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ALG II, Jobablehnung bei 50 Std-Woche?

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Dragonfly

Elo-User/in

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#1
Hallo liebe Kollegen,

ich befinde mich in einem ziemlichen Dilemma und weiß einfach nicht, was ich tun soll.

Folgende Situation:

Seit einem Jahr bin ich nun ohne Job, seit diesem Monat bekomme ich nun ALG II.

Etwa ein Jahr vor meiner Erwerbslosigkeit bin ich aus gesundheitlichen Gründen freiwillig von 37 auf 30 Stunden gegangen. Ich hatte eine 4-Tage Woche und schaffte diese problemlos, bis mir aus betrieblichen Gründen und wegen Personalabbau gekündigt wurde.

Nachdem ich keine zwei Monate arbeitslos war fand ich eine neue Stelle und war überglücklich. Jedoch mußte ich dort 42 Std. arbeiten und habe es körperlich nicht geschafft, da war ich den Job leider schnell wieder los weil mir in der Probezeit gekündigt wurde.

Ich habe natürlich immer weiter gesucht, mittlerweile neben einer Teilzeitstelle auch schon wieder 40 Stunden angepeilt in der Hoffnung, es diesmal zu packen.
Vor zwei Wochen bekam ich dann ein Stellenangebot über die Arbeitsagentur, über das ich mich total gefreut habe: 30 Stunden pro Woche im Nachbarort, also genau das, was ich mir gewünscht hatte.

Gestern hatte ich dann das Vorstellungsgespräch, welches total positiv verlief. Ich freute mich schon, doch dann kam die Keule: Der Firmeninhaber sucht so etwas wie eine persönliche Assistentin, was ich mir absolut zutraue und auch könnte. Aber: er möchte, daß diese etwa 12 Stunden am Tag anwesend ist, d.h. von morgens etwa 6:45 - 7 Uhr, bis Abends so gegen 19 Uhr ....
Wow, mal von 45 Minuten Pause abgesehen sind das mehr als 11 Stunden, also käme ich locker auf 50 Stunden pro Woche!

In zwei Tagen soll ich zu einem zweiten Gespräch nochmal dahin, was mich eigentlich total happy macht.
Aber ich habe totale Panik, das einfach nicht zu schaffen. Andererseits wäre ich doch auch bescheuert, sollte er mich tatsächlich einstellen wollen, den Job auszuschlagen. Mal ganz davon abgesehen, daß der mir vom A-Amt vermittelt wurde und ich den doch gar nicht ablehnen darf, denke ich.

Ich weiß, Millionen anderer würden sich für eine Arbeitsstelle prügeln, das ist mir auch klar!
Aber wie gesagt, ich bin körperlich eingeschränkt, bekomme aber keinen Schwerbehinderungsgrad oder dergleichen, und muß sehen wie ich damit klarkomme.
Deshalb habe ich mich ja dort auf eine 30 Stunden Stelle beworben - und jetzt soll ich 67% mehr arbeiten, was ich einfach nicht schaffen werde.

Hat jemand vielleicht schon mal etwas ähnliches erlebt? Meint ihr es macht Sinn, mit dem Chef über die Zeiten zu reden? Aber wenn ich dem komme mit "körperlichen Gründen", dann meint der doch ich wäre dauernd krank und dann will der mich sowieso nicht mehr.
Außerdem kann er sich eh eine Bewerberin raussuchen, die mit der Stundenzahl keine Probleme hat, warum soll er da mit sich reden lassen?

Bin wirklich verzweifelt, was soll ich bloß machen?

Liebe Grüße,
Dragonfly
 
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#2
Hallo Dragonfly,

mit einem fachärztlichen Attest kannst Du jede Arbeit ablehnen die über die darin festgelegte Arbeitsfähigkeit hinausgeht.

Ich würde mir DIESEN Job definitv nicht ans Bein binden!!! Selbst wenn man die Assistenz des Chefs ist. Weil dieser Workaholic Chef eine Neurose hat und nicht fähig ist irgendwas alleine zu machen? Braucht der einen Babysitter?
Wieso muss man deshalb 12 Stunden am Tag im Büro anwesend sein? Weil der Chef meint alle anderen wollen auch mit Ende 40 einen Herzinfarkt haben? Weil die Firma chronisch Personalmangel hat und alle Überstunden schieben wie verrückt? Weil die Firma so chaotisch strukuriert ist daß wenn eine wichtige Person mal nciht da ist gleich alles zusammenbricht?

Solche Froderungen hören sich für mcih hochgradig suspekt an.

Also wie gesagt, ein Attest daß Du nur 30 Stunden die Woche arbeiten kannst und Du hast Ruhe. Sollten die Dich zu einem Amtseigenen Gutachter schicken der Dich für voll arbeitsfähig erklärt dann Einspruch einlegen.

Liebe grüsse,

Petra
 

sindytomlea

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#3
Aber: er möchte, daß diese etwa 12 Stunden am Tag anwesend ist, d.h. von morgens etwa 6:45 - 7 Uhr, bis Abends so gegen 19 Uhr ....
Wow, mal von 45 Minuten Pause abgesehen sind das mehr als 11 Stunden, also käme ich locker auf 50 Stunden pro Woche!


Hallo,

ich glaube irgendwo mal gelesen zu haben, das die max. Arbeitszeit nicht länger als 10 h / Tag sein darf. Mein alter AG hatte auch mal eine tgl. Arbeitszeit von 11 h fabriziert - der bekam dann paar auf die Finger. Es hängt nicht nur deine persönliche Gesundheit dran - sondern so hatte man uns damals erklärt der Versicherungsschutz. Wie in meinem Fall - musste ja noch eine gute Stunde Autofahren, hätte ich bei einem Unfall keine Leistungen im Rahmen des Arbeitsunfalles bekommen.

Gucke mal in der Richtung - und ich denke, die Arbeitszeit solltest Du Dir schriftlich bestätigen lassen - und dann dürfte es keine Probleme geben.

sindytomlea
 
E

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Gast
#4
Hallo Dragonfly,

mit einem fachärztlichen Attest kannst Du jede Arbeit ablehnen die über die darin festgelegte Arbeitsfähigkeit hinausgeht.

Ich würde mir DIESEN Job definitv nicht ans Bein binden!!!

Wieso muss man deshalb 12 Stunden am Tag im Büro anwesend sein?

Solche Forderungen hören sich für mcih hochgradig suspekt an.

Sollten die Dich zu einem Amtseigenen Gutachter schicken der Dich für voll arbeitsfähig erklärt dann Einspruch einlegen.
Da stimme ich zu. Ich würde das mehr hinterfragen, warum du so lange arbeiten sollst. Werden die Stunden denn wenigtens alle angemessen bezahlt?

Hab mal nach gesetzlich zulässiger Arbeitszeit gegoogelt.

"Grundlegend ist zunächst die gesetzlich zulässige Höchstdauer der täglichen Arbeitszeit. Nach § 3 Satz 1 ArbZG darf die Arbeitszeit 8 Stunden pro Werktag nicht überschreiten, wobei nur der Sonntag nicht als Werktag gilt. Das Gesetz geht also von einer 48-Stunden-Woche aus. "

Das Amt könnte dior also wirklich Probleme machen, wenn du die Stelle von vorneherein ohne Attest absicherst.

Warum denkst du denn, schaffst du es nicht?

Wenn ich etwas wirklich möchte, würde ich es zumindest versuchen...

Die Entscheidung kannst nur du treffen...

aber noch ist ja gar nicht sicher daß du die Stelle sicher hast...also kein Grund zur Panik :)
 

Arania

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#5
Wenn man es aus gesundheitlichen Gründen nicht machen kann, dann sollte man es auch wirklich nicht tun, dann können hinterher die Schäden grösser sein als der Nutzen.

Ob allerdings Jobs die 12 Stunden Arbeitszeit erfordern nicht "erlaubt" sind interessiert mich nun wirklich, denn ich hatte vor einigen Jahren ein Jahr lang auch einen mit 12 Stunden Arbeitszeit und da ich da nicht alleine war ,sondern ein Haufen Kollegen genauso, würde mich das schon interessieren
 

Dragonfly

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#7
Hallo,

danke für eure Meinungen und Reaktionen.

Nun, er hat das schon nachvollziehbar begründet, warum diese Anwesenheit erforderlich ist, es geht einfach um lückenlose Kommunikation usw., und daß jemand kompetentes als Ansprechpartner im Büro ist, weil der Chef meistens den ganzen Tag unterwegs ist.
Wenn er Abends wiederkommt, dann möchte er alles besprechen, neue Anweisungen geben usw., und eben morgens bevor er fährt auch.

Ja, vom Arbeitszeitgesetz hab ich auch schon gelesen, aber das mit dem Versicherungsschutz war mir neu.

Ich habe heute noch mal nachgedacht, und der Job hätte durchaus auch einige Vorteile. So ist z.B. die Firma nur ca. 10 min. von meinem Wohnort entfernt, da spare ich eine Menge Geld und Zeit.
Wenn ich überlege, für einen 8-9 Std. Job mit je einer Stunde Fahrzeit ... da kommt man auch locker auf 10-11 Stunden, die man unterwegs ist. So hätte ich nur insgesamt 20 min., was nicht zu verachten ist.

Ich denke, ich will es einfach versuchen, weil mich auch das Geld reizt. Die Bezahlung ist nach dem, was ich von anderen Firmen bisher hörte, wirklich nicht übel, und alle male mehr als bei einer Zeitarbeitsfirma. Und ALG II natürlich!

Morgen ist das zweite Gespräch, und sollte er mich haben wollen, dann werde ich wohl annehmen. Sollte ich es vom gesundheitlichen tatsächlich nicht packen, dann habe ich noch die Möglichkeit mit dem Attest. Das geht doch bestimmt auch noch nachträglich, oder?

Gut, aber wer weiß, sollte er mich doch nicht nehmen, dann war eh die ganze Aufregung umsonst.

Ich werde euch berichten,

viele liebe Grüße
Dragonfly
 
E

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Gast
#9
Gut, aber wer weiß, sollte er mich doch nicht nehmen, dann war eh die ganze Aufregung umsonst.

Ich werde euch berichten,

viele liebe Grüße
Dragonfly
Eben...

wenn du die Stelle annimmst und es dann nicht schaffst, dann gehst eben zum Arzt und läßt dich krank schreiben...nur dann nicht selbst kündigen!
 

Dragonfly

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  Th.Starter/in  
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#11
Lieber Arbeitgeber es gibt zwei Möglichkeiten so einen Mitarbeiter zu bekommen.
1. kauf Dir einen Sklaven, noch illegal
2. heirate

Hmmm, das "noch illegal" unter Punkt eins steht bald bestimmt nicht mehr da ... :-(

Mal grad 'ne andere Frage auf die Schnelle: hab gestern den Bescheid für ALGII bekommen ... dachte, es gibt für die "Frischlinge", die vorher ALG I bekommen haben, einen Zuschlag, um sich an die wenige Kohle zu gewöhnen?
Wurde der abgeschafft?
Und ist die Grenze für einen Nebenverdienst jetzt bei 80 Euro? War die nicht mal bei 100???
(sorry wenn ihr euch jetzt vor die Stirn batscht, weil ich nicht so up to date bin...)

Liebe Grüße,
Dragonfly
 

Arwen

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#12
Hmmm, das "noch illegal" unter Punkt eins steht bald bestimmt nicht mehr da ... :-(

Mal grad 'ne andere Frage auf die Schnelle: hab gestern den Bescheid für ALGII bekommen ... dachte, es gibt für die "Frischlinge", die vorher ALG I bekommen haben, einen Zuschlag, um sich an die wenige Kohle zu gewöhnen?
Wurde der abgeschafft?
Und ist die Grenze für einen Nebenverdienst jetzt bei 80 Euro? War die nicht mal bei 100???
(sorry wenn ihr euch jetzt vor die Stirn batscht, weil ich nicht so up to date bin...)

Liebe Grüße,
Dragonfly
Guten Morgen Dragonfly,

über den Zuschlag kann ich Dir nichts sagen, aber zum Nebenverdienst.

Es gibt einen Grundfreibetrag von 100 Euro, das stimmt. Bis 800 Euro Verdienst bleiben noch einmal 20% vom Rest anrechnungsfrei. Bei einem Einkommen von 400 Euro bleiben Dir also 160 Euro ohne Anrechnung.
Mehr dazu hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosengeld_II#Anrechnung_von_Einkommen

Gruß, Arwen
 
E

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Gast
#13
Hmmm, das "noch illegal" unter Punkt eins steht bald bestimmt nicht mehr da ... :-(

Mal grad 'ne andere Frage auf die Schnelle: hab gestern den Bescheid für ALGII bekommen ... dachte, es gibt für die "Frischlinge", die vorher ALG I bekommen haben, einen Zuschlag, um sich an die wenige Kohle zu gewöhnen?
Wurde der abgeschafft?
Und ist die Grenze für einen Nebenverdienst jetzt bei 80 Euro? War die nicht mal bei 100???
(sorry wenn ihr euch jetzt vor die Stirn batscht, weil ich nicht so up to date bin...)

Liebe Grüße,
Dragonfly
http://www.elo-forum.org/dvo/24SGBII.pdf

80 € ? Nein... das ist falsch.
Schon der Grundfreibetrag sind 100 €...wie Arwen schreibt.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Gaestin

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10 Jan 2007
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#14
Dragonfly

Liebe Dragonfly, ich wünsche Dir sehr viel Glück
mit der Stelle!
Vielleicht irrelevant, aber wie ist es woanders? Was
die meisten hier nicht wissen, ist, daß
beispielsweise England sich aus der 48 St. EU Regelung
ausgeklinkt hat, d.h. der erste Passus eines Arbeitsvertrages
lautet normalerweise, daß man bereit ist, mehr als 48 St. zu
arbeiten. Viele Firmen verlangen nur 38, sichern sich aber ab.
Überstunden werden oft hervorragend bezahlt. Und es gibt kein 13. Monatsgehalt aber ein Weihnachtsbonus wird oft bezahlt, nach Gutdünken,
ich kenne zwei Leute, die letztes Jahr oft bezahlte Überstunden gemacht
haben aber nochmal fünftausend Euro Weihnachtsbonus bekamen. Sie
waren aber sehr belastbar.
Andere Länder andere Sitten.
 
E

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Gast
#16
Liebe Dragonfly, ich wünsche Dir sehr viel Glück
mit der Stelle!
Vielleicht irrelevant, aber wie ist es woanders? Was
die meisten hier nicht wissen, ist, daß
beispielsweise England sich aus der 48 St. EU Regelung
ausgeklinkt hat, d.h. der erste Passus eines Arbeitsvertrages
lautet normalerweise, daß man bereit ist, mehr als 48 St. zu
arbeiten. Viele Firmen verlangen nur 38, sichern sich aber ab.
Überstunden werden oft hervorragend bezahlt. Und es gibt kein 13. Monatsgehalt aber ein Weihnachtsbonus wird oft bezahlt, nach Gutdünken,
ich kenne zwei Leute, die letztes Jahr oft bezahlte Überstunden gemacht
haben aber nochmal fünftausend Euro Weihnachtsbonus bekamen. Sie
waren aber sehr belastbar.
Andere Länder andere Sitten.
Drangonfly hatte geschrieben, daß sie aus gesundheitlichen Gründsen glaubt, dem Job vielleicht nicht gewachsen zu sein...
dein Beitrag soll doch darauf keine Antwort sein?

Übrigens: wir lebn in Deutschand... mich interessiert nicht, was in Timbuktu die Regel ist...
 

Gaestin

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#17
gleichbleibend unfreundlich

gleichbleibend unfreundlich, ich habe Dragonfly Glück
gewünscht und auf ein anderes EU-Land, das zur
Zeit vielen Deutschen Arbeit anbietet, hingewiesen.
Was ist daran so verkehrt?
 
E

ExitUser

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#18
gleichbleibend unfreundlich, ich habe Dragonfly Glück
gewünscht und auf ein anderes EU-Land, das zur
Zeit vielen Deutschen Arbeit anbietet, hingewiesen.
Was ist daran so verkehrt?
Jemandem Glück zu wünschen ist nie verkehrt, du hast ihr aber "Liebe Dragonfly, ich wünsche Dir sehr viel Glück
mit der Stelle! "
gewünscht, wie gesagt, sie hat nicht mitgeteilt, daß sie vielleicht einen neuen Job hat, sondern daß sie nicht weiß, ob sie dem Job gewachsen ist.

Und gleichbleibend unfreundlich... wenn du meinst...
dann würden sich sichewr nicht so viele bei mir bedanken!

Im Hilfeteil des Forums sollte Hilfestellung gegeben werden...
wenn du an meiner Freundlichkeit was auszusetzen hast dann gibts pn
 

silkem

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#19
Wenn man es aus gesundheitlichen Gründen nicht machen kann, dann sollte man es auch wirklich nicht tun, dann können hinterher die Schäden grösser sein als der Nutzen.

Ob allerdings Jobs die 12 Stunden Arbeitszeit erfordern nicht "erlaubt" sind interessiert mich nun wirklich, denn ich hatte vor einigen Jahren ein Jahr lang auch einen mit 12 Stunden Arbeitszeit und da ich da nicht alleine war ,sondern ein Haufen Kollegen genauso, würde mich das schon interessieren
Hallo Arania,

es gibt in Deutschland Tarifverträge, wo 12-Stunden-Schichten vereinbart wurden. So z.B. bei Motorola in Flensburg. Allerdings muss nach der Schicht eine Ruheszeit von mind. 10 Stunden eingehalten werden.

LG

Silke
 

Dragonfly

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#21
Ohh, Kinder, vertragt euch bitte! Nicht zanken. :)

Also, das zweite Gespräch dauerte nur wenige Minuten, bei dem diesmal die "Chefin" auch anwesend war.
Ich denke, sie sollte sich ein Urteil bilden und dem Chef dann raten, welche von beiden Kandidatinnen er nehmen soll.
Es wurden noch mal die wesentlichen Punkte besprochen, und nun bekomme ich in den nächsten zwei Tagen Bescheid.

Ja, einerseits ist es wirklich eine gute Stelle, zumal sie nur ca. 10 min. von meinem Zuhause entfernt liegt.
Das ist ja auch nicht zu unterschätzen, denn ich kenne viele, die 45-60min. bis zur Arbeit brauchen - das dann zwei mal am Tag. Alles Zeit, die einem keiner bezahlt und die noch Kosten obendrein verursacht.
Außerdem ist die Bezahlung recht anständig. Nicht so viel wie ich vorher hatte, aber dieses Traumgehalt hab ich mir eh schon lange abgeschminkt.

Auf der anderen Seite ist eben die Angst, das einfach nicht zu packen.
Die Erfahrung aus dem letzten Jahr steckt mir da noch tief in den Knochen. Allerdings war das auch ein Knochenjob, bei dem man kaum mal Zeit hatte, mal tief durchzuatmen.
Ich hab mich damals einfach nur als Versager gefühlt, das war alles andere als schön. Krank sein heißt eben heutzutage gleichzeitig, nicht belastbar und leistungsfähig zu sein. Oder man wird als faul hingestellt oder Hypochonder oder was weiß ich.
Nachvollziehen mag das wohl auch nur ein Mensch, der selber mal krank war oder ist.
Alle anderen stecken einen gerne in die Schublade: Verlierer!

Jedenfalls krieg ich immer schon Panik wenn ich in einer Stellenanzeige lese: sie sind flexibel (ja, bin ich!), teamfähig (auf jeden Fall) belastbar (an diesem Punkt ergreift mich die Angst) ....
:-(

Ich will es aber probieren, wenn er mich nimmt, und vielleicht wird es ja auch nicht so schlimm wie beim letzten Job.
Und falls doch, dann werde ich wohl auch einen Ausweg finden.
Ich hab zwar Bammel vor dem, was kommt, aber der Bammel vor notorischer Geldknappheit ist noch viel größer.

Alles irgendwie blöd, aber es ist eben so.
Doch als Rheinländer muß ich mir doch mal wieder sagen: et hätt noch immer joot jejange!
;-)
 

Kerstin_K

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#22
Hallo zusammen,

also ich empfehle hier wirklich nohmal einen Blick in das Arbeitszeitgesetz.

Wir hatten das Thema gerade bei uns und der Betriebsrat hat nohmals nachdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass 10 Stunden/Tag die absolute Obergrenze sind. WIrd länger gearbeitet, machen sich AN und AG strafbar.

Der Versiherungsshutz geht übrigens nicht verloren. Das wäre nur dann der Fall, wenn die Arbeitszeiten vom AN absichtlich falsch dokumentiert werden, z. B. um den Gestzesverstoß zu verschleiern, weniger Stunden aufgeschrieben werden.

Ist natürlich so eine Sache, wenn man dringend Arbeit sucht, aber ich halte den Versuch, das zu schaffen, wir ganz schön mutig und die Begründung des AG für reine Ausreden. Das läßt sich doch organisatorisch regeln, wenn man will. Man kann solhe Stellen teilen, es gibt Anrufbeantworter .....

Ich weiß, wovon ich rede. Ich Arbeite selber als Sekretärin für einen Chef, der in Priepert, Hannover, Hamburg, Berlin, Köln, Düsseldorf, Chemnitz, Stuttgart und neuerdings noch Moskau arbeitet. Sehen tue ich ihn 2-3 Mal im Jahr und es geht trotzdem.

Vielleicht könnte man ja auch Punkte bei einem solhen Arbeitgeben sammeln, indem man das entsprehend organisiert, spätestens nach der Probezeit?

Kerstin
 

silkem

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#23
Hallo Dragonfly,

vielleicht solltest du einfach in Kontakt mit deinem Arzt/Therapeuten beiben, damit frühzeitig eingegriffen werden kann, falls wieder Probleme auftreten, und es nicht zu längeren Ausfällen kommt.
Meiner Erfahrung nach hängt die Belastbarkeit am Arbeitsplatz auch sehr mit dem Betriebsklima zusammen, d.h. wenn du ein gutes Gefühl bei der Firma hast, dann solltest du es auf jeden Fall probieren.
Auch solltest du immer für einen Ausgleich zum Streßabbau in der Freizeit sorgen.

Evtl. wäre von der Arbeitgeberseite daran zu denken, diese Stelle in 2 Teilzeitstellen (jew. 30 h) aufzusplitten. Es sei denn, es geht organisatorisch wirklich nicht.

LG

Silke
 

Dragonfly

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#24
Hurraaaa ... gute Nachrichten: es hat tatsächlich geklappt! Seit Donnerstag habe ich den Arbeitsvertrag in der Tasche!

Ich freu mich wirklich riesig, auf der anderen Seite hab ich ganz schön Bammel, also ziemlich gemischte Gefühle im Moment.

Trotzdem denke ich, daß die positive Sichtweise überwiegt.
Denn nachdem letzte Woche ein Typ vom Amt hier war, der mein Häuschen ausmessen sollte ob ich denn auch die richtige Quadratmeterzahl angegeben habe, bin ich einfach nur froh, endlich nicht mehr so "nackt" vor den Behörden dastehen und deren Willkür ausgesetzt sein zu müssen.
Ich finde es schon entwürdigend, daß jeder ALG-II Empfänger schon mal von vornherein als potentieller Betrüger und Schmarotzer angesehen wird. Doch wem sag ich das, die meisten hier werden dieses Gefühl wohl kennen :-(

Also, der Chef macht wirklich einen sehr netten, umgänglichen, entgegenkommenden Eindruck. Und ich glaube schon, daß ich mittelfristig gute Chancen habe, die Arbeitszeiten auf ein normales Level runter zu fahren.
Ich will mich eben so gut etablieren, daß er rundum mit mir zufrieden ist und sich auf mich verlassen kann. Ich denke, wenn er mich dann als seine rechte Hand behalten will weil ich gut arbeite, dann wird er sich schon auf einen Deal einlassen.

Und ja, ich glaube auch, daß das Betriebsklima viel zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt, und wenn ich dort mit der Arbeit, Chef und Kollegen gut klarkomme, dann stehen die Chancen auch gut, daß ich die hohe Stundenzahl packe.

Nun habe ich noch knappe zwei Wochen freie Zeit, die ich noch genießen kann und will.

Wow, es tun sich ganz neue Perspektiven auf für dieses Jahr ... what a Feeling! :)

Liebe Grüße,
Dragonfly
 

Arwen

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#27
Hurraaaa ... ... what a Feeling! :)
:DBein's believin'.
I can have it all, now I'm dancing for my life.
Take your passion
and make it happen. . .
:D duppdiduuuu...

:icon_party:
Herzlichen Glückwunsch auch von mir!
 

Arco

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#28
... auch herzlichen Glühstrumpf zur Rückkehr in die Arbeitswelt :icon_stern:

(die Umstellung wird nicht leicht werden :biggrin: aber Du wirst es schaffen :icon_exclaim: )
 

Gaestin

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#30
Liebe Dragonfly

ich gratuliere und wünsche Dir sehr, sehr viel
Glück mit der neuen Stelle
 
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