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ALG II Jobcenter <-> Jobkiller

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rebell

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Hallo zusammen,

ALG II und Behördenstarrsinn da kann man sich doch nur noch an den Kopf greifen. Ich habe im Mai einen befristeten Job bis Ende dieses Jahres in Berlin gefunden. Daraufhin hat mir die ARGE in Bayern den Umzug nach Berlin vorfinanziert. Ich war überglücklich. Da es sich aber um einen befristete Stelle handelt habe ich meinen Hauptwohnsitz (geschütztes Wohneigentum) nicht nach Berlin verlegt sondern Berlin als Nebenwohnsitz angemeldet und mich beim Jobcenter in Reinickendorf gemeldet, wie es mir von der ARGE in Bayern gesagt wurde. Ich muss mich ja da melden wo ich mich überwiegend aufhalte. Da ich aber meine ersten Einkünfte lt. Vertrag erst Anfang Juli bekomme habe ich ja noch ein anrecht auf die Grundsicherung und Miete so wurde mir das in Bayern gesagt. Nun sind seit meinem Umzug fast 2 Monate vergangen und ich habe keinen Cent mehr in der Tasche und habe dies aber auch dem Jobcenter mehrmals telefonisch mitgeteilt und auch persönlich vorgesprochen, das ich den Job ohne Geld nicht halten kann. Nun bekam ich Post mit der Ablehnung, Begründung § 36 SGBII. Berlin ist für mich nicht zuständig. Danach reif ich in Bayern an und habe das der ARGE mitgeteilt. Sie sagten wiederum aus das sich der §36 auf den überwiegenden Aufenthaltsort bezieht. Ausserdem liess ich der ARGE in Bayern folgendes Schreiben zukommen

Sehr geehrter Herr ......,

Wie Ihnen ja bekannt ist, habe ich durch eigenes Bemühen eine Tätigkeit in Berlin gefunden und diese auch bereits im Mai 2006 angetreten. Meine ersten Bezüge aus dieser Tätigkeit erhalte ich jedoch erst Ende Juni. Wie Sie mir selbst versicherten, stehen mir daher noch Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für Mai und Juni 2006 zu. Dies wurde mir auch von Bundesagentur für Arbeit ............., bestätigt.

Sie hatten mir seinerzeit gesagt, dass ich diese Leistungen in Berlin zu beantragen hätte.
Lt. Bescheid des JobCenter .....................(siehe Anlage) war diese Auskunft nicht richtig, und Sie haben mich dadurch in eine äußerst prekäre Situation gebracht.

Seit Mai bin ich praktisch ohne jegliches Einkommen, und meine ohnehin knappen Reserven sind erschöpft. Ich kann meine Miete nicht mehr bezahlen, mir keine Fahrkarte für den Weg von und zur Arbeit kaufen und lebe von billigsten Lebensmitteln.

Diese Umstände führen dazu, dass ich in Kürze meinen Arbeitsplatz verlieren werde. Bisher habe ich mich halbwegs über Wasser halten können, indem ich mir Geld von Bekannten geliehen habe, in der Annahme, dass ich die genannten Leistungen bald erhalten würde. Aber auch diese Quellen sind mittlerweile versiegt. Außerdem muss ich ja die geliehenen Beträge auch wieder zurückzahlen.

Es kann doch wohl nicht angehen, dass jemand, der sich selbst um Arbeit bemüht obendrein noch bestraft wird, dadurch, dass ihm die zustehenden Leistungen nicht gewährt werden.

Ich bitte Sie deshalb dringend mir schnellstmöglich die Leistungen für Mai und Juni 2006 anzuweisen, und sei es zunächst als Vorschuss, da ich sonst in den nächsten Tagen meine Arbeit verlieren werde.

Ich erwarte umgehend eine Lösung dieses Problems


Bis heute keinnerlei Reaktion.

Gleichwohl habe ich auch sofort einen Wiederspruch formuliert und an das Jobcenter per Einschreiben in Berlin geschickt



Gegen den oben genannten Bescheid lege ich Widerspruch ein.
Wie Ihnen ja bekannt ist, habe ich durch eigenes Bemühen eine Tätigkeit in Berlin gefunden und diese auch bereits im Mai 2006 angetreten. Meine ersten Bezüge aus dieser Tätigkeit erhalte ich jedoch frühestens erst Ende Juni. Es stehen mir daher noch Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für Mai und Juni 2006 zu. Dies wurde mir auch von Bundesagentur für Arbeit .........................................., bestätigt. Dem entsprechend habe ich auch am 28. 04. 2006 meinen Antrag auf o.g. Leistungen gestellt.

Nach heutiger Rücksprache mit Frau ............... wurde mir verbindlich mitgeteilt, dass der Antrag nach § 36 SGB II definitiv in Berlin zu stellen ist, da mein gewöhnlicher Aufenthalt seit Ende April 2006 berufsbedingt in Berlin ist. Meinen Wohnsitz in Titting - Erkertshofen muss ich trotzdem beibehalten, da ich dort über Grundbesitz verfüge, der jedoch hoch verschuldet ist.

Seit Mai bin ich praktisch ohne jegliches Einkommen, und meine ohnehin knappen Reserven sind erschöpft. Ich kann meine Miete nicht mehr bezahlen, mir keine Fahrkarte für den Weg von und zur Arbeit kaufen und lebe von billigsten Lebensmitteln.

Diese Umstände führen dazu, dass ich in Kürze meinen Arbeitsplatz verlieren werde. Bisher habe ich mich halbwegs über Wasser halten können, indem ich mir Geld von Bekannten geliehen habe, in der Annahme, dass ich die genannten Leistungen bald erhalten würde. Aber auch diese Quellen sind mittlerweile versiegt. Ausserdem muss ich ja die geliehenen Beträge auch wieder zurückzahlen.

Es kann doch wohl nicht angehen, dass jemand, der sich selbst um Arbeit bemüht obendrein noch bestraft wird, dadurch, dass ihm die zustehenden Leistungen nicht gewährt werden.
Ich bitte Sie deshalb dringend mir schnellstmöglich die Leistungen für Mai und Juni 2006 anzuweisen, und sei es zunächst als Vorschuss, da ich meine Arbeit nicht verlieren möchte.


Da warte ich nun wieder 2 Monate. Wenn ich keine guten Freunde gehabt hätte, die mich in Berlin über Wasser hielten, wäre ich wieder ALGII Empfängerin.
Denen interessiert das überhaupt nicht ob jemand nen Job hat oder nicht. Kann man denn in einem solchen Fall das nicht auf oberste Priorität setzen??? Für mich sind die Jobcenter keine Förderer sondern Jobkiller.
So das musste mal öffentlich gesagt werden. Meinen Job gebe ich nicht auf was aber bald passiert wäre, ab Juli habe ich meine ersten Bezüge aber über die 2 Monate kämpfe ich.

Andrea
 

Ralf Hagelstein

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Lieder kein Einzelfall, bleibt deswegen trotzdem traurig für eines der reichsten Länder des Planeten Erde.
 

Zwergenmama

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Sofort Anwalt suchen (Bezahlung über Prozesskostenbeihilfe regeln) und dann ab zum Sozialgericht. Die wollen Dich nur hinhalten in der Hoffnung, daß Du aufgibst. Schließlich hast Du ja bisher "überlebt" :motz:
 
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ExitUser

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Wann im Juli bekommst du denn das Geld? Sollte es erst Mitte oder Ende Juli gezahlt werden, dann aber schnell zum Sozialgericht. Einen Anwalt brauchst du da nicht unbedingt.

Einem Rechtspfleger die EV zum Diktat und er achtet darauf, dass du die Gesetze und die Regularien bei Gericht einhältst. Eine Rechtsberatung macht er nicht.

Deswegen solltest du vielleicht besser zum Anwalt gehen, wenn du einen kurzfristigen Termin bekommst.

Denn wenn das Geld gleich Anfang Juli gezahlt wird, wirst du nicht mehr viel erreichen.

Übrigens, der gewöhnliche Aufenthaltsort, so wie er im § 36 SGB II gemeint ist, muß nicht der sein, an dem du dich die meiste Zeit aufhältst. Es ist der Ort, wo du die meisten Bindungen hast. Also Arzt, Vereine, Freunde, Verwandte usw.
 

rebell

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Guten Morgen zusammen,

und das mit dem Guten Morgen ist wirklich ernst gemeint. Für mich ist er gut, denn ich habe gestern mein erstes richtiges Einkommen nach Hartz IV wieder. So mein Job ist erst mal bis Ende des Jahres gesichert. Vom Jobcenter habe ich immer noch nichts bekommen. So nun der Oberhammer. Ich habe gestern mit meinem früheren ARGE in Bayern telefoniert und mich nach meinem Fax erkundigt, das ich nach der Ablehnung vergangene Woche geschickt hatte. Es wäre gar kein Fax angekommen. Ist so was nicht der Oberhammer. Danach erfuhr ich auch noch das mir durch den Umzug Tennungsunterhalt vom Amt zugestanden hätte. Ich platzte beinahe vor Wut. Wie heist es so schön "Fordern und Fördern"??????? Forden ja, da sind die ARGEN gut, aber wie sieht es mit Fördern aus ?????? Sie fördern den Stellenabbau, 1 € Jobs, unsinnige Seminare und für mich den beinahe Arbeitsplatzverlust. Da beleiben einem einfach die Worte weg. Über meine Erlebnisse mit Hartz IV könnte ich beinahe ein Buch schreiben. Ich werde jetzt auf alle Fälle vor das Sozialgericht gehen und Einklagen was nur möglich ist. Hätte ich ich den Job verloren, hätte ich um Schadensersatz geklagt. Habe eh noch einen Prozess bereits in II Instanz vor dem Landgericht München gegen den Bezirk Oberbayern laufen. Da ich in diesem Fall PKH habe, werde ich bis zur letzten Instanz gehen. Ich bin froh, das ich einen Freundeskreis habe, der mich in dieser schwierigen Zeit über Wasser gehalten hat.

Andrea
 

Bruno1st

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Gratuliere zu dem Job und viel Spaß dabei.

Da hast du ja noch richtig Glück gehabt. Übrigens, falls der Lohn zufälligerweise erst im Folgemonat eingeht, kannst du ja noch weiter ALGII bekommen. Außerdem ist das Fax gerichtsverwertbar (deshalb verschicken die Argen vielleicht öfters nur Mails).
Aber wenn du glaubst, dümmer gehts nimmer bei den Argen. Mir hat mein Fallmanager sogar bestätigt, daß durch die "fehlende Umzugskostenerklärung der Arge" eine Stelle nicht angenommen werden konnte. Doch weitere Nachforschungen wurden durch den Geschäftsführer als "nicht zielgerichtet" abgelehnt. Aber wenigstens bin ich seitdem beschäftigt :twisted:
 

rebell

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Wieder Arbeitslos

Dank dem Jobcenter bin ich wieder arbeitslos und wieder Hartz IV Empfängerin. Sie haben es geschafft!!!! und ich habe bis heute keinerlei Leistungen für die Monate Mai und Juni. Der Schuldenberg ist noch höher, der Job wegen Rausschmiss aus der Wohnung und keinerlei möglichkeit zur Arbeit zu kommen auch weg. Da kann man sich nur noch bedanken.
 

Zwergenmama

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Ich würde Dir gerne etwas Tröstendes schreiben, aber mit fehlen die Worte.
 

Martin Behrsing

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Hallo,

erstmal ist das wirklich Mist, was da abgelaufenist. Hier http://www.erwerbslosenforum.de/anwalt.htm findest Du auch eine Adresse einer Berliner Anwältin. Die solltest Du kjontaktieren. Wie ich es sehe, sind hier Schadensersatzansprüche (BGB 839) wegen Amtspflichtvverletzungen fällig. Übrigens hätte die ARGE in Bayern sich nicht so herausreden dürfen. Denn sie ist dafür zuständig, dass die Anträge richtig weitergeleitet werden.
 

rebell

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Hallo die neuesten Infos zu meinem Fall.
Ich habe die 2 Monate bekomen aber nur auf Darlehensbasis (damit kann ich leben), den Job bin ich aber leider los. Seit neuesten werden ja Reisen zu Vorstellungsgesprächen nicht mehr bezahlt. Ich hatte eine Reise nach Hamburg und das Jobcenter in Bayern sagte mir das ich auf alle Fälle den Antrag stellen soll (Aussage Leiter Jobcenter) ich würde dann das Geld bekommen, sobald wieder Mittel zur verfügung stehen. Den Job in Hamburg habe ich bekommen. Bei mir wird sogar der Flug übernommen, da es billiger ist als mit der Bahn (Flug 85,00€, Bahn 210,00€). Ich muss meinem Jobcenter in Bayern echt ein dickes Lob aussprechen. Berlin Reinickendorf liess mich ja am seidenen Faden verhungern. Ich bin glücklich über den Job und im Oktober mache ich endlich mal 4 Wochen Urlaub ohne das darüber bestimmt wird.

An Euch: Ich kann euch helfen einen Job im IT-Bereich auf selbständiger Basis oder freiberuflich, evtl angestellt zu bekommen. Was ich erwarte ist zuverlässigkeit, ehrlichkeit, seriöses Auftreten, gebe gerne Adressen weiter. Ich habe schon mit vielen grossen Firmen zusammengearbeitet und mir einen Namen geschaffen. Ich würde mich freuen wenn ich jemanden aus der Aussichtslosigkeit helfen kann. Leider komme ich mit meiner Freiberuflichkeit immer wieder in Hartz IV aber wenn es läuft dann läuft es. Bitte schreibt mir eine Nachricht.

Andrea
 
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