• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

ALG II und unangemessene Wohnung - Teil 3

E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Liebes Forum,

im Januar 2015 habe ich den Wisch im Anhang unterschrieben. Nach 6 Monaten wurde, wie angekündigt, nur der ortsübliche Höchstsatz bezahlt.

Ist jetzt im Nachhinein noch etwas möglich, dass das jobcenter mehr bezahlt - obwohl ich mich nicht, wie gefordert, nach einer günstigeren Wohnung umgesehen habe?

Vielen Dank im Voraus
 

Anhänge

ZynHH

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
6 Jul 2011
Beiträge
13.763
Gefällt mir
7.416
#2
Wie hast du denn deine Suche dokumentiert?

Hast du das JC zwischenzeitlich auf dem laufenden über deine Suche gehalten?

Hast du beim JC mal einen Antrag gestellt, einen Makler einsetzen zu dürfen?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#3
Ich will und werde nicht umziehen. Meine Suche habe ich nicht dokumentiert, da ich nicht gesucht habe. Realistischerweise findet man ohnehin keine Wohnung zu dem angegebenen Höchstsatz des jobcenters.
 

Hase66

Elo-User/in
Mitglied seit
23 Mrz 2013
Beiträge
405
Gefällt mir
57
#4
Das sehe ich genauso. Man bekommt keine Wohnung zu diesen Preisen außer ein Rattenloch…!
 

Wutbuerger

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
21 Aug 2012
Beiträge
4.813
Gefällt mir
2.359
#5
Ich will und werde nicht umziehen. Meine Suche habe ich nicht dokumentiert, da ich nicht gesucht habe. Realistischerweise findet man ohnehin keine Wohnung zu dem angegebenen Höchstsatz des jobcenters.
Das kommt drauf was man denen abverlangt §12WoGG zzgl 10 % Zuschlag nach BSG Urteil sollte selbst bei unterer Mietstufe für eine Einzelperson ca 350 Euro Bruttokaltmiete ergeben .Und dafür findet man gute , wenn auch keine Topwohnungen ,mit 40 -50 qm .Ob einen der Vermieter dann auch nimmt , finde ich noch schwieriger als das JC in die Spur zu bringen .
 

Sticker

Elo-User/in

Mitglied seit
10 Okt 2012
Beiträge
495
Gefällt mir
280
#6
Genau wie Wutburger sehe ich her nur de Angriffspunktüber WOG.

Suche hier mal die Mietstufe für deinen Ort raus: Mietstufe - Mietstufen nach Bundesland sortiert
Dann schaue bitte hier wie hoch die Miete sein darf: § 12 WoGG - Höchstbeträge für Miete und Belastung
Hier schlägst du dann noch die 10 % drauf und du hast die Miete nach WOGG.

Nun gehst du in Widerspruch gegen den Bescheid und beziehst dich darauf und greifst die Verwaltungsvorschrift an
in dem du unterstellst das deine Kommune über keine schlüssiges Konzept verfügt. Zeitgleich stellst du mit gleicher
Begründung einen Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz beim Sozialgericht.Nun wird das Gericht ermitteln müssen
in wie weit es ein schlüssiges Konzept gibt oder nicht. Wenn nicht ist auf WOGG abzustellen.

Mehr Tips per PN.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#7
Ich dachte eher, es wäre möglich, nach dem Motto: "Sorry, ich stellte fest, dass das Geld doch nicht reicht - was soll ich jetzt machen?".
 

Wutbuerger

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
21 Aug 2012
Beiträge
4.813
Gefällt mir
2.359
#8
Ich dachte eher, es wäre möglich, nach dem Motto: "Sorry, ich stellte fest, dass das Geld doch nicht reicht - was soll ich jetzt machen?".
Ist das auf die Wohnungssuche bezogen ? Du könntest versuchen nachzuweisen das man für ihre Sätze nichts bekommt , da die Lage ohnehin angespannt ist , oder ihr schlüssiges Konzept überaltert und/oder unrealistisch ist oder ein Gefälligkeitsgutachten darstellt.
Soweit ich mich erinnere hat das BSG vorgegeben die Sätze bzw ein schlüssiges Konzept wären nach 2 Jahren zu überprüfen.Meine Nachbargemeinde hat einen gültigen Mietspiegel von 2007 ...
Empfehlung : öfter mal Klagen
Nicht immer bekommt das JC Recht, nur weil es macht was es will
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#9
Ist das auf die Wohnungssuche bezogen ?
Exakt.

Hier geht es immer gleich um Klagen, Anwalt etc. Das wird dann im schlimmsten Fall eine Sache, die sich über Jahre hinzieht.
Mein Gedanke war daher, es erst mal mit einer normalen Anfrage zu versuchen. Oder vielleicht auch einfach mal hin gehen und sagen: "Ich habe kein Geld mehr. Aber auch nicht nach einer Wohnung gesucht. Was soll ich tun?".
 

Diana

Elo-User/in
Mitglied seit
3 Sep 2005
Beiträge
275
Gefällt mir
34
#10
Genau wie Wutburger sehe ich her nur de Angriffspunktüber WOG.

Suche hier mal die Mietstufe für deinen Ort raus: Mietstufe - Mietstufen nach Bundesland sortiert
Dann schaue bitte hier wie hoch die Miete sein darf: § 12 WoGG - Höchstbeträge für Miete und Belastung
Hier schlägst du dann noch die 10 % drauf und du hast die Miete nach WOGG.
....
Dann hat man was..... die Gesamt- oder Kaltmiete?
Die Heizkosten sind ein Extraposten, also KM + BK + HK, oder?
 

Wutbuerger

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
21 Aug 2012
Beiträge
4.813
Gefällt mir
2.359
#12
Exakt.

Hier geht es immer gleich um Klagen, Anwalt etc. Das wird dann im schlimmsten Fall eine Sache, die sich über Jahre hinzieht.
Mein Gedanke war daher, es erst mal mit einer normalen Anfrage zu versuchen. Oder vielleicht auch einfach mal hin gehen und sagen: "Ich habe kein Geld mehr. Aber auch nicht nach einer Wohnung gesucht. Was soll ich tun?".
Hmm .. ich glaube du erwartest auf dem JC so was wie gesunden Menschenverstand ? Wer so was nach hat , muss den bestimmt vor Arbeitsbeginn in der Umkleide abgeben .
Dem JC ist egal ob du auf der Straße pennst oder eine Wohnung hast .Straße wäre billiger für die , also wo erwartest du Hilfe ?
Es geht nur Fordern und mit Gesetzen / Urteilen untermauern , selbst damit hast du es noch schwer --weil ..so ein SBchen kann ja mal locker behaupten was Recht ist .
Und dir alles mögliche vorenthalten , Informationen und Leistungen . Und wird dafür eher gelobt als gerügt , geschweige denn bestraft .
Dumm ist wenn man an dem Behördenirrsinn kaputt geht - aber auch das wird SBchen nicht stören ...
Wenn man die Klage im Eilverfahren anstrengt , hast du nach ein bis zwei Monaten eine Entscheidung , oder das JC bekommt kalte Füße und erläßt einen Abhilfebescheid .Sonst bleibt dein Kram liegen bis zur Untätigkeitsklage...
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#13
Absolut richtig.
Man kommt einfach nicht zur Ruhe wegen denen - einen neuen Thread habe ich bereits eröffnet.

Ich fürchte nur, dass das Problem aufgrund der vielen illegalen Einwanderer in den nächsten Jahren noch sehr viel schlimmer wird. Seit vielen Jahren bin ich bereits für eine Sozialwohnung angemeldet. Ich habe bis zum heutigen Tage kein einziges Angebot vor der Stadt erhalten. Plötzlich sollen Wohnungen für 1.000.0000 (eher mehr) illegale Einwanderer da sein. Ich verstehe das alles nicht mehr. Manchmal will ich einfach nur noch sterben.
 

Wutbuerger

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
21 Aug 2012
Beiträge
4.813
Gefällt mir
2.359
#14
Absolut richtig.
Man kommt einfach nicht zur Ruhe wegen denen - einen neuen Thread habe ich bereits eröffnet.

Ich fürchte nur, dass das Problem aufgrund der vielen illegalen Einwanderer in den nächsten Jahren noch sehr viel schlimmer wird. Seit vielen Jahren bin ich bereits für eine Sozialwohnung angemeldet. Ich habe bis zum heutigen Tage kein einziges Angebot vor der Stadt erhalten. Plötzlich sollen Wohnungen für 1.000.0000 (eher mehr) illegale Einwanderer da sein. Ich verstehe das alles nicht mehr. Manchmal will ich einfach nur noch sterben.
Kann den Frust verstehen ... Jahrelang am Existenzminimum kann schon mal die Frage aufwerfen was jetzt besser ist ..
Ich habe die Erfahrung gemacht Angebote bekommst du keine ..weil bestimmt ne Menge Leute anrufen oder hingehen und nach Wohnungen fragen ..sollte mal eine frei sein ist die garantiert weg , ehe jemand an dich denkt .Also warum Herrn xy anrufen wenn Wohnung einem aus der Hand gerissen wird ?
Du müßtest ein klein wenig mehr anstellen - Hast du Suchanzeigen im Internet ?
Warst du bei Sozialverbänden ? Schreibt dein Hausarzt dir Atteste ? Auch ohne Sozialwohnung kann man was finden , so lange das Amt zahlt ist doch ok .
Ich bin vor drei Maonaten umgezogen , habe noch keinen Cent bewilligt bekommen für Umzugskosten oder Erstausstattung , einen Vermieter der keine Schüssel duldet und ein JC das meint Kabelkosten wären Privatsache .Wenn es in der Miete drin ist würde das JC zahlen , so reden sie sich raus Strom Internet Telefon Fernsehn mit Kabel ..das sind rund 100 Euro im Monat vom Regelsatz - ich weiß nicht wie das gehen soll ... dauernd neue Probleme ..und sie lassen dich monatelang hängen
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#15
Wenn man - sagen wir - zwei Monate aus dem Bezug draußen ist, dann aber wieder ALG II benötigt, bekommt man dann wieder das Geld für die gesamte Wohnung?
 

Atze Knorke

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
28 Feb 2009
Beiträge
1.657
Gefällt mir
772
#16
Liebes Forum,

im Januar 2015 habe ich den Wisch im Anhang unterschrieben. Nach 6 Monaten wurde, wie angekündigt, nur der ortsübliche Höchstsatz bezahlt.

Ist jetzt im Nachhinein noch etwas möglich, dass das jobcenter mehr bezahlt - obwohl ich mich nicht, wie gefordert, nach einer günstigeren Wohnung umgesehen habe?

Vielen Dank im Voraus
Wenn man - sagen wir - zwei Monate aus dem Bezug draußen ist, dann aber wieder ALG II benötigt, bekommt man dann wieder das Geld für die gesamte Wohnung?
Hallo Weiss,

schwarz auf weiss gebe ich zu Bedenken, dass die Tücke eine Lücke hat. :icon_evil:

Warum unterschreibst du so eine Erklärung ohne dich zu informieren, was dahinter steckt und nun wird guter Rat teuer. :icon_hmm: :icon_dampf:
Die "Erklärung" in Form der Kostensenkungsaufforderung gibt lückenhafte bis zweifelhafte KdU-Auskunft über:
Du bewohnst eine 52 m² Wohnung in Höhe von 495,oo Euro - Grundmiete plus Betriebskosten OHNE Heizkosten. Die HK-Summe beträgt? und ist noch dazuzurechnen. Kommen wir auf eine BruttoWarmMiete in Höhe von?

Der max. JC-Richtwert beziffert sich auf 374,oo Euro OHNE Heizung.

Die Rechnung mit 10% nach WOGG wird vermutlich nicht so gehen. Für eine Person sind es max. 50 m² - die Differenz beträgt hier 2 m².

§ 22 SGB II besagt:

§ 22 SGB II Bedarfe für Unterkunft und Heizung - dejure.org


(1) Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind. Erhöhen sich nach einem nicht erforderlichen Umzug die angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, wird nur der bisherige Bedarf anerkannt. Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft und Heizung den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf so lange anzuerkennen, wie es der oder dem alleinstehenden Leistungsberechtigten oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate. Eine Absenkung der nach Satz 1 unangemessenen Aufwendungen muss nicht gefordert werden, wenn diese unter Berücksichtigung der bei einem Wohnungswechsel zu erbringenden Leistungen unwirtschaftlich wäre.
Angemessenheitsgrenzen nach § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II:

Hartz IV-Wohnung: Verfassungswidriger § 22 SGB II

Grundsätzlich sind die Mietpreissteigerungen bei kleinen Wohnungen zu verzeichnen.

Das "Beschäftigungsinstrument" der Wohnungssuchbemühungen sind kontraproduktiv, Kosten im Regelbedarf nicht enthalten, es wird Unmögliches "gefordert". Der Wohnungsmarkt bezüglich einfache Wohnlage ist "bundesweit" angespannt leergefegt.

:glaskugel: - zu den KdU - welches Bundesland betrifft es?


Als letztes Mittel sehe ich hier den Überprüfungsantrag, so eine Art "Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand". Gilt nur für 1 Jahr rückwirkend!

Hartz IV: Neue Fristen für Überprüfungsanträge

Also mach' dich ran und bring' den Ü-Antrag auf die Platte.
 

Atze Knorke

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
28 Feb 2009
Beiträge
1.657
Gefällt mir
772
#18
Ich war mit der Erklärung beim Anwalt, bevor ich sie unterschrieben habe.
Unfassbar mit Advokat, solche Erklärung/Unterschrift wird überhaupt NICHT (zukünftig) gegenüber dem JC bei einer Kostensenkungsaufforderung geleistet. :icon_evil::icon_stop:
Kostensenkungsaufforderung ist nur ein Warn- und Hinweisschreiben ohne das Widerspruch möglich ist. KEIN Verwaltungsakt!

http://www.kostenlose-urteile.de/smart.newssearch.htm?st=Kostensenkungsaufforderung&ref=topTen7211

Keine weitere Beantwortung von Fragen, nun dann weißte Bescheid, wo der Hase lang läuft.
 
Oben Unten