder? Dann musst du sowieso nichts befürchten.

Die Stelle ist ja befristet, außerhalb des Tagespendelbereiches und Teilzeit - das kann nicht zumutbar sein. Lass dich da nicht verunsichern.

Zu den Fahrtkosten: Übernimmt der Arbeitgeber sie nicht?
 

saurbier

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Hallo Dature,

zu all dem bisher gesagten, mal meine kleine Einschätzung.

Also wenn du lediglich einen Teilzeit-Job angeboten bekommst, der auch noch eine einfache Wegstrecke von 4 Std. hätte, dann wäre der für mich nicht tragbar.

Noch bist du im Bereich des ALG-I und nicht des ALG-II.

Im übrigen würde ich mal neben deinem Alter auch die gesellschaftliche/familiäre Bindung mit ins Spiel bringen.

Für 2 Jahre und lediglich einem Teilzeit-Job würde ich meine Wohnung und mein Umfeld nicht aufgeben, was natürlich gänzlich anders aussehen würde wenn es sich um eine dauerhafte Festanstellung mit entsprechendem Einkommen handeln würde.

Bitte bedenke mal, welche Kosten da auf dich am neuen Wohnort zukommen würden. Zuerst einmal müßtest du dir eine passende Wohnung suchen und ob du da eine für wenige Euro bekommst dürfte bei der heutigen Wohnungsnot sehr fraglich sein. Also gingen dann von deinen 1.000,-€ Netto ja die Mietkosten plus Nebenkosten noch runter. Was bliebe dir dann zu leben, vielleicht mal 500,-€ im Monat, oder sollst du dort vor Ort dann wieder ALG-II als Aufstockerin beantragen, denn darauf könnte es doch hinaus laufen.

Hier hast du ein bekanntes Umfeld, eine feste soziale Bindung, mit kalkulierbaren Ausgaben, dort hast du was.

Übrigens, wer sagt dir das du nach der Probezeit nicht wieder entlassen wirst, oder gibt es keine Probezeit.

Was die SB dir so alles sagt bzw. verlangen will, daß soll sie dir bitte schwarz auf weiß im Gesetz dann auch mal zeigen, denn reden und verlangen können die Herrschaften viel, nur leider gibt dies das Gesetz so eher selten her.


Grüße saurbier
 

Pixelschieberin

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.. danke für die Antworten, aber das hilft mir noch nicht wirklich weiter. [...]
Eine Portion Gewitztheit solltest du schon bereit halten wenn dir Spuren gelegt werden, die du zunächst befolgen könntest.
Mehr kann dir dazu nicht angeraten werden.
Die Denkmaschine mußte schon selber anschmeißen.
Vor Ort ist - ohne Beistand - auch keiner, den du befragen kannst.

Was spricht denn dagegen, aus deiner Dauerschleife auszuscheren, die Posts noch mal zu lesen und daraus womöglich den Schluß zu ziehen, dem SB - sogar wahrheitsgemäß - mitzuteilen, daß das Ergebnis deiner Bemühungen VÖLLIG OFFEN ist?

Sosoooo, ein Vorstellungsgespräch.
Wer bitte bildet sich heutzutage noch ein, daß ein VG sofort zu einem Vertragsabschluß führt?
Daß ich die einzige eingeladene Kandidatin sein werde?
Nein?
Na was gehen den SB denn dann meine ungelegten Eier an?
Damit biete ich ihm doch Angriffspunkte:
Schau her, HIER ein gut ausgeleuchtetes Ziel, wo du reinstechen kannst?
Wie taktisch unklug muß ich sein, dem Gegner meine Achillesferse zu offenbaren?

Lerne zuerst im richtigen Moment deine Klappe zu halten und dich NICHT kindergartenkindmäßig für alles erklären zu wollen.
Das kannste im Beichtstuhl machen.
Doch nicht bei Leuten, die den Arbeitsauftrag haben, dir am Zeug flicken zu müssen.
Strategie und die Kunst der Intrige sollte der kennen, der sich in dieser Arena behaupten will.

Die "Zumutbarkeit" hat sich doch schon mit der fehlenden Wohnung am Zielort und mit einer Pendelzeit mehr als xh oder in dieser ländlichen Gegend üblich erledigt. Siehe dazu einen Post von 0zymandias: Pendelzeiten, Rechtsnormen, fachliche Hinweise (Fahrtkosten)
Deine SB weiß es besser als die online-Fahrplanauskunft?
Lerne, die ganzen Ja-Aber-Erwiderungen selbst zu widerlegen.
Fang am besten bei deinen ganzen eigenen Ja-Abers an.

Text für SBs, die dir das X für ein U weis machen wollen:
Ach was?
Na das ist ja interessant.
Sie übernehmen sicher die Garantie für ihre Behauptung?
Das möchte ich - nur zur Absicherung - doch lieber schriftlich haben.
Ich hatte dazu nämlich ganz andere Erkenntnisse gewonnen.
Und schon ist bei den meisten Behauptungen/Testballons völlige Ruhe im Karton.

"Zumutbarkeit" hin oder her - die steht bei einem Vorstellungsgespräch, in dem du nicht überzeugen konntest, doch gar nicht zur Debatte.
Oder bei einer Probearbeit, in der du versehentlich mehr Schaden als Nutzen angerichtet hast.

Stell dir deine diffusen Ängste doch mal in die Praxis umgesetzt vor:
Angefangen mit der Wohnungssuche.
Bewerber ohne Lohnzettel sind nicht in jeder Stadt die Wunschkandidaten eines jeden Vermieters.
Sofern du kein Ausnahmetalent bist, auf das X Headhunter scharf sind, kann davon ausgegangen werden, daß der potentielle Arbeitgeber nicht mit einer werkseigenen Hütte winken oder dir Umzug und Wohnungssuche abnehmen wird.
Grübel deshalb nicht lange über Luftschlösser, die dir keiner bauen wird, solltest du nicht mit seltensten Fähigkeiten oder netzwerkenden Kontakten aufwarten.
Dann wärst du höchstwahrscheinlich nicht in der Situation, in der du dich gerade befindest.

Recherchiere die Wohnungssituation am Zielort, berechne SÄMTLICHE mit dem Umzug einhergehenden Kosten;
dazu gehören auch Renovierung der alten Hütte und Erstellung eines vergleichbar ähnlichen Zustands der neuen.
Fußboden abziehen, Wände spachteln, Fensterkleider, Leitungen unter Putz gelegt, Küchenmobiliar in etwa so wie gehabt, Kautionen, etc.
Ohjeh dort ist ein Induktionsherd, mit dem deine teuren WMF-Töpfe, die dich überdauern sollten, nicht mehr funzen?
Ich habe z. B. aufwendig bemalte Wände.Dekorateur und Tischler, die den Status Quo nur ansatzweise kopieren sollten, wären schon mit einem der Zimmer ein paar Tage beschäftigt.

In die Hilfebdürftigkeit hinüber gerettete, unveräußerbare Werte gäbe ich nicht für vage Versprechen auf, sondern für die konkret nachgewiesene, garantierte Verbesserung meiner derzeitigen Situation.
Dicht bei der Zumutbarkeit liegt auch unzumutbare Härte.

Über dein vorhandenes Vermögen darfst du noch selbstbestimmt entscheiden.
Entscheide DU für dich, was DIR zumutbar erscheint und handle SELBSTBESTIMMT.
Übernimm die Regie für dein Leben und dulde nicht, daß es dir Leute einteilen, denen deine Befindlichkeiten hinten vorbei gehen.
Wenn sie dich weg-loben wollen, muß es sich rechnen.

Wie du richtig erkannt hast, solltest du mit deinen Resten nicht "Hans im Glück" geben. Allein um deinen SB zu befriedigen?
Überschlage und beantrage mal - just for fun - die ganzen Kosten, die dein Umzug mit sich brächte.
Du könntest feststellen, wie schnell dir derartige Angebote nicht mehr unterbreitet werden.

Familiäre und andere soziale Bindungen, Verwandte, die deiner Unterstützung bedürfen, Vereinsleben, festgefügter Freundeskreis, Liebhaber, Ärzte, neu zu tätigende Investitionen, um sich einzurichten werden in die zweite Waagschale geworfen um Zumutbarkeit gegen unzumutbare Härte/n aufzuwiegen.

Sobald du verinnerlicht hast, daß dein Personal dafür bezahlt wird, dir den Weg zu ebenen, dir zu helfen, trittst du denen schon mit einer ganz anderen Ausstrahlung entgegen.
Wer selbst nicht gebacken bekommt, was er von anderen verlangt, soll anfangen vor der eigenen Tür zu kehren und seine Arbeit machen.

Was in dem Fall heißt:
SB soll nicht dumm rum nerven sondern dir zumutbare ARBEIT vermitteln.

Vor jeder Vorladung schreibe ich mir die aktuellen Zahlen auf:
JOBBÖRSE d. Bundesagentur f. Arbeit -BA - Jobportal - Arbeitslosenzahlen
Offizielle Statistik der Arbeitsagentur - Kennzahlensuche nach Bundesländern

Falls ich wieder gefragt werden sollte, weshalb mir die Quadratur des Kreises AUCH nicht gelungen sei - will heißen: immer noch kein AG gefunden wurde, der mit mir einen Vertrag eingeht.
 
Status

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