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ALG II und Ausbildung

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saskia0410

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#1
Wie errechnet sich der Anspruch auf ALG II in einer Ausbildung? Bleibt er wie bei einem Minijob - also, dass mir 345 + 165 zustehen (also 510 "frei" wären u.alles darüber angerechnet wird) - oder steht mir dann gar kein ALG II mehr zu ?
 
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#2
saskia0410 sagte :
Wie errechnet sich der Anspruch auf ALG II in einer Ausbildung? Bleibt er wie bei einem Minijob - also, dass mir 345 + 165 zustehen (also 510 "frei" wären u.alles darüber angerechnet wird) - oder steht mir dann gar kein ALG II mehr zu ?
Wie alt bist du - und um was für eine Ausbildung geht es?

Gruß aus Ludwigsburg
 

saskia0410

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#3
Ich bin 21 Jahre alt und Mutter einer 10 Monate alten Tochter.
Welche Ausbildung ist noch nicht klar - wohl am ehesten die, die ich bekomme.. ich tendiere in verschiedene Bereiche. Warum ist das wichtig? Mir ist nur wichtig, dass ich überhaupt mal eine Ausbildung habe!!
 
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#4
saskia0410 sagte :
Ich bin 21 Jahre alt und Mutter einer 10 Monate alten Tochter.
Welche Ausbildung ist noch nicht klar - wohl am ehesten die, die ich bekomme.. ich tendiere in verschiedene Bereiche. Warum ist das wichtig? Mir ist nur wichtig, dass ich überhaupt mal eine Ausbildung habe!!
Grundsätzlich mal: Betriebe sind nicht grad begeiostert, wenn man irgendeine Ausbildung machen möchte.

Ich hab gefragt, weil es einen Unterschied macht, ob schulische Ausbildung wie Fachschule für Sozialpädagogik oder ne Lehre als Schreiner.

Nach dem Alter hab ich wegen der U 25 Regelung gefragt. Da fällst du aber deshalb nicht drunter, weil du schon ein Kind hast.

Ich meine, du bildest deine eigene BG, wenn du ergänzenden ALG II Anspruch hast.

Aber zuerst mal solltest du überlegen, was für eine Ausbildung: Ausbildungsvergütungen können durchaus so hoch sein, daß es kein ALG II mehr gibt. Vielleicht hast du Wohngeldanspruch...

Und dann gibts ja auch noch Bafög...

das kann man nicht alles beantworten, was wäre, wenn...

Gruß aus Ludwigsburg
 

saskia0410

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#5
Die Notfalllösung wäre eine schulische Ausbildung, wenn ich keine betriebliche finde!
Bafög steht mir keines zu, da dort ja das Einkommen der eigenen Eltern angerechnet wird (wenn das noch immer so ist?!), und meine Mutter hat nach Meinung der Ämter "zu viel"..
Gehen wir mal davon aus ein Betrieb zahlt im 1. Lehrjahr 500€ (ist ja meist der Fall), was stünde mir dann noch zu außer dem Sozialgeld für meine Tochter - oder fiele das dann auch weg ? Wer zahlt dann die Miete? Arge oder Wohngeld? Wohngeld ist ja nicht ansatzweise so viel wie die Arge mir momentan zahlt..
 
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#6
saskia0410 sagte :
Die Notfalllösung wäre eine schulische Ausbildung, wenn ich keine betriebliche finde!
Bafög steht mir keines zu, da dort ja das Einkommen der eigenen Eltern angerechnet wird (wenn das noch immer so ist?!), und meine Mutter hat nach Meinung der Ämter "zu viel"..
Gehen wir mal davon aus ein Betrieb zahlt im 1. Lehrjahr 500€ (ist ja meist der Fall), was stünde mir dann noch zu außer dem Sozialgeld für meine Tochter - oder fiele das dann auch weg ? Wer zahlt dann die Miete? Arge oder Wohngeld? Wohngeld ist ja nicht ansatzweise so viel wie die Arge mir momentan zahlt..
Wohnst du noch bei deinen Eltern?

Gruß aus Ludwigsburg
 

saskia0410

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#7
nee, natürlich nicht..
Aber das mit dem Bafög und BAB hab ich schon etliche Male durch und jedes Mal ist das Ergebnis: Ich habe keinen Anspruch darauf :shock:
 

donnervogel

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#8
es kommt aber nicht darauf an, ob Du individuell Anspruch auf BaföG oder BAB hast, sondern ob der Studiengang bzw. die Ausbildung dem Grunde nach Bafög- bzw. BAB-Förderfähig sind. Dann hättest Du selbst keinen Anspruch auf SGB II-Leistungen, Dein Kind würde aber nicht unter dieser Ausschlussklausel fallen.
 
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#9
donnervogel sagte :
es kommt aber nicht darauf an, ob Du individuell Anspruch auf BaföG oder BAB hast, sondern ob der Studiengang bzw. die Ausbildung dem Grunde nach Bafög- bzw. BAB-Förderfähig sind. Dann hättest Du selbst keinen Anspruch auf SGB II-Leistungen, Dein Kind würde aber nicht unter dieser Ausschlussklausel fallen.
Dann wirst wohl mit deiner Mutter reden und Wohngeld beantragen müssen: Eltern sind ja eigentlich unterhaltsverpflichtet solange man in der Ausbildung ist.

Gruß aus Ludwigsburg
 

saskia0410

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#10
Ok, dann doch lieber ne Teilzeitstelle..
Da bin ich mir dann wenigstens ganz sicher, dass ich nix mehr bekomme und hab etliche Rennerei weniger :oops:
Dabei wäre mir eine Ausbildung lieber gewesen..
Unterstützen kann mich meine Mutter nicht - sie verdient zwar so gesehen "genug", hat aber doch selbst zu kämpfen :(
 

Heiko1961

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#11
donnervogel sagte :
es kommt aber nicht darauf an, ob Du individuell Anspruch auf BaföG oder BAB hast, sondern ob der Studiengang bzw. die Ausbildung dem Grunde nach Bafög- bzw. BAB-Förderfähig sind. Dann hättest Du selbst keinen Anspruch auf SGB II-Leistungen, Dein Kind würde aber nicht unter dieser Ausschlussklausel fallen.
Gibt es auch kein ergänzendes Alg II? Ich frage nur, meine Tochter(19J.) macht eine Ausbildung, hat ne eigene Wohnung, bekommt BAB und kein Wohngeld. (Azubis bekommen kein Wohngeld!?, oder doch?)

Das Geld ist bei ihr sehr knapp und ich kann ihr nicht helfen. :cry:

Gruß, Heiko :kinn:
 

Arania

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#13
Warum sollten Azubis kein Wohngeld bekommen oder ALG II? Hat sie schon Anträge daraufhin gestellt?

Wenn man genaue Zahlen wüsste, dann kann hier sicher mal jemand nachrechnen ;)
 

Heiko1961

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#14
Warum sollten Azubis kein Wohngeld bekommen oder ALG II? Hat sie schon Anträge daraufhin gestellt?
Diese Antwort hat meine Tochter bei der Wohngeldstelle bekommen.

Wenn man genaue Zahlen wüsste, dann kann hier sicher mal jemand nachrechnen
Hast Recht, werde mich mal darum kümmern.

Gruß, Heiko ;)
 

Heiko1961

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#15
Hallo Leutz,
hier die ungef. Zahlen.

Sie bekommt Lehrlingsgeld: 450 € netto.
Dazu kommen 140 € BAB
Zusammen also 590 €
Davon gehen ab:
380 € Miete
32 € Strom
28 € Wasser
ca. 60 € Handy
50 € Fahrkosten
10 € Zusatz zur Krankenversicherung bei der Sparkasse

es bleiben zum Leben 30 €. Ihr Freund beteiligt sich an der Miete mit 150 € sonst würde sie nicht über die Runden kommen. Da ihre Mutter mit ihrem Lover in der Schweiz leben, gibt es z.Z. Probleme mit dem Kindergeld.
Was kann meine Tochter nun machen?

Gruß, Heiko :hmm:
 
E

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#16
Heiko1961 sagte :
Hallo Leutz,
hier die ungef. Zahlen.

Sie bekommt Lehrlingsgeld: 450 € netto.
Dazu kommen 140 € BAB
Zusammen also 590 €
Davon gehen ab:
380 € Miete
32 € Strom
28 € Wasser
ca. 60 € Handy
50 € Fahrkosten
10 € Zusatz zur Krankenversicherung bei der Sparkasse

es bleiben zum Leben 30 €. Ihr Freund beteiligt sich an der Miete mit 150 € sonst würde sie nicht über die Runden kommen. Da ihre Mutter mit ihrem Lover in der Schweiz leben, gibt es z.Z. Probleme mit dem Kindergeld.
Was kann meine Tochter nun machen?

Gruß, Heiko :hmm:
Warum hat sie nicht einfac mal Anträge gestellt?
Soll sie sofort machen... es gibt erst an Antragstellung, nicht rückwirkend.

Fragen kann man immer noch klären!

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arco

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#17
... hallo Heiko

wenn ich deine Zahlen mit dem Alg2-Rechner so durchrechne, kann ungefähr eine Alg2-Aufstockung von ca. 100 Euro dabei rausspringen.
(ohne Gewähr) KG habe ich als selber erhalten gerechnet

Kannst ja mal selber rechnen: http://www.geldsparen.de/content/rechenmodule_merkur/Soziales/ALG2rechneri.php?zzS=i&Seite=1

Allerdings schreibst du das der Freund deiner Tochter zur Miete beiträgt - und wenn die Beiden zusammenwohnen dann wird er evtl. zur BG gezählt und dann sein Einkommen mitgerechnet ? ?
Dann wird es wohl so sein, das dann kein Anspruch mehr besteht ....

Wenn es eine WG ist und so anerkannt, dann wird es auch schwierig werden, da dann nur die Hälfte der Mietkosten angerechnet werden .

Also hier geht nur Antrag stellen und dann " schaun mir mal" :pfeiff: :pfeiff:
 

Akula

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#18
Hallo,

ich schreib erstmal hier rein, vielleicht kann man mir ja hier schon weiterhelfen?

Mein Problem ist das liebe Geld für die nächsten 3-4 Jahre. Ab dem 21.August werde ich eine 2.Ausbildung machen, schulisch zum Heilerzieher. Mitte April bin ich eigenhändig ausgezogen und bekomme derzeit 150€ von meinen Eltern als Mietzuschuss. Der Rest wird vom Kindergeld bezahlt. Bis zum 21. erhalte ich ALG1.

Einen Bafög Antrag hatte ich gestellt, allerdings wird dieser wohl abgelehnt werdem, da meine Eltern zuviel verdienen... laut Rechner und Mitarbeiterin des Amtes. Auf BAB habe ich ebenfalls keinen Anspruch. Meine Beraterin beim der Arbeitsagentur meinte, ich solle drüben beim Jobcenter mal nachfragen und einen Antrag stellen. Das werde ich Donnerstag tun.

Bis dahin bin ich total verzweifelt. Weiß jemand, ob ich überhaupt Anspruch auf ALG2 habe und wieviel ich eventuell erhalten könnte? Fakt ist, meine Eltern können mich nicht komplett mit eigener Wohnung 3 Jahre durchfüttern. Und ein Umzug zurück ins elterliche Heim kommt mit meinen fast 23 Jahren auf keinen Fall in die Tüte. Ist von beiden Seiten auch überhaupt nicht erwünscht. Zumal ich die Wohnung auch garnicht kündigen kann, erst nach einem Jahr.

Kann mir jemand weiterhelfen?

Danke schonmal. :)

Mfg
 

Lübeck81

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#19
Also müßtest du doch eigentlich den Grundsätzlichen Anspruch auf BAföG haben, oder nicht?

Wenn ja:
Beim BAföG ist's so geregelt, dass du 3 Jahre ausreichend Verdient haben mußt, damit die deine Eltern nicht mehr ranziehen können.
Dazu zählt meines Wissens auch die ALGI-Zeit.

Wenn nicht, dann dürfte es mit dem ALGII doch eigentlich kein Problem sein.

ALGII kriegt man zB nur dann nicht, wenn man Anspruch auf's BAföG hat - wieviel BAföG man bekommt (auch wenn's 0€ sind) war meinem Amt dabei egal.
Ab nächstem Jahr wirst du dann aber evtl deine ungedeckte KdU aufstocken können.

Kindergeld könntest du doch evtl auch bekommen, oder?
 

Akula

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#20
Also müßtest du doch eigentlich den Grundsätzlichen Anspruch auf BAföG haben, oder nicht?
Ja das auf jedenfall. Die Ausbildung ist auch anerkannt für Bafög. Nur ist eben das Ding, das meine Eltern laut Bafög Rechner und die Mitarbeiterin beim Bafög Amt zuviel verdienen und ich deswegen wohl nichts erhalte.

eim BAföG ist's so geregelt, dass du 3 Jahre ausreichend Verdient haben mußt, damit die deine Eltern nicht mehr ranziehen können.
Dazu zählt meines Wissens auch die ALGI-Zeit.
Naja was ist ausreichend? Ich habe 4 Jahre ne Ausbildung mit monatlicher Vergütung von rund 600€ gehabt und danach noch ein wenig (paar Wochen) gearbeitet. Alg1 habe ich jetzt rund 1 Jahr erhalten. Das sind dann gut 5 Jahre "Eigenverdienst".

Wo hast denn diese Infos mit den 3 Jahren her? Weil mein Vater war eben auch etwas stutzig und die beim Amt hatte auch nichts in der Richtung erwähnt. Im Bafög Antrag wurde derartiges nach meinem Kenntnisstand auch garnicht gefragt. Aber würde mich freuen, wenns die Regelung wirklich gibt.

Ab nächstem Jahr wirst du dann aber evtl deine ungedeckte KdU aufstocken können.
KdU = Kosten der Unterkunft?

Kindergeld könntest du doch evtl auch bekommen, oder?
Ja das bekomme ich auch noch und geht derzeit komplett für die Miete drauf. Sprich 150€ Ki.Geld und 150€ Beteiligung meiner Eltern... die Wohnung kostet 300€ warm.


Hmmm, näheres werde ich wohl dann am Donnerstag beim Jobcenter erfahren. Nur blöd das der Bafög Antrag erst Ende August durch ist und eine Entscheidung ansteht. Aber ich kann ja schonmal nen Alg2 Antrag stellen, das ist ja das wichtigste, um rückwirkend Geld zu erhalten, falls was schief läuft beim Bafög.
 

Lübeck81

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#21
Das solltest du auf jeden Fall tun, sicher ist sicher...

Gehörst du zufällig in Folgende Kategorie?:

(1) Als monatlicher Bedarf gelten für Schüler

1. von Berufsfachschulen und Fachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, 192 Euro
Wenn ja - super...

wenn nein, wird's schwierig...

Denn für dich wird's evtl entscheidend, welche Art von BAföG zu bekämst...
Da kann dir sicher jemand beim Amt vorab Auskunft geben.

Zu den 3 Jahren:
Ich fürchte, dass die Ausbildung nicht so viel bringen wird, da es (glaube ich) um deine Abgaben geht und in der Ausbildung halten die sich stark in Grenzen...
Es gibt da aber 'ne bestimmte Höhe, die erforderlich ist - ich weiß nur nicht genau wie viel.

Aber wenn du die Leute von der BAföG-Stelle freundlich direkt darauf ansprichst, werden die dir da sicher weiterhelfen.


Ich warte grad selbst auf 'nen BAföG-Bescheid und hab mich deshalb etwas schlau gemacht...
Erst bekam ich auch die Zettel für meine Eltern - aber den hab ich garnicht erst ausgefüllt, sondern bin mit meinen "Meldungen zur Sozialversicherung" losgelaufen und hab damit für gute 3 Jahre meinen Verdienst nachgewiesen. Damit sind meine Eltern aus der Pflicht.
Leider bin ich aber 25 und erhalte deshalb widerum kein Kindergeld mehr^^

Kannst ja auch mal hier mit reinschauen:
http://www.elo-forum.org/forum/ftopic12603.html

Und - jupp, KdU = Kosten der Unterkunft
 

Akula

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#22
Naja bei mir setzt die Ausbildung nicht unbedingt eine abgeschlossene Brufsausbildung voraus, aber dafür Abitur, wenn man ersteres nicht hat. Man kann sie quasi nicht gleich nach der normalen Realschule machen.

Die Art des Bafögs ist klar das Schüler-Bafög. Das normale Bafög wird ja nur bei Studenten gezahlt.

Naja, 3 Jahre reine Berufserfahrung kann ich also nicht nachweisen.

Hach ist das alles ein Käse...
 

Lübeck81

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#23
Nun ja, auch ich werde Schüler-BAföG erhalten - allerdings falle ich wahrscheinlich nicht unter diesen Abs.

Es geht mir darum, dass man bei Anspruch auf BAföG keinen Anspruch mehr auf ALGII hat - egal ob man vielleicht nur 0€ BAföG erhält.
Es gibt allerdings Ausnahmen:

Zur Erläuterung:

Par. 7, Abs. 6 Nr. 2 SGB II:

(5) Auszubildende, deren Ausbildung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder der §§ 60 bis 62 des Dritten Buches dem Grunde nach förderungsfähig ist, haben keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts. In besonderen Härtefällen können Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts als Darlehen geleistet werden.

(6) Absatz 5 findet keine Anwendung auf Auszubildende,

1. die auf Grund von § 2 Abs. 1a des Bundesausbildungsförderungsgesetzes keinen Anspruch auf Ausbildungsförderung oder auf Grund von § 64 Abs. 1 des Dritten Buches keinen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe haben oder

2. deren Bedarf sich nach § 12 Abs. 1 Nr. 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder nach § 66 Abs. 1 Satz 1 des Dritten Buches bemisst.
Abs. 5 besagt, dass man keinen ALGII Anspruch hat, wenn Anspruch auf BAföG usw besteht.

Abs. 6 benennt die Ausnahmen:
Satz 1 heißt im Grunde, das du eine Ausnahme darstellst, wenn du aus bestimmten Gründen keinen BAföG Anspruch hast (zu den Kriterien siehe die genannten Paragraphen)
Satz 2 ist wichtig, da er die wahrscheinlichere Ausnahme benennt.
Dazu siehe die benannten Paragraphen 12 und 66:

§ 12 Bedarf für Schüler

(1) Als monatlicher Bedarf gelten für Schüler

1. von Berufsfachschulen und Fachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, 192 Euro,

2. von Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen und von Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, 348 Euro.

(2) Als monatlicher Bedarf gelten, wenn der Auszubildende nicht bei seinen Eltern wohnt, für Schüler

1. von weiterführenden allgemein bildenden Schulen und Berufsfachschulen sowie von Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, 348 Euro,


2. von Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen und von Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, 417 Euro.

Satz 1 Nr. 1 gilt nur, wenn die Voraussetzungen des § 2 Abs. 1a Satz 1 oder einer nach § 2 Abs. 1a Satz 2 erlassenen Verordnung erfüllt sind.
§ 66
Bedarf für den Lebensunterhalt bei berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen

(1) Bei Unterbringung im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wird bei einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme der jeweils geltende Bedarf für Schüler nach § 12 Abs. 1 Nr. 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes zugrunde gelegt.

(2) Bei Unterbringung mit voller Verpflegung in einem Wohnheim oder einem Internat werden als Bedarf für den Lebensunterhalt die amtlich festgesetzten Kosten für Verpflegung und Unterbringung zuzüglich 80 Euro monatlich für sonstige Bedürfnisse zugrunde gelegt.

(3) Bei Unterbringung außerhalb des Haushalts der Eltern oder eines Elternteils, ausgenommen bei Unterbringung mit voller Verpflegung in einem Wohnheim oder Internat wird als Bedarf für den Lebensunterhalt der jeweils geltende Bedarf für Schüler nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes zugrunde gelegt; § 12 Abs. 3 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes gilt entsprechend.
Da du nicht mehr daheim wohnst, wirst du wohl unter den §12 Abs2 Satz1 (rot markiert) fallen. (Beim BAföG-Amt nachfragen)
Damit würdest du keine Ausnahme darstellen und hast keine Möglichkeit zum ALGII zu gelangen...

Zum 01.01.07 gibt's aber 'ne Änderung, nach der du als BAföG-Bezieher die Möglichkeit erhälst, deine ungedeckten KdU aufstocken zu lassen.
(Hab mir gestern mal die genaue Textpassage vom Anwalt kopieren lassen, liegt leider daheim...)



Und zu den 3 Jahren - es geht nicht um Berufserfahrung^^
Frag vor Ort einfach noch einmal genau nach, welche Kriterien diese 3 Jahre erfüllen müssen, damit die Regelung greift.
Ich hab wirklich keine Ahnung, welche Grenzwerte wobei erfüllt werden müssen. Ich kann dir nur sagen, dass es so etwas gibt.
Sprich die zuständigen Leute einfach freundlich und direkt auf diese Möglichkeit an und lass es dir genau erklären.
Nicht abwimmeln lassen!^^
Selbst wenn's dir nichts bringt, bekommst du zusätzliches Wissen und kannst vielleicht das nächste Mal einem anderen helfen...
 

Akula

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#24
Danke dir für diese ausführlichen Informationen. Aber ich seh trotzdem so recht noch immer nicht durch.

Grundlegend stelle ich fest, ich habe einen Anspruch auf Bafög und brauche mich deshalb also erst garnicht beim Jobcenter melden. Ob der Antrag auf Höhe des Einkommens meiner Eltern abgelehnt wird, zählt also erstmal wohl nicht. Der Anspruch bleibt bestehen. Schönes Ding.

Gut, dann werde ich morgen oder übermorgen nochmal zum Bafög Amt düsen und nachfragen...

Greetz und Danke.
 

Lübeck81

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#25
So sieht's wohl aus...

Wenn du am Ende wirklich garnichts bekommst, kann man eventuell irgendwo 'ne Härtefallregelung rausschlagen - aber wohl nicht unter deinen Gegebenheiten.
Da wird's vom Amt heißen, dass man halt was anderes machen muß...

War bei mir auch so, als ich damals was in Richtung Physiotheraphie machen wollte...


Schaun wir mal, was die BAföG-Jungs sagen...

Wünsch dir noch 'nen schönen Abend!
 

Akula

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#26
Hi,

also ich war heute schnell beim Bafög Amt... wirklich schnell ... obwohls voll war, aber die Masse dachte sich, wart ich lieber, anstatt in den freien Raum zu gehen, indem eine freundliche Mitarbeiterin saß und lass dem netten jungen Herrn den Vortritt. Naja, also meine Wohnung wird auf jedenfall abgelehnt, weil die Wohnung meiner Eltern zu nah an meiner zukünftigen Fachschule liegt. Und zweitens hätte ich wohl Anspruch auf nur 198€, aber die werden mir wahrscheinlich, ich hoffe hoffentlich - näheres gleich, aufgrund des hohen Einkommens meiner Eltern auch abgelehnt. Sie faselte irgendwas von einen Anspruch von 1100€ und die 198€ bleiben übrig oder werden abgezogen in der Berechnung. Keine Ahnung was sie so recht meinte.

Im Prinzip aber kann ich die 198€ von meinen Eltern einfordern. Sie müssen mir diesen Betrag zahlen, da sie ja quasi Schuld sind, weil sie zuviel verdienen.

Da der Antrag zu 90% wohl abglehnt wird, verfällt mein Anspruch und ich habe das Recht zum Jobcenter zu gehen. Die Bearbeiterin meinte, und jetzt kommt das erfreuliche, ich hätte auf jedenfall einen Grundanspruch auf Übernahme meiner Mietkosten, unabhängig von der aktuellen neuen Gesetzeslage unter 25 Jahren. Bei Ablehnung durch das Bafögamt greift dann diese Regelung, da mir ja ansonsten Obdachlosigkeit bevorsteht und das inaktzeptabel wäre. Somit bezahlt mir das Jobcenter schonmal auf jedenfall die Wohnung, das sind pro Monat 330€ weniger für meine Eltern, die sie die nächsten Jahre an Unterhalt für mich zahlen müssen.

Ob ich noch weiteren Anspruch auf Lebensunterhalt habe, stellt sich dann bei Beantragung beim Jobcenter noch heraus.

Aber so bin ich schonmal etwas happyer, als vor ein paar Tagen.

Greetz und nen angenehmen Abend noch. :)
 
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