ALG I und freiberufliches Honorar in welcher Höhe??

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Caroline_W

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Januar 2019
Beiträge
7
Bewertungen
0
Ich bin ab April ALG-I Empfängerin UND freiberufliche Lektorin. So genau konnte mir bislang niemand sagen, wieviel ich maximal pro Monat in Rechnung stellen darf. Das mit den 15 Stunden pro Woche weiß ich schon, ist aber nicht relevant, da nicht festangestellt. Ist jemand in ähnlicher Situation? Ich lebe in Bayern, falls das wichtig ist.
Danke für einen Tipp...
:D:D
 

Caroline_W

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Januar 2019
Beiträge
7
Bewertungen
0
Frau google weiß hier Rat - sofern man sie fragt:

Arbeitslosengeld 1 I Einkommen - Anrechnung ALG I

Tante google hab ich bereits befragt. Da ist von einem Freibetrag die Rede, Ich spreche aber von dem Betrag, denn ich als Freiberufler in Rechnung stellen darf. Also welchen Prozentsatz kann ich z.B. als Ausgaben deklarieren. 20 %? 30 %? Und wo muss ich das angeben? In der Steuererklärung ist logisch? Vorab bei der ARGE?
Vielleicht mach ich ja nicht ganz klar, worum es geht. Sorry
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
14.124
Bewertungen
21.793
Kommt doch nicht darauf an, was du dem Kunden in Rechnung stellst - sondern was unterm Strich (Einnahme durch Kunden minus div. Ausgaben die du hast wie z.b. Kilometer Fahrtkosten, falls du den Kunden besuchen musst ;-) ... und sonstige Ausgaben, die du gewerblich hast) übrig bleibt.

Hierzu das passende Formular ausfüllen: https://con.arbeitsagentur.de/prod/...documents/Erklaerung-selbstaendi_ba014170.pdf

wenn die Pauschale mit 30% von deinen monatlichen Einkünften hinkommt, brauchst du deine Ausgaben nicht einzeln aufführen.
Von dem, was übrig bleibt, wird alles außer die 165 Euro angerechnet und mindert dein ALG I.
 

specht59

Elo-User*in
Mitglied seit
27 Februar 2016
Beiträge
121
Bewertungen
146
Die 15 Stunden gelten auch für Freiberufler und es zählt auch der Zeitaufwand, den man für Buchhaltung, Werbung etc. hat.
 

Caroline_W

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
15 Januar 2019
Beiträge
7
Bewertungen
0
Kommt doch nicht darauf an, was du dem Kunden in Rechnung stellst - sondern was unterm Strich (Einnahme durch Kunden minus div. Ausgaben die du hast wie z.b. Kilometer Fahrtkosten, falls du den Kunden besuchen musst ;-) ... und sonstige Ausgaben, die du gewerblich hast) übrig bleibt.

Hierzu das passende Formular ausfüllen: https://con.arbeitsagentur.de/prod/...documents/Erklaerung-selbstaendi_ba014170.pdf

wenn die Pauschale mit 30% von deinen monatlichen Einkünften hinkommt, brauchst du deine Ausgaben nicht einzeln aufführen.
Von dem, was übrig bleibt, wird alles außer die 165 Euro angerechnet und mindert dein ALG I.
also z.B. 235 Euro abzüglich 30% pauschal macht 164,50
korrekt?
Dann weiß ich ja bis zu welchem Betrag ich arbeiten darf ....
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
14.124
Bewertungen
21.793
Aber Herzilein - was rechnest du denn da? :icon_kratz:

Der FREIBETRAG, den du IMMER behalten darfst bei ALG I = 165 Euronen.

Von deinem BRUTTO (denn Steuern musst du in deiner Erklärung am Jahresende vielleicht auch noch zahlen) werden dann noch Ausgaben abgezogen, die du hast. Oder wenn du keine nennenswerten Ausgaben hast (Fahrtkosten zu Kunden etc.), kann man die 30% Pauschale ansetzen.
Wenn du also mal angenommen einen Auftrag hast, Umfang war 20 STunden im Monat, Stundenlohn 30 Euro sind das 600 Euro BRUTTO.
Davon bleiben FREI: 165 Euro
Der REST = davon werden deine AUSGABEN noch abgezogen - oder eben die 30%.

Nehmen wir 30% = 600 - 165 = 435 Euro - 30% = 304,50 NETTO.

Diese 304 Euro werden dir vom ALG I abgezogen - der REST = Freibetrag 165 + die 30% (denn du hast ja KOSTEN gehabt und musst evtl. noch Steuern zahlen) = 131 Euro - macht zusammen dann 296 Euro bleiben dir.
Erst wenn du mehr als 15 Wochenstunden angibst oder deine Einnahmen NETTO höher sind als das ALGI giltst du nicht mehr als arbeitslos.

Die EInkommensberechnungen können neuerdings auch über einen "e-service" erstellt werden:
eServices - Bundesagentur für Arbeit

Hier nochmal zum Nachschauen - druckfrisch: https://con.arbeitsagentur.de/prod/...cuments/Merkblatt-Nebeneinkommen_ba015792.pdf
 

specht59

Elo-User*in
Mitglied seit
27 Februar 2016
Beiträge
121
Bewertungen
146
also z.B. 235 Euro abzüglich 30% pauschal macht 164,50
korrekt?
Dann weiß ich ja bis zu welchem Betrag ich arbeiten darf ....

Falls hier ausgerechnet werden sollte, was man einnehmen darf, ohne dass es auf der anderen Seite vom ALG wieder abgezogen wird, stimmt das schon.
Wenn man 235 einnimmt, würden ohne Nachweis 30% als Ausgaben angesetzt, und es verbleiben als Nettoeinkommen 0,7*235 = 164,50, die man komplett behalten darf.
Man darf natürlich im Rahmen der 15h mehr verdienen, aber es wird halt vom ALG wieder abgezogen.
Die 15 Stunden dürfen übrigens meines Wissens in keiner einzelnen Woche überschritten werden, es geht nicht um einen Durchschnitt, sondern um die einzelne Woche.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten