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Alg II und ausziehen?

Ganjor

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#1
Hallo Leute,

ich bin 22 Jahre alt und würde am liebsten von zu Hause ausziehen aufgrund verschiedener Probleme mit meinen Eltern und da ich genau das nicht mehr aushalte. Im Moment geht es sogar so weit, dass ich so oft wie es nur möglich ist bei bekannten unterkomme um so wenig wie möglich zu hause sein zu müssen.
Auf die Dauer kann das natürlich nicht so weitergehen und deswegen würde ich am liebsten einen Antrag auf Alg II stellen.
Was muss ich denn überhaupt alles vorweisen damit mir eine Wohnung überhaupt genehmigt wird?
 

[HartzFear]

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#2
Der Umzug muß erforderlich sein. In deinem Fall sprechen schwerwiegende soziale Gründe gegen die sog. Stallpflicht d.h. den Verbleib im elterlichen Haus bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres und für einen Auszug. Am besten wäre, wenn du unverzüglich einen Antrag auf ALG II stellst. Beim Antrag schon auf die schwierigen Umstände zuhause hinweisen. Hierbei auf den § 22 Abs. 5 Nr. 1 SGB II verweisen. Gleichzeitig über das Wohnungsamt od. die gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften eine Wohnung suchen. Vor Abschluß eines Mietvertrag die Kostenzusicherung des Leistungsträgers einholen, dann Mietvertrag unterschreiben, dann umziehen und fertig.
 

arbeitslos in holland

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#3
ist eure familie schon beim jugendamt "bekannt" ?

auf jeden fall versuchen, dass ja mit ins boot zu holen :icon_daumen:
 

gast_

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#4
Der Umzug muß erforderlich sein. In deinem Fall sprechen schwerwiegende soziale Gründe gegen die sog. Stallpflicht d.h. den Verbleib im elterlichen Haus bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres und für einen Auszug. Am besten wäre, wenn du unverzüglich einen Antrag auf ALG II stellst. Beim Antrag schon auf die schwierigen Umstände zuhause hinweisen. Hierbei auf den § 22 Abs. 5 Nr. 1 SGB II verweisen. Gleichzeitig über das Wohnungsamt od. die gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften eine Wohnung suchen. Vor Abschluß eines Mietvertrag die Kostenzusicherung des Leistungsträgers einholen, dann Mietvertrag unterschreiben, dann umziehen und fertig.
Alles richtig - nur er braucht, wenn er hingeht, schon ne Bescheinigung, daß der Auszug empfohlen wird...und er sollte einen Beistand zum JC mitnehmen. Sonst wird man ihm nach meiner Erfahrung schon den Antrag verweigern...

Wichtig: Alles, was man abgibt, nur gegen Empfangsbestätigung auf einer Kopie.

Und ganz wichtig: keine Angaben zur Familie machen - egal was die sagen.

Keine EGV unterschreiben, falls man dir sofort eine vorlegt. Mitnehmen und sagen, du brauchst Zeit, sie zu prüfen. (Auch wenn man deinen Antrag dann nicht bearbeiten will)
 

gast_

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#5
Im Moment geht es sogar so weit, dass ich so oft wie es nur möglich ist bei bekannten unterkomme um so wenig wie möglich zu hause sein zu müssen.
Kenne ich - hab schon U 25 geholfen den Antrag zu stellen und durchzuboxen, denen es so ging.

Gut wäre, wenn du jemanden hättest, wo du ein paar Wochen bleiben könntest - bis dein Antrag durch ist.

Du brauchst eine Adresse, wo du täglich zu erreichen bist.
 

Ganjor

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#6
Erstmal danke für eure antworten.

Mit dem Jugendamt hatten wir bisher noch nichts zu tun... also muss ich erst zu denen gehen?
Mit mehreren Wochen wo unterkommen wird es wohl schwierig werden...
Ansonsten werde ich wohl in den sauren Apfel beissen müssen und zu hause bleiben.
 

Ganjor

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#8
Es vergeht kein tag zuhause an dem ich nicht runtergemacht werde und ich halt das ganz einfach nicht mehr aus. Ganz schlimm ist es vor allem geworden nachdem ich die Diagnose Asperger-Syndrom bekommen habe und ich habe die Vermutung, dass der Freund meiner Mutter dahinter steckt da für ihn sowas nicht Existiert...
 

gast_

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#9
Du könntest auch mit deinem Arzt reden - wenn er dir bescheinigt, daß du aus gesundheitlichen Gründen zu Hause ausziehen solltest, müßtest das JC das auch akzeptieren.
 

Ganjor

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#10
Das Problem ist, dass der Arzt der das diagnostiziert hat ziemlich weit entfernt ist. Oder könnte ich auch zu meinen Hausarzt gehen?
 

Ganjor

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#12
Ok dann werde ich mich mal an den wenden.
Danke für eure Hilfe!
 

Ganjor

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#13
Hallo Leute,

Die Entscheidung ob ich ausziehen darf bzw die Stellungnahme übernimmt eine andere Stelle nämlich die Gisbu.
Trotz dem Vorschlag zum Arzt zu gehen und mir das bescheinigen zu lassen mit dem Auszug habe ich es nicht gemacht, bin so hingegangen und habe meine Situation dort geschildert.
Ich habe denen erzählt, dass ich Asperger Autist bin und auch das Attest vorgelegt.

Nach meinen Termin dort wurde meine Mutter dorthin eingeladen, doch wurde dort der Fall an jemand anderes übergeben. Dieser will mich nun wegen meines Attests in ein betreutes Wohnen abschieben, was ich selbstverständlich nicht will.
Im Attest steht auch noch, dass ein betreutes Wohnen nicht zwangsweise notwendig ist.

In 2 Wochen sollen ich und meine Mutter zusammen dort hinkommen.
Ich habe aber eher immer mehr das Gefühl, dass eine Entscheidung so lange wie möglich hinaus gezögert werden soll. Was kann ich denn dagegen machen?
Gibt es vielleicht irgendeine Möglichkeit das wo anders zu machen?
Ich bin immer mehr am verzweifeln und bin jetzt mittlerweile komplett mittellos.
 
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#14
Hallo Leute,

Die Entscheidung ob ich ausziehen darf bzw die Stellungnahme übernimmt eine andere Stelle nämlich die Gisbu.
Trotz dem Vorschlag zum Arzt zu gehen und mir das bescheinigen zu lassen mit dem Auszug habe ich es nicht gemacht, bin so hingegangen und habe meine Situation dort geschildert.
Ich habe denen erzählt, dass ich Asperger Autist bin und auch das Attest vorgelegt.

Nach meinen Termin dort wurde meine Mutter dorthin eingeladen, doch wurde dort der Fall an jemand anderes übergeben. Dieser will mich nun wegen meines Attests in ein betreutes Wohnen abschieben, was ich selbstverständlich nicht will.
Im Attest steht auch noch, dass ein betreutes Wohnen nicht zwangsweise notwendig ist.

In 2 Wochen sollen ich und meine Mutter zusammen dort hinkommen.
Ich habe aber eher immer mehr das Gefühl, dass eine Entscheidung so lange wie möglich hinaus gezögert werden soll. Was kann ich denn dagegen machen?
Gibt es vielleicht irgendeine Möglichkeit das wo anders zu machen?
Ich bin immer mehr am verzweifeln und bin jetzt mittlerweile komplett mittellos.
Was um Himmels willen ist die Gisbu? Wo hast Du das Attest vorgelegt?

Und wieso bist Du mittellos? Du bist doch wohl noch zuhause, oder?

Warst Du (mit Begleitung) beim Jugendamt? Wurde Dir dort nichts angeboten?

Wie geht es zwischen Deiner Mutter und Dir im Moment?

Und: Nein. Du brauchst kein Betreutes Wohnen annehmen.
Es gibt auch andere Möglichkeiten der Begleitung für junge Erwachsene.

Hast Du schon nach einer Wohnung gesucht?
 

Ganjor

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#15
Ich wurde vom JC an die Gisbu verwiesen da die die Stellungnahmen für U25 übernehmen. Das ist jedenfalls etwas von der Diakonie und das Attest hab ich denen vorgelegt.

Ich hab mich die letzten tage und Wochen nicht mehr zu hause blicken lassen. Hab bei freunden übernachtet und wenn das nicht ging... naja...

Jetzt bin ich zwangsweise nach hause gegangen... ich hab kein geld mehr und nichts. Momentan ist keiner hier aber sobald die wieder da sind wird der Streß sowieso wieder los gehen. Ich weiß nicht wie lange das noch klappen soll...

Was soll denn das Jugendamt anders machen? Wahrscheinlich würde das denn eh darauf hinauslaufen, dass ich so oder so zur Gisbu gehen muss...

Wohnung hätte ich auch noch keine gefunden...
 

Ganjor

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#17
Ja genau das sind die.
Die schreiben wohl eine Stellungnahme an das JC.
Vom JC hab ich nen wisch bekommen, dass ich da hin soll.
Denen habe ich meine Situation erklärt das war ende Februar und geraten haben die mir nichts sondern nur darum gebeten das meine Mutter einen Termin machen soll.

Das hat sie gemacht und der war heute. Dort hieß es dann allerdings nur, dass der Fall an jemand anderes übergeben wurde und es ging nur darum mich in ein betreutes Wohnen zu stecken.

In 2 Wochen soll jetzt noch ein Termin stattfinden zu dem ich und meine Mutter hinkommen soll. Dort soll mir dann wohl auch nur dieses betreute Wohnen nahe gelegt werden.
Deswegen hab ich ja auch das Gefühl, dass das ganze nur eine Hinhaltetaktik ist...
 

gast_

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#19
Hinhaltetaktik wohl eher nicht. Man wird der Meinung sein, daß alleine Wohnen (noch) nicht das Richtige für dich ist.

Hast du dir das "Betreute Wohnen" denn mal angeschaut?

Mal gefragt, wie das denn aussehen würde?

Was genau hast du dagegen?

Eins muß dir klar sein: Alleine in einer Wohnung zurecht zu kommen ist nicht einfach - aber je nachdem, mit wem man im "Betreuten Wohnen" zusammen leben soll, kann das auch unerträglich werden.

Du mußt dir überlegen, was du willst - und das dann klar stellen.

Lehnst du "Betreutes Wohnen" ab - dann sag das klar und deutlich!

Mach klar, daß es dir nur darumgeht abzuklären, ob dir das Wohnen zu Hause zuzumuten ist oder nicht. Gegen deinen Willen kann man dich nicht ins Betreute Wohnen stecken.
 

Ganjor

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#20
Hallo Leute,

ich muss mich bei euch allen entschuldigen, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Ich hoffe ihr nehmt mir das nicht ganz so übel.

Ich stehe mittlerweile vor einem neuen Problem.
Ich wurde jetzt höchst offiziell von meiner Mutter aus der Wohnung befördert.
Würden mir keine Freunde helfen würde ich jetzt auf der Straße sitzen.

Ich war heute beim Amt (natürlich mit Beistand) um meinen Antrag abzugeben.
Dort wurde mir mitgeteilt, dass ich dann nur anspruch auf 291 € ( minus Kindergeld) hätte. Das kann doch so nicht richtig sein oder?
Soll ich wenn mich niemand mehr aufnimmt auf der Straße leben?

Die GISBU hatte übrigens keinen Grund für einen Auszug gesehen weil ich mich von zeit zu zeit notgedrungen bei meinen Eltern aufgehalten hatte.
 
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#21
Stimmt nicht. Wenn du in einem eigenen Haushalt lebst hast du Anspruch auf den vollen Satz plus Unterkunftkosten.

Wenn sie dies verweigern, ab zum Fachanwalt.
 
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