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ALG I wird für Ältere länger gezahlt

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Georgia

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#1
Union und SPD haben sich auf eine längere Zahlung des Arbeitslosengeldes I für Ältere verständigt. Das teilten Vertreter beider Seiten nach mehr als sechsstündigen Verhandlungen der Koalitionsspitzen am frühen Dienstagmorgen in Berlin mit.

24 Monate lang ab 58 Jahren
Unionsfraktionschef Volker Kauder sagte, die längere Zahldauer solle wie von der Union verlangt kostenneutral umgesetzt werden. Konkret geplant ist demnach ab einem Alter von 50 Jahren eine Bezugsdauer von höchstens 15 Monaten, ab 55 Jahren von 18 Monaten und ab 58 Jahren von 24 Monaten. SPD-Chef Kurt Beck bezeichnete diese Einigung als "großen Erfolg". Die SPD hatte ursprünglich die 24-monatige Zahldauer bereits ab 50 Jahren gefordert.

Beim ALG II wird dafür gespart
Finanziert werden soll die Verlängerung durch Ersparnisse beim ALG II sowie durch die Vergabe von Eingliederungsgutscheinen als Voraussetzung für die Gewährung der längeren Zahldauer. Außerdem muss der Arbeitslose zuvor mindestens bis 48 Monate lang sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein. Details hierzu waren aber zunächst noch offen. Verbesserungen soll es für Kinder von Arbeitslosen geben. Auch die Mittel für die Eingliederung von Arbeitslosen sollen aufgestockt werden, wie Beck hervorhob.

Keine Lösung bei "Zwangsverrentung"
Laut Beck verständigte sich die Runde darauf, für Empfänger von ALG II zusätzlich eine Milliarde Euro zur Verfügung zu stellen, um sie schneller wieder in Beschäftigung zu bringen. Zudem sollen 200 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt aufgebracht werden, um Kinder aus sozial schwachen Familien besser zu unterstützen. Keine Einigung gab es im Streit um eine Schutzklausel für ältere Langzeitarbeitslose, denen vom 1. Januar 2008 an die "Zwangsverrentung" bevorsteht.

Versicherungsbeitrag sinkt
Überraschend einigte sich die Koalition auch darauf, den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung zum 1. Januar 2008 deutlich auf 3,3 Prozent zu senken, wie CSU-Chef Erwin Huber mitteilte. Bislang war ein Prozentsatz von 3,5 Prozent ins Auge gefasst worden. Derzeit liegt er bei 4,2 Prozent.

Kein Mindestlohn für Postzusteller
Beim Mindestlohn in der Postbranche erzielten SPD und Union keine Einigung. SPD-Chef Kurt Beck reagierte enttäuscht und warf Kanzlerin Angela Merkel vor, sie sei bei der Mindestlohnregelung für Briefzusteller von ihrer früheren Zusage abgerückt. Es werde vorerst keinen Mindestlohn bei der Post geben, sagte Beck. Das Briefmonopol werde aber wie geplant zum 1. Januar 2008 fallen.

"Ich war perplex"
Durch die "Verweigerungshaltung" der Union sei die Stimmung in der Koalition nicht besser geworden, sagten Beck und SPD-Fraktionschef Peter Struck. "Ich war geradezu perplex", betonte Beck mit Blick auf die Haltung der Kanzlerin.

Auch keine Einigung bei der Bahn
Auch bei der geplanten Teilprivatisierung der Bahn konnte sich die Große Koalition wie erwartet nicht auf einen Kompromiss verständigen. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) werde aber noch in diesem Jahr einen Bericht über mögliche Modelle vorlegen. Laut Beck hält die SPD an ihrem Volksaktien-Konzept fest. Die Union lehnt dieses ab.

http://onnachrichten.t-online.de/c/13/38/33/16/13383316.html
 

druide65

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#2
24 Monate ab 58 Jahren.
Und danach Straight Ahead in die Zwangsverrentung.
Das ist pure Augenwischerei und absoluter Nonsens.
 
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Gast
#3
Beim ALG II wird dafür gespart
Finanziert werden soll die Verlängerung durch Ersparnisse beim ALG II...
Ganz Klasse! Ich nehme mal an, dass dafür der befristete Zuschlag nach Ablauf des ALG1 dran ist.
Bin sehr gespannt, woran die bei uns sparen wollen.
Ich war am Anfang für die Verlängerung, aber später dagegen, weil mir klar war, dass andere dafür bluten müssen.
 

Georgia

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#4
Wo ist das Versprechen abgeblieben, daß die Regelsatzerhöhung Hartz IV überdacht und überprüft werden soll ?
Nun hat man geschickt davon abgelenkt, indem man den ALG I Empfängern Zugeständnisse gemacht hat, dem Restvolk gezeigt hat, hee wir tun doch was.
Und ganz nebenbei bleiben die Hartzer mal wieder auf der Strecke. Im Grunde genommen ein abermals geschickter Schachzug, weil die Hartzer auf das Gesamtvolk gesehen, in der Minderheit sind.
Ich bin mal gespannt, wie die 200 Millionen den armen Kindern im Land zu Gute kommen sollen. Verteilt auf 10 Jahre ? Und auch auf Knochen der Hartzer finanziert ? :icon_twisted::icon_twisted::icon_twisted:
Leute, wir werden nie eine Chance haben. Ist euch schonmal aufgefallen, daß die Stellenangebote immer dürftiger werden ? Wo soll man sich noch bewerben ?
Um meiner Pflicht nachzukommen, werde ich mich auf Blindbewerbungen versteifen müssen. (Neulich ist am Tele. erst eineChefin ausgeflippt, als ich danach fragte, ob ich ihr eine Blindbewerbung in ein paar Wochen zukommen lassen könne)
 
E

ExitUser

Gast
#5
Wo soll man sich noch bewerben ?
Ich würde mich einfach überall bewerben oder darf man das nicht?
Zum Beispiel bei der Arge oder als Bankdirektorin, lach.


Ich verstehe nicht, wie man einerseits das hier machen will:
Laut Beck verständigte sich die Runde darauf, für Empfänger von ALG II zusätzlich eine Milliarde Euro zur Verfügung zu stellen, um sie schneller wieder in Beschäftigung zu bringen. Zudem sollen 200 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt aufgebracht werden, um Kinder aus sozial schwachen Familien besser zu unterstützen. Keine Einigung gab es im Streit um eine Schutzklausel für ältere Langzeitarbeitslose, denen vom 1. Januar 2008 an die "Zwangsverrentung" bevorsteht.
und andererseits soll bei ALG2 gespart werden.

Sind wir im Kasperletheater oder wie?
 

Bruno1st

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#6
Wo ist das Versprechen abgeblieben, daß die Regelsatzerhöhung Hartz IV überdacht und überprüft werden soll ?
wurde von der Diätenerhöhung rechts überholt

Was bringt diese Verlängerung eigentlich ? So viele Menschen dürften doch nicht mehr übrig sein und die vorher Betroffenen bekommen garantiert keinen Nachschlag.

Reine Augenwischerei um die Diäten und andere Sauereien still und heimlich ins Trockene zu bringen !!!
 

bogenede

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#9
Genau so ist es. Kein Mensch wird bei längerem Bezug von ALG I schneller oder besser wieder in Arbeit kommen. Aber dafür nach wie vor in die Harzt(A)mut rutschen.
Fazit: Es hilft nicht wirklich jemand.
 
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