ALG I-Untermiete

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Malcolm1

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Guten Morgen lieben Foren User,

ich werde kurz einmal etwas von mir erzählen. Bin 27 Jahre alt und noch in einer schulischen Ausbildung,welche "vertraglich"(da es eine Privatschule ist) im September endet. Die Prüfungen habe ich schon hinter mir und das ganze habe ich auch schon bestanden.
Ich habe mich jetzt schon mal arbeitssuchend gemeldet da für mich nach der Ausbildung noch nichts in aussicht steht. Gearbeitet habe ich nebenbei von 2009-2012, also müsste ich auch ALG I bekommen. Die Anträge wurden mir auch schon zugeschickt.

Meine Fragen:
Meine große Frage ist, kann ich auch Leistungen als Untermieter verlangen? Wenn ja, wieviel darf man da von der Miete verlangen, da ich noch bei meinen Eltern wohne und ein Zimmer beziehe?

Wäre über jegliche Tipps sehr dankbar und bedanke mich schonmal im Voraus bei euch.
 

Fritz Fleißig

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Das ALG hat nicht mit Mietkosten zu tun. Du bekommst dein ALG nach dem, was du vorher eingezahlt hast, ohne Rücksicht auf deine Aufwendungen.

Wenn du tatsächlich(!) Mietaufwendungen hast, kannst du unter Umständen aber Wohngeld beantragen.

Die Miete kann zwischen dir und deinen Eltern frei vereinbart werden. Deine Eltern müssen die Mieteinnahmen allerdings auch versteuern, natürlich abzüglich ihrer Aufwendungen für die Vermietung. In steuerlicher Hinsicht ist für die Abzugsfähigkeit der Werbungskosten für die Vermietung erforderlich, daß die Miete einen bestimmten Bruchteil der ortsüblichen Miete nicht unterschreitet. Das ist aber eine rein einkommensteuerrechtliche Problematik.

Untermieter bist du übrigens erst dann, wenn deine Eltern selbst Hauptmieter der Wohnung sind. Sind sie Eigentümer, bist du normaler Mieter, auch wenn du nur ein Zimmer anmietest.
 

Malcolm1

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@ Fritz

Danke für die schnelle Antwort!!!

Meine Eltern sind Hauptmieter der Wohnung. Also ich noch meinen Nebenruf ausgeübt habe musste ich 150 € Miete an meinen Vater zahlen. Nachdem ich da aufgehört habe, war er bereit keine Miete mehr zu nehmen da ich mich nur auf die Schule konzentrieren sollte, er meinte jedoch das ich dann wieder Miete zahlen muss wenn ich fertig mit der Ausbildung bin.
Bezahlt hab ich ihm das ganze immer Bar, also ohne jegliche Überweisungen.

Kann ich den Untermietvertrag rückwirkend schriftlich niederlegen wo mein Vater dann auch unterschreibt?
Hätte ich die Chance auf das Wohngeld auch wenn ich bei meinen Eltern wohne?

Vielen Dank im Voraus
 

Fritz Fleißig

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Du kannst natürlich eine mit deinen Eltern mündlich getroffene Vereinbarung nachträglich schriftlich fixieren ("der am ... mündlich vereinbarte Vertrag wird hiermit schriftlich festgehalten"), solange die Tatsachen stimmen.

Aber:

1. Rückwirkend wirst du höchstwahrscheinlich kein Wohngeld bekommen, da auch dort wohl das Prinzip "Leistung erst nach Antragstellung" gilt.

2. Hat dein Vater die in der Vergangenheit bar vereinnahmte Miete auch in seiner Einkommensteuererklärung angegeben? Falls nein, könnte er für die Vergangenheit ein massives steuerliches "Problem" bekommen. Auch das sollte bedacht werden.

Es könnte besser sein, einen Vertrag nur mit Wirkung für die Zukunft abzuschließen und die Vergangenheit lieber nicht anzusprechen.

Hinsichtlich der Einzelheiten beim Wohngeld müßtest du dich bei der dafür zuständigen Stelle (Stadt- oder Gemeindeverwaltung) erkundigen, ich kenne mich da nicht so gut aus.
 

Malcolm1

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@ Fritz

Nene rückwirkend will ich nichts zurückverlangen. Mir gehts nur um die Vereinbarung bzw. den Vertrag den ich mit meinen Vater eingegangen bin.

Ich denk schon das er das angemeldet hat, weil er das immer mit seiner Steuerberaterin abspricht. Mir gehts halt auch nur darum, das ein Vertrag mit einem heutigem Datum kurz vor Antragstellung von ALG I sicherlich komisch rüberkommen würde.

Gibt es da eine bestimmte Form eines Untermietervertrags?
 

Fritz Fleißig

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Solange eine Abmachung den Tatsachen entspricht, ist nichts daran "komisch".

Vor allem dann nicht, wenn hier kein Vertrag neu abgeschlossen wird, sondern lediglich eine schon mündlich bestehende (rechtswirksame) Vereinbarung schriftlich niedergelegt wird. Dein Vater sollte aber in so einem Fall unbedingt noch einmal vorher die erwähnten steuerlichen Aspekte nachprüfen, nicht daß er unnötigerweise Schwierigkeiten bekommt.

Je mehr ein Vertrag dem entspricht, was auch unter Fremden üblich wäre, desto unproblematischer sollte alles sein. Es besteht schließlich Vertragsfreiheit. Für Einzelheiten mußt du dich aber beim Wohngeldamt erkundigen. Mit dem ALG hat das alles nichts zu tun.
 

Malcolm1

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Ok Danke !

Also kann ich heute und jetzt auch einen Vertrag erstellen bzw. schreiben auch wenn ich kein Geld verdiene und mein Vater ab jetzt aber Miete verlangt?
 

Fritz Fleißig

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Mich irretiert das ganze weil mir bei der Bürgerbeartung gesagt wurde das ich einen Untermietervertrag schreiben soll und dort 50-100 € eintragen soll.
Mich würde so ein Ratschlag auch irritieren, weil er doch reichlich zweifelhaft ist.

Man kann nicht einen Untermietvertrag ausstellen und dort reinschreiben, was immer man will. Der Vertrag muß den Tatsachen entsprechen und darf nicht nur zum Schein erstellt werden. Die Konditionen können allerdings entsprechend der Vertragsfreiheit frei ausgehandelt werden.

Erkundige dich also bitte beim Wohngeldamt der Gemeinde, unter welchen Umständen dir Wohngeld zusteht. Wenn du tatsächlich Zahlungen für den Wohnraum leistest, sollte das grundsätzlich möglich sein. Das Wohngeld darf allerdings nicht zur Finanzierung des allgemeinen Lebensunterhalts dienen.

Wie erwähnt hat es mit dem ALG nicht das geringste zu tun.
 
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