ALG II + Veräußerungsgewinn ?

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Fuenfvor12

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Hallöchen!

Dank der vielen Beiträge und Artikel hier konnte ich schon einen Teil meiner Fragen selbst beantworten. Leider ist mir trotzdem noch manches unklar und
ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

Die Situation:

Nach 4 1/2 Jahren selbstständiger Tätigkeit musste ich aus gesundheitlichen Gründen meine Tätigkeit im Dezember 08 aufgeben.
Die ganze Zeit über habe ich aufgrund der familiären Lage immer irgendwie Anspruch auf ALG II gehabt.
Meine Sachbearbeiterin hat leider den Abschluss für 2006 und 2007 noch nicht nachberechnet, so dass ich nicht weiß, ob ich für diese Jahre was zurückzahlen muss, oder ob ich noch was rausbekomme...Soll wohl sehr kompliziert sein :confused:

Für 2008 wird nun wohl aufgrund des Verkaufs ein Veräußerungsgewinn entstehen. Unterm Strich bleiben dann in der Abschlussbilanz ca. 13.000 €
für 2008. Wird das nun einzeln dem Dezember zugeordnet oder auch, wie es angeblich auch in den Vorjahren gewessen sein soll ( was ich ja aber nicht weiß, weil ich die Nachberechnungen noch nicht habe) auf alle Monate verteilt???

Mein Mann ist 63 eigentlich sollte die selbstständige Tätigkeit auch seinen "Lebensabend" mit sichern, weil er vorher keine besonders hohen Zahlungen an die Rentenkasse hat. Gibt es hier auch irgendwelche Freibeträge??
Ich selber bin 43 z.Z. krankgeschrieben, zum Haushalt gehören noch drei Kinder im Alter von 18,17 und 13.

Tschuldigung ist ein bisschen viel auf einmal. Danke erstmal überhaupt für's Lesen.

Fv12
 
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Der Bilanzgewinn ist doch ein nach Steuerrecht ermittelter abstrakter Wert. Der interessiert ARGE nicht. ARGE rechnet nach eigenen Regeln.
Ich würde mir eine qualifizierte neutrale Beratungsstelle suchen und dort die Bilanz auf ARGEqualität umrechnen.
Der dann festgestellte Gewinn müsste dann auf eine angemessene Zeit verteilt werden.
Klingt nach einem grösseren Auftrag für die notleidenden Gerichte.
 

Fuenfvor12

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Ja, soweit schon klar. In den Vorjahren war dieser abstrakte Wert aber noch Berechnungsgrundlage. Gewinn/Verlust : 12 = monatliches Einkommen.

Jetzt dürfen die wohl noch Abschreibungen usw. wieder mit draufrechnen??
Wird der Gewinn auch auf 12 Monate verteilt???

Ist ja auch egal....

Trotzdem danke für deine Antwort.

Ich hoffe ich finde hier vor Ort jmd. der wirklich kompetent ist.....
Normalerweise bin ich Behörden gegenüber eher der höfliche Typ,
aber das wird mich jetzt wohl nicht weiter bringen. Und gerade jetzt fehlt mir echt die Kraft für irgendwelche Kämpfe.

Gruß

Fv12
 

atze151a

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Hier müsste erst mal geklärt werden, ob es sich wirklich um Einkommen handelt oder um Vermögen. Womit wird denn dieser "Veräußerungsgewinn" erzielt ?

Wenn ehemalige Betriebsmittel verkauft werden, handelt es sich lediglich um eine Umwandlung von bisher geschütztem Vermögen. Es gelten dann die "normalen" Vermögensfreibeträge.

Sollte es sich tatsächlich um Einkommen handeln, würde der von der ARGE ermittelte Gewinn aufgeteilt und anteilg angesrechnet werden.

Hierzu solltest Du mal die Weisungen der ARGE zu § 11 SGB II und evtl auch § 12 SGB II lesen

Arbeitslosengeld II - www.arbeitsagentur.de
 

Fuenfvor12

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Hallo!

Danke für deine Antwort!

Ja.Es handelt sich komplett um Betriebsvermögen! Es wurden zwei Fahrzeuge verkauft, mit denen wir bislang unseren Lebensunterhalt verdient haben und die wir mit Eigenmitteln angeschafft und abbezahlt haben. Ich dachte nur, dass die ja nach dem "Zuflussprinzip" handeln. Wenn es doch Vermögen ist, wäre das ja unproblematisch.
Ich werd mich echt noch mal schlau machen, bevor ich den Abschluss da abgebe.

Gruß
Fv12
 

atze151a

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§ 7 ALG-II-VO
Nicht zu berücksichtigendes Vermögen
(1) Außer dem in § 12 Abs. 3 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch genannten Vermögen sind Vermögensgegenstände nicht als Vermögen zu berücksichtigen, die zur Aufnahme oder Fortsetzung der Berufsausbildung oderder Erwerbstätigkeit unentbehrlich sind.
Wenn Ihr die Betriebsmittel nun wieder zu Geld macht, entfällt der "Vermögensschutz".

Dass es da Probleme gibt, könnte ich mir nur dann vorstellen, wenn die Autos aus den laufenden Einnahmen während des ALG-II-Bezugs finanziert bzw. abgeschrieben wurden und den Gewinn (und damit auch das auf die Leistungen anzurechnende Einkommen) geschmälert haben.

Und dann sehe ich da noch ein großes Problem. Wenn Ihr dem ARGE-SB eine "Abrechnung" vorlegt, die den Veräußerungserlös als Gewinn bilanziert, wird er das auch anrechnen. Solche Bilanzen können die nämlich in der Regel nicht lesen/verstehen.
 

Fuenfvor12

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Die Fahrzeuge wurden aus Eigenmitteln, Bank- und Privatkrediten finanziert.
ALG II kam immer nur durch die Kinder zustande. Die Absschreibungen etc. haben die schon immer meinem Gewinn zugerechnet.
Über das Jahr verteilt hat es dann aber für die ganze Familie trotzdem nicht gereicht. Aber wie gesagt:Ich habe noch nicht mal die Abrechnung für 2006 und 2007.

Dafür habe ich aber nach 6 Wochen Krankheit schon eine Vorladung zum medizinischen Dienst, obwohl über meine Leistungen noch gar nicht entschieden wurde....

Leider weiß ich nicht wie kompetent die Beratungsstelle bei uns ist und einen wirklich guten Anwalt für solche Sachen wüsste ich hier auch nicht.

Mal sehen was ich mache. Ich möchte schon gerne vorher wissen was geht,
weil meine Sachbearbeiterin an und für sich immer sehr gesprächsbereit ist und es ja auch immer Auslegungssache ist.


Gruß
Fv12
 
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