ALG II plus EM-Rente versus EM-Rente als Aufstocker mit Nebenjob: Kann jemand von euch aufdröseln, von wem die Sozialversicherungsbeiträge anteilig entrichtet werden? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

franzi

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Soweit mir bekannt ist, werden bei ALG II + EM-Rente die Sozialversicherungsbeiträge anteilig jeweils vom JC und von der DRV entrichtet.

Wie verhält es sich aber, wenn man EM-Rente + Nebenjob hat und damit aus dem ALG II-Bezug fällt?

Kommt es in diesem Fall zu einer Unterversicherung?
Kann man (oder muss man sogar) bei dieser Konstellation wieder Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichten?

Wie sieht es aus bei EM-Rente + 400 E-Job? Diese Jobs sind ja bis 450 E sozialversicherungsfrei.

Nicht jeder Nebenjob ist ein 400 E-Job. Wie verhält es sich bei einem selbstständigen Nebenjob, z. B .als Freiberufler?
Muss man hierbei anteilig selbst Sozialversicherungsbeiträge abführen?
Wenn ja, wie läuft das konkret und in welcher Höhe?
Muss man sich anteilig freiwillig in der KV selbstversichern?
 

franzi

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Danke, mir ging es aber in dem Fall um die Pflichtbeiträge zur Krankenkasse, in welcher Höhe, wenn man gleichzeitig EM-Rente bezieht.
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
wenn man gleichzeitig EM-Rente bezieht.
erstmal stellt sich die Frage bezieht man volle - oder teilweise Erwerbsminderungsrente, denn für beide gilt eine Hinzuverdienstgrenze
Teilweise 15 479,10 Euro jährlich, volle 6300 € im Kalenderjahr,

Wie verhält es sich bei einem selbstständigen Nebenjob, z. B .als Freiberufler?
Es gibt keinen selbständigen Nebenjob sondern man ist Selbständig (Gewerbetreibender) oder Freiberufler, ist zuklären wo man drunter fällt.
In beiden Fällen ist auch zuklären ob man Rentenversicherungspflichtig ist und sich nicht befreien kann.
Steuerrechtlich ist auch zu klären ob Kleingewerbe -ist grundsätzlich bei der Einkommensbegrenzung möglich, nur man muß bedenken Vorsteuer wird nicht anerkannt und UMST. wird nicht in den Rechnungen auf geführt.

Muss man hierbei anteilig selbst Sozialversicherungsbeiträge abführen?
Erwerbminderungsrente + Selbständig o. Freiberufler : klar Sozialversicherungsbeiträge, wäre man angestellt, würden die auch abgeführt werden.
Rentenversicherungspflicht muß man schauen, ob man der unterliegt ggfs. kann man sich freistellen lassen.

Pflichtbeiträge zur Krankenkasse
Grundsätzlich keine Pflichtbeiträge sondern die Beiträge werden errechnet aus dem Verdienst Selbständig/Freiberufler.
Für gewöhnlich gibt man der KV an, welchen Verdienst man hat und die erstellen einen Bescheid und dann kommt nachfolgend für das Berechnungjahr die Abforderung der Einkommensteuerberechnung Finanzamt. Da wird dann geprüft ob noch Nachzahlungen gefordert werden.

Steuer nicht vergessen, denn dir dürfte ja nicht unbekannt sein, das wenn man Gewerbe an meldet oder dem Finanzamt meldet das man Freiberufler ist, das Finanzamt darüber informiert wird und dich Einstufen will in Sachen Steuervorauszahlung.

Übrigens Minijob: da haste nix mit KV u. RV am Hut und da isset egal ob du 250/350 bis 450 € verdienst im Monat und der passt auch zu den Hinzuverdienstgrenzen.
 

saurbier

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Nicht zu vergessen, bei Selbstständigen oder Freiberuflern kommt auch noch die BG hinzu.

Übrigens, wer echt so verrückt ist als Frührentner einer Selbstständigkeit nachzugehen, der kann sich auch gleich erschießen. Nicht sähe die DRV lieber als das jemand den Beweis antritt er kann einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen.

Als Minijobber sieht die Sache mal ganz anders, denn bei einem Minijob sind die Arbeitsstunden aufgrund des zwischenzeitlichen Mindestlohnes massiv reduziert (derzeit mal 450,-€/mtl. : 9,34 €/Std. : 4,33 Wochen/Monat = 11,13 Std./Woche bzw. 48,18 Std./mtl.).

Deshalb rate ich vielen Arbeitsmarktrentnern die im ALG-II Bezug sind, wenn möglich sich einen Minijob zu suchen um sich so der JC Schikane zu entziehen. Hinzu könnte man dann je nach so erzieltem Monatseinkommen (EMR plus Minijob) ggf. sogar noch einen Anspruch auf Wohngeld haben und man wäre wieder frei und könnte selbst über sein Geld entscheiden.

In wie weit dies nun auch auf EMR´s aus rein gesundheitlichen Gründen umzumünzen wäre, hängt immer vom vorliegenden Gesundheitszustand ab, was sich ja bei Teil-EMR´s bzw. Arbeitsmarktrentnern ganz anders eben wegen der Leistungsfähigkeit zwischen 3-6 Std./tägl. darstellt.
 
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