ALG1 - Antrag auf Reha bei der Rentenversicherung

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zhorzam

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Hallo alle zusammen, ich bin froh bei meiner Suche auf dieses Forum gestoßen zu sein und habe mich direkt mal angemeldet.

Es geht um folgendes - Ich bin seit fast 2 Jahren krank, habe die 78 Wochen Krankengeld bekommen bis April dieses Jahres. Danach ging es für mich zum Arbeitsamt, da ich lange gearbeitet habe. Ich wurde vom Amtsarzt für Arbeitsunfähig erklärt (ich meine für die nächsten 12 Monate), also musste ich einen Antrag bei der Rentenversicherung auf Reha stellen.

Für meine Gesundheit steht bald eine große Operation an, für die ich mich fast 1 Jahr "vorbereiten" musste. Diese Operation wird in 2 Wochen sein.

Nun habe ich von der Rentenversicherung Post bekommen, sie sagten mir der Antrag auf Reha sei eingegangen und ich möge biete die beiliegenden Formulare ausgefüllt zurückschicken für das Ärzte-Team der Rentenversicherung.

Was meine große Angst ist - kann es sein, dass ich nun jederzeit in "irgendeine" von der Rentenversicherung bestimmte Reha gehen muss, ohne eine Wahl zu haben? Diese Angst habe ich, da die Operation von mir einige Monate an Erholung braucht und wirklich ein sehr großer Eingriff ist. Die Operation ist ein großer Teil meiner Krankheit, aber per Definition würde ich damit nicht "direkt" meine Diagnose angehen, zumindest könnte man das so auslegen. Meine Ärzte und ich sind aber davon überzeugt, dass diese Operation das Richtige ist.

Horrorszenario wäre quasi: Ich habe die Operation hinter mir, Rentenversicherung macht direkt Druck, weil sie mich in eine aus ihrer Sicht "besseren" Reha unterbringen wollen, oder sie mir keine Zeit geben möchten, weil ich potenziell ein Kostenfall für sie bin (falls es denn so wäre, dass sie meine kompletten Leistungen übernehmen müssen, mehr dazu unten). Ich bin körperlich dazu nicht in der Lage wegen der Operation (ich bin meist bettlägerig), also kriege ich nun keine Leistungen mehr.

Und da auch schon die nächste Frage, wer zahlt Leistungen für mich? Ich kriege momentan Geld vom Arbeitsamt in der Nahtlosigkeitsregelung (ich glaube das nennt sich so). Werde ich weiterhin vom Arbeitsamt Geld kriegen und nebenbei kümmert sich die Rentenversicherung um die potenzielle Reha? Oder wird die Rentenversicherung komplett die Leistungen übernehmen? Wenn ja, muss ich dort dann wieder den ganzen Prozess zum Antrag durchlaufen wie beim Arbeitsamt?

Puh, das waren viele Fragen, entschuldigt. Wie ihr merkt beschäftigt mich das sehr...ich möchte eigentlich nur optimalerweise 3-4 Monate Zeit haben, in der ich in Ruhe von der OP heile. Danach bin ich bereit alles zu tun was mir vorgeschlagen wird, wenn es meinen Zustand irgendwie verbessern kann.

Ich danke vielmals fürs lesen und für jede Hilfe und Input!
 
Zuletzt bearbeitet:

ZynHH

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Du kannst dich entspannen, niemand wird dich vor der OP, so du der DRV davon berichtest, zu einer Reha schicken.
Zweitens, kannst du dich von deinen Ärzten als reha-untauglich schreiben lassen.

Drittens ist die Frage, ob du nach der OP nicht sowieso in eine stationäre Anschlussheilbehandlung gehst.
 

Kerstin_K

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Und bei einer Reha hast Du ein Wunsch- und Wahlrecht. Du solltest also zusammen mit deinen ärzeten ene passende Rehalöinik raussuchen und diesen Wunsch der DRV mitteilen.
 

zhorzam

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Ich danke euch vielmals für die Antworten, das beruhigt sehr.

Könnte ihr mir bitte sagen, ob die DRV dann bald meine kompletten Leistungen übernehmen wird und ich vom Amt dann nichts mehr kriege? Da bin ich noch etwas verwirrt drüber (werde nächste Woche direkt anrufen ansonsten).

Und wenn es nach der Operation tatsächlich gut wäre einfach "nichts" zu tun und zu warten, meint ihr man kann das der DRV so kommunizieren? Quasi 3-4 Monate einfach nur heilen.

Danke nochmal!
 

Kerstin_K

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Von der DRV bekommst Du übergangsgeld während ener Reha. Ansonsten bleibt die AfA für dich zuständig, bs dein ALG I ausgelaufen ist.
 

zhorzam

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Danke nochmals, Kerstin. Übergangsgeld bedeutet, dass ich vom Arbeitsamt dann gar nichts mehr kriege und die DRV mir einen gewissen Satz zahlt (den von ALG2 in etwa)? Falls ich da nichts falsch verstehe.
 

saurbier

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Eigentlich solltest du von der DRV für den Zeitraum der Rehabilitation Übergangsgeld erhalten, daß sich auf dein letztes Einkommen bezieht zumindest aber in Höhe des jetzigen ALG-I (60% bzw. 67%).

Der ALG-II Satz wäre erst dann fällig, wenn du dich bei JC gemeldet hast, also wenn dein ALG-I Anspruch ausgelaufen wäre bzw. du eh vom JC aufstockende Leistung erhalten würdest, das aber dürfte bei dir doch noch gar nicht der Fall sein.


Grüße saurbier
 
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