ALG I zu gering, Fragen bezüglich Wohngeld

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Ratsuchender11

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Mein Problem ist Folgendes: Ich habe letztens einen ALG I-Bescheid bekommen, nach dem ich monatlich nur 438,90 € bekomme. Daraufhin habe ich einen Wohngeldantrag eingereicht und vom Wohngeldamt einen Brief bekommen, dass ich 309,59 € unter dem liege, was man in Berlin als Sozialhilfeanspruch plus Miete hat. Daher soll ich jetzt mitteilen und nachweisen, ob ich noch andere Einnahmen zur Verfügung hätte, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, z. B. Sparguthaben oder Darlehen von Dritten. Meine Eltern würden mir Geld leihen, ich möchte das Darlehen natürlich so gering wie möglich halten.

Mir ist klar, dass ich auch einfach zur ARGE gehen könnte und dann die vollen 748,49 € bekommen könnte, statt mich mit weniger zufrieden zu geben, um nicht in den Zuständigkeitsbereich der ARGE zu fallen. Aber ich bekam schon einmal für 2 Monate Hartz IV und diese zwei Monate fühlte ich mich wie eine Leibeigene des Staates, weil man bei der ARGE sehr unfreundlich mit mir umsprang, und außerdem bin ich Berufsanfänger (der ALG I-Anspruch stammt aus dem Rechtsreferendariat, das ich die letzten 2 Jahre bis zum 2. Examen absolvierte) und glaube, dass es bei Arbeitgebern einen schlechteren Eindruck macht, wenn ein Bewerber ALG II statt ALG I bekommt.

Daher nun meine Fragen:

1. Wie hoch müsste das Darlehen sein? Müsste es die vollen 309,59 € umfassen, oder nur die 309,59 € minus den in Berlin geltenden Wohngeld-Höchstsatz? Falls Zweiteres gilt, wo kann ich den geltenden Wohngeld-Höchstsatz in Erfahrung bringen?

2. Wie weise ich das Darlehen nach? Reichen ein schriftlicher Vertrag über die monatliche Summe plus ein Kontoauszug, auf dem die Überweisung auf mein Konto belegt ist?

3. Wenn ich jetzt beim Wohngeldamt angebe, dass meine Eltern mir monatlich ein Darlehen gewähren und das Wohngeld dann so gering ausfällt, dass ich doch noch zur ARGE muss, kann die mir dann einen Strick aus dem Darlehen drehen und mir nur eine um die monatliche Darlehenssumme gekürzte Geldsumme bewilligen, obwohl das Geld von meinen Eltern nur geliehen ist und dies nur für den Fall, dass ich mit ALG I und Wohngeld ohne ALG II über die Runden komme?

Für Antworten auf meine Fragen wäre ich sehr dankbar.
 

Hartzeola

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Hallo,

1. Wie hoch müsste das Darlehen sein? Müsste es die vollen 309,59 € umfassen, oder nur die 309,59 € minus den in Berlin geltenden Wohngeld-Höchstsatz? Falls Zweiteres gilt, wo kann ich den geltenden Wohngeld-Höchstsatz in Erfahrung bringen?

Dein gesamtes Einkommen (ALG 1 + Darlehen) soll 80% deines Bedarfs decken.

2. Wie weise ich das Darlehen nach? Reichen ein schriftlicher Vertrag über die monatliche Summe plus ein Kontoauszug, auf dem die Überweisung auf mein Konto belegt ist?

Der Begriff "Einkommen" ist beim Bezug von Wohngeld nicht eindeutig definiert. Moglicherweise reicht deine Erklärung oder Darlehensvertrag.

Hier mehr:

Wohngeld Einkommen – Wohngeldtabelle – Freibeträge
 
G

gast_

Gast
2. Wie weise ich das Darlehen nach? Reichen ein schriftlicher Vertrag über die monatliche Summe plus ein Kontoauszug, auf dem die Überweisung auf mein Konto belegt ist?
Warum so umständlich mit Darlehen?

Laß dir einfach einmalig von deinen Eltern Geld überweisen, und lege den Kontoauszug vor.

So hab ich das damals gemacht, als ich für meine Kinder Wohngeld beantragt habe.

Die hatten das dann auf 12 monatliche Beträge umgerechnet.
 
G

gast_

Gast
Mal eine andere Frage: Wieviel brauchst du denn an Wohngeld, um über die Runden zu kommen?

Hast du nicht mal angefragt, wieviel du bei ausreichendem Mindesteinkommen an Wohngeld bekommen würdest?
 

Ratsuchender11

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@Früchtle:

Nachgefragt habe ich schon, dabei aber leider die Erfahrung gemacht, dass mein Sachbearbeiter extrem beschäftigt ist, und erst mit vorliegenden Unterlagen in Form von Bescheiden antwortet, statt rein informell Auskunft zu erteilen, was wäre wenn... Das Problem hatte ich vorher auch schon bei der Agentur für Arbeit und der ARGE, denen ich das Problem mit dem geringen ALG I schon vor Beginn der Arbeitslosigkeit geschildert habe, um vielleicht einen Ratschlag zu bekommen, wie ich am sinnvollsten vorgehen kann. Leider konnte mir bisher keiner dort helfen.

Um über die Runden zu kommen, bräuchte ich nur 600 bis 650 Euro, da ich es gewohnt bin, mit wenig Geld klar zu kommen, von den 830 €, die ich im Referendariat bekommen habe, habe ich z. B. meinen Eltern monatlich 200 € zurückbezahlt. Allerdings macht das Wohngeldamt laut des Briefes da ja nicht mit und bewilligt mir gar kein Geld, wenn mein Einkommen auch mit Wohngeld noch so weit unter dem sozialhilferechtlichen Bedarf liegen würde.

Vielen Dank für die bisherigen Antworten. Für weitere wäre ich sehr dankbar.
 
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