ALG II bei Demenzerkrankung, Antrag auf Rente plus Pflegegrad gestellt,seit Dezember kein Geld bekommen,Vorschuss möglich?

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byzanz

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Hallo liebe Mitglieder,
habe z.Zt. ein riesen Problem. Mein Mann hatte im Feb. 2017 zwei Schlaganfälle und AU. Im Oktober 2017 kam er in REHA.
Danach war er weiterhin AU wegen Depressionen. Im August 2018 wurde er von der KK ausgesteuert. Danach ALG I beantragt. Im Sept. 2018 eine Wiedereingliederung von 4 Wochen gemacht aber leider aus gesundheitl. Gründen gescheitert. Ende Okt. 2018 wegen Depri für 11 Wochen in der Klinik. Nun wurde auch noch Alzheimer/Demenz festgestellt. Nach 6 Wochen hat die AfA nicht mehr gezahlt......nun wäre die KK zuständig. Die KK zahlt aber nicht da ausgesteuert. Nun ALG II beantragt...auch die wollen nicht zahlen da er dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen kann. Nach endlos ausgefüllten Formularen fällt dem SB nach Wochen immer wieder ein was noch an Nachweisen oder Unterlagen noch fehlt. Ich wurde schon wütend, da uns das Wasser bis zum Hals steht. Die nächste Woche droht uns die Sperre von Strom und Gas. Seit Dezember haben wir kein Geld mehr erhalten. Momentan leben wir ( 2Personen ) von meinen 285€ ALG I. Ich kann leider auch aus gesundheitl. Gründen nicht mehr voll arbeiten. Es muss doch möglich sein einen Vorschuss zu bekommen damit wir nicht komplett kalt und dunkel sitzen. Rente und Pflegegrad für meinen Mann ist beantragt aber das dauert ja auch noch eine Ewigkeit bis das alles durch ist. Keiner will zahlen !!!! Ich bin mit meiner Weisheit am Ende. Ich hoffe auf Tipps wie ich weiter komme. Danke im voraus
 
E

ExUser 2606

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Die AfA haette das ALG I nicht einstellen dürfen. Das darf bei ALG nach Aussteuerung nicht sein, dor musst ihr ansetzen. Und keine AU Bescheinigungen an die AfA.
 

byzanz

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Die AfA haette das ALG I nicht einstellen dürfen. Das darf bei ALG nach Aussteuerung nicht sein, dor musst ihr ansetzen. Und keine AU Bescheinigungen an die AfA.
Danke für den Tipp. AU Bescheinigung musste ich zwei mal vorlegen, da mein Mann während seines Klinikaufenthaltes Einladungen vom AfA bekam. Danach hat die AfA die Zahlung eingestellt und wurde vom SB mit dem Kommentar: eigene Blödheit wenn sie die AU Bescheinigung einreichen, abgekanzelt.
 
E

ExUser 2606

Gast
Schreib das Kundenreaktionsmanagement an. Und fuer zukünftige Krankenhausaufenthalt lass dir von deinem Mann eine Vollmacht geben, damit du ihn vertreten kannst.

Ihr solltet auch einen Rentenantrag stellen. Die Demens wird ja nicht besser.
 

Seepferdchen 2010

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Ihr solltet auch einen Rentenantrag stellen. Die Demens wird ja nicht besser.

Kerstin_K der Antrag wurde bereits gestellt, hast du bestimmt übersehen.

Rente und Pflegegrad für meinen Mann ist beantragt aber das dauert ja auch noch eine Ewigkeit bis das alles durch ist.
 

saurbier

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Hallo byzanz,

da scheint wohl so einiges arg schief gelaufen zu sein, wohl auch bei euren Anträgen, nur leider kann man hier ja lediglich alles nur rudimentär nachvollziehen, leider denn eine Struktur in deinen Angaben fehlt.

Dein Mann wurde also von der KK ausgesteuert - richtig? Habt ihr dann auch einen ALG-I Antrag nach § 145 SGB III bei der AfA gestellt, denn das wäre wohl eher der richtige Weg gewesen.

Ich vermute mal nicht, denn es wurde ja ein Versuch der Wiedereingliederung vorgenommen.

Ich frage mich da schon, wieso hier überhaupt eine Wiedereingliederung vorgenommen wurde und auch von wem, denn nach einer Aussteuerung bei der KK geht man gewöhnlich von einem zuvor lang anhaltenden KG-Bezug aus, da dürfte es doch eher kaum möglich sein plötzlich wieder eine Arbeit aufzunehmen. Hier hab ihr euch vielleicht vom AfA SB zu irgendwas beschwatzen lassen, oder?

Ohne nähere Kenntnis der Schriftsätz der AfA fällt es hier jetzt seh schwer das alles so nachvollziehen zu können.

Wenn du jetzt einen Antrag auf ALG-II gestellt hast und das JC zahlt nicht, dann stell unverzüglich einen Antrag auf einen Leistungsvorschuß nach § 42 SGB I, damit ihr schnellstmöglich etwas Geld bekommt. Wenn sich das JC weigern sollte, nun dann müßt ihr hardnäckig dran bleiben und den Teamleiter zur Klärung verlangen. Beim JC sollte es zumindest keine 2 Monate dauern bist ein Antrag bearbeitet ist.


Grüße saurbier
 

byzanz

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Hallo byzanz,

da scheint wohl so einiges arg schief gelaufen zu sein, wohl auch bei euren Anträgen, nur leider kann man hier ja lediglich alles nur rudimentär nachvollziehen, leider denn eine Struktur in deinen Angaben fehlt.

Hallo saurbier,

klar haben wir gleich nach der Aussteuerung der KK ALG I beantragt. Mein Mann wollte halt unbedingt wieder arbeiten gehen, deswegen die Wiedereingliederung. Danach wurde ja erst die Demenz festgestellt und das schlimmste kam jetzt auch noch dazu: Krebs !!
Letzte Woche war eine Dame vom Pflegedienst da damit wir einen Pflegegrad bei der KK beantragen können.
Das Jobcenter lässt sich weiterhin Zeit und bei einer Nachfrage auf Vorschuss ist der SB taub....wird irgendwie überhört...keine Reaktion.
 

saurbier

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Hallo byzanz,

Das Jobcenter lässt sich weiterhin Zeit und bei einer Nachfrage auf Vorschuss ist der SB taub....wird irgendwie überhört...keine Reaktion.

Warum wollt ihr das alle (nicht nur du alleine) begreifen, mit Behörden telefoniert man nicht.

Bei Behördernangelegeheiten macht man grundsätzlich alles nur schriftlich, denn nur auf diese Weise kann man später wenn die Behörde etwas abstreitet es auch bei Gericht beweisen.

Wenn du bisher kein Geld bekommen hast, kann ich das gut nachvollziehen, ja warum bitte soll dir der SB den Geld zahlen wollen, nur weil du ihn freundlich darum bittest, oh weh.

Setzt ein Schreiben auf, wonach ihr einen Vorschuss gemäß § 42 SGB I fordert.

Wenn man einen Leistungsantrag stellt, dann hat die Behörde 4 Wochen Zeit darüber zu entscheiden, nach Ablauf der Frist hat man einen Anspruch auf die zu erwartende Geldleistung und sei es eben als Vorschuß. Nur heute muß man dies auch anfordern, ansonsten geschieht da nichts.

Wenn du den schriftlichen Antrag gestellt hast und die Herrschaften rühren sich weiterhin nicht, ja dann kann man nach weiteren 6 Monaten eine Untätigkeitsklage beim SG einreichen.

Aber vorher hat man immer noch die Möglichkeit auch per eA-Verfahren nach § 86a/86b SGG über das Sozialgericht eine Leistung zu erstreiten und zwar dann wenn man nachweislich keine Finanzmittel mehr hat, also Kontoauszug als Beweis dem Gericht vorlegen. Da entscheidet das Gericht im Eilverfahren das man dir Geld zahlt. Nur bei JC muß man eben bedenken das man das wirklich Mittellos sein muß, weil eben Vermögen vorher zu verwerten ist.

Beim ALG-I kann man sogar auf einen vorläufigen Bescheid nach § 328 SGB III bestehen.

Aber all das muß man nachweislich (Einschreiben) schriftlich beantragen, sonst interessiert das die wenigsten SB´s.

Solange du mit denen noch telefonieren kannst, nehmen die (SB´s) dir sowieso nicht ab das du kein Geld mehr hast, sorry.

Ich würde jetzt einen Einschreibebrief aufsetzen, in dem ich einen Vorschuß auf die Beantragten Leistungen nach § 42 SGB I bis zum xx.xx.xxxx (Datum Zahltag) )beantragen würde und im zweiten Satz vorsorglich erwähnen, daß nach Ablauf der Frist ein eA-Antrag (einstweilige Anordnung) gemäß §§ 86a/86b beim Sozialgericht eingereicht würde.

Und nochmals - k e i n Telefon -, schmeiß das in die Ecke wenn es ums JC geht.

Da dein Mann ja eigentlich von der AfA ALG-I erhalten müßte, gilt dort ebenfalls das selbige. Nur dort stellst du eben einen Antrag nach § 328 SGB III auf eine vorläufige Bescheidung unter Angabe des Aktenzeichens. Und auch dort setzt du eine Frist nach deren Ablauf du dich an das SG wendest (wie beim JC). Mal schauen wer dann zuerst zahlt. Normaler Weise die AfA weil das eine vorangige Versicherungsleistung ist. Nur bitte eins, vergiß nicht falls plötzlich beide zahlen sollten, dem JC das Geld nachweislich am besten mit schriftlicher Ankündigung unbedingt zurück erstatten, sonst gibt es später ärger.


Grüße saurbier
 

saurbier

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Hallo byzanz,

wenn es denn so war, ja dann ist es ja noch viel schlimmer.

Da hast du dich leider abwimmeln lassen und das passierte nicht nur dir, sondern auch immer wieder vielen anderen.

Da bleibt leider nur hardnäckiges beharren und wenn ein SB sich als Gott aufspielen möchte der Weg zum nächsten Vorgesetzen - hier der Teamleitung und zur Not eben der Geschäftsführung, leider.

Aber das ganze kann man wie schon erläutert auch mit entsprechendem Einschreibebrief in Form eines Antrages erreichen. Sollte der SB da eben auch auf Stur schalten, nun dann bleibt einem eben nur der Weg die Angelegenheit über das örtliche Sozialgericht klären zu lassen und spätestens da wird die AfA respektive das JC sehr schnell reagieren, denn zumeist schreibt das SG die Gegenseite nach Kenntnisnahme der Klageschrift im Vorfeld zur Klärung an. Da weist der Richter dann schnell mal unterschwellig mit, daß die Beklagte (hier AfA/JC) besser dran wären wenn sie schnell beigeben würden.

Also am besten du schickst morgen direkt deinen Antrag nach § 328 SGB III in Verbindung mit § 42 SGB I unter einer Fristsetzung von 14 Tagen für den Zahlungseingang an die AfA, bei der ihr ja wohl zuerst den Antrag auf ALG-I eingereicht habt. Jeden Tag den Ihr länger wartet geht ja zu euren Lasten, weil sich die Finanznot damit weiter aufbaut. Sollte ein weiterer Anspruch auch gegenüber dem JC bestehen (z.B. als Aufstocker), dann müßte zusätzlich bei JC eine Antrag nach § 42 SGB I gestellt werden.

Weigert sich dann die AfA respektive ggf. das JC einen Vorschuß zu zahlen, nun dann bleibt nur noch eine Klage wie bereits zuvor erwähnt.


Grüße saurbier
 
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