ALG II abgelehnt, somit "schmarotzender" Nichtleis

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Thematiker*in
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Und als Nichtleistungsbezieher hat man eben auch keinen Anspruch auf Leistungen. Der Ehepartner, die zusätzliche Belastung spürend, muss für den Lebensunterhalt aufkommen und vernünftige Hilfe und Unterstützung bei der Jobsuche ist out.

Das erkannte Abstellgleis heißt "Nichtleistungsbezieher". Denn was der Staat nicht finanziell unterstützt, das brauch er auch nicht loszuwerden. Und deshalb gibts no Vermittlungshilfe. ich möcht mal wissen, ob es viele Nichtleistungsbezieher gibt. Kann das jemand wahrheitsgemäß beantworten?

Der Osten ist am Ende, jeder zockt jeden ab, um selbst zu überleben.
Jeder ist sich selbst überlassen, weils staatliche Steuerung wohl kaum gibt, nur staatliche "Brandbekämpfung", weils überall in Deutschland mangels Geldes lodert.
 

Marja

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Mmhh...

Meine ehrliche Meinung dazu: Ich war nach der Ausbildung (das war vor ca. 20 Jahren) arbeitslos, zwischendurch zwei mal für kurze Zeit...

Obwohl ich Leistungen bekommen habe: Hätte ich ernstahft gewartetet, bis das Arbeitsamt (oder wie auch immer sich das jetzt nennt) mir Arbeit vermittelt - dann würde ich wohl immer noch warten und hätte zwischenzeitlich Moos angesetzt. Wenn dann mal Angebote über das Arbeitsamt eintrudelten, hatten sowohl die potentiellen Arbeitgeber als auch ich den Eindruck, daß sich da keiner die Mühe gemacht hat zu schauen ob das "irgendwie" passen könnte. Schade um die vertane Zeit für den Arbeitgeber, schade um meine Zeit.

Ein Beispiel mal aus meiner Sicht (Arbeitgeberseite): Wir brauchten unbedingt einen Lageristen MIT Führerschein und Staplerschein. Das Arbeitsamt hat uns pausenlos Leute geschickt. Nur leider ohne Führerschein... als wir dann einen eingestellt hatten hat uns das Arbeitsamt (trotz mehrfacher Meldung "Stelle vergeben" noch pausenlos neue Bewerber geschickt. Was lernt Arbeitgeber daraus? Schau' in die Zeitung ob da ein Kandidat inseriert, gebe selbst eine Anzeige auf... aber melde offene Stellen bloß' nicht beim Arbeitsamt.

Traurig für Bewerber, traurig für Arbeitgeber - egal für's Arbeitsamt, denn die bekommen ihr Geld am Monatsende.

Ich komme nicht aus den neuen Bundesländern und kann nicht beurteilen was da so los ist, ich leben mitten im Ruhrgebiet.
 
Thematiker*in
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Was im Osten, besser in Sachsen, für mich erkennbar im Arbeitsmarkt los ist, kann ich schildern.
Ich sortiere die Stellenangebote, die ich lese, danach, ob sie eher verheimlichen sollen oder ehrlich alles wichtige aussagen. Danach sortiere ich, ob der Stellenanbieter, der meist Schwierigkeiten hat, sich ordentlich im Stellenangebot auszudrücken, eigentlich unwissend und regelmäßig von primtiver Geldgier getrieben ist. Meist oder immer trifft das zu, denn Tariflöhne und-gehälter kann oder will hier niemand zahlen. Alle Bezahlung läuft auf Erfolgsbasis, also Verkäufe, Verträge und Vermittlungen. Herstellung und Produktion gibts hier flächendeckend nicht, also versucht sich jeder mit billiger Geschäftemacherei so unseriös wie möglich über Wasser zu halten.

Von der Arbeitsagentur hat man nichts zu erwarten, denn sie sollte über alle regional zu besetzenden Stellen informieren, so denke ich zumindest, wählt aber nur dem Beruf entsprechend aus und somit bekam ich durch die Arbeitsagentur eben in über einem Jahr nur ein Stellenangebot eines finanziell am Boden dahinsiechenden Unternehmers.
Unser sächsischer Markt ist überfüllt von Handel und Dienstleistung, was die oft einzige Einkommensmöglichkeit nach der Wende 1990 für viele im Osten Verbliebene war.
Noch halbwegs gut gehts hier dem einzig tariflich bezahlten öffentlichen Dienst.
Die nicht mal vernünftige Arbeitsbedingungen aber regelmäßig schlechte Bezahlung bietende kleinkarriert denkende Privatwirtschaft ist insgesamt ein Katastrophe, die aus Selbsterhaltungsdrang tierischen Trieben folgend alles, was als Konkurrenz um das Geld in der Brieftasche der Kunden wirken könnte, kraftlos zu verdrängen. Lüge und Selbstlüge, Betrug und Selbstbetrug haben hier fest das Steuer beim Untergang seit der Wende 1990 in der Hand. Die Unternehmerschaft sind allgemein unwissende, oft billige Geschäftemacher mit regelmäßig mangelhafter Bildung für ihren Job und ihre Branche, deren triebhafte Steuerung Richtung Reichtum, Macht und Einfluss überall erkennbar ist.
Die abhängigen Arbeitnehmer hier in Sachsen haben meist nichts zu lachen, kennen doch deren Chefs oft nicht die einfachsten die Arbeitsverhältnisse betreffenden Gesetze.

Im Prinzip gilt für die hier ansässige Privatwirtschaft:
jedes Arbeitsverhältnis ist einfach nur zum :kotz: und ist eigentlich ein Fall für die Müll- :tonne:
Unsere Arbeitgeber sind des Geldes wegen so :twisted: , deren Arbeitnehmer sehen so :dampf: oder so :uebel: aus.
Lachen und Freude gibts hier überall schon lang nicht mehr, nur den täglichen kampft gegen die aus der Marktwirtschaft entstandenen Probleme. Es ist einfach überall zum :cry:
 
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