ALG II trotz Studium und Bafög? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

duct4402

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Ich brauche mal für unsere Konstellation ein paar Ratschläge...

Folgender Fall:


Partner: arbeitslos (feste Stelle in 2013) KEINE SOZIALLEISTUNGEN

Partnerin: studiert an Fachschule für Sozialwesen


Einkommen Er: 400 € Minijob

Einommen Sie: 400 € Minijob, 150 € durch Eltern und 156 € BAFÖG

Gesamteinkommen: 1.106 €

Momentan wohnen beide zusammen in einem Einfamilienhaus, welches der Partner geerbt hat. Nun muss der Partner das Haus aber verkaufen und beide wollen in eine Mietwohnung umziehen.

Weil die Ausgaben und die Miete zusammen monatlich nicht tragbar sind, möchte Sie gerne zusätzlich zum Bafög Hartz IV beantragen.

Ist das so möglich?

LG C.
 

duct4402

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Da ich bzw. wir es gemeinsam so sehen, dass es keinen Sinn macht die Fachschule zu schmeissen, müsste das Bafög also bleiben.

Welche anderen Möglichkeiten gibt es noch?

1. Zuschuss der Kosten für Unterkunft?

2. Wohngeld?

LG C.
 
E

ExitUser

Gast
Wohngeld ist bei BAFÖG eigentlich ausgeschlossen, könnte hier aber greifen, weil der Partner keine Sozialleistungen bezieht. Er könnte also beantragen.

Der Unterhalt erscheint mir bei der hohen Anrechnung des Einkommens der Eltern verdammt gering. Ja! Ich weiß...

Was ist mit Kindergeld? Bei Ausbildung sollte es bis zum 25. Lebensjahr gezahlt werden.
 

duct4402

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Danke für den Vorschlag, aber soweit ich das bisher absehen kann greift selbst das Wohngeld nicht :icon_evil:

Begründung:

"Auszubildende die dem Grunde nach BAFÖG berechtigt sind, haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Wohngeld".

Ist das so korrekt?
 
E

ExitUser

Gast
Danke für den Vorschlag, aber soweit ich das bisher absehen kann greift selbst das Wohngeld nicht :icon_evil:

Begründung:

"Auszubildende die dem Grunde nach BAFÖG berechtigt sind, haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Wohngeld".

Ist das so korrekt?
Bitte einen Beitrag höher schauen...war schneller...:biggrin:
 

kerosin

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Danke für den Vorschlag, aber soweit ich das bisher absehen kann greift selbst das Wohngeld nicht :icon_evil:

Begründung:

"Auszubildende die dem Grunde nach BAFÖG berechtigt sind, haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Wohngeld".

Ist das so korrekt?
Ja.

BAFÖG müßte sich jedoch bei Bezug einer Mietwohnung entsprechend der anteiligen Miete erhöhen.
 

Hartzeola

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Welche anderen Möglichkeiten gibt es noch?

1. Zuschuss der Kosten für Unterkunft?

2. Wohngeld?
Der Partner, der nicht studiert, kann Wohngeld oder Hartz IV beantragen.

Der Einkommen der Partnerin wird angerechnet, hier aber
Einommen Sie: 400 € Minijob, 150 € durch Eltern und 156 € BAFÖG
nach Abzug der Freibeträge und berücksichtigung des Regelbedarfs und Mietanteils bleibt nichts übrig.

Vermutlich bekommt hier der Partner Hartz IV Regelsatz plus Mietanteil, abzüglich 240€ aus seinem 400€ Job.
 

duct4402

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Bei dem errechneten Bafög Satz ist bereits berücksichtigt, dass Sie nicht bei Ihren Eltern wohnt, sondern einen eigenen Haushalt unterhält.

Und der Partner kann Wohngeld beantragen obwohl er Vermögen durch Hausverkauf hat?

PS: Kindergeld kommt nicht mehr in Frage. Sie ist 26 Jahre alt.
 
E

ExitUser

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Die Verwaltungsvorschrift (Wohngeld) besagt, 60000 Euro Vermögen sind kein Problem.
 

Hartzeola

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Bei dem errechneten Bafög Satz ist bereits berücksichtigt, dass Sie nicht bei Ihren Eltern wohnt, sondern einen eigenen Haushalt unterhält.
Vom BAFöG Satz bleiben 20% anrechnungsfrei.

Und der Partner kann Wohngeld beantragen obwohl er Vermögen durch Hausverkauf hat?

Entgegengesetzt zur landläufigen Meinung hat das Vermögen und dessen Höhe im Normalfall keine Bedeutung auf einen Wohngeldanspruch. Theoretisch (und auch praktisch) kann jemand, der 50.000 €; besitzt, dennoch Wohngeld beanspruchen und auch erhalten. Allerdings sind Einnahmen aus dem Vermögen, also z.B. die Zinsen, auf das Wohngeld anzurechnen.
</title> <title>wohngeldantrag.de
 

duct4402

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Wie schaut es aus wenn es mehr ist?

Gibt es einen gewissen Freibeitrag?

Mit 60.000 € werde ich nicht ganz hinkommen....


Achso, ist das Vermögen auch beim Wohngeld relevant?
 

duct4402

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@Hartzeola:

Du warst schneller! Damit ist meine Frage mit dem Wohngeld beantwortet.

Nur das mit dem Bafög verstehe ich noch nicht ganz...
 

duct4402

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Achso, dankeschön.

Aber Hartz IV kommt für mich definitiv nicht in Frage.

Grund:

1.

Ich müsste allen Vermittlungsbemühungen des JobCenters unterstehen, obwohl ich ab 2013 einen festen, unbefristeten Arbeitsvertrag in der Kommunalverwaltung habe.

Das möchte ich dann doch nicht! Sehe da zu viele Gefahrenquellen.

Nun ist es ja so, dass ich momentan noch Eigentümer des geerbten Hauses bin.

Kann ich momentan denn schon statt Wohngeld den sogennannten "Lastenzuschuss" beantragen?

LG C.
 

Hartzeola

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Kann ich momentan denn schon statt Wohngeld den sogennannten "Lastenzuschuss" beantragen?
Voraussetzug ist Mindesteinkommen:

Das Wohngeld ist ausschließlich zur Zuschuß zur Miete oder Belastung gedacht und nicht als Zuschuß zum Lebensunterhalt. Das setzt voraus, daß also der Lebensunterhalt selbst finanziert werden muß. Daher gibt es ein Mindesteinkommen, welches bei dem Wohngeld erreicht werden muß. Wird dieses Mindesteinkommen nicht erreicht, kann ein Wohngeldanspruch verneint werden, auch wenn alle Voraussetzungen sonst zutreffen würden und man dem Prinzip nach Anspruch hätte.
Das notwendige Mindesteinkommen kann man sich allein nach der folgenden Faustformel ausrechnen:
Sozialhilferegelsatz + Miete + Nebenkosten = Mindesteinkommen
</title> <title>wohngeldantrag.de
 
T

teddybear

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Danke für den Vorschlag, aber soweit ich das bisher absehen kann greift selbst das Wohngeld nicht :icon_evil:

Begründung:

"Auszubildende die dem Grunde nach BAFÖG berechtigt sind, haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Wohngeld".

Ist das so korrekt?
Wohngeld kann es dann geben, wenn Student in der Wohnung der Eltern wohnt. In dem Falle stellt dann ein Elternteil den Wohngeldantrag für sein studierendes Kind! Sind die Eltern jedoch SGB bedürftig macht Wohngeld nicht viel Sinn, weil das "bedarfsübersteigende" Kindergeld wieder verfassungswidrig den Eltern als Einkommen übergeholfen werden würde.
 

duct4402

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Wenn ich jedoch alleiniger Berechtigter von Wohngeld bin, so komme ich, wenn man mein Einkommen alleinig rechnet und nicht das der Partnerin aber doch niemals auf das Mindesteinkommen!

Kann doch wirklich nicht sein, dass mir da nur Hartz IV bleibt...

Und selbst das bleibt ja nicht wegen dem Geld aus dem Hausverkauf!

Hat keiner mehr eine Lösung?
 
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