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ALG II und pflege von angehörigen im EU-ausland

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ofra

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#1
ihr lieben, stehe vermutlich ziemlich bald vor dem problem, dass ich meine eltern, die im eu-ausland wohnen, pflegen werde müssen.
wie sieht es da aus, wenn man hartz IV-bezieher ist?
aus räumlichen gründen kann ich meine eltern nicht zu mir holen. ich müsste also regelmäßig zu ihnen fahren um sie zu versorgen. ich kann auch hier meinen wohnsitz nicht so einfach aufgeben. schließlich bin ich in einer partnerschaft. und bei meinen eltern könnte ich nicht wohnen auch aus platzgründen.
gleichzeitig stünde ich durch die pflege-tätigkeit dem arbeitsmarkt nicht mehr zur verfügung und würde so den anspruch auf ALG verlieren.
gibt es für solche fälle einen anspruch auf Grusi?
gibt es beihilfen für die fahrtkosten, die ja nicht unerheblich sind? (eine hin- und rückfahrt kostet ca. 300 E). des weiteren ist ja auch die anwesenheit im ortsnahen bereich nicht mehr aufrecht zu erhalten.
hat jemand von euch einen ähnlichen fall schon erlebt und kann hierzu infos geben?
hab mich bei google schon intensiv eingelesen aber so einen fall wie meinen hab ich noch nicht gefunden.
bin ich möglicherweise dazu gezwungen, meine eltern in ein pflegeheim zu geben?
wer trägt dafür die kosten da ich keinerlei rücklagen und ersparnisse habe?
ob meine eltern irgendwelche rücklagen oder vorsorge für diesen fall getroffen haben, weiß ich nicht, weil sie mit mir darüber nicht sprechen wollen. sie verdrängen das ganze thema, obwohl die zeit der pflege immer näher rückt und lassen mich total im regen stehen.
selbst wenn ich zu meinen eltern ziehen würde, hätte ich dort keinerlei rechtsanspruch auf sozialleistungen, leistungen zum lebensunterhalt etc.
ich kann aber nicht von luft und liebe leben!
 

catwoman666666

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#2
Wie willst du deine Eltern pflegen, wenn du nicht vor Ort sein kannst? willst du jeden Tag 300 km hin und zurück fahren, oder wie muss man sich das praktisch vorstellen?
 

ofra

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#3
ja das ist dann das nächste problem.
wenn sie ständig pflege brauchen, kann ich nicht permanent hin und her fahren. ich hab mir das so vorgestellt, dass ich mich längere zeit dort aufhalte und für die zeit, wo ich wieder nach hause fahre, einen ambulanten pflegedienst beauftrage.
das wird in der praxis ohnehin kaum durchführbar sein, schließlich braucht mich mein mann auch und ich kann nicht zwei haushalte führen. schon gar nicht über die entfernung.
ist nur die frage, wer das alles bezahlt, wenn ich es nicht machen kann.
selbst wenn ich vor ort wohnen würde, ich kann z. b. aus gesundheitlichen gründen nicht schwer heben. ich könnte also keine bettlägrigen patienten hochheben etc.
meine eltern erwarten sich aber von mir, dass ich als "gute tochter" die pflege komplett übernehme. wie ich das machen soll, sagen sie mir allerdings nicht.
 

ofra

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#4
ich hab jetzt eine mail an den zuständigen sozialversicherungsträger geschickt. da krieg ich aber erst frühestens montag eine antwort. die müssen sich ja mit solchen spezialfragen auskennen. oder mich zumindest an die richtige stelle weiterleiten können.
ich bin da bestimmt kein einzelfall. viele leute wohnen heutzutage nicht mehr in ihrem heimatland und wenn dann die eltern alt werden, haben alle solche probleme wie ich.
 
E

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#5
pflege im ausland

hallo orfa,

dine eltern und du müßt erst mal abklären, ob überhaupt pflegestufe in frage kommt, das reicht bei pflegeI 205€, bzw. II 410€ bei ambulanter und häüslicher pflege durch angehörige in der regel nicht. sozialämter im ausland zahlen in der regel nichts bei zuzöglingen, die werden erst mal deine finanziellen möglichkeiten prüfen.
ansonsten kann es möglich sein das das betreffende land eher die ausreise nach deutschland nahelegt und finanziert.

sozialversicherungsträger müßte da genauer bescheid wissen.

bei EU ländern gibt es allerdings bei der handhabung auch unterschiede,
GB, irland, niederlande, verfügen in solchen fällen über die medical care,
zur sicherung der grundpflege.
südländer erkennen in solch einem fall wo rückführung kaum möglich ist allenfalls freie wohlfahrtsverbände, das heißt für angehörige, die wollen ebenfalls knete sehen.

ich hoffe das es nicht gar zu krass kommt
grüße vom frettchen
 

ofra

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#6
hallo orfa,

dine eltern und du müßt erst mal abklären, ob überhaupt pflegestufe in frage kommt, das reicht bei pflegeI 205€, bzw. II 410€ bei ambulanter und häüslicher pflege durch angehörige in der regel nicht. sozialämter im ausland zahlen in der regel nichts bei zuzöglingen, die werden erst mal deine finanziellen möglichkeiten prüfen.
ansonsten kann es möglich sein das das betreffende land eher die ausreise nach deutschland nahelegt und finanziert.

sozialversicherungsträger müßte da genauer bescheid wissen.

bei EU ländern gibt es allerdings bei der handhabung auch unterschiede,
GB, irland, niederlande, verfügen in solchen fällen über die medical care,
zur sicherung der grundpflege.
südländer erkennen in solch einem fall wo rückführung kaum möglich ist allenfalls freie wohlfahrtsverbände, das heißt für angehörige, die wollen ebenfalls knete sehen.

ich hoffe das es nicht gar zu krass kommt
grüße vom frettchen
die sätze der pflegestufe sind im ausland noch niedriger als hier in D.
krass wird es in jedem fall, weil meine eltern in erster linie psychisch krank sind nd erst in zweiter linie körperlich.
und die hürden für pflegestufe sind hoch.
 
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#7
meine eltern erwarten sich aber von mir, dass ich als "gute tochter" die pflege komplett übernehme. wie ich das machen soll, sagen sie mir allerdings nicht.
organisier ihnen vor Ort die Pflege die sie benötigen, sei nett zu ihnen aber grenz Dich gegen diese Art der Vereinnahmung ab.
Du hättest in kürzester Zeit einen Burn Out..

Lass die Finger davon..
 

ofra

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#8
organisier ihnen vor Ort die Pflege die sie benötigen, sei nett zu ihnen aber grenz Dich gegen diese Art der Vereinnahmung ab.
Du hättest in kürzester Zeit einen Burn Out..

Lass die Finger davon..
sowas hatte ich schon mal. nach meiner letzten partnerschaft. 8 wochen krankgeschrieben und in ärztlicher behandlung. das hat fast ein jahr gedauert, bis ich wieder einigermaßen fit war.
 

ofra

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#9
organisier ihnen vor Ort die Pflege die sie benötigen, sei nett zu ihnen aber grenz Dich gegen diese Art der Vereinnahmung ab.
Du hättest in kürzester Zeit einen Burn Out..

Lass die Finger davon..
und meine ehe würde auch vor die hunde gehen ...
 
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