ALG II > freier Mitarbeiter > Festanstellung?

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Hansi1976

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Hallo zusammen,

bis jetzt habe ich ALG II bezogen. Nun habe ich einen Vertrag unterschrieben als freier Mitarbeiter. Ich werde nun also zu verschiedenen Unternehmen als Projektleiter geschickt. Daraus kann sich eventuell eine Festanstellung ergeben.

Mein Arbeitsvermittler hat mir einen Antrag für Umzugskosten gegeben, falls es zu einer Festanstellung kommen sollte.

Was muss ich jetzt bitte tun? dem Jobcenter mitteilen, dass ich nun freier Mitarbeiter bin und deshalb kein ALG II mehr beziehen möchte. Wobei ich nicht weiss, wo und wie lange ich irgendwo hingeschickt werde.

Es ist auch so, dass ich noch Forderungen gegenüber dem Jobcenter habe. Wie muss jetzt bitte ein Schreiben formulieren?

"mit Wirkung zum xxx möchte ich keine Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach SGB II mehr beziehen, da ich einen Vertrag als freier Mitarbeiter unterschrieben habe. Ich habe allerdings noch Forderungen gegenüber dem Jobcenter xx in Höhe von xxx Euro für Bewerbungkosten, xx und xx. Dann noch die Nachweise im Anhang für die Forderungen hintendran??

??

bin total überfordert

Danke.
 

Seepferdchen 2010

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Es ist auch so, dass ich noch Forderungen gegenüber dem Jobcenter habe. Wie muss jetzt bitte ein Schreiben formulieren?

Hast du einen Antrag gestellt für die Bewerbungskosten bzw. dazu schon das
Formular bekommen, wo vermerkt ist der Tag der Antragsstellung?

Wenn du kein ALG II mehr möchtest, dann schickst du eine Veränderungsmitteilung,
gib das Wort bei Google ein, dann kommst du direkt auf diese PDF-Datei_Formular.

Wenn du dich aus dem ALG II abmeldest, dann werden dir die Umzugskosten nicht erstattet.

:icon_pause:
 

ZynHH

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Wer zahlt denn da nun deine Sozialversicherungen?
Ist das ne Zeitarbeitsfirma oder bist du nun ScheinSelbständig?
 

Hansi1976

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Hast du einen Antrag gestellt für die Bewerbungskosten bzw. dazu schon das
Formular bekommen, wo vermerkt ist der Tag der Antragsstellung?

Wenn du kein ALG II mehr möchtest, dann schickst du eine Veränderungsmitteilung,
gib das Wort bei Google ein, dann kommst du direkt auf diese PDF-Datei_Formular.

Wenn du dich aus dem ALG II abmeldest, dann werden dir die Umzugskosten nicht erstattet.

:icon_pause:

ja, auf allen Formularen ist das Datum vermerkt und liegt in der Vergangenheit.

wie muss ich denn dann bitte vorgehen, damit sie mir die Umzugskosten später bezahlen?

Geld bekomme ich ja erst bei Rechnungsstellung von Seiten meines Vertragspartners und dann auch erst innerhalb der nächsten 30 Tage. Also wenn ich am Montag anfange, dann stelle ich am 30.6 eine Rechnung aus und bekomme dann erst Geld 30 Tage danach..also erst zum 30.07..von was soll ich so lange leben? und ich weiss nicht einmal, wie viel Geld ich verdienen werde, da ich als freier Mitarbeiter tätig werden werde.
 

Hansi1976

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Wer zahlt denn da nun deine Sozialversicherungen?
Ist das ne Zeitarbeitsfirma oder bist du nun ScheinSelbständig?

nein, ich bin nicht scheinselbständig. das hatte ich oben doch ausführlich geschrieben, dass ich als Projektleiter in anderen U. eingesetzt werde. Die Sozialversicherungsbeiträge zahle ich selber.
 

ZynHH

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Hm, ich würde ja die ersten Monate als Aufstocker laufen lassen, damit hast du Geld zum Leben bis irgendwann mal deine Rechnungen bezahlt werden....

Ich hoffe du machst das nicht unter 500 Euro pro Tag.
 

Hansi1976

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Hm, ich würde ja die ersten Monate als Aufstocker laufen lassen, damit hast du Geld zum Leben bis irgendwann mal deine Rechnungen bezahlt werden....

Ich hoffe du machst das nicht unter 500 Euro pro Tag.

wie teile ich das dann dem Jobcenter mit? was muss ich bitte tun, denn ich weiss ja wirklich nicht, wieviel und wann ich Geld verdienen werde. Muss ich dann meiner KV etwas mitteilen, wenn ich nun als Aufstocker weiter mache?
 

Hansi1976

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Bewerbungskosten müßen immer im voraus beantragt werden.

habe ich doch, aber darum geht es jetzt nicht mehr.

Funktioniert das mit dem Aufstocken? zahlt dann das Jobcenter noch den Umzug, wenn ich später eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufnehmen sollte. Ab Montag bin ich ja freier Mitarbeiter, wo ich Sozialabgaben selber tragen muss usw..wie oben beschrieben..also Rechnung werde ich dann erst am Monatsende stellen und Geld bekomme ich dann am 30.7 und bis dahin nix
 

ZynHH

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wie teile ich das dann dem Jobcenter mit? was muss ich bitte tun, denn ich weiss ja wirklich nicht, wieviel und wann ich Geld verdienen werde. Muss ich dann meiner KV etwas mitteilen, wenn ich nun als Aufstocker weiter mache?

Warum unterschreibt soetwas, wenn man nicht mal Grundlegende kaufmännische Kenntnisse hat?

Hast du schon einen Gewerbeschein oder willst du das als Freischaffender machen?

Was genau machst du denn da? Das will das Finanzamt wissen, um von dir evtl. auch noch Gewerbesteuer abzukassieren...


Ich würde dem JC mitteilen dass es zu sporadischen Aufträgen kommen kann, du aber nicht absehen kannst wie oft und was du dabei verdienst.... und dann würde ich mich evtl. für den jeweiligen Zeitraum über den der Auftrag geht aus dem Bezug abmelden....

Solange du dich nicht aus dem Bezug abmeldest, zahlt das JC weiter deine KV.

Es melden sich sicherlich noch andere Selbständige Unternehmer die dir helfen können...
 

Hansi1976

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Warum unterschreibt soetwas, wenn man nicht mal Grundlegende kaufmännische Kenntnisse hat?

Hast du schon einen Gewerbeschein oder willst du das als Freischaffender machen?

Was genau machst du denn da? Das will das Finanzamt wissen, um von dir evtl. auch noch Gewerbesteuer abzukassieren...


Ich würde dem JC mitteilen dass es zu sporadischen Aufträgen kommen kann, du aber nicht absehen kannst wie oft und was du dabei verdienst.... und dann würde ich mich evtl. für den jeweiligen Zeitraum über den der Auftrag geht aus dem Bezug abmelden....

Solange du dich nicht aus dem Bezug abmeldest, zahlt das JC weiter deine KV.

Es melden sich sicherlich noch andere Selbständige Unternehmer die dir helfen können...

ich brauche keinen Gewerbeschein, weil ich als Freischaffender tätig werde. Hat nichts mit Gewerbe zu tun. Muss ich mir beim Finanzamt eine Steuernummer geben lassen? oder ist das die, die ich (und jeder andere) schon bekommen hat und die ein Leben lang bleibt?

Ok, das heißt ich sage dem Jobcenter, dass ich einen Vertrag als freier Mitarbeiter unterschrieben habe, aber nicht absehen kann, wo, wie lange und wie viel ich verdienen werde. Und wenn ich dann irgendwann eine Rechnung geschrieben habe (oder erst wenn ich Geld von dem Vertragspartner bekommen habe?), dann teile ich das dem JC mit und die rechnen das dann zurück? habe ich das richtig verstanden?
 

ZynHH

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Ja, wenn du das Geld erhalten hast meldest du das. Weil zwischen Geldeingang und Rechnungslegung kann ja scheinbar mindestens ein ganzer Monat liegen.

Was hat man dir denn erzählt, was dabei so rumkommt?
Ich denke da nur an die Umsatzsteuermeldung....
 

Hansi1976

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Ja, wenn du das Geld erhalten hast meldest du das. Weil zwischen Geldeingang und Rechnungslegung kann ja scheinbar mindestens ein ganzer Monat liegen.

Was hat man dir denn erzählt, was dabei so rumkommt?
Ich denke da nur an die Umsatzsteuermeldung....


ok, danke. das heißt ich gebe dem jobcenter auch den vertrag, wo drin steht, dass ich freier mitarbeiter bin? und melde mich dann bei denen wieder, wenn ich das erste Mal Geld bekommen habe.

und der Krankenversicherung muss ich erstmal nichts mitteilen und dem Finanzamt auch nichts?

anfangs bekomme ich 200 Euro am Tag. Nach einem Monat dann mehr.
 
S

silka

Gast
Mein Arbeitsvermittler hat mir einen Antrag für Umzugskosten gegeben, falls es zu einer Festanstellung kommen sollte.
Das bedeutet, daß du diesen Antrag erstmal beiseite legen kannst. Denn noch ziehst du ja nicht um. Denn noch fängst du doch grad erst an.
Wenn du als freier Mitarbeiter ein Freiberufler bist, mußt du das auch dem Finanzamt mitteilen. Deine Steuer-ID-Nummer bleibt die gleiche. Das Finanzamt will aber deinen ungefähren Jahresumsatz wissen. Denn danach richtet sich, was und wann welche Steuern das Finanzamt von dir will.
Du bist also kein Gewerbetreibender, sondern du erbringst Dienstleistungen. vielleicht erst mal für nicht mehr als 17.500,- im Jahr??
Bitte beachte, daß die Frage nach der Scheinselbständigkeit gar nicht so unwichtig ist.
Dein Auftraggeber wird jedesmal ein anderer sein? Mit dem jeweiligen Unternehmen schließt du dann einen neuen solchen Vertrag ab?
Dann ist alles gut und du bist ein *richtig freier* freiberuflicher Selbständiger.
Dein Honorar zahlt dann hoffentlich immer die Firma, bei der du das Projekt leitest, ja?
Oder wirst du im Auftrag der Firma x tätig bei anderen Firmen?

Was bleibt zu tun?
Dein Vermittler vom JC wird dir mitteilen, was du wann vorzulegen hast, also die Einkommensnachweise.
Wen du einen Tagessatz von 200,- hast, mußt und solltest du alles, was geht, einkommensmindernd ansetzen.
Das sind alle (Betriebs)ausgaben, die du tätigen mußt, um Einkommen zu erzielen. Vom Parkhausticket bis zum schicken Anzug, von Übernachtungskosten bis große Anschaffung für das Projekt (evtl. PC, Software, Fachliteratur, Werkzeug usw)
Hast du denn eine Ahnung, wie oft pro Monat du solche Tagessätze erwirtschaften kannst?
3x oder 20x---das will das JC sicher wissen.

Ich würde nur mitteilen, daß ich ab X eine Beschäftigung aufnehmen werde und als Freiberufler mit Honorar arbeiten werde. Basta.
Dann fragt das JC schon nach, nur keine Bange;-)
Den Arbeitsvertrag/Honorarvertrag kriegt das JC möglichst nicht zu Gesicht. Es hat das JC auch nicht zu interessieren, wer dich wohin schickt. Es geht beim JC um GELD---!!! Um DEIN Einkommen.
Du willst doch noch Alg2 beziehen---zumindest solange, bis du dich selbst mit dem Tagessatz unterhalten kannst---und davon leben kannst. Vergiß deine Ausgaben nicht---u.U. hast du nur Ausgaben und von den tollen 200,- bleibt nichts oder fast nichts übrig.
Bei 3x im Monat irgendwo in der Pampa ein Projekt leiten, ersetzt sicher nicht das Alg2.
Wahrscheinlich bist du zunächst noch einer der vielen Aufstocker.
Die ihr Erwerbseinkommen noch mit ergänzendem Alg2 aufstocken müssen, weils doch immer nicht langt. Es klingt meist nur so toll. Du bist außerdem einer, der gar nicht selbst MEHR einnehmen kann. Du hast ja einen, der dich schickt---

Zu den Umzugskosten:
Falls das nötig wird, solltest du noch im Alg2-Bezug sein. Als Aufstocker mußt du dann von A nach B ziehen, wegen Arbeitsaufnahme in Festanstellung in B.
Erst,wenn das soweit ist, muß der Antrag gestellt werden. Wichtig ist nur, daß du zu diesem Zeitpunkt noch Leistungen bekommst.
Verdienst du aber soviel, daß es ohne Alg2 geht, dann mußt du den Umzug selber zahlen.

Geldeingang?
Du wirst tätig, zB. 5 Tage in Posemuckel bei der JWD-AG. Macht 5x200,-=1000,- Honorar.
Das stellst du dem Auftraggeber in Rechnung von Herr Hansi1976.
Erst !!-erst, wenn du von dem dein Honorar hast, hast du Geldzufluß. Das ist Umsatz. Von dem 1000,- Umsatz ziehst du alle Ausgaben, die zur Erzielung des Honorars nötig waren, ab.
Fahrt/Reisekosten, Übernachtungskosten, Verpflegung,also alles, was du an den 5 Tagen brauchtest und als Hartzer nicht brauchtest.
Übrig bleibt der Gewinn.
Für diese Zahl interessiert sich das JC.
Einfacher kann ich es nicht zusammenfassen, aber du verstehst vllt. Bahnhof?
Krankenversicherung---solange du noch Alg2 als Ergänzung bekommst, bist du übers JC versichert. Aber nur KV+PflV.
Andere Versicherungen, etwa Unfallvers. oder Berufshaftpflichtversicherung sind dann separat abzuschließen und die Kosten dafür sind Betriebsausgaben.

:icon_Info:Du solltest unbedingt einen Crash-Kurs für Existenzgründer mitmachen. Wenigstens den 1. Grundkurs---das Seepferdchen also.
(Sorry, @Seepferdchen;-)
Oft bieten das die örtlichen Wirtschaftsförderungsgesellschaften an.
Bloß nicht beim JC nachfragen;-)) Coaching-Maßnahme heißt das dort.
 

Hansi1976

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Das bedeutet, daß du diesen Antrag erstmal beiseite legen kannst. Denn noch ziehst du ja nicht um. Denn noch fängst du doch grad erst an.
Wenn du als freier Mitarbeiter ein Freiberufler bist, mußt du das auch dem Finanzamt mitteilen. Deine Steuer-ID-Nummer bleibt die gleiche. Das Finanzamt will aber deinen ungefähren Jahresumsatz wissen. Denn danach richtet sich, was und wann welche Steuern das Finanzamt von dir will.
Du bist also kein Gewerbetreibender, sondern du erbringst Dienstleistungen. vielleicht erst mal für nicht mehr als 17.500,- im Jahr??
Bitte beachte, daß die Frage nach der Scheinselbständigkeit gar nicht so unwichtig ist.
Dein Auftraggeber wird jedesmal ein anderer sein? Mit dem jeweiligen Unternehmen schließt du dann einen neuen solchen Vertrag ab?
Dann ist alles gut und du bist ein *richtig freier* freiberuflicher Selbständiger.
Dein Honorar zahlt dann hoffentlich immer die Firma, bei der du das Projekt leitest, ja?
Oder wirst du im Auftrag der Firma x tätig bei anderen Firmen?

Was bleibt zu tun?
Dein Vermittler vom JC wird dir mitteilen, was du wann vorzulegen hast, also die Einkommensnachweise.
Wen du einen Tagessatz von 200,- hast, mußt und solltest du alles, was geht, einkommensmindernd ansetzen.
Das sind alle (Betriebs)ausgaben, die du tätigen mußt, um Einkommen zu erzielen. Vom Parkhausticket bis zum schicken Anzug, von Übernachtungskosten bis große Anschaffung für das Projekt (evtl. PC, Software, Fachliteratur, Werkzeug usw)
Hast du denn eine Ahnung, wie oft pro Monat du solche Tagessätze erwirtschaften kannst?
3x oder 20x---das will das JC sicher wissen.

Ich würde nur mitteilen, daß ich ab X eine Beschäftigung aufnehmen werde und als Freiberufler mit Honorar arbeiten werde. Basta.
Dann fragt das JC schon nach, nur keine Bange;-)
Den Arbeitsvertrag/Honorarvertrag kriegt das JC möglichst nicht zu Gesicht. Es hat das JC auch nicht zu interessieren, wer dich wohin schickt. Es geht beim JC um GELD---!!! Um DEIN Einkommen.
Du willst doch noch Alg2 beziehen---zumindest solange, bis du dich selbst mit dem Tagessatz unterhalten kannst---und davon leben kannst. Vergiß deine Ausgaben nicht---u.U. hast du nur Ausgaben und von den tollen 200,- bleibt nichts oder fast nichts übrig.
Bei 3x im Monat irgendwo in der Pampa ein Projekt leiten, ersetzt sicher nicht das Alg2.
Wahrscheinlich bist du zunächst noch einer der vielen Aufstocker.
Die ihr Erwerbseinkommen noch mit ergänzendem Alg2 aufstocken müssen, weils doch immer nicht langt. Es klingt meist nur so toll. Du bist außerdem einer, der gar nicht selbst MEHR einnehmen kann. Du hast ja einen, der dich schickt---

Zu den Umzugskosten:
Falls das nötig wird, solltest du noch im Alg2-Bezug sein. Als Aufstocker mußt du dann von A nach B ziehen, wegen Arbeitsaufnahme in Festanstellung in B.
Erst,wenn das soweit ist, muß der Antrag gestellt werden. Wichtig ist nur, daß du zu diesem Zeitpunkt noch Leistungen bekommst.
Verdienst du aber soviel, daß es ohne Alg2 geht, dann mußt du den Umzug selber zahlen.

Geldeingang?
Du wirst tätig, zB. 5 Tage in Posemuckel bei der JWD-AG. Macht 5x200,-=1000,- Honorar.
Das stellst du dem Auftraggeber in Rechnung von Herr Hansi1976.
Erst !!-erst, wenn du von dem dein Honorar hast, hast du Geldzufluß. Das ist Umsatz. Von dem 1000,- Umsatz ziehst du alle Ausgaben, die zur Erzielung des Honorars nötig waren, ab.
Fahrt/Reisekosten, Übernachtungskosten, Verpflegung,also alles, was du an den 5 Tagen brauchtest und als Hartzer nicht brauchtest.
Übrig bleibt der Gewinn.
Für diese Zahl interessiert sich das JC.
Einfacher kann ich es nicht zusammenfassen, aber du verstehst vllt. Bahnhof?
Krankenversicherung---solange du noch Alg2 als Ergänzung bekommst, bist du übers JC versichert. Aber nur KV+PflV.
Andere Versicherungen, etwa Unfallvers. oder Berufshaftpflichtversicherung sind dann separat abzuschließen und die Kosten dafür sind Betriebsausgaben.

:icon_Info:Du solltest unbedingt einen Crash-Kurs für Existenzgründer mitmachen. Wenigstens den 1. Grundkurs---das Seepferdchen also.
(Sorry, @Seepferdchen;-)
Oft bieten das die örtlichen Wirtschaftsförderungsgesellschaften an.
Bloß nicht beim JC nachfragen;-)) Coaching-Maßnahme heißt das dort.


ok, danke.

also ich habe mit der Firma x einen Vertrag geschlossen..die schickt mich zu einer anderen Firma und Endes jeden Monats schreibe ich der Firma x eine Rechnung und 30 Tage später bekomme ich dann das Geld. Das heißt der erste Geldzufluß wäre dann der 30.7.2013. So ist das vertraglich geregelt.

Das soll ja nicht von Dauer sein. Also wäre es am besten, wenn ich jetzt am Anfang große Ausgaben habe, wie zum Beispiel einen neuen Anzug oder neben Hotelkosten auch Verpflegungskosten..also alles sammeln, was mit dem Job zu tun hat. Und nach Rechnungsstellung und Geldfluß ziehe ich alles ab und das teile ich dann dem Jobcenter mit? ich lege die Rechnung und die Quittungen vor?


nehmen wir an, ich bekomme im Juli Festanstellung bei einer der Firmen..bis dahin habe ich noch kein Geld bekommen, weil ich erstes Geld erst Ende Juli bekomme..und wenn ich also Mitte Juli Antrag auf Umzugskostenübernahme stelle, bekomme ich die dann noch? auch wenn ich dann 14 Tage später vielleicht 1800 euro bekomme, die ich aber nich versteuern müßte?
 
S

silka

Gast
also ich habe mit der Firma x einen Vertrag geschlossen..die schickt mich zu einer anderen Firma und Endes jeden Monats schreibe ich der Firma x eine Rechnung und 30 Tage später bekomme ich dann das Geld. Das heißt der erste Geldzufluß wäre dann der 30.7.2013. So ist das vertraglich geregelt.
Nun ja. Dann hast du EINEN Auftraggeber. Immer wieder diesen EINEN X.
Das meint @ZynHH u.a. und auch ich mit "Aufpassen wg. scheinselbständig". Die Firma X muß es besser wissen als du, also mal nur keine Panik.
Jetzt ist es erstmal so---mit der Festanstellung gehts dann in eine andere Runde.
Das soll ja nicht von Dauer sein. Also wäre es am besten, wenn ich jetzt am Anfang große Ausgaben habe, wie zum Beispiel einen neuen Anzug oder neben Hotelkosten auch Verpflegungskosten..
Ja, aber du kannst doch nur Kosten *produzieren*, wenn du auch ´nen Auftrag von X kriegst. Ausrüstung wie Klamotten, Equipment usw. kannst und mußt du zu Beginn anschaffen---logo!
Hotelkosten, Reisekosten aber nur nach Auftrag von X,
(Du erkennst hoffentlich, daß du eben nicht ganz frei und selbständig bist?? Du suchst dir deine Kunden nicht selbst, sondern wartest, daß was kommt)
also alles sammeln, was mit dem Job zu tun hat. Und nach Rechnungsstellung und Geldfluß ziehe ich alles ab und das teile ich dann dem Jobcenter mit? ich lege die Rechnung und die Quittungen vor?
Das JC rechnet in Bewilligungszeiträumen von 6 Monaten. Das JC hat wenig Lust, jeden Monat so einen neuen Bescheid zu erstellen und etwa auch noch deine Betriebsausgaben en detail zu zerpflücken. Wenn man schwankendes Einkommen hat , wird das durchschnittliche Einkommen auf 6 Monate erteilt und danach eine +/- Rechnung aufgemacht.
Also ist es empfehlenswert, erst mal sehr vorsichtig mit der Einkommenssumme zu sein. ZB 1000,- werden zu 600,- Gewinn im Monat X, dann setzt das JC wahrscheinlich 600,- als mtl. Einkommen an. Für die folgenden 6 Monate.
Erst, wenn denen was spanisch vorkommt, pieken sie nach...Das JC will hohen Gewinn sehen, damit es wenig oder nicht zahlen muß.
Angesch*** bist du aber, wenn die Firma dir dann später nicht Aufträge in gleicher Menge gibt. Dann rasselst du mit Karacho in die Miesen, kriegst ja nur ergänzend Alg2 wegen 600,-, hast aber trotzdem hohe Ausgaben und noch kein oder weniger Geld von X.
Quittungen und Belege?? Das sind Betriebsausgaben---die sammelt man fürs Finanzamt. JC-Mitarbeiter sind doch keine Steuerfuzzis, die verstehen das nicht. Vermittler schon gar nicht. Die legens oft so aus, daß sie eine Betriebsausgabe nicht als einkommensmindernd anerkennen. (Aber Hansi, warum mußten es dieser Anzug und solch teure Schuhe sein?? Hätt doch auch von KIK sein können) Capice??
Freiwillig vorauseilend muß das nicht sein.

nehmen wir an, ich bekomme im Juli Festanstellung bei einer der Firmen..bis dahin habe ich noch kein Geld bekommen, weil ich erstes Geld erst Ende Juli bekomme..und wenn ich also Mitte Juli Antrag auf Umzugskostenübernahme stelle, bekomme ich die dann noch? auch wenn ich dann 14 Tage später vielleicht 1800 euro bekomme, die ich aber nich versteuern müßte?
Nehmen wir lieber Oktober an.
bis dahin bekommst du ergänzend Alg2, weil dein Einkommens-Gewinn den Alg2-Bedarf nicht deckt.
Anfang September bietet dir Firma Y die Festanstellung an, mit Festgehalt und ab 1. Oktober. Der Vertrag ist akzeptabel und du willst auch dorthin. Y weiß, daß du erst noch dorthin ziehen mußt.
Solange du Alg2 bekommst, stehen dir notwendige Umzugskosten aus dem Vermittlungsbudget zu. Stell dir nicht allzuviel vor, was das JC als *notwendig* ansieht.
Den Antrag kannst du also frühestens stellen, wenn du den Arbeitsvertrag als Angebot !! von Y hast. Auch erst dann kannst du eine Wohnung dort suchen.
Dann fragst du bitte hier wieder an. Dann hast du Zahlen, Daten, Fakten---;-)
Jetzt hast du nichts. Außer Hoffnung!
Wenn dein zukünftiger AG dich fest anstellen will, könnte auch der dir den Umzug zahlen.
Aber: Falls es dir so sehr um diese Umzugskosten geht, stell halt den Antrag gleich im ersten Monat. Der liegt dann im JC, bis es brennt und akut wird. Welchen Arbeitgeber trägst du jetzt ein? Ab wann fängst du an? Wenn du das alles schon weißt, dann los---
btw. ---------------------
1.Es gibt einen Antrag für Umzugskosten?? Das ist mir ganz neu. Kannst du den mal hier einscannen??
2. 1800,- müßtest du noch versteuern, aus deinem -nich- mach ich ein -noch-...Ist ja ein Riesenunterschied zwischen i+o;-))
3. Es hat schon viele arg erwischt mit freier Mitarbeiterschaft. Vielleicht bist du in einer Branche, wo du selbst und ständig auch noch weitere Kunden aquirieren kannst?? Dein X müßte dann aber zustimmen, wettbewerbstechnisch gesehen.
Dann wärst du etwas selbständiger und etwas freier.
4. Such dir bitte einen Coach in BWL.
5. Was mir noch einfiel: Du hast dich als Freier MA in Vollzeit bei X angeboten? also nicht als nebenberufliche Teilzeit-Tätigkeit?
 
R

Rounddancer

Gast
bis jetzt habe ich ALG II bezogen. Nun habe ich einen Vertrag unterschrieben als freier Mitarbeiter. Ich werde nun also zu verschiedenen Unternehmen als Projektleiter geschickt. Daraus kann sich eventuell eine Festanstellung ergeben.

nun, als Freelancer bist Du selbstständig. Du mußt erstmal in der Liste der freien Berufe gucken, ob Deiner draufsteht.
Die größten Chancen, den eigenen Beruf auf der Liste der freien Berufe zu finden hast Du, wenn Du ein abgeschlossenes Studium hast.
Nur ein Beispiel: Auch ich könnte z.B. als Projektleiter, Interimsmanager, etc. raus.
Hätte ich meinen Dipl. Ing in BWL fertiggemacht, hätte ich mir das Gewerbeamt und die 52 Euro für den Gewerbeschein, etc. sparen können. So aber mußte ich die Aufnahme meiner gewerblichen Tätigkeit dem Gewerbeamt anzeigen. Aber dafür haben die dann Finanzamt, IHK, Berufsgenossenschaft, etc. informiert,- und die meldeten sich ann bei mir, da mußte ich nicht selbst hinwackeln.

Wenn Du wirklich als Freiberufler durchgehst, dann mußt Du halt selbst beim Finanzamt laut geben (den Papierkrieg dazu findest Du auf der Webseite Deines Finanzamts), selbst bei Berufsgenossenschaft und ggf. IHK/HK aufschlagen.

So, und zur JobCenter-Seite der Sache:
Als Selbstständiger kriegst Du normal erstmal Dein Alg II weiter, aber unter Vorbehalt.
Kann ein, daß sie Dich in die Selbstständigen-Abteilung umsetzen, muß aber nicht.
Jedenfalls mußt Du immer für sechs Monate im voraus schätzen, was an Einkünften reinkommt,- und was an Kosten entstehen. In der "vorausschauenden Anlage EKS" (siehe Webseite Arbeitsagentur unter Formulare Arbeitslosigkeit Alg II),-
aber wenn Du keine voll funktionierende Glaskugel, oder eine Schwiegermutter mit hellseherischen Kenntnissen hast, Tipp: Gib nur die Einnahmen an, die Du sicher hast, und schätze Deine Kosten eher großzügig. Denn: Während sie Dich auf zu erwartenden Mehrkosten gerne sitzenlassen, stürzen sie sich auf von Dir in der vorausschauenden Anlage EKS angegebene voraussichtlichen Einnahmen,- und ziehen die bei Deinem Alg II ab, obwohl sie noch nicht da sind.

Am Ende der sechs Monate hast Du dann laut Gesetz einen Monat Zeit, um mit der abschließenden Anlage EKS über die realen Einnahmen und Kosten dieses Zeitraums abzurechnen.

Es gibt zudem die "Tatort-Kommissar-Regelung"
Diese, wie fast alle Künstler, haben ja auch nur zeitlich befristete Engagements. Die kriegen Alg II, wenn sie bedürftig sind. Haben sie dann weder eine Rolle in einem Film, dann lassen sie sich von Alg-II beurlauben. Kriegen dann ihre Gage,- leben von der. Wenn die bis auf die Schonvermögens-Freibeträge verbraucht, aber keine neue Rolle in Sicht ist, dann melden sie sich aus ihrem Alg -II-Urlaub zurück. Kriegen wieder Alg-II, etc.

Ach ja: Als freier Projektleiter solltest Du m.E. nach einer Berufs-/Beratungshaftpflicht und ggf. einem Beratungsrechtsschutz gucken.

Autsch, ich sehe gerade, das scheint eher ein Werkvertragsverhältnis mit Dir zu sein,- also schlimmer als mit ner Zeitarbeitsagentur...
Vorsicht!
Da steht dann auch gleich das Thema Scheinselbstständigkeit auf dem Plan.
 

Hansi1976

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Nun ja. Dann hast du EINEN Auftraggeber. Immer wieder diesen EINEN X.
Das meint @ZynHH u.a. und auch ich mit "Aufpassen wg. scheinselbständig". Die Firma X muß es besser wissen als du, also mal nur keine Panik.
Jetzt ist es erstmal so---mit der Festanstellung gehts dann in eine andere Runde.

Ja, aber du kannst doch nur Kosten *produzieren*, wenn du auch ´nen Auftrag von X kriegst. Ausrüstung wie Klamotten, Equipment usw. kannst und mußt du zu Beginn anschaffen---logo!
Hotelkosten, Reisekosten aber nur nach Auftrag von X,
(Du erkennst hoffentlich, daß du eben nicht ganz frei und selbständig bist?? Du suchst dir deine Kunden nicht selbst, sondern wartest, daß was kommt)

Das JC rechnet in Bewilligungszeiträumen von 6 Monaten. Das JC hat wenig Lust, jeden Monat so einen neuen Bescheid zu erstellen und etwa auch noch deine Betriebsausgaben en detail zu zerpflücken. Wenn man schwankendes Einkommen hat , wird das durchschnittliche Einkommen auf 6 Monate erteilt und danach eine +/- Rechnung aufgemacht.
Also ist es empfehlenswert, erst mal sehr vorsichtig mit der Einkommenssumme zu sein. ZB 1000,- werden zu 600,- Gewinn im Monat X, dann setzt das JC wahrscheinlich 600,- als mtl. Einkommen an. Für die folgenden 6 Monate.
Erst, wenn denen was spanisch vorkommt, pieken sie nach...Das JC will hohen Gewinn sehen, damit es wenig oder nicht zahlen muß.
Angesch*** bist du aber, wenn die Firma dir dann später nicht Aufträge in gleicher Menge gibt. Dann rasselst du mit Karacho in die Miesen, kriegst ja nur ergänzend Alg2 wegen 600,-, hast aber trotzdem hohe Ausgaben und noch kein oder weniger Geld von X.
Quittungen und Belege?? Das sind Betriebsausgaben---die sammelt man fürs Finanzamt. JC-Mitarbeiter sind doch keine Steuerfuzzis, die verstehen das nicht. Vermittler schon gar nicht. Die legens oft so aus, daß sie eine Betriebsausgabe nicht als einkommensmindernd anerkennen. (Aber Hansi, warum mußten es dieser Anzug und solch teure Schuhe sein?? Hätt doch auch von KIK sein können) Capice??
Freiwillig vorauseilend muß das nicht sein.


Nehmen wir lieber Oktober an.
bis dahin bekommst du ergänzend Alg2, weil dein Einkommens-Gewinn den Alg2-Bedarf nicht deckt.
Anfang September bietet dir Firma Y die Festanstellung an, mit Festgehalt und ab 1. Oktober. Der Vertrag ist akzeptabel und du willst auch dorthin. Y weiß, daß du erst noch dorthin ziehen mußt.
Solange du Alg2 bekommst, stehen dir notwendige Umzugskosten aus dem Vermittlungsbudget zu. Stell dir nicht allzuviel vor, was das JC als *notwendig* ansieht.
Den Antrag kannst du also frühestens stellen, wenn du den Arbeitsvertrag als Angebot !! von Y hast. Auch erst dann kannst du eine Wohnung dort suchen.
Dann fragst du bitte hier wieder an. Dann hast du Zahlen, Daten, Fakten---;-)
Jetzt hast du nichts. Außer Hoffnung!
Wenn dein zukünftiger AG dich fest anstellen will, könnte auch der dir den Umzug zahlen.
Aber: Falls es dir so sehr um diese Umzugskosten geht, stell halt den Antrag gleich im ersten Monat. Der liegt dann im JC, bis es brennt und akut wird. Welchen Arbeitgeber trägst du jetzt ein? Ab wann fängst du an? Wenn du das alles schon weißt, dann los---
btw. ---------------------
1.Es gibt einen Antrag für Umzugskosten?? Das ist mir ganz neu. Kannst du den mal hier einscannen??
2. 1800,- müßtest du noch versteuern, aus deinem -nich- mach ich ein -noch-...Ist ja ein Riesenunterschied zwischen i+o;-))
3. Es hat schon viele arg erwischt mit freier Mitarbeiterschaft. Vielleicht bist du in einer Branche, wo du selbst und ständig auch noch weitere Kunden aquirieren kannst?? Dein X müßte dann aber zustimmen, wettbewerbstechnisch gesehen.
Dann wärst du etwas selbständiger und etwas freier.
4. Such dir bitte einen Coach in BWL.
5. Was mir noch einfiel: Du hast dich als Freier MA in Vollzeit bei X angeboten? also nicht als nebenberufliche Teilzeit-Tätigkeit?

alles verstanden soweit..das einzige sind die im Beispiel genannten 2400 Euro vom X und den davon abgezogenen Betriebsausgaben von 600, wo dann 1800 Gewinn übrigbleiben würden. Dem JC kann ich dann doch nicht die 1800 Euro angeben, weil die noch nicht versteuert sind..was würde ich denen dann nennen?
 

ZynHH

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Würde mich nicht wundern, wenn Auftraggeber X auch noch eine Provision vom TE fordert, wenn er bei Firma Y anfängt...
 
S

silka

Gast
alles verstanden soweit..das einzige sind die im Beispiel genannten 2400 Euro vom X und den davon abgezogenen Betriebsausgaben von 600, wo dann 1800 Gewinn übrigbleiben würden. Dem JC kann ich dann doch nicht die 1800 Euro angeben, weil die noch nicht versteuert sind..was würde ich denen dann nennen?
Du brauchst nicht immer den ganzen Beitrag kopieren.
Reicht doch, wenn du einfach antwortest. Ich weiß schon, was ich geschrieben habe:biggrin:
2400,-?--wo kommen die her?
du hast 200,- am Tag als Honorar (brutto) vereinbart.
Wenn du 12 Tage beschäftigt bist im Monat, dann hat du 2400,- brutto=dein Honorar.
Davon abzusetzen ist alles, was einkommensmindernd möglich ist. Bleiben da 1800,- übrig ?? Hast du das mal ermittelt? Wären es 600,-, dann sind das Betriebsausgaben, aber ohne Steuern. Also Gewinn vor Steuern (schon mal gehört?)
Wieviel sollst du denn Steuern zahlen? Das weißt du doch nicht jeden Monat. Vielleicht will das Finanzamt jedes Quartal von dir eine Vorauszahlung an Steuern haben? Kommt wirklich auf deine Einnahmen an. Als freiberuflicher steuerlicher Kleinunternehmer will das FA die jährliche Erklärung. Bei *Groß*-Unternehmern faßt es öfter aufs Jahr verteilt zu.
Finanzämter rechnen nach Jahren. Steuerjahr, Steuerbescheid, alles auf´s Jahr. Nachdem das Finanzamt dir den Steuerbescheid für 2013 geschickt hast, weißt du erst, ob du übers Jahr zuviel oder zuwenig Steuern gezahlt hast. Also Erstattung oder Nachzahlung---ruft dann das FA.
In deinem Beispiel sind also 1800,- der Gewinn (vor Steuern) für den Monat. Wenn du 1800,- Gewinn im Monat hast, wirst du wohl nicht mehr Alg2-berechtigt sein.
Ob du jeden Monat deine E-A-Rechnung (Einnahmen/Ausgaben) vorlegen mußt oder nur alle 6-Monate, kommt auf die Faulheit deines Leistungs-SB an.
Wenn du gleich zu Beginn soviel Gewinn machst, kriegst du sofort einen Aufhebungsbescheid. Dann hat sich das mit den Umzugskosten vom jC erledigt. Dann kannst du das selbst zahlen.
Dann kannst du ohne Alg2 über die Runden kommen.

Wenn das aber nur in 1Monat mal so ist und in den anderen Monaten des BWZ nicht mehr(also bis Ende 2013), dann kommst du nicht selbst über die Runden---usw.
Deswegen werden doch schwankende Einkommen aus selbständiger Tätigkeit über diese 6 Monate betrachtet. Danach machst du eine abschließende EKS, dann sieht man, was wirklich ist und übrigbleibt oder fehlt.
So ist das bei Selbständigen, vor allem bei echten Freiberuflern. Da sieht man erst hinterher, was wirklich bei rum kam. Manchmal auch so gut wie nix, trotz toller Umsätze und A**-Aufreißerei.
Du hättest noch den Vorteil, daß dein X dafür sorgt, daß du Aufträge kriegst.

Zur IHK und BG:
wenn du deinen Beruf/Tätigkeit nicht im örtlichen Gewerbeamt gelistet findest, dann kann auch die IHK und die BG nichts von dir wollen. Denn das Gewerbeamt meldet an IHK und BG.
Stehst du dort nicht, bist du Freiberufler. Du verkaufst hoffentlich keine Waren, sondern deine Dienstleistung.
So herum ist das sicherer, und das ist auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, was als freier Beruf gilt.
Insofern sehe ich das etwas anders als @Rounddancer.
Es hat nichts mit dem Berufsabschluß, sondern mit der Art der Tätigkeit zu tun.
Ein Ungelernter (ohne Ausbildung) kann durchaus ein (super) Freiberufler sein. Das ist nicht das Kriterium.
 

Hansi1976

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ok, verstanden. Danke.

Ich bin definitiv Freiberufler und erbringe eine Dienstleistung. So hat mr das mein Vertragspartner erklärt. Das wäre also geklärt.

1) Geklärt ist noch nicht, ob ich dem Finanzamt sofort etwas mitteilen muss oder ich 1, 2 Monate Zeit habe?

2) Wenn ich jetzt bis Ende des Monats arbeite und beispielweise 1500 Euro Gewinn brutto erwirtschafte, dann wird man das doch auf die letzten 6 Monate anrechnen..wären also 250 Euro seit Januar. Richtige Rechnung?

(das mit den 600 Euro Betriebsausgaben waren nur Phantasiewerte.. ich würde mir dann noch 2 Anzüge (zusammen cirka 1000 Euro) zulegen, um den Gewinn so gering wie möglich zu halten. )

3) Ich werde also morgen zu meinem AV marschieren und ihm mitteilen, dass ich einen Vertrag als freier Mitarbeiter unterschrieben hätte und ihm sagen, dass ich ihm immer mitteile, wenn ich ein Projekt übernehme und soweit ich weiss, wann das Ende naht ihm auch wieder Bescheid gebe. Muss ich ihm auch sagen, wo ich tätig bin, also Ort?
 
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