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ALG II beantragen oder nicht? Habe geerbt

E

ExitUser

Gast
Hallo zusammen,

Kurze Vorgeschichte:

Ich war mal ALG II Empfänger, habe dann durch Zufall und einen Nachbarn einen normal bezahlten Job gefunden. Dieser war dann zu Ende und ich habe 1 Jahr ALG I Anspruch erworben. In dieser Zeit habe ich dann das verdiente Geld dazu genommen meine Wohnung neu auszustatten und habe mir alles neu gekauft und den Rest verprasst.
Und auch um unter die Freigrenze des Vermögens bei ALG II zu kommen.
Was mir auch gelungen ist und ich bin weit drunter.

Jetzt habe ich noch 1 Monat ALG I übrig und habe einen mittleren 5 stelligen Betrag geerbt. Ganz offiziell mit Auszahlung aufs Konto. Also nichts mit in bar und unters Kopfkissen. Und alles abheben geht ja auch nicht mehr.
Das Geld kommt nächste Woche aufs Konto.

In einem Monat endet mein ALG I Anspruch und ich müsste ALG II beantragen.
Was ich aber aufgrund der Summe auf meinem Konto nicht kriegen werde.

Was sollte ich jetzt tun?

Möglichkeit 1:
Ich lasse das ALG I auslaufen, melde mich nicht beim JC, bezahle meine Krankenkasse selbst und das JC kann mir den Buckel runterrutschen solange bis ich wieder unter der Freigrenze bin.

Möglichkeit 2:
Ich beantrage ALG II, erhalte einen Ablehungbescheid und zahle meine Krankenkasse selbst und das JC kann mir den Buckel runterrutschen solange bis ich wieder unter der Freigrenze bin.

Ich tendiere zu Möglichkeit 1.
Allerdings weiß ich nicht ob ich bei Möglichkeit 2 den Ablehnungsbescheid nicht für irgendwas brauche? Wenn ja, für was eigentlich?

Was würdet Ihr tun?
Danke für Eure Tipps.
 

hass4

Elo-User/in

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Ich würde die variante 3 wählen! einen job suchen und mit dem geld so lange wie möglich auskommen!
 
E

ExitUser

Gast
Ich würde die variante 3 wählen! einen job suchen und mit dem geld so lange wie möglich auskommen!
Und in dem dann gefundenen Job arbeite ich dann bis zur Rente und habe nie wieder was mit dem JC zu tun?
Warum suchen wir uns hier alle nicht einfach so einen Job?
Was glaubst Du was ich dem fast 1 Jahr ALG I getan habe um nicht wieder zum JC Affentheater zu müssen?
 

*kampfpaar*radikal.A

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.
Was sollte ich jetzt tun?
.

:icon_rolleyes: ... das ist zwischen Deinen beiden aufgezählten Möglichkeiten relativ egal.

Du verfügst über zuviel Vermögen ...und aus.

Aufpassen würde ich jedoch sehr, wenn es um Dein "Verprassen" geht.

Stell das klug an.

Wenn das JC Dir später vorwirft, Du hättest "vorsätzlich oder grob fahrlässig
die Voraussetzung für die [kommende] Gewährung von Leistungen ... , ohne
gewichtigen Grund herbeigeführt ..."

... dann kannst Du ruckizucki enorme Probleme bekommen.

Siehe dazu:

§ 34 SGB II Ersatzansprüche bei sozialwidrigem Verhalten - dejure.org

Du darfst mit Deiner Kohle nun alles das tuen, was jemand anderes mit ent-
sprechend Geld "normalerweise" auch tuen würde (neuen Schrank, neue Paar
Schuhe, einen >kleinen< Urlaub usw).

"Jemand anderes" heißt hier aber nicht in Anlehnung an den reichen Graf Koks
von GoldingsDorf
.

Ich kannte mal jemanden, der wollte sich in so einer Situation für ca 5.ooo Euro
`nen PKW bar kaufen ... und verlor sein Portefö ... die ganze schöne Kohle:
katofutschi :icon_cry:
Möönsch, hatte der später Trouble mit`m Amt ... überstand es jedoch gut ...

.
:cool: ... ich wünsche Dir viel Freude mit Deinem kleinen Kohleberg ...
.

 

Curt The Cat

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Ich würde Variante 1 wählen. Je weniger die wissen umso besser ... Du mußt früh genug wieder die Hosen runterlassen und den Ablehnungsbescheid des jc brauchste für nix ...

Melde Dich rechtzeitig bei der Krankenkasse und sag' denen, daß Du Dich gesetzlich freiwillig (ja - so heißt das) krankenversichern willst. Kranken- und Pflegeversicherung zusammen kosten zusammen etwa 155 Euronen und ein paar Zerdrückte. Na ja und das Rundfunkbeitragsdingens mußt Du latürnich selbst zahlen.

Ach ja - noch was ... Du bist nicht verpflichtet auf ALG 2-Niveau zu leben, solltest Dir aber auch nicht sofort 'nen neuen Ferrari bestellen :icon_mrgreen: Du kannst Dich so verhalten wie ein Nichtleistungsempfänger das tun würde.

Gockele mal ... zur Erbschaft gibts viel interessante Rechtssprechung.


:icon_wink:
 

altmuse

Neu hier...
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Hartz IV Forum - Erben als ALG II Empfänger
Interessant wird es in der unteren Hälfte ab hier:
Ich musste den Tip mit dem Ab- und Anmelden, um dadurch eine Erbschaft in einem Monat ohne Leistungszahlung zu Vermögen zu machen, im allgemeinen Interesse entfernen.

(Ich wollte nicht in Fettdruck posten, weiss aber nicht die Schrift zu verändern)
 
E

ExitUser

Gast
Ok, danke.

Ich werde dann Möglichkeit 1 wählen und mich nicht beim JC melden und kein ALG II beantragen.
Da ich bereits alles neu gekauft habe und auch sonst nicht auf großem Fuß lebe wird das Geld eine Weile reichen und das JC kann mir mal mit ihrem Unsinn.

Eine Frage habe ich aber noch dazu wenn das Geld alle ist und ich wieder ALG II beantragen muss. In ein paar Jahren wohlgemerkt.

Wird das JC dann wohlmöglich alles genau aufgeschlüsselt haben wollen?
Also wieviel war es, wo kam es her, was wurde damit gemacht, etc?
 

Maxenmann

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Du musst Kontoauszüge für maximal 6 Monate vorlegen, da muss alles sauber sein

Ich persönlich würde auch Variante 1 wählen, dann offiziell Schonvermögen an oberer Grenze besitzen und evtl eine angemessene ETW anschaffen wenn die Kohle reicht
 
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