ALG1-Höhe durch Fiktive Bemessung nach Selbstständigkeit und freiwilliger ALV

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Babaloo

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
6 Oktober 2010
Beiträge
22
Bewertungen
0
Hallo,

mich würde eure Meinung zu folgender Situation interessieren:

Bisher habe ich in meinem Leben 5x ALG bezogen, bin selbstständig tätig gewesen und habe in die Freiwillige ALV für Selbstständige eingezahlt und werde fiktiv eingestuft, das ist auch in Ordnung, nur nicht die Qualifikationsstufe. Bisher war ich immer in der Qualifikationsstufe 1 (Hochschule).

Nachdem ich gegen diesen Bescheid Widerspruch eingelegt habe, wurde die Qualifikationsstufe nur um 1
auf Qualifikationsstufe 2 (Meisterabschluss,..) geändert. In dem Schreiben steht als einziger Rechtsbehelf: "Dieser Bescheid wird gem. § 86 Sozialgerichtsgesetz (SGG) zum Gegenstand des anhängigen Widerspruchsverfahrens."

Oder bleibt mir da jetzt nur noch der Klageweg, vor dem Sozialgericht?
Welche Fristen gelten? Ist es sinnvoll eine Fristverlängerung zu beantragen?

Es wären ca. 150 EUR/Monat Unterschied.
Es waren schon öfter Widersprüche gegen Bescheide notwendig und bisher hat das jedes Mal gut begründet spätestens im Widerspruchsverfahren geklärt werden können.

Ich habe in dem ersten Widerspruch unter anderem argumentiert, dass es keinen ersichtlichen Grund gibt, die Qualifikationsstufe zu ändern. Die Berufe, auf die ich mich bewerbe erfordern alle einen Fachhochschulabschluss oder eine gleichwertige Qualifikation.

Den Änderungsbescheid habe ich am 21.3. erhalten.
Kann/muss ich wieder Widerspruch einlegen?
 

Fritz Fleißig

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 März 2013
Beiträge
3.322
Bewertungen
3.759
Du solltest dir zunächst darüber klarwerden, welche fiktive Einstufung überhaupt richtig wäre. Dabei geht es weniger um das, was in der Vergangenheit gemacht wurde oder um was du dich bisher beworben hast, sondern um die Aussichten in der Zukunft. Du mußt entsprechend der Tätigkeit eingestuft werden, auf die sich die sogenannten Vermittlungsbemühungen der AfA hauptsächlich zu erstrecken haben. Das wiederum ist nach deiner Eignung und Leistungsfähigkeit zu beurteilen. In aller Regel wird das aber wiederum eine Tätigkeit sein, welche du in der Vergangenheit ausgeübt hast oder für welche du ausgebildet wurdest.

Bei mehreren möglichen Tätigkeit ist nach der höchstwertigsten einzustufen.

Siehe GA der AfA zu § 152 SGB III.

Falls du im Grenzbereich Ost/West wohnen solltest, Sonderregelung für die Bezugsgröße West beachten.

Zum Formalen: ich weiß ja nicht, gegen was du im einzelnen Widerspruch eingelegt hast. Die Sache hört sich danach an, daß dein Widerspruch weiterhin bei der Rechtsbehelfsabteilung liegt und diese nun auch über die geänderte Einstufung zu entscheiden hat. Eine Klage wird erst dann notwendig sein, wenn dir insgesamt ein abschließender Widerspruchsbescheid vorliegt.

Ich würde hier eventuell mitteilen, daß du auch mit der geänderten fiktiven Einstufung nicht einverstanden bist und eventuell (siehe oben) geeignete Gründe nachtragen.

Es ist außerdem nicht verboten, einfach mal bei der AfA nachzufragen, ob das Vorgehen so richtig ist wie geschildert.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten