ALG1 Antrag abgelehnt trotz bestätigtem Anrecht darauf!?!?! (1 Betrachter)

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xMartin79

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Hallo Leute,

ich hoffe und bitte auf/um Eure Hilfe damit ich bei meinem Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid was in der Hand habe. Ich war am Mittwoch zur persönlichen Abgabe meines ALG1 Antrages und dort wurde mir bestätigt das ich einanrecht auf 6 Monate habe und auch die Höhe des Geldes mitgeteilt. Heute erhalte ich einen Ablehnungsbescheid!?

Grundlage für meine ALG1 Anspruch ist folgender:

-Krankengeldbezug vom 01.05.2011-31.07.2011(90Tage) und vom 20.09.2011-14.05.2012(234 Tage).
-Job vom 15.05.2012-12.07.2012(57 Tage)
Also zusammen 381 Tage

Die Begründung lautet:"Ihr am 1 Juli 2010 erworbener Anspruch auf Arbeitslosengeld ist erschöpft. Seither sind Sie weniger als 12 Monate versicherungspflichtig gewesen und haben daher keine neue Anwartschaftszeit erfüllt (§142 und §143 SGB3)."

Meines Wissens nach zählt Krankengeld zu Berechnung der Anwartschaftzeit. Wurde mir ja auch mehrfach bestätigt durch die SB beim Amt! Also wieso bitte lehnen sie den Antrag ab und was soll/kann/muss ich denen schreiben damit die es verstehen.
Falls ich laut Eurer Meinung wiedererwartend doch kein anspruch auf ALG1 habe bitte ich um eine begründete Aussage. Ich danke Euch schonmal im Voraus.

lg
Martin
 

xMartin79

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Danke erstmal für deine Antwort. Ich kenn den Post denn du verlinkt hast. Allerdings weiß ich nicht ob man das vergleichen kann. Er kommt direkt aus der Krankheit und möchte ALG1. Außerdem scheints bei ihm noch die Problematik zu geben das er in irgend ner Maßnahme vom Amt zwischenzeitlich gesteckt hat. Somit wird in diesem Threat alles mögliche besprochen. Bei solchen rechtlichen Dingen muss man die meisten Fälle getrennt betrachte da es immer wieder Unterschiede gibt. Deshalb hab ich mir gedacht es wäre besser einen eigenen Threat zu erstellen. Außerdem ist der Threat von 2009. Hab keine Ahnung ob sich was in 2-3 Jahren geändert hat an der Gesetzeslage.
 
E

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Gast
§ 24 Abs. 2 SGB III:
Versicherungspflichtig [in der Arbeitslosenversicherung] sind Personen in der Zeit, für die sie
1. von einem Leistungsträger ... Krankengeld ... beziehen,
[...]
wenn sie unmittelbar vor Beginn der Leistung [hier: Krankengeld] versicherungspflichtig waren, eine laufende Entgeltersatzleistung nach diesem Buch [also ALG] bezogen oder eine als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme geförderte Beschäftigung ausgeübt haben, die ein Versicherungspflichtverhältnis oder den Bezug einer laufenden Entgeltersatzleistung nach diesem Buch [also ALG] unterbrochen hat.
Für dich wäre also primär die Frage: was hast du unmittelbar vor dem jeweiligen Krankengeldbezug getan?

Was dir der den Antrag annehmende SB bei der Arbeitsagentur spontan gesagt hat, ist dessen unverbindliche Einschätzung und nicht mehr.

Laß dir im Zweifel die Gründe bei der Arbeitsagentur genauestens erläutern. Ohne genaue Kenntnis der Ablehnungsgründe kann man nur spekulieren. Erst dann ist auch ein eventueller Widerspruch sinnvoll.
 
G

gast_

Gast
Heute erhalte ich einen Ablehnungsbescheid!?
Was steht denn da genau als Grund für die Ablehnung drin? Am besten kopieren und posten als Zitat
Daß du den Bescheid schon hast, hat Gurkenaugust übersehen... er wird dann sicher noch mal antworten: In Bezug auf ALG I ist er hier der Kompetenteste...
 
E

ExitUser

Gast
Ja, ist klar, den Bescheid hat er, und daraus auch oben zitiert. Nur ist die Begründung so allgemein, daß man dazu eine nähere Erläuterung bräuchte. :biggrin:
 

xMartin79

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Also erstmal danke für die Antworten!!

Für dich wäre also primär die Frage: was hast du unmittelbar vor dem jeweiligen Krankengeldbezug getan?
-Vorm Krankengeldbezug vom 01.05.2011-31.07.2011 habe ich ALG1 bezogen (war ein direkter Übergang und ich habe keinen Restanspruch mehr aus dieser Zeit für ALG1)
-Vorm Krankengeldbezug vom 20.09.2011-14.05.2012 war ich ganz normal (wenn auch nur kurz: 2 Wochen) erwerbstätig. Also sozialversicherungspflichtiges Verhältnis. Muss dazu allerdings sagen das ich kein Arbeitsbescheinigung von dieser Firma vorgelegt habe, da ich mir dachte die 2 Wochen machen den Kohl nicht fest und der Rest reicht ja für die Anwartschaftszeit von 360 Tagen.

Im übrigen frag ich mich warum es wichtig ist was man vor seinem Krankengeldbezug getan hat. Ist doch mal wieder deutscher Behördenschwachsinn. Krankengeld gibts nur wenn vorher ein sozialversicherungspflichtiges Verhältnis bestanden hat. Außerdem bezahl ich doch nicht Arbeitslosenversicherung von meinem Krankengeld damit die dann mein ALG1 ablehnen. Frechheit sowas! Im übrigen kanns auch nicht sein das man nen extra Termin zur Abgabe des Antrags bekommt wo dann jemand den Antrag bestätigt und mir auch noch sagt was ich bekommen damits dann son anderer Klapskopf ablehnt. Kann man sich son Termin auch schenken!! Sry bin grad etwas geladen! Aber ich hab mir meine scheiss Krankheit nicht ausgesucht und dann müssen einem diese Behörden auch noch unnötig Schwierigkeiten machen! Ätzend!

Das was ich oben zitiert habe war die Erklärung. Mehr gibts da nicht und ja die ist sehr Allgemein. Da hast du verdammt recht und ich vermute das ist so weil sie wissen das sie im Unrecht sind und es einfach mal versuchen wollen!
 

knuddi80

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Genau die 2 wochen musst Du vorlegen,die fehlen der Arbeitsagentur als Nachweis, damit du vor dem Krankengeldbezug 20.09.2011-14.05.2012 Arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt warst!!!

Die Arbeitsbescheiniung vom alten Arbeitgeber anfordern!!!

gruss knuddi
 

xMartin79

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Danke für deine Antwort und ich habs nach der Erklärung von gukenaugust befürchtet.

Also nochmal für mich zum Verständnis: Ich muss vor dem Krankengeldbezug Sozialversicherungspflichtig gewesen sein. Sprich: gearbeitet haben. ALG1 bezogen haben oder bla... (Das ich ALG1 vor meiner ersten Krankheitsphase bezogen habe ist dann ok?! Zählt als sozialversicherungspflichtiges Verhältnis weils ne Entgeldersatzleistung ist!? ja nein vielleicht??)
 
E

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Gast
Genauso ist es. Du mußt unmittelbar vor dem Krankengeldbezug SV-pflichtig gearbeitet haben (wenn auch nur kurz) oder ALG bezogen haben oder in einer ABM gewesen sein.

Also besorge dir vom früheren Arbeitgeber die fehlende Arbeitsbescheinigung für die zwei Wochen und lege sie der Arbeitsagentur vor (Widerspruchsfrist beachten).

Unmittelbar vor dem ersten Krankengeldbezug hast du ALG bezogen, was eine Entgeltersatzleistung ist. Diese erste Krankengeldzeit müßte also auch anrechnungsfähig sein.
 

xMartin79

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Alles klar. Dann wars wohl mein Fehler bzw. Versäumnis. Ich danke euch nochmal für die schnellen Antworten und eure Zeit. Falls noch was ist weiß ich ja an wenn ich mich wenden kann:icon_daumen: Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.

lg
Martin
 

xMartin79

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Hallo Leute,

bräuchte nochmal bitte Euren Rat bzw. Hilfe.
Hab meine Arbeitsbescheinigung von der Firma erhalten. Da steht jetzt drin das Arbeitsverhältnis hat von 01.09.2011-30.09.2011 bestanden und bei Abrechnungszeiträume wurde Gehalt bis zum 16.09.2011 angegeben.
Da ich am 19.09.2011 krank geschrieben wurde und die KK erst ab dem darauf folgendem Tag Krankengeld bezahlt ist der Krankengeldbezug ab dem 20.09.2011 angegeben. Somit liegen 3 Tage dazwischen(2 Tage Wochenende, 1 Tag der Krankmeldung).
Nun die Frage macht das mit den 3 Tagen Probleme beim ALG1 Antrag, da es ja heißt das das Krankengeld unmittelbar an ein sozialversicherungspflichtiges Verhältnis angrenzen muss!? Im Prinzip Stand ich ja immernoch in einem sozialversicherungpfl. Verhältnis da ja mein Arbeitsvertrag bis 30.09.2011 lief nur mein Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung vornehmen mußte da ich noch keine 30 Tage dort gearbeitet hatte!? Dementsprechend wurde sofort Krankengeld gezahlt. Hoffe das war halbwegs verständlich^^.
 
E

ExitUser

Gast
Ist schon klar mit der sofortigen Krankengeldzahlung.

Der 16.09. ist einfach nur der letzte Lohnabrechnungstermin und nichts weiter. Ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis besteht ja auch dann, wenn du am Wochenende oder wegen vorübergehender Erkrankung nicht arbeiten mußt. So steht es ja letztlich auch in deiner Bescheinigung.

Ich würde das also so bei der Arbeitsagentur (erforderlichenfalls zusammen mit einem förmlichen Widerspruch, falls noch nicht geschehen) einreichen und schauen, was sich weiter ergibt. Viel Erfolg!
 
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