ALG II Antrag nach 2 Monaten noch nicht durch, Miete nicht bezahlt, VM kündigt! (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Cheshire

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Hallo zusammen,

ich habe ein ganz massives Problem, aber ich fange mal von vorne an.

Ich bin im April 2011 mit meinem heute Exfreund in die Wohnung hier gezogen. Im April 2012 haben wir uns getrennt, noch eine Weile zusammen gewohnt und am 17. Juli 2012 habe ich die Teilkündigung geschrieben (er sollte aus dem Mietvertrag raus kommen, ich bleibe in der Wohnung). Ich hab zu der Zeit bis Ende Juli 2012 noch ALG I bekommen, wollte also ALG II beantragen und die brauchen den Mietvertrag, der NUR auf mich läuft, damit sie die Miete für mich übernehmen.

Es dauerte geschlagene 3 Monate (bis Anfang/Mitte Oktober) bis ich die Bestätigung vom VM auf meine Teilkündigung bekommen habe. Durch das ewige hin und her, konnte ich den Antrag auf ALG II erst ab 1. September 2012 stellen. Im August 2012 konnte ich die Miete noch selbstständig zahlen, ab September war Ebbe. Hatte seit August auch schon wöchentlich Kontakt zur VM-Gesellschaft (eben weil ich diesem Schrieb nachgelaufen bin, den ich ja dringend brauchte) und jedes Mal wieder erklärt, dass es keine böse Absicht ist, wenn ich die Miete nicht zahle, dass ich da aufs Amt warten muss usw... Die wussten also Bescheid, dass ich am September ALG II beziehen sollte und die Miete dann vom Amt kommen sollte.

Nun lässt mich das Amt ganz schön zappeln (weil U25, dann fehlt hier was, dann hab ich da was ANGEBLICH vergessen usw) aktuell fehlen ihnen noch die Einkommenssteuerbescheide von 2010 und 2011, die ich in Zweitschrift vom Finanzamt angefordert habe, die aber ebenfalls nicht zu Potte kommen. Ergo ist nun seit September keine Miete beim VM eingegangen und ich hatte gestern dann die fristlose Kündigung zum 8.11.12 im Kasten, die sie eben mit der ausstehenden Miete begründen. In der Kündigung steht auch gleich mit drin, dass sie einer Weiterführung des Mietverhältnisses jetzt schon wieder sprechen.

Jetzt ist es so, dass ich ab 1.11.12 wieder einen festen Job habe. Zwar nur Teilzeit, aber es reicht für die Miete & Co. Ergo könnte ich ab November die Miete wieder selbstständig zahlen (weiß der VM noch nicht, weil sich das jetzt erst am Freitag rausgestellt hat, werd ich ihm aber morgen sagen).

Jetzt steh ich also da, habe noch keine ALG II Bewilligung, seit 2 Monaten kein Geld (nur das Kindergeld, das mir bis Oktober noch zusteht/stand) und werde vor die Tür gesetzt. Ich hab 2 Katzen, kann nicht zu meiner Mutter ziehen (3-Zimmerwohnung mit 4 Personenhaushalt) und zu meinem leiblichen Vater habe ich seit 15 Jahren keinen Kontakt und ich weiß gar nicht wo der wohnt. Ein Einzug bei dem ist also ebenfalls ausgeschlossen. Ich bin fix und alle, will am Montag (also morgen) zum Amt und ihm da die Kündigung um die Ohren hauen, aber mir macht der Satz Angst, dass eine Weiterführung des Mietverhältnisses schon jetzt außer Frage steht.

Ich hoffe, ich hab alle Infos erwischt und dass mir irgendjemand sagen kann, ob es da tatsächlich keine Hoffnung mehr gibt. Ich wäre ja quasi ab 8.11. obdachlos und das nur, weil sich die Ämter alle schon viel Zeit lassen und mit immer neuen Schikanen kommen, was noch fehlen könnte & Co.

Liebe, aber verzweifelte Grüße
Cheshire
 
G

gast_

Gast
Antrag auf Vorschuß

Wärst man eher hier eingeschneit ;-)

Es dauerte geschlagene 3 Monate (bis Anfang/Mitte Oktober) bis ich die Bestätigung vom VM auf meine Teilkündigung bekommen habe. Durch das ewige hin und her, konnte ich den Antrag auf ALG II erst ab 1. September 2012 stellen.
Das stimmt nicht.
Wenn man zum Jobcenter geht und sagt: Hiermit beantrage ich ALG II, hat man ab dem Moment Anspruch.
Fehlende Unterlagen kann man nachreichen.

Was du jetzt tun kannst: Mit Beistand (der Protokoll schreibt) zum Jobcenter, da einen Antrag auf Vorschuß gegen Empfangsbestätigung abgeben und eine Barauszahlung fordern.
§ 42 SGB I

(1) Besteht ein Anspruch auf Geldleistungen dem Grunde nach und ist zur Feststellung seiner Höhe voraussichtlich längere Zeit erforderlich, kann der zuständige Leistungsträger Vorschüsse zahlen, deren Höhe er nach pflichtgemäßen Ermessen bestimmt. Er hat Vorschüsse nach Satz 1 zu zahlen, wenn der Berechtigte es beantragt; die Vorschußzahlung beginnt spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags.

(2) Die Vorschüsse sind auf die zustehende Leistung anzurechnen. Soweit sie diese übersteigen, sind sie vom Empfänger zu erstatten. § 50 Abs. 4 des Zehnten Buches gilt entsprechend.

(3) Für die Stundung, Niederschlagung und den Erlaß des Erstattungsanspruchs gilt § 76 Abs. 2 des Vierten Buches entsprechend.
Verweigert ma den, verlangst du einen schriftlichen begründeten Bescheid auf deinen Antrag auf Vorschuß.

Hier ein Musterantrag:
Antrag auf einen angemessenen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gem. § 42 SGB I

Bedarfsgemeinschaftsnummer:




Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe meinen Erstantrag für Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch mit allen erforderlichen Unterlagen am ........bei Ihnen eingereicht. Leider kann bis zum heutigen Tag keinen Zahlungseingang verzeichnen. Auch fehlt der dazugehörige Leistungsbescheid.

Aus diesem Grund beantrage ich einen Vorschuss (Barauszahlung) auf die zu erwartenden Leistungen gem. § 42 SGB I.
Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass ich weder die Miete bezahlen kann, noch über irgendwelche Mittel zur Ernährung verfüge. Deshalb ist meinem Antrag sofort statt zu geben. Eine Kopie meines letzten Kontoauszuges anbei.

Mit freundlichen Grüßen
Abgabe gegen Empfangsbestätigung auf einer Kopie
 

Cheshire

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Ja, ich hab einfach gedacht, dass mit den mündlichen Absprachen alles so okay is, weil ja alle Bescheid wussten, dass ich aktuell selbst nur warten kann.
Das Problem is ja, dass dem JC zwei zettel fehlen (eben die Einkommenssteuerbescheide 2010 & 2011... als ob ich da Millionen verdient hätte o_O). Ich hab die nach dem Umzug wer weiß wo verschüttet und hab ne Zweitschrift angefordert, die aber einfach nicht kommt (schon 3 mal nachgerufen)... Ergo kann ich ja aktuell nicht mal sagen: "Hey, ich hab alles abgegeben, ich brauche Geld." weil ja noch was fehlt. Sonst ist alles da.

Dazu beunruhigt mich eben der Satz in der Kündigung.

Zitat: "Einer Fortsetzung des Mietverhältnisses gemäß §545 BGB widersprechen wir schon jetzt. Die Wirkung der Kündigung, sowie des Räumungs- und Herausgabeanspruchs werden in jedem Fall weiter verfolgt. Sollten Sie noch Zahlungen an uns leisten, nehmen wir diese nur unter Vorbehalt und als Nutzungsentschädigung oder Schadensersatz an."

Heißt das, dass sie mich so oder so auf die Straße setzen? Ganz egal, ob ich nun vllt über Elter o.ä. die Rückstände ausgleichen kann?
 

Seepferdchen 2010

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§ 545 Stillschweigende Verlängerung des Mietverhältnisses


Setzt der Mieter nach Ablauf der Mietzeit den Gebrauch der Mietsache fort, so verlängert sich das Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit, sofern nicht eine Vertragspartei ihren entgegenstehenden Willen innerhalb von zwei Wochen dem anderen Teil erklärt. Die Frist beginnt

1. für den Mieter mit der Fortsetzung des Gebrauchs,

2. für den Vermieter mit dem Zeitpunkt, in dem er von der Fortsetzung Kenntnis erhält.
Das beinhaltet der § und dem widerspricht der Vermieter.

Es wäre gut wenn du die Miete irgendwie aufbringst und mit dem Vermieter sprichst,
das deine Miete ggf. vom JC gezahlt wird.

Biete das deinem Vermieter an.
 

Cheshire

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Sorry wenn ich auf dem Schlauch steh, ich bin echt durch den Wind. >.<

Das heißt also, dass der VM nur sagt, dass es keine stillschweigende Verlängerung gibt. Es könnte aber sein, dass wenn ich die Rückstände wie auch immer aufbringe, dass der Mietvertrag dann offiziell verlängert wird oder versteh ich das jetz ganz falsch?
 

Seepferdchen 2010

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Da verstehst du was falsch, dein Vermieter widerspricht diesen §.

Mit anderen Worten er legt keinen Wert auf die Fortsetzung des Vertrages.

Aber nun warte noch es kommen noch mehr Hinweise.

Hat dein Vermieter dich in dieser Zeit schriftlich abgemahnt?
 
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gast_

Gast
Dazu beunruhigt mich eben der Satz in der Kündigung.

Zitat: "Einer Fortsetzung des Mietverhältnisses gemäß § 545 BGB widersprechen wir schon jetzt. Die Wirkung der Kündigung, sowie des Räumungs- und Herausgabeanspruchs werden in jedem Fall weiter verfolgt. Sollten Sie noch Zahlungen an uns leisten, nehmen wir diese nur unter Vorbehalt und als Nutzungsentschädigung oder Schadensersatz an."

Heißt das, dass sie mich so oder so auf die Straße setzen? Ganz egal, ob ich nun vllt über Elter o.ä. die Rückstände ausgleichen kann?
Du solltest zum Mieterverein gehen...es sieht so aus, als will er das Mietverhältnis unter keinen Umstände fortsetzen.
 

Cheshire

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Ja, ich hab im September eine Mahnung bekommen, weil ja die Miete ausblieb. Hab extra angerufen (zum damals gefühlten 100. Mal) und hab NOCHMALS erklärt, dass es nicht an mir liegt, sondern dass SIE (also die VM-Gesellschaft) mir erstmal bestätigen muss, dass ich jetz alleiniger Mieter bin, weil das JC sonst nur die halbe Miete bezahlt.

Damals hieß es von der Dame am Telefon, dass das okay wäre, sie wüssten ja Bescheid. Ich hab ihnen sogar extra die Nummer und den Namen meines Ansprechpartners beim JC gegeben, damit sie sich informieren können, dass es nicht an mir liegt. Es hat sich ja u.a. so lange verzögert, weil die mir ewig (ohne Grund zu nennen) keine Bestätigung geschickt haben, dass ich jetzt alleinige Mieterin bin.
 

gizmo

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Hallo Cheshire,
erst einmal herzlich Willkommen.

Die spielen ja ganz GUT Katze und Maus mit dir.

Versuche das mal aufzubröseln:

-----Ich bin im April 2011 mit meinem heute Exfreund in die Wohnung hier gezogen. Im April 2012 haben wir uns getrennt, noch eine Weile zusammen gewohnt und (2.)am 17. Juli 2012 habe ich die Teilkündigung geschrieben (er sollte aus dem Mietvertrag raus kommen, ich bleibe in der Wohnung). Ich hab zu der Zeit bis Ende Juli 2012 noch ALG I bekommen, (1).wollte also ALG II beantragen und die brauchen den Mietvertrag, der NUR auf mich läuft, damit sie die Miete für mich übernehmen.

1. Warst du beim JC und hast dort ALGII beantrag, SCHRIFTLICH?

2. Hast du dem JC die Teilkündigung vorgelegt oder haben diese diese Teilkündigung verlangt?

Gehe aber eher davon aus das dir der SB gesagt hat das du noch kein ALGII beantragen kannst da dir etweilige Papiere fehlen und du bist so wieder weggegangen?

-----Es dauerte geschlagene 3 Monate (bis Anfang/Mitte Oktober) bis ich die Bestätigung vom VM auf meine Teilkündigung bekommen habe. (3.)Durch das ewige hin und her, konnte ich den Antrag auf ALG II erst ab 1. September 2012 stellen. Im August 2012 konnte ich die Miete noch selbstständig zahlen, ab September war Ebbe. Hatte seit August auch schon wöchentlich Kontakt zur (4.)VM-Gesellschaft (eben weil ich diesem Schrieb nachgelaufen bin, den ich ja dringend brauchte) und jedes Mal wieder erklärt, dass es keine böse Absicht ist, wenn ich die Miete nicht zahle, dass ich da aufs Amt warten muss usw... Die wussten also Bescheid, dass ich am September ALG II beziehen sollte und die Miete dann vom Amt kommen sollte.

3. Schätze das du hier jetzt den Antrag auf ALGII SCHRIFTLICH gestellt hast?

4. Die VM-Gesellschaft, weißt du ob diese öffentlich Gefördert wird?

Laut meinen Kenntnissen, zählt der Termin des Erstantrages, ein ALGII Antrag kann in mündlicher, schriftlicher oder jeder anderen Art der Kommunikationmöglichkeiten gestellt werden und zählt ab diesem Datum, das Amt ist verpflichtet diesen Antrag schriftlich zu dokumentieren. Das heist es ist mindestens ein Aktenvermerk in deiner Akte beim JC zu erlesen. Hierzu jetzt die Frage kannst du irgendwie die Erstantragstellung nachweisen, egal irgend etwas?

Solltest du eine Kündigung bekommen haben, sehe ich es zum jetzigen Zeitpunkt so das diese keinen Bestand hat da du schon längst in einem Staatlichen bezug stehst.

Sprich, selbst wenn das JC ALGII nicht zuständig ist, wäre das Sozialamt zuständig. Im Ramen der Rechtsbelehrung ist der SB gezwungen dich darauf Aufmerksam zu machen das du auch hier einen Antrag auf den Regelsatz stellen kannst.

Sprich, eine der beiden Stellen (JC/Sozialamt)hätte in Vorleistung gehen müssen.

Jetzt mal zu deinem U25, das spielt hier keine Rolle mehr da du schon im einem Arbeitsverhältnis gestanden hast somit schon ALGI bekommen hast.

Sprich die können von dir garnicht verlangen das deine Eltern irgedwie für dich zuständig sind. Versuchen werden die das aber immer wieder, denn wenn du mal da wohnst, dann wohnst du da mindestest bis du Ü25 bist.

Jetzt zu deinen fehlenden Unterlagen, diese sind zu erbringen. Bei Verzug zur Erbringung dieser Unterlagen sollte aber trotzdem der Regelsatz fliessen(entweder über JC oder Siziamt), es sei denn es besteht ein Betrugsverdacht und das muß als Aktenvermerk zu erlesen sein.

Wichtig wäre hier noch zu wissen das bei Bezug vom Soziamt alle Ausgaben die man bemacht hat um sein Lebensunterhalt zu bestreiten nicht wieder ersetzt bekommt. Anders sieht es aus wenn man im ALGII bezug steht. Das wissen im allgemeinen die SB`s, darum handeln sie auch so.

Du solltest also mit allen Mitteln darum Kämpfen im ALGII Bezug zu sein, was du ja auch bist.
-----------------
Es ist schön das du wieder Arbeit gefunden hast, das spielt hier aber nur eine Nebenrolle.
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Wäre nett wenn du meine Fragen, mal beanwortest. Bin schon über der Zeit und muß weg. Gehe fest davon aus das du für Morgen schon einen Laufplan zur Hand hast. Schau nacher noch mal rein.

Mal an meine Mitstreiter, sollte sich etwas geändert haben was ich hier Gepostet habe, bitte um RE.
----------------
Was für ein Mist:eek:

https://www.elo-forum.org/attachmen...be_-_meine_grundrechte_beim_gang_zum_amt-.pdf

Nun dann, schau.
 

Seepferdchen 2010

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@Gismo, hast du überhaupt richtig und in Ruhe gelesen?????????

Solltest du eine Kündigung bekommen haben, sehe ich es zum jetzigen Zeitpunkt so das diese keinen Bestand hat da du schon längst in einem Staatlichen bezug stehst.
Sie hat eine Kündigung und wie kommst du zu so einer Feststellung, was hat jetzt der "Bezug" mit dem Mietrückstand und die darausfolgende Kündigung zu tun, der TE ist Mieter und hat einen Vertrag mit dem Vermieter!

@Cheshire, du hättest alles schriftlich machen müßen, schon wo du die Mahnung erhalten hast.

Der Vermieter muß nicht warten bis du alles geklärt hast mit dem JC du stehst mit dem Vermieter im Vertrag und nicht das JC.

Es bleibt nur eine Beratung beim Mieterverein.

Ich habe den user "lpadoc" angeschrieben, vieleicht schaut er heute noch hier rein,
weil er kennt sich sehr gut in diesen Fall aus, vieleicht hat er noch einen Hinweis.

Hättest du mal geschrieben wo die Mahnung dich erreicht hat, ja hättest!!!??

:icon_pause:
 

biddy

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Der Fall liegt hier zwar etwas anders, aber evtl. kann das Urteil des Bundesgerichtshofs helfen, dass die Kündigung zurückgenommen werden muss bzw. unzulässig ist:

*klick* BGH, 21.10.2009 - VIII ZR 64/09

Ich würde sofort das Jobcenter informieren, denn Dir droht ja der Wohnungsverlust und das soll/muss vermieden werden.
 

Seepferdchen 2010

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Nur meine Sorge dabei ist, sie hätte schon bei der Mahnung tätig werden müßen, schriftlich!.

Also morgen Mieterverein und JC!
 

Cheshire

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@gizmo:

1. Ja, der Antrag ist ausgefüllt und eben fast fertig abgegeben. (Fehlen nur die 2 zettel vom Finanzamt, auf die ich selbst ja warte) Die Antragsstellung läuft als ab dem 01.09.12, nur bewilligt ist er noch nicht.

2. Ja, ich hab die Teilkündigung vorgelegt. Sie haben sie verlangt, um mir die gesamte Miete zu erstatten. Mein Ex ist ja ausgezogen, doch solange er mit im Mietvertrag steht, zahlt das Amt nur meine Hälfte. Also Teilkündigung geschrieben und in Kopie dem JC vorgelegt.

3. siehe 1.

4. Öhm.. keine Ahnung?! Die schimpfen sich GBW Gruppe bzw GBW Management GmbH.

Natürlich kann ich die Erstantragsstellung beweisen. Das Datum steht doch auf dem Antrag und den hab ich in Kopie hier.

THEORETISCH stehe ich da, ja, aber die offizielle Bewilligung fehlt. Ergo bin ich aktuell nur im Status: Antrag gestellt.

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@Seepferdchen

Ja ich weiß .__. Aber da ich da im regelmäßigen telefonkontakt zum VM war und es sich immer nach "Ja is alles ganz okay" anhörte, dachte ich das geht so in Ordnung >.<

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@Harte Sau

Ja, die Wohnung ist angemessen. Das hatte ich ja alles extra vorab geklärt, noch BEVOR mein Ex ausgezogen ist, damit ich eben am Ende nicht ohne Wohnung da stehe. (Ironie des Schicksals ...)

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Also ich werde morgen früh mit Beistand zum Amt gehen und denen die Kündigung vorlegen. Dazu werd ich mich mit meinem VM in Verbindung setzen, um das Schlimmste zu vermeiden. Ich werd morgen auch nochmal Rückmeldung geben, wie und was nun Sache ist. Vielen lieben Dank schon mal an die ersten Tipps und Hinweise.
 

lpadoc

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"Kiwi" hat in #2 den richtigen Weg beschrieben.

Ergänzend füge ich hinzu, das meiner Meinung nach die fehlenden Steuerbescheide für 2010/2011 kaum eine Weigerung der Nichtbearbeitung sein kann. Die Kontoauszüge liegen dem JC wohl schon vor, so das die Notlage seit Antragstellung zu erkennen ist. Für den Fall, sollte eine Zahlung (Vorschuss) verweigert werden, schlage ich folgendes vor:

Über die Rechtsberatungshilfe (Amtsgericht) postwendend anwaltliche Fachberatung einholen mit dem Ziel einer einstweiligen Anordnung beim Sozialgericht.

Bezüglich der Kündigung des Mietverhältnisses, so wird sich diese auf den Mietrückstand beziehen und entsprechend auch formuliert sein. Falls die formalen Voraussetzungen stimmen (ohne Einsicht in Mietvertrag und Kündigungsschreiben nicht zu beurteilen) so kann dies in der Regel nur durch umgehende Zahlung geheilt werden. Die schriftliche Kündigung ist auch auf dessen rechtliche Wirksamkeit hin zu prüfen.

Ich schlage vor, das auch in der Kündigungssache über die gerichtliche Beratungshilfe, und ohne unnötige Zeitverzögerung, eine anwaltliche Fachberatung erfolgen sollte. Denn, sollten die formalen Voraussetzungen des Kündigungsschreiben nicht erfüllt sein, zum Beispiel, weil es an einer rechtswirksamen Willenserklärung fehlt (ordnungsgemäße GBW-Bevollmächtigung), so wäre dies hinsichtlich Wirksamkeit von Bedeutung (und Zeitgewinnung).
 

gizmo

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Nun, so wie ich es gelesen habe ist es eine ordnungsgemäße Kündigung von der Verwaltung mit vorheriger Abmahnung, sicher besteht hier die Aussicht das die Kündigung mit dem Inhaber der Eigentumswohnung nicht abgesprochen wurde. Das ist zu Prüfen!
Dazu was ich gelesen habe!

Vielmehr sehe ich es hier so das hier Geschlampt wurde. Ich schätze, ich schätze, das das Kapital was hier der Wohnungsbaugesellschaft überwiesen wurde mit dem nicht verschuldeten, nicht gezahlten Anteil, nicht ausreicht um eine Kündigung auszusprechen. Das mal zu dem Zahlenwerk.

Nun zu der praktischen Anwendung, zum JC, wenn Zahlung auf die Hand nicht erfolgt, Schriftlich geben lassen das die Auszahlung nicht erfolgen kann. Dann zum Amtsgericht Beratungsschein, dann zum Anwalt. Wenn die Zeit einem weg läuft gleich zum SG und EA beantragen.

"Natürlich kann ich die Erstantragsstellung beweisen. Das Datum steht doch auf dem Antrag und den hab ich in Kopie hier." l:icon_daumen:

"Also ich werde morgen früh mit Beistand zum Amt gehen und denen die Kündigung vorlegen. Dazu werd ich mich mit meinem VM in Verbindung setzen, um das Schlimmste zu vermeiden. Ich werd morgen auch nochmal Rückmeldung geben, wie und was nun Sache ist. Vielen lieben Dank schon mal an die ersten Tipps und Hinweise"

Viel Glück!
 
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Es dauerte geschlagene 3 Monate (bis Anfang/Mitte Oktober) bis ich die Bestätigung vom VM auf meine Teilkündigung bekommen habe.
Richtig 3 Monate Kündigungsfrist,eigentlich hätte dein Freund noch bis da hin mit zahlen müssen.

Da ist der Vermieter im Recht.

Schau mal hier ab dem 3. Absatz Mietrecht: mehrere Mieter oder Vermieter

Selber Link weiter unten.
Die Position des Vermieters:
Die Rechte und Rechtsposition des Vermieters sind nach der ganz herrschende Meinung der Rechtsprechung die Folgenden): Nach Beendigung einer eheähnlichen Gemeinschaft, in der beide Partner Partei des Mietvertrags sind, ist der Vermieter nicht verpflichtet, mit demjenigen Mieter allein, der in der Wohnung bleiben will, das Mietverhältnis fortzusetzen. LG Konstanz, Urteil vom 15. September 2000, Az: 1 S 95/00 N, 1 S 95/00 WuM 2000, 675-677.
 

Knoedels

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Hallo Cheshire

Der Kündigungszusatz das einer Weiterführung des Vertrages nicht zugestimmt wird, steht fast in jeder fristlosen Kündigung - als Schutz für den Vermieter das er dich herausklagen kann - falls du die ausstehenden Mieten nicht nachzahlst und damit eine sogenannte "Heilung" eintritt.
Du musst die fälligen Mieten auf jeden Fall bis zum Gerichtstermin ausgeglichen haben, der evtl anberaumt werden könnte, dh. pi mal Daumen gute drei Monate Zeit.
Allerdings ist ebenso peinlichst darauf zu achten das die laufende Miete zusätzlich pünktlichst bezahlt wird, dann wird das Gericht eine Räumungsklage abweisen.
Die sogenannte "Heilung" geht allerdings nur einmalig und dh. wenn du in den folgenden zwei Jahren nocheinmal in Rückstand gerätst, ist eine Nachzahlung der ausstehenden Miete nicht mehr möglich, ohne das es zu einer erfolgreichen Räumungsklage kommt.
Du "darfst" also einmalig, wie bei dir geschehen, in Zahlungsverzug kommen, auch wenn es wie bei dir unverschuldet ist ...
Vertragspartner bist du und dein Vermieter, nicht das JC.
Da dein Vermieter sicherlich daran gelegen ist, keine hohen Kosten in deinem Verfahren tragen zu müssen, wird er von einer Räumungsklage wohl absehen wenn die Aussicht besteht das er sein Geld von dir bekommt.
Allerdings hat er das Recht, die Kosten für einen inzwiischen eingeschalteten Rechtsanwalt an dich weiter zu geben, da du diesen Schritt ja verursacht hast. Könnte also passieren ( muss aber nicht) das du die Kosten dieses Verfahrens zusätzlich zur ausstehenden Miete zu zahlen hast.
Ich denke aber schon und bin da sehr zuversichtlich das dein VM die Kündigung nach Zahlung zurückzieht, bzw das Mietverhältnis stillschweigend weiterläuft.
Allerdings hast du dann einen "Aktenvermerk" und solltest die kommenden Jahre peinlichst auf fristgemäße Zahlung achten.
lg:icon_pause:

und mal ein Wort an Gismo gerichtet :
Es ist eigentlich ganz lieb und nett das du sofort versuchst zu helfen, aber leider fehlt dir sehr oft die fachliche Kompetenz und mit vielen sinnfreien Fragen bringst du einen unsicheren User evtl noch mehr durcheinander als es sein müßte .....
Deine wirklich gut gemeinten Ratschläge sind oftmals zum Haare raufen ... Bitte überdenke dein Geschreibsel bevor du postest oder mach dich kundig.
 
G

gast_

Gast
Da dein Vermieter sicherlich daran gelegen ist, keine hohen Kosten in deinem Verfahren tragen zu müssen, wird er von einer Räumungsklage wohl absehen wenn die Aussicht besteht das er sein Geld von dir bekommt.
Darauf sollte man sich nicht verlassen...
 
G

gast_

Gast
und mal ein Wort an Gismo gerichtet :
Es ist eigentlich ganz lieb und nett das du sofort versuchst zu helfen, aber leider fehlt dir sehr oft die fachliche Kompetenz und mit vielen sinnfreien Fragen bringst du einen unsicheren User evtl noch mehr durcheinander als es sein müßte .....
Deine wirklich gut gemeinten Ratschläge sind oftmals zum Haare raufen ... Bitte überdenke dein Geschreibsel bevor du postest oder mach dich kundig.
An den Fragesteller: Hab mir mal Gismos Beiträge in diesem Thema mal genauer angeschaut... ich find sie auch verwirrend und man sollte sie hier besser ignorieren.
 

gizmo

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Hy und Guten Morgen.

"und mal ein Wort an Gismo gerichtet :
Es ist eigentlich ganz lieb und nett das du sofort versuchst zu helfen, aber leider fehlt dir sehr oft die fachliche Kompetenz und mit vielen sinnfreien Fragen bringst du einen unsicheren User evtl noch mehr durcheinander als es sein müßte .....
Deine wirklich gut gemeinten Ratschläge sind oftmals zum Haare raufen ... Bitte überdenke dein Geschreibsel bevor du postest oder mach dich kundig"

Nun meine Lieben, sicher gibt es eine Wissenslücke, ganz bestimmt sogar in der Sache Kündigung etc., habe hier leider nur ein 25 jährieges Mietverhältnis anzubieten.

Ich sehe mich hier eher als ein Praktiker, der all diese Hilfe rufenden Geschöpfe zum weitermachem auffordert, und wenn dann möglich bis zum Widerspruch unterstützt. Danach sind andere Personen an der Reihe, die ich hoffe doch viel fester und sicherer im Thema stehen wie ich.

Stellt sich für mich also die Frage, was wollen meine Mitstreiter hier erreichen, sich Profelieren? Vielleicht besser sein in diesem ach so leidigen Thema der Verarschun......

Nun, was ein Umgang mit der Kündigung angeht, ist es rechtens, mag es rechtens sein und nehme es gerne auf.

Dazu dann noch eine Frage, meines Wissens rechtfertig, reicht das ausbleiben einer Monatsmiete nicht um eine Kündigung auszusprechen, es müssen schon zwei hintereinander sein bzw. mehr als eine Monatsmiete nach zwei Monaten. Also wenn ich eine WM von 500€ habe, sollte ich nach zwei Monaten weniger Rückstände als 500€ haben. Kann da einer was zu sagen?

Fachliche Kompetenz?. Schätze das ist hier ein offenes Forum und ich sehe hier die Hilfe darin durch erste Schritte den Hilfesuchenden zu ermuntern sich zu währen und ihn mit sicher und fester Stimme sich den all so liebenden SB`S, FM`s etc. zu stellen. So sehe ich hier wenigstens mein Wirken, wenn es dann noch einen machbaren Weg gibt es nicht zu einem abgelehnten Widerspruch kommen zu lassen, noch besser.

In diesen Sinne, und nun was wollt ihr hier bewirken? Warum macht ihr das hier?

Ab dem Widerspruch haben da dann Andere das Sagen.

Keine Frage, kann bestimmt damit Umgehen und dann warten wir mal ab was Cheshire berichtet.
 

gizmo

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Noch mal Hy.

"An den Fragesteller: Hab mir mal Gismos Beiträge in diesem Thema mal genauer angeschaut... ich find sie auch verwirrend und man sollte sie hier besser ignoriere"

Guter Versuch, was meinst du mit hier, nur hier?
Jetzt kommt deine Schance, ergreife Diese genau so wie du andere hier ermunters sich zu Währen.
 
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