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ALG II möglich, bisher Ablehnung

DIDO666

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#1
Hallo zusammen,
ich 36 Jahre bin wieder ins Elternhaus gezogen, da ich mir hier im Großraum Hamburg bessere Jobchancen erhofft habe.

Nun gehen meine Geldreserven langsam aber sicher zur Neige (die 160 € Krankenkasse zehren vor allem gewaltig und der Behandlungsplan für die Zahnerneuerung).

Nun wurde mein Antrag auf ALG II abgelehnt, mit der Begründung "Die Mutter wird sich das schon leisten können, wenn die ein Eigenheim hat und 2.500 € Nettoeinkommen".

Eine Wohnung ist hier nicht zu bekommen, da die Sätze der Arge viel zu niedrig sind und die privaten Vermieter keine ALG II-Empfänger wollen (bin seit 6 Monaten auf Wohnungssuche hier).

Ich hoffe ihr habt eine zündende Idee. Danke im Voraus für eure Mühe.
 

Hartzeola

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#3
Nun wurde mein Antrag auf ALG II abgelehnt, mit der Begründung "Die Mutter wird sich das schon leisten können, wenn die ein Eigenheim hat und 2.500 € Nettoeinkommen".
Mündlich?
 

DIDO666

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#5
Ich hatte telefonisch einen Beratungstermin vereinbart mit dem Hinweis, dass ich wieder bei meiner Mutter lebe. Der Sachbearbeiter meinte ich solle dann mit dem ausgefüllten Hauptantrag für ALG II bei ihm vorbeikommen und eine Verdienstbescheinigung mitbringen.

Im Termin hat er sich dann die Unterlagen angeschaut und meinte, dass sei eine Bedarfsgemeinschaft und das Gehalt meiner Mutter sei zu hoch, als dass ich irgendwelche Ansprüche stellen könne.

Leider war ich zu blöd, mir das schriftlich geben zu lassen :-(

Ich muss dazu sagen, dass ich noch nie irgendwas mit dem Jobcenter zu tun hatte und wohl ein wenig zu blauäugig an die Sache rangegangen bin.
 

Charlot

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#6
Ich hatte telefonisch einen Beratungstermin vereinbart mit dem Hinweis, dass ich wieder bei meiner Mutter lebe. Der Sachbearbeiter meinte ich solle dann mit dem ausgefüllten Hauptantrag für ALG II bei ihm vorbeikommen und eine Verdienstbescheinigung mitbringen.

Im Termin hat er sich dann die Unterlagen angeschaut und meinte, dass sei eine Bedarfsgemeinschaft und das Gehalt meiner Mutter sei zu hoch, als dass ich irgendwelche Ansprüche stellen könne.

Leider war ich zu blöd, mir das schriftlich geben zu lassen :-(

Ich muss dazu sagen, dass ich noch nie irgendwas mit dem Jobcenter zu tun hatte und wohl ein wenig zu blauäugig an die Sache rangegangen bin.
DerAntrag liegt noch beim SB oder hast Du den wieder mitgenommen ?
Ist er noch beim SB, dann schreibe ihn nachweislich an, das Du darum bittest den Antrag zu bearbeiten und eine Ablehnung schriftlich mit der Post zu schicken.
Hast Du die Unterlagen wieder mitgenommen, diese an den SB schicken mit der Bitte um Bearbeitung.

Mir kommt es hier so vor, als wenn der SB Dich einfach nur schnell abwimmeln wollte.
Du hast doch bestimmt ein eigenes Zimmer im Elternhaus.
Setze einen Mietvertrag mit Deinen Eltern auf, und reiche auch diese Unterlagen beim SB ein.
da Du älter als 25 bist, bist Du Dein eigener Herr und Deine Mutter Ist nicht verpflichtet, Dich umsonst wohnen zu lassen und durchzufüttern.
 

DIDO666

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#7
Herzlichen Dank für den Tip :)

Werd gleich mal runterdüsen und den Antrag einreichen :)
 

Vader

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#8
Du hast kompletten Anspruch auf ALG II sowie Ersatz der tatsächlichen Aufwendungen für Kosten der Unterkunft und Heizung.

Schaut in eure örtlichen Richtlinien nach den Möglichkeiten und setzt einen Mietvertrag auf. Die Einnahmen sind hier natürlich in der Steuererklärung zu berücksichtigen.

Möglich wäre auch eine Kostenbeteiligungsvereinbarung, die einen Pauschalbetrag umfasst, mit dem offensichtlich deine Mutter keinen Gewinn erwirtschaftet. Wäre sicher einfacher wegen der Steuer.

In jedem Fall steht dir das Geld zu.
 

desmona

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#9
Herzlichen Dank für den Tip :)

Werd gleich mal runterdüsen und den Antrag einreichen :)
...aber ohne Unterlagen deiner Mutter!!

...dein 1.Termin mit SB bzw. die Terminvereinbarung gilt als "formlose" Antragstellung
 

DIDO666

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#10
So, das war vllt. nen Spiessrutenlauf.

Hatte zu Hause alle Anträge schonmal ausgefüllt und auch Kontoauszüge, Nachweise etc. zusammengepackt, um Zeit zu sparen.

Bei der Anmeldung wollte ich dann den Antrag abgeben. Da wurde ich erstmal angemault so ginge das nicht und musste einen Laufzettel ausfüllen. Nachdem ich dann erstmal ne geschlagene Stunde rumsitzen durfte, obwohl ich bis auf 2 Leute in dieser Zeit alleine war, wurde ich von einer Sachbearbeiterin abgeholt.

Diese wollte mir lang und breit erklären, wie das jetzt abläuft und welche Anträge und Nachweise ich auszufüllen habe und eine Broschüre in die Hand drücken und sie vereinbart dann einen Termin mit mir in 4 bis 6 Wochen.

Was zum Teufel???

Ich zeigte ihr dann die Anträge (Haupt, VM und EK). Da fehlen aber noch Kontoauszüge der letzten 6 Wochen von allen Konten und Kreditkarten sowie die Nachweise Krankenkasse, Versicherungen etc.
Kein Problem, hatte ich ja alles eingepackt (Dank der tollen Infos hier im Forum!!!). Sachbearbeiterin am rummaulen, von wegen so laufe das nicht. Hier wird nur das Vorgespräch durchgeführt, dann eben die Anträge, Merkliste und Ausfüllhinweise ausgehändigt und ein Gesprächstermin mit dem Sachbearbeiter durchgeführt in 4-6 Wochen. Dort wird dann abgeklärt, ob alle Unterlagen vorhanden sind und eine BG-Nummer erstellt. Und wenn dann alle Unterlagen da sind, dann wird über ihren Antrag entschieden, das dauere dann im Regelfall so gute 4 Wochen.

Hinweis meinerseits, dass ich alle Ersparnisse aufgebraucht habe und nicht weiß, wie ich die Krankenkasse bezahlen soll, die bei Nichtzahlung schon die Unterbrechung des Versicherungsschutzes angedroht hatte. Dann höfliche Bitte meinerseits, die BG-Nummer jetzt schon zu erstellen, denn Anträge sind schon ausgefüllt und die Unterlagen gemäß Merkliste habe ich auch schon dabei. Sie richtig am Rumzicken, ich hätte ihr gar nichts zu sagen und warum ich mich jetzt erst melde. Antwort meinerseits war, dass es bei uns in der Familie Usus ist, selbst für sich zu sorgen (die erste Anfrage habe ich wohlweislich unter den Tisch fallen lassen). Sie scheinbar kurz vorm Explodieren, sie könne keinen Hinweis auf Ersparnisse finden (Jahresabschluss Tagesgeldkonto und Lotteriesparen hatte sie durchgesehen, da waren alle Abbuchungen verzeichnet), ich solle gefälligst eine Stellungnahme dazu schreiben. Auch diese hatte ich schon dabei...

Sie sich also dazu bequemt die BG-Nummer zu erstellen und mich einem Sachbearbeiter zuzuteilen.

Ich hatte dann auch schon eine Empfangsbestätigung für die Unterlagen vorbereitet, die ich sie bat zu unterschreiben. Erstaunlicherweise hat sie das Ding ohne Wenn und Aber mit einem Empfangsstempel, Datum und Unterschrift versehen.

Sämtliche geforderte Unterlagen sind also ordnungsgemäß mit Datum 21.08.2014 eingereicht.

Nun habe ich noch eine Frage.

Habe ich jetzt Anspruch seit dem 01.08.2014?
 
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