• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

ALG1 geringer als ALG2 und trotzdem kein Wohngeld

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

jones

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2006
Beiträge
18
Gefällt mir
0
#1
Hi zukünftige Arbeitnehmer,

ich bekomme 734 Euro ALGI, weil mein Bruttoeinkommen nur 2000 Euro betrug (Zeitarbeit). Bei 57qm Wohnungsgrösse und 422 Euro Warmmiete wurde mein Wohngeldantrag dennoch abgelehnt, obwohl mir der Wohngeldrechner http://wohngeldrechner.nrw.de über 200 Euro ausgerechnet hat. Wie kann das sein? Was läuft hier schief. Was kann ich nun tun?
Woher bekommt jemand mit einem Monatseinkommen von 734 Euro einen Rechtsbeistand, wenn er gegen Stadt und Staat klagen will oder muss?
Was sind das für Berechnungsgrundlagen? Wurden diese den aktuellen Gegebenheiten meiner Stadt angepasst, d.h. sind sie noch aktuell? Wie mache ich hier den ersten Schritt?

Gruß
jones
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#2
Wenn der Wohngeldantrag abgelehnt wurde steht Dir eventuell ergänzendes ALG II zu, schau erstmal da in einem ALG II Rechner nach, bevor Du schon nach Rechtsmitteln greifst
 

jones

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2006
Beiträge
18
Gefällt mir
0
#3
Laut ALGII Rechner würd ich 88 Euro ergänzendes ALG2 bekommen. Laut Wohngeldrechner stehen mir ca 200 Euro Wohngeld zu. Was stimmt denn jetzt, bzw. wie kann ich das überprüfen?
 

gerda52

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
21 Mrz 2007
Beiträge
4.512
Gefällt mir
366
#4
Hallo jones,

kannst Du Deinen Wohngeldbescheid (Ablehnung) mal hier einstellen?

Bitte vorher persönl. Daten schwärzen.
 

jones

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2006
Beiträge
18
Gefällt mir
0
#5
Werd` ich morgen (Montag) im Copyshop einscannen und dann online stellen. Bis später.
 

jones

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2006
Beiträge
18
Gefällt mir
0
#6
Im Anhang der Wohngeldbescheid:
 

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Gefällt mir
17.046
#7
das sieht meiner Meinung nach in Ordnung aus. Leider werden laut dem Wohngeldgesetz pauschale Mieten festgelegt. Danach sind Wohnungen, die vor 1965 gebaut würden sehr billig. Dann nimmt man noch die Mietstufe und dann kommen Deine 225€ zu berücksichtigende Miete heraus.
Hab hier nochmal eine Tabelle, wo man das ganz gut sehen kann.
http://www.arbeitslosennetz.de/component/option,com_docman/task,doc_view/gid,413/
 

gerda52

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
21 Mrz 2007
Beiträge
4.512
Gefällt mir
366
#8
gelibeh sagte :
Danach sind Wohnungen, die vor 1965 gebaut würden sehr billig.
Das hat sich mittlerweile geändert.

Unerheblich für die Leistung des Zuschusses ist, ob der Wohnraum in einem Alt- oder Neubau liegt und ob er öffentlich gefördert, steuerbegünstigt oder frei finanziert worden ist. Voraussetzung für den Miet- oder Lastenzuschuss ist, dass der Wohnungsinhaber den Wohnraum bewohnt und die Miete oder Belastung dafür aufbringt.

Quelle
Konnte die erwähnte PDF-Datei mit den Tabellen leider nicht aufspüren. Vll. habt ihr bei der Suche mehr Glück.
 

jones

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2006
Beiträge
18
Gefällt mir
0
#9
D.h. ich kann und sollte dagegen vorgehen und Einspruch erheben? Gibt es hier dafür Vorlagen oder einfach formloses Schreiben oder wie geh ich da am besten vor? Muss mich doch dabei auf irgendwas Juristisches beziehen, damit es Hand und Fuss hat oder?
 

gerda52

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
21 Mrz 2007
Beiträge
4.512
Gefällt mir
366
#10
Re: D.h. ich kann Einspruch erheben?

jones sagte :
D.h. ich kann und sollte dagegen vorgehen und Einspruch erheben? Gibt es hier dafür Vorlagen oder einfach formloses Schreiben oder wie geh ich da am besten vor? Muss mich doch dabei auf irgendwas Juristisches beziehen, damit es Hand und Fuss hat oder?
:confused: Aus welchem Beitrag schließt Du nun das?

Verwechselst Du vielleicht die zuschussfähige Miete mit dem Deiner Meinung nach Dir zustehendem Zuschuss? :icon_confused:
 

jones

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2006
Beiträge
18
Gefällt mir
0
#11
Ich schliesse das aus Deinem Zitat:

Unerheblich für die Leistung des Zuschusses ist, ob der Wohnraum in einem Alt- oder Neubau liegt und ob er öffentlich gefördert, steuerbegünstigt oder frei finanziert worden ist. Voraussetzung für den Miet- oder Lastenzuschuss ist, dass der Wohnungsinhaber den Wohnraum bewohnt und die Miete oder Belastung dafür aufbringt.

D.h. die Berechnungsgrundlage mit 225 Euro stimmt nicht, da laut o.g. Aussage es völlig unerheblich ist, welche sonstigen Umstände existieren.
Oder aus welchem Grund hast Du auf den Link "Wohngeld 2007 - Ratschläge und Hinweise" verwiesen?
 

gerda52

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
21 Mrz 2007
Beiträge
4.512
Gefällt mir
366
#14
Hallo jones

nicht so ungeduldig, die Antwort kommt doch. :icon_pfeiff:

jones sagte :
Ich schliesse das aus Deinem Zitat:

Unerheblich für die Leistung des Zuschusses ist, ob der Wohnraum in einem Alt- oder Neubau liegt und ob er öffentlich gefördert, steuerbegünstigt oder frei finanziert worden ist. Voraussetzung für den Miet- oder Lastenzuschuss ist, dass der Wohnungsinhaber den Wohnraum bewohnt und die Miete oder Belastung dafür aufbringt.
D.h. die Berechnungsgrundlage mit 225 Euro stimmt nicht, da laut o.g. Aussage es völlig unerheblich ist, welche sonstigen Umstände existieren.
Oder aus welchem Grund hast Du auf den Link "Wohngeld 2007 - Ratschläge und Hinweise" verwiesen?
Wenn Du den Link betätigt hast, bist Du auch auf Folgendes gestoßen:

Ob Sie Wohngeld in Anspruch nehmen können und in welcher Höhe, hängt von drei Faktoren ab:
  1. der Zahl der zu Ihrem Haushalt gehörenden Familienmitglieder,
  2. der Höhe des Einkommens der zu Ihrem Haushalt gehörenden Familienmitglieder,
  3. der Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung.
Die für Sie zutreffende Einkommensgrenze können Sie der pdf-Tabelle in der rechten Spalte entnehmen. (nun auch hier im Anhang)

Quelle wie gehabt.
Hinsichtlich meiner eigenen Schlussfolgerung (Beitrag #8 "Das hat sich mittlerweile geändert.") *ganzverschämtummichguck* lag ich auf dem Holzweg. Nun, es hätte ja sein können ...

Leider ist es doch noch so, dass innerhalb der einzelnen Mietenstufen 3 Mietobergrenzen existieren. Über die Zugehörigkeit entscheidet dann das Baujahr.
 

Anhänge

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Gefällt mir
17.046
#16
Wäre schön, wenn sich das geändert hätte. Hier für Hamburg z.B. (Mietstufe 5) werden für ältere Wohnungen 260€ berücksichtigt. Gerade die ganz alten Wohnungen hier sind extrem teuer. Also bekommt man nie einen Ausgleich zu seinen tatsächlichen Zahlungen.
 

gerda52

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
21 Mrz 2007
Beiträge
4.512
Gefällt mir
366
#17
So ist es, gelibeh. Ich wohne selbst in einem Altbau und bezahle einen Mietpreis, der auch für nach 92 erstellte Wohnungen verlangt wird. Da ist bei Wohngeldanspruch automatisch draufzahlen angesagt.

Der Sinn will mir irgendwie nicht in den Kopf zumal die Ausstattung neueren Wohnungen in nichts nachstehen muss.
 

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Gefällt mir
17.046
#18
Der Sinn will mir irgendwie nicht in den Kopf zumal die Ausstattung neueren Wohnungen in nichts nachstehen muss
Seit wann ergeben die meisten Gesetze Sinn:icon_pfeiff:
 

jones

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2006
Beiträge
18
Gefällt mir
0
#19
Es kommt mittlerweile noch besser:

Mein Wohngeldantrag wurde abgelehnt.
Mein ALGI liegt 20 Euro unter ALGII.
Die Berechnungsgrundlagen für ALGII und Wohngeld sind unterschiedlich. D.h. bei Wohngeld wird nur 225 Euro Miete angerechnet, sogar ohne Heizung und bei Hartz4 wird 275 Euro plus Heizung angerechnet und nach 6 Monaten sogar die volle Miete.
Hinzu kommt, dass mir der Bearbeiter beim Arbeitsamt erklärte, würde ich jetzt ALG2 ergänzend beantragen (also 20 Euro mehr), dann würde ich nach 6 Monaten (solange steht mir ALG1 zu) zum Umzug aufgefordert werden, weil ich dann schon 6 Monate ALG2 (ergänzend) bezogen hätte. D.h. wiederrum das mir der ALG2 Bearbeiter praktisch meinen Rechtsanspruch auf ALG1 (und das beinhaltet ja nicht nur das Geld sondern auch nicht umziehen zu müssen etc) einfach aberkennt und die Frist die ja erst nach Ablauf von ALG1 startet mit dem Antrag auf Ergänzung sofort starten würde und ich schon nach 6 Monaten umziehen müsste.

Ich brauch einen Rechtsanwalt. Hier weiss das eine Gesetz nicht mehr was das andere tut und der ALG2 Bearbeiter dreht offenbar völlig durch.
Gibts hier einen Rechtsanwalt der aus Überzeugung und Idealismus dagegen kämpft? Ich bin nämlich pleite.

Was mach ich denn jetzt? An wen wende ich mich. Kann doch nicht sein, dass ich dieser juristischen Willkür plus der Willkür der Sachbearbeiter schutzlos ausgeliefert bin oder doch?
 

gerda52

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
21 Mrz 2007
Beiträge
4.512
Gefällt mir
366
#20
Hallo Jones

jones sagte :
D.h. bei Wohngeld wird nur 225 Euro Miete angerechnet, sogar ohne Heizung und bei Hartz4 wird 275 Euro plus Heizung angerechnet und nach 6 Monaten sogar die volle Miete.
Es verhält sich beim ALG II bei der Übernahme der Miete genau umgekehrt. In den ersten 6 Monaten sind die vollen Mietkosten zu übernehmen. Erst danach erfolgt die Absenkung auf eine angemessene Miete.
 

gerda52

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
21 Mrz 2007
Beiträge
4.512
Gefällt mir
366
#21
jones sagte :
Was mach ich denn jetzt? An wen wende ich mich. Kann doch nicht sein, dass ich dieser juristischen Willkür plus der Willkür der Sachbearbeiter schutzlos ausgeliefert bin oder doch?
Juristen und SB's sind 'nur' Erfüllungsgehilfen. Die Willkür und das Chaos hat der Gesetzgeber zu verantworten.
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#22
Da Du wahrscheinlich noch keinen Beratungsschein bekommst müsstest Du eine Erstberatung bei einem Anwalt selbst bezahlen, erkundige Dich doch mal nach den Kosten
 

jones

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2006
Beiträge
18
Gefällt mir
0
#23
Da Du wahrscheinlich noch keinen Beratungsschein bekommst müsstest Du eine Erstberatung bei einem Anwalt selbst bezahlen, erkundige Dich doch mal nach den Kosten
Leider kann ich keine Kosten übernehmen, weil kein Geld.
Was meinst Du mit Beratungsschein?
 

jones

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
31 Mrz 2006
Beiträge
18
Gefällt mir
0
#24
Juristen und SB's sind 'nur' Erfüllungsgehilfen. Die Willkür und das Chaos hat der Gesetzgeber zu verantworten.
Ok, aber diese Erkenntnis hilft mir nicht weiter.
Wie kommt ein Arbeitsloser in Deutschland zu seinem Recht, wenn er sich keinen Anwalt leisten kann ist hier die Masterfrage.
 
Mitglied seit
10 Jan 2007
Beiträge
4.189
Gefällt mir
344
#25
Beratung

Beratungs-/Przesskostenhilfe gibt es auch ohne Hartz4 Bescheid.
Dafür muss man nur Bedürftigkeit nachweisen.

Zudem ist Rechtsberatung auch durch die Juristen in den Gerichten, Verbraucherzentralen etc. möglich.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten