ALG II und Hausratversicherung im Versicherungsfall

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Kuku

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Mich würde ein Thema interessieren:
Ich überlege eine Hausratversicherung abzuschließen(ich wohne in Miete, und beim Mieter, der im unteren Stock wohnt, gab es vor kurzem in der Wohnung einen kleinen Brand), bisher hatte ich keine solche Versicherung.
Wie ist das denn im Schadensfall, wenn das Haus tatsächlich abbrennen würde mitsamt meinem Hab und Gut, oder wenn was aus der Wohnung gestohlen wird? Und wenn ich dann von der Versicherung die Versicherungssumme oder je nachdem, was zerstört worden ist, einen Teil der Versicherungssumme erhalte? Ich muss ja von dem Neuwert sämtlicher Sachen, die ich als Hausrat habe, ausgehen und diese dann wiederbeschaffen können, auch teurere Sachen wie PC, Möbel , ua., und ich habe von früher, als ich noch kein ALG II-Aufstockung erhalten habe, von meinem eigenen Geld ein paar hochwertigere Möbelstücke (also keine Billigsperrholzmöbel und auch keine Billigküche, allerdings habe ich keine Kaufbelege mehr, da das alles ja schon etliche Jahre alt ist) - entsprechend den Neupreisen der Sachen soll die Versicherungssumme sein, damit ich mir im Schadensfall gleichwertige Sachen wieder kaufen kann. Und darüber bin ich mir nicht im Klaren bzw. über die Höhe der Versicherungssumme, die ich abschließen soll. Beispielsweise ich schließe die Versicherung etwas höher ab und kriege dann im Schadensfall das Geld, steht dann Arge da und sagt, das sei zuviel, ich dürfe für die Wiederbeschaffung des Hausrates nur so und soviel ausgeben? Oder würde Arge einen Teil des Geldes einbehalten?
Ich meine es würde ja keinen Sinn machen, wenn ich eine Versicherung beispielsweise für 20.000 Versicherungssumme abschließe und entsprechend je nach höherer Versicherungssumme einen höheren Jahresbeitrag zahle, und dann Arge von den 20.000, die ich erhalte, wenn das Haus abbrennt, 10.000 einbehält oder mir vorrechnet, dass ich mir die Sachen für nur 10.000 wieder beschaffen darf(das als Beispiel)
 

elo237

RIP
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Geld welches man aus einem Versicherungsschaden erhält ist anrechnungsfrei denn das Vermögen (Fernseher) hatte man ja vorher auch
und man ist ja nicht reicher geworden.

Und wegen des Versicherungswertes der Wohnung da kommt ein netter Vertreter der berät
 

Seepferdchen 2010

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Kuku

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Danke. Mir ist manches aber immer noch nicht klar.
Nehmen wir als Beispiel einmal an, man hat einen Fernseher, ein Markengerät, das früher einmal 1000 Euro gekostet hat. Der brennt nun bei einem Hausbrand mit ab. Man hat keinen Kaufbeleg mehr davon oder die Kaufbelege brennen auch alle mit ab. Man kann also nicht mehr nachweisen nach einem Hausbrand, dass man einen Fernseher hatte, der einmal 1000 Euro gekostet hat. Dann erhält man dennoch von der Versicherung nach dem Brandfall 1000 Euro für die Neubeschaffung eines solchen gleichwertigen Fernsehers. Kann dann Arge bestimmen, dass man sich keinen Fernsehr mehr kauft für 1000 Euro, sondern einen für nur 100 und begründet das evtl. mit dem angemessenen Hausrat? Oder anderes Beispiel: Fahrrad wird aus dem Keller gestohlen. Das Fahrrad hat einmal neu 500 Euro gekostet. Man hat aber den Kaufbeleg nicht mehr und kann das Arge daher nicht beweisen, dass man ein so teures Fahrrad besessen hat. Die Versicherung zahlt aber 500 Euro aus für eine Neubeschaffung. Kann Arge dann sagen, zum angemessenen Hausrat gehört kein Fahrrad für so viel Geld, sondern nur bis max. 200 Euro? Oder beispielsweise man hat zwei Fahrräder, oder zwei Computer, oder zwei Fernseher , und beide werden gestohlen und von der Versicherung der Neuwert ersetzt.
Wie sieht es dann aus? Darf ich mir dann nur eins wiederbeschaffen, weil Arge es vielleicht so sieht, dass zu einem angemessenen Hausrat nur ein solches Gerät gehört? Oder man hat sich eine Einbauküche angeschafft, die einmal 6000 gekostet hat. Aber Arge sagt, zu einem "angemessenen Hausrat" gehört eine Küche für nur 3000 Euro.
Was bedeutet "angemessener Hausrat"konkret?
 

Seepferdchen 2010

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Kuku, die eine Frage wenn du keinen Beleg mehr hast wird dir der (so meine Annahme)
Zeitert erstattet.

Also dein Hausrat ist dann Zeitwert!

Weil hier auch die Abschreibung pro Jahr, so mein Gedanke zum tragen kommt!

Aber mit dieser Frage würde ich eine Versicherung zu rate ziehen!

Angemessener Hausrat

Der Begriff des Hausrats umfasst die Haushaltseinrichtung, also insbesondere Möbel und Einrichtungsgegenstände wie Bilder oder Bücher und Haushaltsgeräte wie beispielsweise Küchengeräte oder Unterhaltungselektronik.
Die Angemessenheit des Hausrats bestimmt sich nach §§ 12 III 1 Nr.1, 12 II SGB II nach den Lebensumständen während des ALG II Bezugs. Der Wortlaut dieser Regelung wird jedoch kritisch gesehen, insbesondere da beim Bezug von Sozialhilfe (§ 90 II Nr. 4 SGB XII) der Schutz des Hausrats an den bisherigen Lebensumständen auszurichten ist.
Im Ergebnis wird man davon ausgehen können, das Hausrat nicht mehr angemessen ist, wenn es sich um weit über das Übliche hinausgehende Gegenstände handelt, die wirtschaftlich verwertbar sind. Dies könnte zum Beispiel bei exklusiven Designermöbeln oder sehr wertvollen Teppichen der Fall sein.
Im Falle einer Verwertung eines Hausratsgegenstandes sind von dessen (fiktivem) Erlös die Kosten für die gegebenenfalls notwendige Ersatzbeschaffung eines angemessenen Hausratsgegenstandes in Abzug zu bringen.

Hartz IV Vermögen, Eigenheim & Auto | Anrechnung bei Hartz 4

Vieleicht hat noch ein anderer user dazu einen Hinweis!

Gruss:icon_pause:
 

Togro

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Die Hausrat ersetzt i.d.R. immer den Neuwert!
Zeitwert gäbe es, wenn du keine Hausrat hättest und z.B.
bei einem Wasserschaden über dir, die Privathaftpflicht des
Verursachers eintritt, sofern dieser eine hat.
Hat der keine, steht man doof da, da man sich das Geld dann direkt
vom Verursacher holen müsste, insofern er es hat.

eigene Hausrat = Neuwert
fremde Haftpflicht = Zeitwert


Daher immer alles über die eigene Hausrat abwickeln,
da diese i.d.R. immer den Neuwert ersetzt
und sich das Geld von der Privathaftpflicht des Verursachers zurück holt.

(Hausrat - & Privathaftpflicht sollte jeder haben... by the way)

Und bei der Anrechnung würde ich auch sagen,
das hier nur eine Vermögensumwandlung im weitesten Sinne erfolgt.
 

pinguin

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Von mir mal eine Zwischenfrage genau dazu:

Angenommen, es handelt sich bei dem verlustig gegangenen Gegenstand um einen, der SO nicht mehr produziert wird, weil sich der Hersteller, den es evtl. sogar noch gibt, auf veränderte Produkte verlagert hat.

Wie schaut das dann aus? Gleichartige Produkte zu jenem, was man vorher hatte, kosten nun aber neuwertig ein Mehrfaches dessen?

Wäre man verpflichtet, nur um einen etwaigen Preisrahmen einzuhalten, sich mit anderen Produkten zu begnügen, die bauartbedingt aber nicht über die Eigenschaften des verlustig gegangenen Erzeugnisses verfügen?
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Schlechtes Beispiel
Wasserschaden über Dir zahlt die Gebäudeversicherung oder Vermieter. Deren Refinanzierung ist deren Problem.

Bei einer Zeitwertabrechnung dürfte evtl. ein Vor-/Zuschuss durch Arge möglich sein.

Versicherungsleistung ist "nur" eine Vermögenswandlung.
Verzichtet man auf Wieder-/Ersatzbeschaffung kann ARGE erst bei Überschreiten der Freigrenzen die Leistungen komplett einstellen.
 
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