ALG II, Besitz und Veräußerung von nicht klassischen Wertanlagen (Sammelstücke). Muss bei Verkauf ein Teil des Erlöses abgetreten werden?

Thani

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Hallo zusammen,

ich hatte mich hier vor einer Weile schon mal belesen, wie das ist, wenn man im ALG II Bezug z.B. Dinge auf Ibäh verkauft.
Damals habe ich erfahren, dass das in der Regel problemlos, geht, da hier lediglich Dinge veräußert werden, die man bereits besessen hat.
ELO erzielt damit also keinen Gewinn, sondern wandelt lediglich sein Vermögen um.

Anders wohl, wenn ELO bei Ibäh etwa Dinge günstig kaufen und teurer verkaufen würde, da hier ja quasi ein Gewinn erwirtschaftet wird.

Nun würde mich mal interessieren, wie das ist, wenn man aber Gegenstände besitzt, die mit der Dauer teilweise immens im Wert steigen.
Ein Beispiel: Ein Freund hatte sich vor ca 8 Jahren eine Flasch Japanischen Branntwein für ca 90 EUR gekauft und war auch damals schon im ALG II Bezug.
Durch das Fokushima Unglück wurde diese spezielle Sorte Branntwein aber wohl sehr schnell, sehr selten.
Kürzlich fanden wir gemeinsam heraus, dass die Flasche auf Auktionen schon um die 10.000 Britische Pfund erzielt hat.

Weiß jemand, wie die Lage hier ist, wenn er die Flasche verkaufen würde?
Im Prinzip hat er die Flasche ja auch bereits besessen (und das sehr lange) und wandelt hier durch einen Verkauf nur sein Vermögen um.
Allerdings ist die Flasche ja nun betrchtlich im Wert gestiegen und zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis liegt ein erheblicher Gewinn.

Wie wäre denn hierbei und bei ähnlichen Gütern die Rechtslage als ALG II Empfänger?
 

Samsara

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Und was würde er machen, wenn er gar nichts von den Auktionen und der Wertsteigerung wüsste?
Welcher ALG II - Bezieher kümmert sich schon um Auktionen?
Und muss er das überhaupt?

Außerdem kann das bei dieser einen Auktion ja auch nur ein Zufall gewesen sein,
weil sich zwei oder drei Bieter in genau diese Buddel verbissen haben.

Auf anderen Auktionen, gäbe es vielleicht gar keine Interessenten dafür,
weil die Bieter dort es pervers finden würden, für solch eine Flasche 10.000 Britische Pfund auszugeben,
und stattdessen das Geld lieber an die von der schrecklichen Katastrophe betroffenen Menschen spenden würden.
 

Jan_aus_W

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Zumindest würde wohl sein Vermögensfreibetrag überschritten und was darüber liegt angerechnet.
Unter der Annahme, dass die Flasche in Zukunft nicht wieder an Wert verliert, würde ich dazu raten, die Flasche zu behalten. Sofern ein Leben nach dem Alg2-Bezug absehbar ist.
Vielleicht findet sich auch ein Antiquitätenhandel der ihm das Geld in Bar gibt.. Das Barvermögen wäre dann natürlich dem Jobcenter zu melden....
 
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