ALG II Berechnung prüfen lassen für Hausbesitzer

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ich965

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Hallo,

bin hier mal über suchen gegangen, aber leider nicht so recht fündig geworden. Folgendes zum Thema:
Ein Bekannte kam neulich zu mir mit ihrer Berechnung für das ALG II mit der Frage ob ich die Richtigkeit überprüfen könnte.
Sie hat ein eigenes Haus für das sie noch den Kredit abzahlt und aber auch drei Zimmer untervermietet. Dadurch wird es wohl etwas komplizierter. Gibt es für so etwas Fachleute die solche Berechnungen prüfen können? :confused: Möglichst kostengünstig.
Wäre für hilfreiche Antworten dankbar

Danke D.
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Definition
Bei Untervermietet kassiert ARGE die komplette Mieteinnahme.

Untervermieten kann man aber nur was man selbst angemietet hat.

Somit kann hier nur ein "normales" Mietverhältnis vorliegen. Mit der Folge, die Mieteinnahmen sind ananlog dem § 82 SGB XII zu bereinigen. Der Vermieter wird ähnlich behandelt wie andere Gewerbetreibende.

Und schon hat SB Probleme.

Die vollen Kosten des Hauses minus der bereinigten Mieteinnahme ergibt dann die KdU des Antragstellers.
Tilgung wird immer noch nicht übernommen. Tilgung sind keine Kosten. Da hier ein Einkommensfreibetrag zu gewähren ist, könnte man mit einem Teil dessen die Bank beglücken.
Bitte nur Mindestbeträge tilgen. Mit jeder Tilgungsleistung sinkt der Zinsanteil uin der Annuität.
 

gerda52

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kleindieter meinte:
Somit kann hier nur ein "normales" Mietverhältnis vorliegen. Mit der Folge, die Mieteinnahmen sind ananlog dem § 82 SGB XII zu bereinigen. Der Vermieter wird ähnlich behandelt wie andere Gewerbetreibende.
Warum das SGB XII bemühen, wenn das 2. Buch die für ALG II - Empfänger treffendere Definition bereit hält?

Und hier gehts lang zum § 11 SGB II. ; )
 

ich965

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Hallo,

danke für die Info. Na gut dann ist es vermietet und nicht untervermietet.
Auch die anderen Infos sind soweit verständlich.
Trotzdem sind die Berechnungsbögen so kompliziert und undurchsichtig,
dass sie die gerne mal überprüft hätte.
Gibt es da irgendwelche Anlaustellen die so etwas machen? Oder gibt s da nur den ALG 2 Rechner, der hier im Forum in einem anderen Thread verlinkt ist?
Danke für Antworten.

MfG D.
 

ich965

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@gerda52

die Mieteinnahmen sind doch eigentlich zweckbestimmte Einnahmen, denn sie dienen doch zum Erhalt und der Bewirtschaftung des Hauses und des Grundstückes.

MfG D.
 

ela1953

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Neulich gab es ein Urteil, dass Mieteinnahmen keine Einnahmen sind, durch die die Regelleistung gekürzt wird, sondern nur auf die Kosten der Unterkunft angerechnet werden dürfen.

Also durch die Mieteinnahmen verringern sich die KdU
 

ich965

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@ela1953

das habe ich jetzt schon verstanden. Das beantwortet ja aber noch nicht meine eigentliche Frage.
Trotzdem Danke für die schon gegebenen Antworten.

MfG D.
 

gerda52

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ich965 meinte:
@gerda52

die Mieteinnahmen sind doch eigentlich zweckbestimmte Einnahmen, denn sie dienen doch zum Erhalt und der Bewirtschaftung des Hauses und des Grundstückes.

MfG D.
Das siehst Du falsch. Auch wenn die Mieteinnahmen diesen Zweck für den Grundstücksbesitzer erfüllen sollen, versteht das SGB II verständlicherweise etwas anderes darunter. Du musst doch zugeben, dass durch die Mieteinnahmen der Eigenanteil an den Bewirtschaftungskosten und somit auch die Wohnkosten der Eigentümerin gesenkt werden.
 

ich965

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Kann mir bitte jetzt noch jemand meine eigentliche Frage beantworten?
Gibt es da Fachleute oder Institutionen welche die Berechnungen überprüfen könnnen? Oder muss man sich da selbst behelfen?

MfG D.
 

Eierbecher

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Ich lasse meinen Bescheid von einer Bekannten überprüfen.

Die arbeitet bei einer anderen Arge .

Mal schauen was dabei rauskommt.

Die Bescheide sind ja völlig unübersichtlich.:icon_neutral:

Gruß
Eierbecher
 

ich965

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§ 82 SGB XII, weil dort die Bereinigung in der zugehörigen Verordnung, § 7, eindeutig beschrieben ist.

Mal sehen ob ich diese DV jetzt richtig verstanden habe. Sie hat drei Zimmer möbliert für 300 € im Monat vermietet. Zuzüglich 50 € Heizkosten pro Monat. Dann dürfen also von diesen 300 € nur 210 € (da ja möbliert) als Einkommen zur Berechnung heran gezogen werden? Was ist mit dem Heizkosten?
Und da das alles völlig unklar :confused: und ein wahres Wirrwar :icon_neutral: ist, war ja meine eigentliche Frage: " Ob es Leute gibt die solche Berechnungen überprüfen können, oder ob man sich da selbst durchfinden und durchfragen muss?

Gruß D.
 

ich965

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Hallo Dringend!!!!!

Kann mir jetzt bitte mal jemand der Ahnung hat sagen, ob ich die DV richtig interpretiert habe. Es ist sehr dringend !!!!!!!!! da die Widerspruchsfrist langsam abläuft und ich möchte meine Bekannte eigentlich nicht hängen lassen. Nur einen Anwalt kann sie sich erst recht nicht leisten.

Grüße D.
 

ich965

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Diese Berechnungen wirst Du Dir - oder Sie Sich, oder Ihr Euch - mühsam selbst erarbeiten müssen.

Genau das versuche ich ja gerade. Und ich komme ja auch vorwärts. Deswegen wollte ich ja auch wissen ob ich die von kleindieter genannte DV richtig interpretiert habe


Wenn Du hier überhaupt etwas erfahren willst, mußt Du schon ALLES komplett schildern. Wie beim Rechtsanwalt halt auch.

Es ist doch eigentlich alles geschildert. Sie hat ein Haus 140m², alleinstehend und eine Tochter (17). Das die ARGE die Tilgungsraten nicht bezahlt wissen wir. Wäre ja auch noch schöner, ist jedenfalls meine Meinung. Sie bekommt nur die angemessenen KdU zuzüglich Heizkosten. Davon abgezogen wird die eingenommene Miete. Ist alles soweit klar. Nur wieviel dürfen die denn von der eingenommen Miete anrechnen? Das ist jetzt noch die Frage. Und deswegen wollte ich doch jetzt nur noch wissen ob ich die DV, wie weiter oben geschrieben, richtig interpretiert habe. Ich hatte gehofft das die Frage hier jetzt noch jemand beantworten kann, da es für einen Anwalt wohl etwas spät ist. Morgen müsste der Widerspruch bei der ARGE sein.

Eine Bekannte, eigenes Haus, 4 Wohnungen vermietet, selbst im Haus 100 qm (größte Wohnung) bewohnend, wobei ein Appartement 35 qm frei ist, bekommt irgendwie alles von der Arge bezahlt.

Würde uns ja mal interressieren wie die das macht. Aber vermutlich gewusst wie.


Grüße D.
 

Martin Behrsing

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Stelle mal die Sachen ein. Mit allen drum und dran. Dann kann ich dir das auch berechnen.
Dazu müssten aber auch alle Versicherungen, Steuern und Abgaben aufgelistet sein. Nur so kann man das ganze berechnen und die Richtigkeit überprüfen.
 

ich965

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Hallo,

danke für die Hilfe. Ich hoffe das ich alles beisammen habe. Namen und Nummern der BG habe ich natürlich geschwärzt, außer Geburtsmonat und Jahr der Tochter.

Hier die Kosten und Einnahmen:

Grundsteuer A = 3,96 €
Abfallbeseitigung = 139,56 €
Grundsteuer B = 99,45 €
Wasser- und Bodenverbände = 35,85 €
Wasserversorgungsverband Abschlag 08.09 u. 11.09 = 54,00 €
Gebäudeversicherung = 142,69 €
Schornsteinfeger = 43,64 €


Mieteinnahmen = 300,00 € monatlich
+ Heizkosten = 50,00 € monatlich

Der Berechnungsbogen ist im Anhang. Danke noch mal für die Hilfe.

MfG D.
 

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  • Berechnung + Merkblatt.pdf
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ich965

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Irgendwie fehlt mir im Moment er Button um meine eigenen Beiträge zu bearbeiten. Die 36 Euro Netto Einkommen dei der Tochter, da fährt sie einmal in der Woche Zeitungen aus. Hab ich bei Einnahmen vergessen.

Gruß D.
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Die Kostenaufstellung passt nicht.
Es sind die tatsächlichen Kosten zu berücksichtigen.
Müll zahlt man gew. nue einmal im Jahr.
Grundsteuer 1x oder 4 x.
Hier einfach alles zu zwölfteln, halte ich für unzulässig. Da würden nicht die tatsächlichen Kosten in Ansatz gebracht. Wenn das bedeutet, jeden Monat einen neuen Bescheid, dann ist das eben so.

Vom Bereinigung der Mieteinnahmen sehe ich im Berechnungsbogen nix.

Der Spass zu Schluß: Das Finanzamt wünscht auch eine Abrechnung. Nach einer gänzlich verschiedenen Methode
 

ich965

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Hallo,
die Grundsteuer und Müll ist für das ganze Jahr. Zahlungstermine 15.02.,15.05., 15.08., 15.11., jeweils Abschlag 60,74 € für Grundsteuer A/B und Müll.
Von der Bereinigung der Mieteinnahmen sehe ich auch nichts, außer diese Einkommensbereinigung von 30€ auf Seite 9 bei der Mutter. Deswegen war ja meine Frage ob ich die DV zu § 82 SGB XII richtig interpretiert habe. Denn sie muss ja in den Widerspruch etwas reinschreiben. Und der muss leider morgen bei der ARGE sein.
Leider habe ich noch keine Antwort von Martin.
Ach und das FA ist momentan nicht wichtig, sondern nur der pünktliche Widerspruch bei der ARGE . Wenn sie denn einen begründet einlegen kann.

Güße D.
 

ich965

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Danke für die Antwort. Das ist doch schon mal was. Und wenn sie dann doch keinen Widerspruch einlegen möchte, weil sich vielleicht die Arge zu ihren Gunsten verrechnet hat? Geht das auch?
 

ich965

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Wenn ich den Berechnungsbogen richtig deute stimmen doch auch die KdU nicht. Laut Merkblatt der Arge stehen ihr für zwei Personen 340€ zu, zuzüglich 60€ Heizkosten (das steht auf der Rückseite des Merblattes 1€ pro/m² sind angemessen, hab ich nicht mit eingescannt). Sie bekommt aber nur 275,89.
 
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