ALG1 Entfernung zum Arbeitsort (Luftlinie vs. kürzeste Strecke vs. schnellste Strecke)

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almura

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Hallo zusammen,

es gibt ja Regelungen bzgl. Zumutbarkeit der Entfernung zum Arbeitsort. Da ist von max. 1 Std. (einfache Strecke) bei bis 6h tgl. Arbeitszeit die Rede.
Außerdem steht auf der EGV ja auch eine Entfernungsangabe (z.B. Arbeitssuche im Umkreis von 50km).

Ich habe dazu Fragen/Verständnisschwierigkeiten:
Mir ist aufgefallen, dass bei der Jobbörse bei den Stellenangeboten die Entfernungen zum Arbeitsort als Luftlinie angegeben zu sein scheinen. Steht da bspw. 41km, dann sind das übers Straßennetz aber bspw. kürzeste Strecke 52km. Da ich keinen Helikopter habe (ja ich weiß, ich erschwere die Aufnahme einer Tätigkeit damit ;) ), ist die Luftlinie doch irrelevant, oder? D.h. auf eine Stelle, die 52km entfernt ist, müsste man sich doch nicht bewerben, wenn in der EGV von 50km die Rede ist? Oder zieht dann nur die Zumutbarkeitsregel, bei der von Zeit statt km die Rede ist?

Und was, wenn die kürzeste Strecke, zwar in den 50-km-Radius fällt (also z.B. 48km auf der kürzesten Strecke, die aber nicht die schnellste ist), aber diese 48km-Strecke z.B. zu den Stoßzeiten (meine Arbeitszeit würde Pendeln während der Stoßzeiten bedeuten), aber in über eine Stunde Fahrtzeit resultiert, außerhalb der Stoßzeiten jedoch unter einer Stunde?
Kann man bei der Zumutbarkeit mit unterschiedlich langen Fahrtzeiten zu unterschiedlichen Tageszeiten argumentieren?

Ich krieg das nicht zusammen.

Zusammenfassung:
Meine EGV verlangt Bewerbungen bis 50km --> Ist da wirklich Luftlinie gemeint?
Darf man für die tel. Pendelei die Fahrtdauer zu der Uhrzeit berücksichtigen, wo man fahren müsste, oder die Fahrtzeit bei freier Strecke?
Muss man dazu die Fahrtdauer für die kürzeste (<50km, damit im Rahmen der EGV) oder die schnellste Strecke (>50km, damit außerhalb EGV) nehmen?

VG, almura
 

vidar

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Moin @almura

Die Entfernungsermittlung nach Luftlinie findet sicherlich nicht statt. Soweit ich mich erinnere, verwendet das JC bzw. die AfA sehr oft den Routenplaner von Falk, um die jeweiligen Entfernungen ermitteln zu können.

Als Vergleichsalternative kannst du auch noch diese Routenplaner verwenden:

Entscheidend ist auch wie lange der jeweiliger Hin- und Rückweg (Pendelzeit) zum Arbeitsplatz ist.

Nähere findest du hier: § 140 SGB III: § 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen
.
 
Zuletzt bearbeitet:

almura

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Die Entfernungsermittlung nach Luftlinie findet sicherlich nicht statt.
Die km-Angaben bei den Stellen auf der Jobbörse entsprechen definitiv weder einer existierenden Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln noch einer existierenden Verbindung aus dem Straßennetz. Ich habe dann eine Seite gefunden (Luftlinie), die die Luftlinien zwischen zwei Orten auswirft und alle von mir überprüften km-Angaben sind Luftlinien-km. Ich war stutzig geworden, weil mir die km-Angaben durchweg zu gering vorkamen.

Entscheidend ist auch wie lange der jeweiliger Hin- und Rückweg (Pendelzeit) zum Arbeitsplatz ist.
Nähere findest du hier: § 140 SGB III: § 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen
Ja, den Paragraphen kenne ich, nur spezifiziert der imho nichts dazu, wie im Zweifelsfall die Pendelzeit berechnet wird. Da geben Routenplaner sehr unterschiedliche Ergebnisse aus, die u.a. auch von der Uhrzeit abhängen, zu der man fahren will.

Ich würde ungern die für mich zumutbare Pendelzeit von 1h sprengen, fürchte jedoch, dass im Zweifelsfall, meine Argumentation bzgl. Pendelzeit nicht zieht, wenn ich sage, zu der Zeit, wo ich fahre, wäre es länger als 1h.

VG, almura
 

samuraji

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Am Ende entscheidet doch wohl die tatsächliche Fahrtstrecke und dessen reale Dauer und nicht eine ausgedachte Statistikberechnung der Dauer eines Routenplaners.
 
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