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ALG1-Frage

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Pete

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#1
Eine Bekannte hat folgendes Problem:

Sie hat 1,5 Jahre Krankengeld bekommen. Von dem Krankengeld was sie bekommen hat, wurden jetzt 60 Prozent berechnet und stellt das ALG 1 dar.

Ist das rechtens ?

Gruß.
 

RobertKS

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#2
Hallo Pete,

jawohl ist es, denn das ALG 1 macht in der Höhe 60% des letzten Nettoeinkommens aus.Wenn nun das letzte Nettoeinkommen eben 1,5 Jahre Krankengeld war, da wird das als Maßstab genommen, denn ein anderes Einkommen wurde ja nicht erzielt.

Gruß Robert ;)
 

Dicker Hals

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#3
Besteht Anspruch auf Kindergeld, wird nach dem erhöhten Leistungssatz (67%) gezahlt.

Alle von mir gemachten Aussagen sind ausschließlich meine persönliche Meinung und stellen keine Rechtsberatung dar.
 
E

ExitUser

Gast
#4
Bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes gibt es auch sogenannte Sonderbemessungen. Eine Sonderbemessung tritt ein, wenn der Verdienst im letzten Jahr vor der Arbeitslosigkeit niedriger war als in dem vorangegangenen Jahr (unbillige Härte). Da eine Sonderbemessung nur auf Antrag des Arbeitslosen durchgeführt wird, sollte der Arbeitslose deshalb prüfen, ob eine solche Bemessung für ihn in Frage kommt. Hierfür ist das Einkommen aus dem Jahr vor der Arbeitslosigkeit mit dem Einkommen des vorletzten Jahres vor der Arbeitslosigkeit zu vergleichen. Der Antrag ist formlos, schriftlich oder mündlich bei der Agentur für Arbeit zu stellen.


Es gibt Sonderfälle bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes:

Bei der Sonderbemessung wird das tägliche Durchschnittsbruttoentgelt der letzten 2 Jahre ermittelt und nicht wie bei der Regelbemessung des letzten Jahres. Es werden sowohl das letzte als auch das vorletzte Jahr vor der Arbeitslosigkeit berücksichtigt. Dies geschieht jedoch nur auf Antrag!!!

Auch wenn sie bereits höheres Arbeitslosengeld vor nicht mehr als 2 Jahren bezogen hat, würde dieses auch nur auf Antrag herangezogen werden.

Weicht das errechnete Arbeitslosengeld mehr als 10 % voneinander ab, wird das höhere gezahlt. Dies ist in einer internen DA der AA geregelt.

Anträge auf unbillige Härte, bei denen das Bemessungsentgelt nicht mehr als 10 % zum Regelentgelt abweicht, werden abgelehnt.

Deine Bekannte sollte Widerspruch einlegen und "Antrag auf Erweiterung des Bemessungsrahmens wegen unbilliger Härte" stellen:


etwa so:
Code:
Innerhalb der letzten 12 Monate habe ich weniger Arbeitsentgelt erzielt  als im Jahr davor. Es würde eine unbillige Härte vorliegen, wenn das Arbeitslosengeld nur nach dem Durchschnittsverdienst der letzten 12 Monate berechnet werden würde. 
 
Als Anlage übersende ich Ihnen die  Lohnscheine vom 13. bis 24. Monat vor Eintritt der Arbeitslosigkeit.
Bei Wiedereintritt der Arbeitslosigkeit innerhalb der 2 Jahresfrist:

Code:
Ich war bereits innerhalb der letzten 2 Jahre, vom ..... bis ..... arbeitslos und bezog Arbeitslosengeld I. Es würde eine unbillige Härte vorliegen, wenn...
 

Pete

Elo-User/in

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#5
ich danke dir für die ausführliche antwort, sehr informativ

DANKE!
 
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