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ALG II + Nebenerwerb als Selbständiger

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E

ExitUser

Gast
Weiss jemand, wie es mit Nebentätigkeit als Selbständiger aussieht.
Ich war vorher ICH-Agler und bin jetzt wieder arbeitslos.
Beispiel: 500 EUR für eine Website, was darf ich davon behalten ?
Muss man für jeden Monat seine Nebenverdienste extra angeben ?
(die ja schwanken können)

Danke für eine Antwort.
 
E

ExitUser

Gast
Wer soll das kapieren ?

Tut mir leid, ich werde aus all dem nicht schlau,
so sehr ich mich auch bemühe.
Scheint mir alles ziemlich unausgegoren zu sein.
Es geht also bei mir nicht darum, mir wieder eine neue Selbständigkeit aufzubauen (was, wenn ich es richtig verstanden habe, bei geringfügigen Verdiensten dazu führen würde, dass ich dieses durch ALG II auffüllen kann - aber was habe ich davon, das ALG II reicht ja auch nicht).
Ich möchte sporadisch zu meinem Arbeitslosengeld ab und zu als
Selbständiger hinzuverdienen (wie z.B. bei einem Minijob).
Ist wohl eine Sache des Blickwinkels.

An anderer Stelle ist mir folgendes gesagt worden:
"Wenn Sie keine Betriebsausgaben nachweisen, werden automatisch 20% Ihres Umsatzes als solche berücksichtigt. Ansonsten gilt ab 1. Okt. 05 für alle, die frühestens da den Antrag auf ALG II gestellt haben, in einen neuen Bewilligungsabschnitt kommen oder eine neue (selbständige) Tätigkeit aufgenommen haben folgendes: 100 EURO Grundfreibetrag, für das, was darüberhinaus verdient wird, ein zusätzlicher Freibetrag von 20%, für den Verdienstanteil zwischen 800,01 EURO und max. 1200 EURO, zusätzlich 10%.
Angerechnet wird der Verdienst ab dem MOnat, in dem er ausbezahlt wird, also z.B. auf das Konto kommt."

D.h. wohl also für mein Beispiel:

500 EUR - 20% Betriebsausgaben - 100 EUR Grundfreibetrag
= 300 EUR - 20% Freibetrag = 240 EUR

d.h. von 500 EUR darf ich 260 EUR behalten.
Ich nehme an, das ist wohl richtig.

Wenn es jemanden gibt, der da Erfahrungen hat und das
bestätigen kann, danke.
 
E

ExitUser

Gast
Ich möchte sporadisch zu meinem Arbeitslosengeld ab und zu als
Selbständiger hinzuverdienen
... und das nennt man im SGB II § 11 Einkommen. Und zur Erzielung dieses Einkommens, wird eine Bereinigung dessen getätigt und wenn du keine Betriebsausgaben dem Einkommen entgegenstellst, fließt dir ja mehr zu als der Tatsache entsprechend und wird voll auf deinen Bedarf angerechnet. Die Freigrenzen bzw. die Höhen sind klar definiert worden.

Ergo ... alles was zur Erzielung des Einkommens an Ausgaben entgegenstehen, sind anzugeben.

Zum Beispiel kommend:

500 Euro Einkommen - 100 Freibetrag = 400 Euro Rest

von den 400 darfst du deine Betriebsausgaben geltend machen - nehmen wir 20 % mal an = 80 Euro = 320 Euro.

Nach § 30 SGB II sind demnach bis 400 Euro 15 % anrechnungsfrei.

= 48 Euro (anrechnungsfreier Betrag) + 100 Freibetrag = 148 Euro Einkommen.

Das heißt, du hast von 500 Euro .... 352 Euro zur Bedarfssenkung beizusteuern. Na dann man tau ...


PS: Sollte ich mich verrechnet haben, dann korrigiert es ---> hatte ne 6 in Mathe :kratz: hmmm - war ich überhaupt in Schule???
 
E

ExitUser

Gast
meine Rechnung richtig ?

Also ich hatte Mathe-Leistungskurs.
Ich glaube doch, dass meine Rechnung richtig ist.
Also:
:? :kinn:
Zuerst kommt der Umsatz, das sind 500 EUR.
Von denen wird 20 % abgezogen (Betriebsausgaben).
Bleibt 400 EUR. Das ist das Einkommen (= Gewinn).
Davon 100 EUR Freibetrag weg. Bleibt 300 EUR.
Und davon 20 % Freibetrag weg nach neuer Regelung (Okt.).
Bleibt 240 EUR, die ans Arbeitsamt gehen.
Oder ?
 

Otto

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Da hätte ich noch eine Frage?

Also, ich lese jetzt immer vom Umsatz, der Umsatz ist jedoch nach meiner Sichtweise kein Einkommen.

1. Ich kaufe beim Herrsteller eine Ware angenommen für 500 Euro zzgl. USt.= 580 Euro

2. Ich verkaufe die Ware für 700 Euro zzgl. USt. das wären dann 812 Euro Umsatz.

Da kann es doch nicht möglich sein 812 Euro Umsatz anzusetzen um davon 20% als Betriebsausgabe abzuziehen.

3. Sehe ich das so:

Ich habe eine Umsatz von 812 Euro davon zahle ich dem Hersteller 580 Euro = 232 Euro, davon bekommt das Finanzamt Ust. in Höhe von 32 Euro.

Dann bleibt zunächst ein Gewinn von 200 Euro. , wovon ich als Selbstständiger noch die Betriebsausgaben und Steuern zu zahlen habe.

Bei der Einkommenssteuer, sofern ich das richtig sehe, wird das ALG als nichtversteuerte Einnahme gewertet.

Ich bin der Meinung das nur der Restbetrag vom Gewinn angerechnet werden kann, zumindest ist das bei ALGI so.

Habe ich Eure Beiträge nicht richtig verstanden oder liegt hier was im Argen?
 

Susi

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Re: Wer soll das kapieren ?

bernd_888 schrieb:
An anderer Stelle ist mir folgendes gesagt worden:
"Wenn Sie keine Betriebsausgaben nachweisen, werden automatisch 20% Ihres Umsatzes als solche berücksichtigt. Ansonsten gilt ab 1. Okt. 05 für alle, die frühestens da den Antrag auf ALG II gestellt haben, in einen neuen Bewilligungsabschnitt kommen oder eine neue (selbständige) Tätigkeit aufgenommen haben folgendes: 100 EURO Grundfreibetrag, für das, was darüberhinaus verdient wird, ein zusätzlicher Freibetrag von 20%, für den Verdienstanteil zwischen 800,01 EURO und max. 1200 EURO, zusätzlich 10%.
Angerechnet wird der Verdienst ab dem MOnat, in dem er ausbezahlt wird, also z.B. auf das Konto kommt."

D.h. wohl also für mein Beispiel:

500 EUR - 20% Betriebsausgaben - 100 EUR Grundfreibetrag
= 300 EUR - 20% Freibetrag = 240 EUR

d.h. von 500 EUR darf ich 260 EUR behalten.
Ich nehme an, das ist wohl richtig.

Wenn es jemanden gibt, der da Erfahrungen hat und das
bestätigen kann, danke.
Nein, dass ist nur teilweise richtig :evil:

Also Bsp. 1:
Wenn Du 400 Euro einnimmst und keine Ausgaben hast, dann gilt:

die ersten 100 Euro frei, und vom Rest bleiben Dir 20%, also noch 60 Euro

Bsp. 2:

Wenn du 400 Euro einnimmst und du hast aber mehr als 20% Ausgaben, wird nicht die Pauschale angerechnet, sondern die gesamten Ausgaben.

Die neue Regelung die hier so oft auf die Selbstständigkeit bezogen wird, gilt NICHT für Selbstständige oder Freiberufler, sondern nur für Erwerbstätige (jemand im Angestellten Verhältnis ob Mini-,Midijobs usw.)

Und wenn dein Sachbearbeiter das nicht kapiert, dann schick ihm mal das rüber:

Das Zweite Buch Sozialgesetzbuch – Grundsicherung für
Arbeitsuchende – (Artikel 1 des Gesetzes vom 24. Dezember
2003, BGBl. I S. 2954), zuletzt geändert durch …
(BGBl. I S. …), wird wie folgt geändert:
1. Der Inhaltsübersicht wird nach der Angabe „§ 66 Verordnungsermächtigung“
die Angabe „§ 67 Freibetragsneuregelungsgesetz“
angefügt.
2. Dem § 11 Abs. 2 werden folgende Sätze angefügt:
„Bei erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, die erwerbstätig
sind, ist an Stelle der Beträge nach Satz 1 Nr. 3 bis 5 ein
Betrag von insgesamt 100 Euro monatlich abzusetzen.
Beträgt das monatliche Einkommen mehr als 400 Euro,
gilt Satz 2 nicht, wenn der erwerbsfähige Hilfebedürftige
nachweist, dass die Summe der Beträge nach Satz 1
Nr. 3 bis 5 den Betrag von 100 Euro übersteigt.“
 
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