ALG1 Frage - Keinen Arbeitsvertrag, Krank, Was kann passieren?

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Gondola

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Hallo dies ist mein erstes Posting hier. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen:


Folgendes zur Sachlage:
Person X hat von Januar bis März ALG 1 bezogen.

Am 03.04. hat er eine neue Stelle angetreten und den Arbeitsvertrag unterschrieben. Aber da der Geschäftsführer Krank war hätte er diesen erst im laufe nächster Woche unterschrieben zurückgeben können.

04.04. hat Person X beim Arbeitsamt gemeldet das er die Stelle angetreten hat und wurde beim Amt abgemeldet.

Nun ist Person X unverhofft am 06.04 erkrankt und wird diese Stelle vermutlich nicht mehr antreten können da dies 1. Sehr schlecht aussieht und 2. Womöglich nicht geduldet wird direkt Krank zu sein.

Die ersten 3 Tage war er vorort und hat normal gearbeitet. Bei der Krankenkasse ist Person X mit dieser Stelle natürlich auch noch nicht gemeldet und versucht jetzt Krankengeld zu beziehen (4 Wochen Frist bis lohnfortzahlung)

Was ist wenn der Geschäftsführer nun so tut als hätte Person X nie dort gearbeitet? Was passiert dann mit dem ALG1 ?

Vielen dank für eure Hilfe
 
A

ALGler

Gast
Hallo Gondola

Die ersten 3 Tage war er vorort und hat normal gearbeitet. Bei der Krankenkasse ist Person X mit dieser Stelle natürlich auch noch nicht gemeldet und versucht jetzt Krankengeld zu beziehen (4 Wochen Frist bis lohnfortzahlung)

ich verstehe deine Frage mit dem Krankengeld nicht. Krankengeld wird erst nach Ablauf der Lohnfortzahlungsfrist von 6 Wochen von der KK gezahlt.

Gruß vom ALGler
 

Gondola

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Hallo Gondola



ich verstehe deine Frage mit dem Krankengeld nicht. Krankengeld wird erst nach Ablauf der Lohnfortzahlungsfrist von 6 Wochen von der KK gezahlt.

Gruß vom ALGler



Neues Arbeitsverhältnis >> in den ersten 4 Wochen kein Anspruch auf EFZ >> Krankengeld


Hat er schon richtig beantwortet. Die Lohnfortzahlung startet erst ab der 5. Arbeitswoche.
 

Gondola

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Jetzt ist das passiert was vermutet wurde.

Person X ist krankgemeldet bis morgen. Wird natürlich kein krankengeld erhalten weil der Arbeitgeber sich nun abkapselt und nichts zuschickt (Arbeitsvertrag). Also quasi ist die Arbeit nie zustande gekommen...

Wie kann person x sich jetzt wieder beim amt melden ohne sanktionen zu bekommen?
 

BerndB

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Frag mal bei einem Anwalt oder im Juraforum was passiert, wenn man die Arbeit ohne unterschriebenem Arbeitsvertrag aufnimmt. Kann für dich positiv sein. Ich möchte es hier nur nicht schreiben, weil ich es selbst kaum glauben kann/konnte.
 

Gondola

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Frag mal bei einem Anwalt oder im Juraforum was passiert, wenn man die Arbeit ohne unterschriebenem Arbeitsvertrag aufnimmt. Kann für dich positiv sein. Ich möchte es hier nur nicht schreiben, weil ich es selbst kaum glauben kann/konnte.

Danke für die Antwort aber Person X hat keine Zeit und kein Geld um rechtsansprüche durchzusetzen und möchte sich auf jeden Fall erstmal wieder arbeitslosmelden damit zumindest ALG1 wieder anläuft.

Kannst du mir in der richtung einen Ratschlg für Person X geben?
 

Katzenfan

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Am 03.04. hat er eine neue Stelle angetreten und den Arbeitsvertrag unterschrieben. Aber da der Geschäftsführer Krank war hätte er diesen erst im laufe nächster Woche unterschrieben zurückgeben können.
Also fehlte die Unterschrift des Arbeitgebers zum Zeitpunkt seiner (des AN) Unterzeichnung noch, und er hat nun natürlich auch kein Exemplar des Arbeitsvertrags an sich (ohne AG-Unterschrift)?

04.04. hat Person X beim Arbeitsamt gemeldet das er die Stelle angetreten hat und wurde beim Amt abgemeldet.
Im Zweifel wird Person X sich ja nun wieder arbeitslos melden müssen. Für den Fall, dass das als "neue" Arbeislosigkeit gilt, sollte sie sich unbedingt noch heute persönlich bei der AfA melden, denn dann gibt es erst wieder Geld ab dem Tag der persönlichen Arbeitslosmeldung!

Was ist wenn der Geschäftsführer nun so tut als hätte Person X nie dort gearbeitet? Was passiert dann mit dem ALG1 ?
Da Person X unzweifelhaft davon ausgehen konnte, dass das Arbeitsverhältnis zustande kommt, muss sie nicht mit einer Sperrzeit rechnen. Genaueres dazu hab ich grad nicht zur Hand (und nicht im Kopf), könnte ich aber bei Bedarf "nachliefern".
 

Gondola

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Danke für die Infos. Zum punk1: genau so. Keine ausfertigung und auch keine unterschrift vorher. Obwohl er sonst immer sehr vorsichtig ist und direkt von allem fotokopien mit dem handy macht

Zu punkt 2: Aber diese wird person x ja wieder wegschicken weil er noch krankgeschrieben ist. Oder sehe ich das falsch? Edit: bis einschliesslich morgen krankgeschrieben

Zu punkt 3: danke das hilft schonmal. Falls irgendwas negatives zurückkommt werde ich mich nochmal melden
 

Katzenfan

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Zu punkt 2: Aber diese wird person x ja wieder wegschicken weil er noch krankgeschrieben ist. Oder sehe ich das falsch? Edit: bis einschliesslich morgen krankgeschrieben
Darum müsste er versuchen, dass die vorherige Arbeitslosigkeit gar nicht erst als "beendet" angesehen wird, sondern die Abmeldung vom ALG sozusagen als "nichtig wegen Irrtum" (oder so ähnlich) behandelt wird. In dem Fall würde das ALG ja weitergezahlt. Dann wäre natürlich auch keine erneute (persönliche) Arbeitslosmeldung notwending - da hast Du Recht.

Er könnte sich also höchstens - so er denn ab Freitag nicht mehr krank ist - heute oder morgen sicherheitshalber zum 14.04. persönlich arbeitslos melden. Das ginge wohl aber auch noch am Dienstag, 18.04. rückwirkend zum 14.04., weil die AfA an den Tagen dazwischen ja nicht geöffnet hat.
 

BerndB

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Darum müsste er versuchen, dass die vorherige Arbeitslosigkeit gar nicht erst als "beendet" angesehen wird, sondern die Abmeldung vom ALG sozusagen als "nichtig wegen Irrtum" (oder so ähnlich) behandelt wird.

Meine Meinung: Ob Irrtum oder nicht. Er hat sich selbst abgemeldet, nicht die AfA oder ein Arbeitgeber hat versehentlich abgemeldet. Somit liegen die Voraussetzungen fürs Alg (arbeitslos gemeldet - verfügbar) nicht mehr vor. Da wird es keine Möglichkeit geben.

Nachtrag:
Hier noch Links zu Anwalt und Arbeitsgericht. Ich gebe die Links unverbindlich weiter:
https://www.facebook.com/arbeitsrechtinfo/posts/475270145817217
Arbeitsgericht STU - Rechtsantragstelle
 
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ExUser 2606

Gast
Meine Meinung: Ob Irrtum oder nicht. Er hat sich selbst abgemeldet, nicht die AfA oder ein Arbeitgeber hat versehentlich abgemeldet. Somit liegen die Voraussetzungen fürs Alg (arbeitslos gemeldet - verfügbar) nicht mehr vor. Da wird es keine Möglichkeit geben.

Das geht schon, auch, wenn man sich selber abgemeldet hat. Ich hatte so einen Fall mal, ist aber um die 30 Jahre her.

Ich war arbeitslos und bekam einen VV vom Arbeitsamt. Habe mich beworben, es kam zum VG, wir wurden uns soweit einig, war zwar ne Herausforderung der Job, aber die meinten, ich würde das schon packen. Hab mich namals abgemeldet, obwohl ich noch keinen Vertrag in Händen hatte, unerfahren wie ich war.:icon_evil:

Als ich am ersten Tag da hin kam, war das schon komisch, weil niemand irgendwie mal ne Lohnsteuerkarte, das Sozialversicherungsnachweisheft oder sonstwas von mir wollte. Allerdings tauchten noch 2 Leute dort auf, die auch anfangen sollten. Wir haben uns erstmal ne freie Ecke gesucht, weil es keine freien Schreibtische oder so gab. Angeblich würde man demnächst in ein neues Gebäude umziehen und bis dahin sollten wir irgendwo im Wohnhaus des Firmeninhabers arbeiten, allerdings war de neue Hardware, auf der das System, das wir entwickeln sollten, laufen sollte, auch noch nicht da.:confused:

Am 2. Tag hiess es dann, wir sollten alle zusammen mit dem Auto des bis dahin einzigen IT Menschen zum Arbeitsamt fahren. Dort erfuhren wir dann, dass wir gar keinen Arbeitsvertrag bekommen sollten, sondern dass das ganze irgend so eine Massnahme werden sollte. Es sollte für die Firma ein neues ERP System gebaut werden. Der Haken: Man gab uns dafür drei Monate Zeit, danach sei das System wertlos. Die Entwicklungssoftware, die wir nutzen sollten war so neu auf dem Markt, dass noch niemand Erfahrung damit hatte. Ausser mir hatte in der Truppe niemand Programmiererfahrung und ich hatte noch nie mit dem Betriebssystem gearbeitet, das wir nutzen sollten. Ein Testsystem sollte es nicht geben, wir sollten direkt mit der entwickelten Software nach und nach live gehen. Gelänge es uns nicht, das System innerhalb der vorgegeben Zeit fertigzustellen, sollten wir das ALG, das wir weiter bekommen sollten, zurückzahlen.:icon_frown:

Der Direktor des Arbeitsamtes sagte mir bei diesem Gespräch, er habe mich wieder angemeldet, nur den Aufhebungsbescheid habe er nicht mehr aufhalten können.

Ich habe dann nach einer Nacht drüber schlafen den Herrn Direktor angerufen und ihm mitgeteilt, dass ich das nicht machen werde, da das Rückzahlungsrisiko unkalkulierbar war. Hatte er volles Verständnis für.:icon_klatsch:

Übrigens las ich 2 Monate später in der Zeitung, dass die Firma Konkurs angemeldet hatte....:icon_cry:
 

BerndB

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Das geht schon, auch, wenn man sich selber abgemeldet hat. Ich hatte so einen Fall mal, ist aber um die 30 Jahre her.

Auwauwau.

Ich lasse mich gerne belehren und hoffe auch für den hier Betroffenen, dass es glimpflich ausgeht.
Was wir jetzt durch den Kopf geht: Damals hatte das Arbeitsamt womöglich selbst noch keinen Computer. Alles per Hand aufgeschrieben. Konnte dann alles noch besser hingebogen werden. Und natürlich einen verständigen Direktor der nicht alles so bürokratisch sah.
 
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ExUser 2606

Gast
Doch, die khatten Computer, wenn ich nämlich bei menem Vermittler Aufschlug, dann durfte ich dm regelmäßig zeigen, wie er seine Kiste wieder in Gang bekommt.

Arbeitslosenhilfe wurde damals allerdings noch per Hand berechnet auf der Rechenmaschine. Und dann Handschriftlich in die Berechnungsbögen eingetragen. Deshalb hab ich auch reichlich Widersprüche geschrieben, mein Leistungssachbearbeiter war nämlich ein Rechengenie.:icon_kratz:

Aber der Direktor war wirklich verständig. ER wusste halt, dass ich mich abgemeldet hatte, weil ich von einem normalen Arbeitsverhältnis ausging. Von dieser MAssnahme war vorher nie die Rede. Von daher bin ich bei der Abmeldung von falschen Vorausetzungen ausgegangen.
 

Katzenfan

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Am 03.04. hat er eine neue Stelle angetreten und den Arbeitsvertrag unterschrieben. ...

04.04. hat Person X beim Arbeitsamt gemeldet das er die Stelle angetreten hat und wurde beim Amt abgemeldet.

...

Die ersten 3 Tage war er vorort und hat normal gearbeitet. ...

Was mir jetzt noch aufgefallen ist:

Person X hat die Stelle doch schon angetreten (sogar schon 3 Tage gearbeitet) und das so der AfA gemeldet. Da wird man nicht so tun können als habe es das Arbeitsverhältnis nie gegeben.

Auch ohne schriftlichen Arbeitsvertrag gilt das Arbeitsverhältnis spätestens mit dem Antritt der Stelle als geschlossen - und da bisher offenbar auch noch keine Kündigung erfolgt ist, besteht es immer noch.
Auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag kommt es dabei nicht an (§ 611a BGB):

Für die Feststellung, ob ein Arbeitsvertrag vorliegt, ist eine Gesamtbetrachtung aller Umstände vorzunehmen. Zeigt die tatsächliche Durchführung des Vertragsverhältnisses, dass es sich um ein Arbeitsverhältnis handelt, kommt es auf die Bezeichnung im Vertrag nicht an.
Quelle: https://dejure.org/gesetze/BGB/611a.html

Bei der Krankenkasse ist Person X mit dieser Stelle natürlich auch noch nicht gemeldet und versucht jetzt Krankengeld zu beziehen (4 Wochen Frist bis lohnfortzahlung)
Das ist zwar blöd, aber trotzdem steht Person X nun Krankengeld zu. Da muss der AG jetzt mal "in die Puschen" kommen und der Krankenkasse eine Entgeltbescheinigung über den vereinbarten Lohn zukommen lassen, damit das Krankengeld berechnet werden kann.

Vielleicht ist der AG ja (z. B. wegen eigener Krankheit) nur noch nicht dazu gekommen, den Arbeitsvertrag zuzuschicken?
Hat er sich denn irgendwie geäußert nach dem Motto: "Arbeitsvertrag? Welcher Arbeitsvertrag???"?
Gibt es Zeugen dafür, dass Person X in der Firma gearbeitet hat?
Arbeitslos ist sie jedenfalls derzeit nicht und wird deshalb auch kein Arbeitslosengeld erhalten!

Ihr steht für den 01. - 03.04. der vereinbarte Lohn zu und für die Zeit ab 06.04. Krankengeld!
Sollte sie nach Ostern (18.04.) wieder arbeitsfähig sein, einfach ganz normal auf der Arbeitsstelle aufschlagen!
Sollte sie noch krank sein, spätestens am 18. wieder zum Arzt, weiter AU schreiben lassen und die Bescheinigungen jeweils bei Arbeitgeber und Krankenkasse einreichen!
Es darf keine Lücke zwischen den einzelnen Krankschreibungen sein (Wochenenden und Feiertage ausgenommen), sonst droht Krankengeldverlust! Maßgebend ist dabei der Tag der Feststellung durch den Arzt (rückwirkende Krankschreibung nützt bei Krankengeldbezug also nix).
 

Gondola

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Was mir jetzt noch aufgefallen ist:

Person X hat die Stelle doch schon angetreten (sogar schon 3 Tage gearbeitet) und das so der AfA gemeldet. Da wird man nicht so tun können als habe es das Arbeitsverhältnis nie gegeben.

Nein der afa wurde nur gemeldet das der Arbeitsvertrag unterschrieben wurde. Aber wann man anfängt wurde nicht gemeldet. Auch nicht das man ihn noch nicht zurückerhalten hat etc. Deshalb wird man hier höchstens dumm gucken denke ich.

Das ist zwar blöd, aber trotzdem steht Person X nun Krankengeld zu. Da muss der AG jetzt mal "in die Puschen" kommen und der Krankenkasse eine Entgeltbescheinigung über den vereinbarten Lohn zukommen lassen, damit das Krankengeld berechnet werden kann.

Der versteckt sich. Familie sind seine Leute. Bezweifel das dort einer gegen den Sohn/Bruder aussagen wird. Mails und Anrufe werden nicht beantwortet. Auch wurde nahezu alles per telefon geklärt. Also nichts schriftliches als beweis. Er sagte ihm noch das er mit nem anwalt telefoniert am selben tag und seitdem funkstille


Ich denke er wird am Dienstag zum Arbeitsamt gehen und denen erklären das er Montag hätte anfangen sollen (10.04.) was aber nicht zustande gekommen ist weil er den vertrag nie zurückerhalten hat wegen der krankmeldung. Wird hart hoffentlich klappt es. Was denkt ihr?
 
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Doppeloma

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Hallo Gondola,

Fakt ist doch wohl, dass bereits 3 Tage gearbeitet wurde, das kann doch nicht komplett "geheim" sein und bleiben, was ist denn das für ein merkwürdiger AG, wo ist denn der Arbeitsvertrag geblieben den Person X zur Unterschrift bekommen hat ???

In der Regel bekommt man dann 2 Exemplare mit der Unterschrift des AG und ein Exemplar gibt man wieder zurück, wenn man selbst unterschrieben hat, das andere behält man selber.

Alles mehr als merkwürdig, wenn er nicht weiter AU geschrieben wird, sollte er bei der AfA die WAHRHEIT sagen (am Besten einen Beistand mitnehmen) und das genau so erzählen, vielleicht ist dieser AG ja schon bekannt für seine "Merkwürdigkeiten".

Da kann ich mich meinem Vorschreiber nur anschließen, wenn die Arbeit bereits am 03.04. aufgenommen wurde, ist ein rechtsverbindlicher Arbeitsvertrag entstanden und Person X hat Anspruch auf Bezahlung seiner geleisteten Arbeit UND auf die Anmeldung bei den Versicherungsträgern (KK / DRV / AfA usw.) durch den AG.

Ganz gleich was nun aus diesem Arbeitsverhältnis mal werden soll (aktuell besteht ein Arbeitsvertrag, der muss nicht schriftlich abgeschlossen sein :icon_evil:), was ist denn das für eine Firma ... Handwerksbetrieb, dann würde ich mich mal an die zuständige Handwerkskammer wenden wenn die plötzlich alle "untertauchen" ...

Der versteckt sich. Familie sind seine Leute. Bezweifel das dort einer gegen den Sohn/Bruder aussagen wird. Mails und Anrufe werden nicht beantwortet. Auch wurde nahezu alles per telefon geklärt. Also nichts schriftliches als beweis. Er sagte ihm noch das er mit nem anwalt telefoniert am selben tag und seitdem funkstille

Dazu wird sicher auch die AfA Hinweise geben was in solchen Fällen zu unternehmen wäre, ich würde jedenfalls nicht darüber nachdenken irgendwelche "Geschichten" zu erfinden ... die KK wird sich auch kümmern MÜSSEN wenn der deine Beiträge nicht zahlt und du deswegen (bereits ab Beginn der AU ) eigentlich nur noch "Notversichert" bist ...

Ich denke er wird am Dienstag zum Arbeitsamt gehen und denen erklären das er Montag hätte anfangen sollen (10.04.) was aber nicht zustande gekommen ist weil er den vertrag nie zurückerhalten hat wegen der krankmeldung. Wird hart hoffentlich klappt es. Was denkt ihr?

Das ist Blödsinn, es gibt KEINEN einzigen Grund nicht bei der Wahrheit zu bleiben, gearbeitet wurde ja sicher NICHT "nur telefonisch", wie ist die Person X denn zu dieser Stelle gekommen (Zeitungs-Anzeige / VV von der AfA ?), es gibt IMMER "Spuren" die sich nachweisen lassen (Verbindungsnachweise / Telefonlisten im Router. / Mail-Ausdrucke usw.) ...

An welchem Ort, in welchen Räumlichkeiten ( Ausstattung / weitere anwesende Personen) hat er diese 3 Tage gearbeitet, was hat er konkret von / bis (tägliche Arbeitszeit) gemacht, das lässt sich doch beweisen, Person X war doch nicht "im Universum verschollen dabei" ...

Den Arbeitsvertrag kann man auch mit der Post schicken wenn Jemand krank geworden ist, wo hat er (Person X) denn (nachweislich) die AU -Meldungen abgegeben (außer bei der KK ) wenn der AG "untergetaucht" ist ???

Zumindest die AU ab dem 06.04. kann er ja durch Kopien des Krankenscheines auch bei der AfA nachweisen, also passt das sowieso nicht zu einer Angabe, dass ab dem 10.04. erst dort die Arbeit aufzunehmen war.

Er hat sich ordentlich abgemeldet bei der AfA wegen Arbeits-Aufnahme ab dem 03.04. und ist dann (ab 06.04.) krank geworden, einen schriftlichen Arbeitsvertrag gab es noch nicht aber er war bereits tätig in der Firma von / bis ..., das kann er doch nicht einfach "unter den Tisch fallen lassen" und nun behaupten die Arbeit sollte erst am 10.04. beginnen ... :doh:

Da hätte er dann (wissentlich) schwarz gearbeitet diese 3 Tage und das auch noch ohne Bezahlung, damit macht er sich selber strafbar, denn ein schriftlicher Arbeitsvertrag ist NICHT erforderlich und die AfA will (logisch) nun eine Kündigung sehen und das Einkommen, das er bezogen haben muss für diese 3 Tage, zumindest besteht ein Rechtsanspruch auf Bezahlung für diese geleistete Arbeit.

Auch AG haben Pflichten, dem Mitarbeiter, der AfA und den Versicherungen gegenüber, die können sich nicht einfach "dünne" machen, dann muss sich da notfalls Zoll und Co drum kümmern wo die "feinen Herrschaften abgeblieben sind" ... warum bitte will sich da deine Person X auch noch freiwillig in die "Nesseln" setzen, der wollte doch NUR ARBEITEN ...

Und solange er vom AG nicht gekündigt wird (hier ist gesetzlich die Schriftform vorgeschrieben) bietet er nach seiner Genesung auch seine Arbeitskraft (nachweislich / schriftlich, rechtzeitig an die Postadresse) wieder an ab dem XX ... damit hält er seinen Bezahlungs-Anspruch aufrecht.

Kommt mir alles sehr "nebulös" vor mit deiner Person X aber inzwischen gibt es ja nicht mehr viel, "was es nicht gibt" in der modernen deutschen Arbeitswelt ...

Ob und wann die KK nun zahlen wird steht allerdings auch in den Sternen (rechlich gesehen müssten die dem AG "Beine machen" Person X anzumelden, zahlen braucht er ja noch keine LFZ nach 3 Tagen), eine Vorsprache bei der AfA ist also umgehend angezeigt um hier die weitere Vorgehensweise zu klären und um Unterstützung zu bitten, bei der Klärung dieser Machenschaften.

Es muss ja irgendwelche Adress- und Firmendaten / Firmensitz geben, Person X hat ja sicher nicht 3 Tage lang im "luftleeren Raum" gearbeitet, ehe sie krank geworden ist ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Gondola

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Er hat einen tag gearbeitet von den 3en und da hatter nur den vertrag unterschrieben und beide ausführungen abgegeben weil der ag bis montag krank war und dann unterschrieben zurückgegeben hätte (dann wär auch die richtige arbeit losgegangen). An dem einen tag wo er wetwas gemacht hat hat er nur intern ein paar listen aktualisiert. Das kann schon längst gelöscht sein.
 

Helga40

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Was soll denn das? Eingangs hast du geschrieben:

Die ersten 3 Tage war er vorort und hat normal gearbeitet.

Jetzt soll es nur ein Tag gewesen sein. Warum schreibst du das? Wenn er zum 3.4. den Job angefangen hat, ist dein Satz aus dem Eingangsbeitrag viel glaubwürdiger,vor allem, da es sich bei einer Firma, die einen Geschäftsführer hat, sicher nicht um einen Ein-Mann-Betrieb handelt, so dass die anderen Beschäftigten dort natürlich weiter arbeiten, wenn wenn GF mal krank ist. Demnach auch dein neu eingestellter Bekannter. Bis er eben selbst krank wurde.

Kann es sein, dass du/ihr keinen Bock habt, euch mit dem Arbeitgeber und mit der Krankenkasse auseinander zu setzen und du daher herausfinden willst, mit welcher Story es möglichst schnell wieder Alg1 gibt?

Das funktioniert so aber nunmal nicht. Er hat dort gearbeitet, es gibt dadurch einen (mündlichen) Arbeitsvertrag, der AG hat ihm 3 Tage Arbeit zu bezahlen und ihn in der Sozialversicherung anzumelden, so dass er Krankengeld bekommen kann.
 

Gondola

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Ja sorry kann nur das wiedergeben was ich höre. Hatte dinge wohl verdreht.

Update: AG duckt sich weiterhin geht nicht dran etc.

Da mein Kollege in seinen Emails belastendes Material gefunden hat schöpft er wieder hoffnung und möchte nächste Woche zu einem Arbeitsrechtanwalt gehen.

Würde eine E-Mail als beweis ausreichen wo drin steht das der AN auf seinen lohn bis einschließlich kündigungsfrist verzichten und dies bestätigen soll? Außerdem hat er noch eine Test email von seinem firmen account zu seinem privaten. Evtl. unter umständen ein Foto von seinem arbeitsplatz. Wenn das nicht reicht wird nichts bezeugen was abgelaufen ist.

Denkt ihr das reicht?

Was ist mit prozesskostenhilfe? Wird da auch seine freundin durchleuchtet? Ohne die prozesskostenhilfe wird er das nicht schaffen.

Und sobald die Arbeitsunfähigkeit vorbei ist wird er sich beim arbeitsamt melden bzgl. alg1 bzw. ab dem moment wo er mit dem anwalt gesprochen hat schon einmal telefonisch erledigen.

Er will ja so schnell wie möglich wieder arbeiten. Aber auf keinen Fall mehr bei dem jetzigen. Was unter diesen voraussetzungen absolut unzumutbar ist.
 

Katzenfan

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Denkt ihr das reicht?
Keine Ahnung! Versuch macht kluch.
Immerhin ist es besser als nichts ...

Was ist mit prozesskostenhilfe? Wird da auch seine freundin durchleuchtet? Ohne die prozesskostenhilfe wird er das nicht schaffen.
Das kann schon sein, da solltet Ihr Euch mal im Netz informieren. Ein Rechtsanwalt weiß darüber sicher auch Bescheid, wobei zunächst vielleicht ein "Antrag auf Bewilligung von Beratungshilfe" gestellt werden sollte.

Hier mal ein paar Links:

https://www.akademie.de/wissen/beratungshilfeschein-kostenlose-rechtshilfe

HENSCHE Arbeitsrecht: Prozesskostenhilfe im arbeitsgerichtlichen Verfahren

Die Kosten vor dem Arbeitsgericht - Anwalts- und Gerichtskosten
 

Gondola

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Der hat nun anzeige erstattet ich kann keine weiteren infos mehr geben. Ich würde es sogar begrüssen das aufgrund dieser tatsache dieser thread nach möglichkeit gelöscht wird.

Danke für die hilfe soll ich ausrichten
 

Doppeloma

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Hallo Gondola,

Der hat nun anzeige erstattet ich kann keine weiteren infos mehr geben. Ich würde es sogar begrüssen das aufgrund dieser tatsache dieser thread nach möglichkeit gelöscht wird.

Dass es keine weiteren Infos mehr geben wird ist zwar nachvollziehbar aber eine Löschung wird es nicht geben, ich werde das Thema gerne schließen, dann verschwindet es ohnehin bald im Hintergrund.

Viel Erfolg und vielleicht magst du ja später mal (in einem neuen Thema) berichten wie das ausgegangen ist, das könnte ja auch anderen Usern in ähnlicher Lage weiter helfen.

MfG Doppeloma
 
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