ALG II und zusätzliches Einkommen

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Christine30

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 Mai 2009
Beiträge
26
Bewertungen
0
Folgende Frage:
Alleinerziehender Vater, erwerbslos, mit 3 Kindern, kriegt ALG II. Wie verhält es sich, wenn der ALGII-Empfänger die gebrauchten , zu klein gewordenen Kinderkleidungsstücke, ausgedientes Spielzeug der Kinder oder auch andere gebrauchte Sachen aus dem eigenen Haushalt als Privatverkäufer online verkaufen will - und dann für das erworbene Geld andere gebrauchte Sachen für seine Kinder oder den Haushalt kaufen möchte? Muss man in dem Fall dieses Einkommen angeben, wird es angerechnet, und ist ein Betrag frei? Wird berücksichtigt, dass man im Grunde keinen Gewinn erzielt, da man die Sachen ja erst auch gekauft hat für teureres Geld und dann irgendwann mit Verlust wiederverkauft? Wie sehen da die Regeln /Vorschriften aus für ALGII-Empfänger? Und wie kann man das ordnungsgemäß machen?
Dasselbe ja auch, wenn man auf dem Flohmakrt verkauft, nur dass bei ersterem, dem privaten Internetverkauf und -einkauf die Geld-ein-und ausgänge übers Konto laufen.
Das wäre die erste und wichtigste Frage.

Zweite Frage: Und wie verhält es sich, wenn man in dem Fall was Gebrauchtes online von einem Privatverkäufer kauft und dann aber feststellt, dass es nicht passt und es infolgedessen gleich wieder zum Verkauf online anbietet, da man es ja nicht mehr an den Privatverkäufer zurücksenden kann? Zählt auch das dann als Einnahme?

Danke
 

Mario Nette

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
12.325
Bewertungen
847
Zur ersten Frage: Ich würde das unter dem Stichwort "Vermögensumwandlung" einordnen, womit die ARGE etwas anfangen kann: Nämlich wird dieses "Einkommen" nicht angerechnet.

Ähnlich will ich auf die zweite Frage antworten, allerdings unbedingt darauf hinweisen, dass es bei möglichst einmaligen oder doch zumindest sporadischen Vermögensumwandlungen bleiben sollte, weil sonst die ARGE den Verdacht hegt, dass dort jemand einer Art Gewerbe durch An- und Verkauf nachgeht.

Mario Nette
 

Christine30

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 Mai 2009
Beiträge
26
Bewertungen
0
Danke! Mittlerweile habe ich zu dem Begriff Vermögensumwandlung und Hartz IV einiges im Google gefunden. Was mich dabei verwirrt, ist folgendes: einmal ist die Rede davon, dass das NUR für das Vermögen gilt, das schon VOR dem ALG II-Antrag vorhanden war. An anderer Stelle wurde das wiederum nicht erwähnt. Gerade wenn man obigen Fall nimmt mit dem alleinerziehenden Hartz-IV-Empfänger, was die Kleidung seiner Kinder und auch Haushaltsgegenstände betrifft: Da verhält es sich doch so, dass während des Bezugs von ALG II immer wieder mal Kinderkleidung gekauft wird und erneut alte Kinderkleidung anfällt zum Weiterverkaufen, je nach dem, was den Kindern nicht mehr passt. Und dann kommt wieder andere gebrauchte oder neue hinzu, die man dann später, wenn sie nicht mehr passt, auch weiterverkauft.
Wie verhält es sich da? Kann man da noch mit Vermögensumwandlung argumentieren? (Also was WÄHREND des ALGII-Bezugs dazukommt und dann später weiterverkauft wird).
 

Individualistin

Elo-User*in
Mitglied seit
10 Mai 2009
Beiträge
125
Bewertungen
0
Vermögensumwandlung! Trotzdem würde ich dem Flohmarkt oder der Abholung per Barzahlung den Vorzug geben. Das geht supergut, meint eine alleinerziehende Mutter. :icon_smile:
 

catwoman666666

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
4 April 2007
Beiträge
1.641
Bewertungen
153
Danke! Mittlerweile habe ich zu dem Begriff Vermögensumwandlung und Hartz IV einiges im Google gefunden. Was mich dabei verwirrt, ist folgendes: einmal ist die Rede davon, dass das NUR für das Vermögen gilt, das schon VOR dem ALG II-Antrag vorhanden war. An anderer Stelle wurde das wiederum nicht erwähnt. Gerade wenn man obigen Fall nimmt mit dem alleinerziehenden Hartz-IV-Empfänger, was die Kleidung seiner Kinder und auch Haushaltsgegenstände betrifft: Da verhält es sich doch so, dass während des Bezugs von ALG II
Diese Kleidung kaufst du von deinem Regelsatz und gehört damit zu deinem "Vermögen" das du durch Verkauf umwandelst.
immer wieder mal Kinderkleidung gekauft wird und erneut alte Kinderkleidung anfällt zum Weiterverkaufen, je nach dem, was den Kindern nicht mehr passt. Und dann kommt wieder andere gebrauchte oder neue hinzu, die man dann später, wenn sie nicht mehr passt, auch weiterverkauft.
Wie verhält es sich da? Kann man da noch mit Vermögensumwandlung argumentieren? (Also was WÄHREND des ALGII-Bezugs dazukommt und dann später weiterverkauft wird) Ja

catwoman
 

Christine30

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 Mai 2009
Beiträge
26
Bewertungen
0
Hallo, vielen Dank!!
weitere Frage hierzu:
Soll/muss man das, wenn man damit beginnt, Arge melden, da es ja übers Konto läuft? Oder vorab schon ankündigen?
Ist es bei Vermögensumwandlung dann egal, welcher Betrag zusammenkommt vom Verkauf? Denn es ist ja meist so, dass in der Regel im Frühjahr und Herbst die Kleiderschränke ausgemistet werden und dann immer gleich eine Menge bei mehreren Kindern anfällt, was zu klein ist, auch Schuhe. Oder auch mal Spielzeug. Es sind also mehr oder weniger Stoßzeiten, wo viel zusammenkommt. Es ist nicht so, dass es jeden Monat gleichmäßig viel ist, es kann sein, dass monatelang gar nichts oder nur sehr wenig ist, was man verkauft.
Und ist es ratsam, genau darüber Buchführung zu machen?

@Individualistin: danke wegen dem Flohmarkt-Tip. Das Problem ist nur, dass man da meist 90-100% wieder mit heim nehmen muss, wenn kaum was läuft. Bei Online-Auktionshäusern die gebrauchten Sachen verkaufen geht immer noch am besten und schnellsten, man kriegt weitaus mehr los und kann es von zuhause aus machen nachts, wenn die Kinder schlafen. Zudem ist es mühsam - es hat ja nicht jeder ALGII-Bezieher ein Auto - wenn er die Umzugskartons voll mit Klamotten per Straßenbahn oder U-Bahn zum nächsten Flohmarkt transportieren muss und wieder zurück.
 

Mario Nette

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
12.325
Bewertungen
847
Hm, also du solltest natürlich die Dinge ohne Gewinnerwartung verkaufen wollen. Beispiel: Wenn ich eine Hose für 20 € kaufe, sie trage und irgendwann für vielleicht 25 € Mindestgebot verkaufen will, erwarte ich Gewinn. Wenn ich aber sage, es geht ab einem Euro los und irgend ein Bieter will mir 50 € geben - tja, was soll ich machen? Ablehnen? Jedenfalls gerechnet habe ich ja nicht damit, dass jemand so viel bietet, sondern gar nur mit einem Euro.

Mario Nette
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten