ALG II abgelehnt, Kinderzuschlag auch, nun wieder ALG II und Probleme (1 Betrachter)

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Manu

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Schönen Guten Abend !

Jetzt hat es auch uns mal richtig erwischt, und wir haben ein Problem mit der Arge/GEZ.
Unser Bewilligungsbescheid ging bis zum 31.12., wir hatten einen Folgeantrag abgegeben, der aber abgelehnt wurde.
Mein Mann hatte die letzten zwei Monate ein etwas höheres Einkommen (Nachtschicht & Weihnachtsgeld), aber auch gleich auf der Arge Bescheid gesagt, dass das leider nur für kurze Zeit war.
Trotzdem sollten wir Kinderzuschlag und Wohngeld beantragen.
Haben wir getan.

Nun ist es heute seine neue Lohnabrechnung gekommen und es war klar, das wir wieder im ALG II Bezug sind, es ist für den Kinderzuschlag zu wenig.

Nun stehen wir also erstmal ohne Geld da, unsere SB meint, es wäre auf jeden Fall bis Freitag da, es muss erst noch vom Teamleiter "geprüft" werden.
Ausserdem frage ich mich, wie sich das nun mit der Kindergelderhöhung aussieht.
Hätten wir letztes Jahr den Bescheid bekommen, hätten wir doch die je 10€ pro Kind (2 Kinder) bis Mai behalten dürfen !?
Nun werden wir wohl in die Röhre schauen, oder ?

Ausserdem hatten wir, weil wir ja eigentlich im WG-Bezug sein sollten ab Januar, keine GEZ Befreiung mehr abgeschickt.
Ich befürchte, auch hier sind wir die Dummen !?

Vielleicht mag mal jemand das aufdröseln und mir etwas raten.
Ich komme mir das erste mal so richtig verar*** vor.
Die bauen Sch** und wir badens aus.

Viele Grüsse
Manu
 

gerda52

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Mein Mann hatte die letzten zwei Monate ein etwas höheres Einkommen (Nachtschicht & Weihnachtsgeld), aber auch gleich auf der Arge Bescheid gesagt, dass das leider nur für kurze Zeit war.

Wenn man zwei oder mehr Monate raus dem Bezug war, ist ein neuer Antrag fällig.

Trotzdem sollten wir Kinderzuschlag und Wohngeld beantragen.
Haben wir getan.
Habt ihr beides bewilligt bekommen?
 

biddy

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Euch aus dem Leistungsbezug zu drängen wegen des Erhalts von Weihnachtsgeld finde ich mal wieder typisch und eine Unverschämtheit.

Weihnachtsgeld ist einmaliges Einkommen, das auf einen angemessenen Zeitraum aufgeteilt werden soll, damit man eben NICHT aus dem Bezug fällt, weil klar ist, dass es im nächsten Monat nicht wieder zufließen wird.
Siehe hier Kapitel 1.2.2 Einmalige Einnahmen

Und bei der Einkommenserhöhung durch Nachtschichtarbeit sehe ich es genauso, da ihr klar herausgestellt habt, dass es für die Zukunft nicht dabei bleiben wird. Unter Umständen hatte Dein Mann dadurch auch höhere Aufwendungen, die er hätte absetzen können. Siehe dazu Randziffer 11.105 im Link oben.
 

Manu

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Wir sind ja noch keine zwei Monate aus dem Bezug heraus.
Und es waren wirklich nur die zwei Monate, in denen er höheren Lohn hatte.

Bewilligt wurde noch keines.
Wohngeld haben wir direkt beantragt, als die Ablehnung kam, das war um den 15.12. herum.
Bis jetzt kein Bescheid.

Und den Kinderzuschlag kann die Dame bei der Familienkasse erst bearbeiten, wenn sie den Wohngeldbescheid vorliegen hat.
Und den haben wir ja noch nicht, also ...
(Aber da gibt es ja auch eine Mindesteinkommensgrenze und die unterschreiten wir deutlich.)

Ich bin mir auch nicht sicher, ob das wirklich etwas bringt.
Wenn mein Mann jetzt wieder das Geld bekommt, wie vorher, dann bekommen wir mit Kinderzuschlag und Wohngeld knapp €600.
ALG II bekommen wir aber mehr.
Dann hätten wir ja noch weniger Geld als jetzt. :icon_eek:
 
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ExitUser

Gast
Wir sind ja noch keine zwei Monate aus dem Bezug heraus.
Und es waren wirklich nur die zwei Monate, in denen er höheren Lohn hatte.

Bewilligt wurde noch keines.
Wohngeld haben wir direkt beantragt, als die Ablehnung kam, das war um den 15.12. herum.
Bis jetzt kein Bescheid.

Und den Kinderzuschlag kann die Dame bei der Familienkasse erst bearbeiten, wenn sie den Wohngeldbescheid vorliegen hat.
Und den haben wir ja noch nicht, also ...
(Aber da gibt es ja auch eine Mindesteinkommensgrenze und die unterschreiten wir deutlich.)

Ich bin mir auch nicht sicher, ob das wirklich etwas bringt.
Wenn mein Mann jetzt wieder das Geld bekommt, wie vorher, dann bekommen wir mit Kinderzuschlag und Wohngeld knapp €600.
ALG II bekommen wir aber mehr.
Dann hätten wir ja noch weniger Geld als jetzt. :icon_eek:
Deshalb bin ich der Meinung wie bereits hier gepostet:
Und ausserdem
Jetzt mischt sich Kinderschutzbund-Chef Hilgers ein. Tenor: Die Hartz-IV-Sätze reichen hinten und vorne nicht. Er verwies auf die wachsende Zahl von Aufstockerfamilien mit niedrigen Einkommen, die zusätzlich Hartz IV beziehen müssen, weil sie anders ihre zwei oder drei Kinder nicht ernähren können.
Um ihnen zu helfen, müsse der Kinderzuschlag von aktuell 140 Euro im Monat kräftig steigen, sagt Hilgers. "Ich schlage 175 Euro ab dem ersten Kind vor und 225 Euro ab dem dritten Kind. So könnten 700.000 Aufstockerfamilien aus dem Hartz-IV-Bezug geholt werden."
gehört dieser unsägliche Kinderzuschlag sofort abgeschafft und stattdessen der steuerliche Kinderfreibetrag mit Kindergeld so kombiniert, dass Familien sich ohne milde Gabe der BA eigenständig aufrecht er-halten können.

Stattdessen weiter an dem kranken System herumzudoktern, welches nur kranker Administration Arbeitsplätze erschafft - und vor allem Machtinstrumente, mit welchen sie sich spielen können - ist Zeit- und Geldverschwendung.

Ich bin daher immer noch für einen gemeinsamen, tatsächlich angemessenen und dynamisierten Lebenshaltungssatz, nach Altersstufen und real berechnet (!) für ALLE Kinder - egal ob aus reicher oder armer Familie, ob Eltern ALG-Leistungsbezieher oder im Insolvenzverfahren sind.
Gerade alle Stellen der BA "spielen" sich mit den darauf angewiesenen Familien, wie es ihnen gerade gefällt. Vermutlich gehe ich richtig in der Annahme, dass auch eure Lohnabrechnungen bereits satte Lohnsteuerabzüge beinhalten, welche ihr aber als "gnädige Staatsleistung" erst einmal wieder herankommen müsst / sollt. Und das ist ein mieses, fieses Spiel: Netto, würden real angemessene steuerliche Kinderfreibeträge existieren, könnte keiner euch so herumschubsen und in diese Bredouille bringen. Den Familien wird das Geld aus der einen Tasche geklaut, damit sie an anderer Stelle wieder zu Bittstellern mutieren müssen, welche man auch schön mal in der Luft hängen lassen kann um sie mürbe zu braten.

Hier liegt der Denkfehler und Problemansatz.

Ansonsten empfehle ich auch, die Genossin Renate Schmidt etwas zu benerven, welche bis heute auf ihren Kinderzuschlag stolz ist und es auch ganz in Ordnung findet, auf welche Arten und Weisen die Familien sich in ihrer Armut und Hilfebedürftigkeiten outen sollen / müssen (Vermieterbescheinigung bspw.), denn schließlich müsse man eine Vermieterbescheinigung auch beibringen wenn man bei der Bank einen Kredit aufnehme: Der Denkfehler ist auch hier, dass die Familien, denen erst das Geld aus der Tasche gestohlen wird, zu Schuldnern transmutiert werden.

Siehe zu diesem Täuschungsmechanismus auch Kindergeld
[FONT=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT,sans-serif]Eine Familie mit zwei Kindern zahlt bei rund 30 700 € brutto 2331 Euro Lohnsteuer. Ein Ehepaar ohne Kinder oder mit drei, vier oder mehr Kindern zahlt bei gleichem Einkommen zunächst einmal gleich viel Lohnsteuer. Das ist natürlich ein krasser Verstoß gegen das Grundprinzip der Besteuerung entsprechend der Leistungsfähigkeit.[/FONT]
[FONT=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT,sans-serif]Würde man den steuerlichen Kinderfreibetrag von 5808 Euro je Kind in die Steuerkarte eintragen, müßte die Familie überhaupt keine Lohnsteuer bezahlen.[/FONT]
Gleiches gilt für den KiZ.

Die Diskriminierung geht dann übrigens weiter, wenn Familien in den unteren Einkommensbereichen bis zur steuerlichen "Rückzahlung" des Kindergeldes im Lohnsteuerjahresausgleich sogar die Absetzung der Werbungskosten verwehrt wird, welche bei jeder anderen Familienkonstellation "ohne Kinder" selbstverständlich gewährt wird.

Alles das ist Diskriminierung von Familien pur.

Im Übrigen geht es mir ganz ähnlich wie euch, ich krebse, zwar mittlerweile "ARGE-frei", was schon einmal eine erhebliche Recreation meines Nervenkostüms ausmacht, stets 50 Euro +/- des ALG-Satzes finanziell herum. Wohngeld- und KiZ-Anträge Frühjahr 2008 wurden erst einmal liegengelassen bzw. betreffend des KiZ verlangte die BA dann nochmal diese Unterlage, dann jene nur um den Antrag hinauszuzögern, ohne Zusagen respektive Bescheide (um von etwas zu leben) konnte ich aber ALG nicht beenden, folgerichtig wurden dann Wohngeld und KiZ abgelehnt mit der Begründung, man sei ja noch in ALG-Bezug. Gleichzeitig stand aber schon das JA "Gewehr bei Fuss", für den Fall dass ich aufgrund der Spielchen der ARGE und BA obdachlos werden würde, sich umgehend um die Kinderlein zu "kümmern".

Es ist nichts als ein ziemlich hinterhältiges Katz- und Maus-Spiel welches mit den darauf angewiesenen (warum angewiesen sh. oben!) Familien getrieben wird - zur Gewinnmaximierung der BA.

Lieben Gruss
Emily
 
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