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ALG I Sperrung aus heiterem Himmel.

Bthunter

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#1
Hallo zusammen,
ich schildere mal kurz meine Situation, hoffe dabei ein paar Tipps zu erhalten und um meinem ärger luft zu machen.

Ich bin seit Dezember letzten Jahres arbeitslos, ich hatte bisher nie Probleme mit dem Arbeitsamt, bis heute...

Um kurz einen Kontext herzustellen, mein Bruder und ich wohnen im selben Wohnblock, haben unterschiedliche Briefkästen, wohnen aber in unterschiedlichen Etagen. Dabei kommt es ab und zu vor dass Briefe die an mich addressiert sind bei ihm landen und anders herum, in der Regel hat das auch nie zu großen Problemen geführt.
So jetzt sind zwei Briefchen bei ihm gelandet, mit entsprechenden Folgen.

Ich habe einmal eine Einladung für den 24.4.2018 erhalten, die Sachberaterin wollte hierbei meine "berufliche Situation" mit mir besprechen. Da der Brief bei meinem Bruder gelandet ist und dieser jene eher weniger zeitnah öffnet habe ich davon nichts mitbekommen. Somit ist der Termin an mir vorbei gegangen, die "nette" Sachberaterin hat mir auch sofort eine zweite Einladung für heute den 30.4.2018 für 8:00uhr morgens zukommen lassen, dieser Brief ist auch bei meinem Bruder gelandet.

Nachdem ich heute zur Bank ging um meine Zahlungseingänge zu überprüfen, stelle ich fest, dass kein Eingang von der Bundesagentur für Arbeit festzustellen ist. Da diese das Geld eigentlich immer pünktlich überweißt, rufe ich das Arbeitsamt an um diese Sache zu klären. Zu meinem Erstaunen teilt mir die Mitarbeiterin am Telefon mit, dass ich mit einer Sperrzeit versehen wurde, sie würde für mich einen Rückruf mit meiner Sachbearbeiterin für Donnerstag vereinbaren. Ich hätte auch ein Schreiben für den Termin am 30.4.2018 bekommen. Daraufhin spreche ich meinen Bruder an, ob er nicht ein paar Sachen die für mich bestimmt waren verschlampt hat.
Stellt sich heraus dass dies der Fall war...

Ich rufe das Arbeitsamt nochmals an und schildere meinen Fall, die zweite Mitarbeiterin legt während des Gespräches einfach auf, ich rufe also ein weiteres mal an und die dritte Mitarbeiterin teilt mir mit dass sie das jetzt nicht abschließend klären kann und ich am Mittwoch einfach persönlich erscheinen soll.

So das mal als Vorgeschichte. Was mir aber, man entschuldige meine Wortwahl, gehörig auf die Eier geht ist dass mir einfach ohne jegliche Rücksprache, Mahnung etc. wortwörtlich von heute auf morgen das Geld gesperrt wird ohne überhaupt daran zu denken mich darüber zu informieren. Als würde sich eine Amazon Bestellung verspäten oder als würde es ein paar Schuhe nicht mehr in Größe 44 geben.

Ich frage mich ernsthaft was das bitte für ein Umgang sein soll, bei dem ALGI aufgrund EINES versäumten Termins von heute auf morgen der Geldhahn zugedreht wird, ohne überhaupt eine Frist zur Klärung des Sachverhaltes einzuräumen, ja überhaupt darüber zu informieren, dass jetzt kein Geld mehr auf das Konto kommt. Ich bin auf jeden Cent angewießen und dann wird mir von jetzt auf gleich ohne Mitteilung das Geld gesperrt.

Sry für den Textblock... bin aber ausser mir.:censored:

Kurzfassung: Hatte einen Termin am 24.4. zwecks Berufssituation, bekomme einen zweiten Termin für den 30.4., beide Einladungen landen bei meinem Bruder im Briefkasten. Mir wird kommentarlos ohne Vorwarnung das Geld gesperrt.
 

vidar

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#2
Moin @Bthunter, :welcome:

Es stellt sich für mich etwas merkwürdig dar, wieso gerade die von dir zitierten Briefe bei deinem Bruder im Briefkasten gelandet sein sollen. Sofern dein Bruder nicht gerade ortsabwesend gewesen sein sollte, erschließt sich mir auch nicht, wieso dein Bruder dir diese Schriftstücke nicht zeitnah weitergeleitet hat.

Wie auch immer, die AfA hätte dir zumindest schon mal im Vorwege einen Anhörungsbogen ins Haus gesendet haben müssen, bevor es gegen dich irgendwelche Sanktionen verfasst. Unabhängig davon wäre eine 100 % Sanktion „so mir nix dir nix“ auch unrealistisch. Es sei denn, du bist vorher schon mit einer Sanktionierung belastet gewesen.
 

Flodder

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#3
@vidar,

es handelt sich wohl um ALG I, da gibt es keine Sanktionen wie bei ALG II, sondern Sperrungen.
 

Zerberus X

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#4
Mal ne Frage:Hat dein Bruder den gleichen Vornamen wie Du,und kann Er lesen?
Dann ist es für ihm ein leichtes die Post in den Richtigen Briefkasten zu stecken.:wink:

Und noch was Stehen die Vornamen an den Briefkästen?
 

Bthunter

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#5
Ne die Vornamen sind mit dem ersten Buchstaben abgekürzt, ist ein 70Partein Wohnblock, da sind auch schon allerhand Briefe von anderen Leuten bei mir gelandet die mit meinem Namen nichts zu tun haben, Krankenkassen Abrechnungen, Abmahnungen etc.. Dass Briefe von ihm bei mir oder Umgekehrt landen kommt regelmäßig vor.
Soll aber jetzt nicht Gegenstand der Diskussion sein, das waren auch keine Einschreibbriefe sondern Standardbriefe des Arbeitsamts von denen man ca .vier Stück pro monat bekommt, da mein Bruder ein Chiller ist kommt es durchaus mal vor, dass der nur alle zwei Wochen in seinen Briefkasten schaut.

Aber gehen wir mal davon aus dass ich tatsächlich die Briefe erhalten hätte, hier wird nach Gutsherren Art direkt nach Versäumen des ersten Termins das Geld gesperrt ohne dass ich eine Möglichkeit habe mich dazu zu äußern. Der Termin war am 24., am 26-27. wird das Schreiben dann vermutlich beim Empfänger sein, sollte ich mich also schriftlich oder telefonisch dazu äußern wollen, hätte ich gar keine Möglichkeit dazu.

Hier wird direkt ohne Vorwarnung gesperrt, es wird nicht über die Sperrung informiert und ich habe auch keine Möglichkeit mich rechtzeitig gegen diese Sperrung zu wehren. Was sind das bitte für Zustände? Der wilde Westen der Verwaltungsinstitutionen? Erst sperren dann fragen.
 

Bthunter

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#6
Sry für den Doppelpost.

Moin @Bthunter, :welcome:



Wie auch immer, die AfA hätte dir zumindest schon mal im Vorwege einen Anhörungsbogen ins Haus gesendet haben müssen, bevor es gegen dich irgendwelche Sanktionen verfasst. Unabhängig davon wäre eine 100 % Sanktion „so mir nix dir nix“ auch unrealistisch. Es sei denn, du bist vorher schon mit einer Sanktionierung belastet gewesen.


Ein eben solches Prozedere hätte ich auch erwartet. Man hätte mir zumindest die Möglichkeit einräumen können mich dazu zeitnah zu äußern, selbst im Fall dass ich diese Briefe erhalten hätte. Hier wird einfach mal ohne Ankündigung über das Wochende entschieden dass ich jetzt einfach mal so kein Geld erhalte, das bekomme ich dann per Telefon mitgeteilt mit der saloppen Antwort die Sperre würde mir dann später noch schriftlichlich zukommen.
Ich frage mich was das für eine BananenInsitution ist, man hört Monate lang nichts vom Amt, ausser eben den üblichen Stellenangeboten und dann wird direkt beim ersten Säumnis, in diesem Fall nicht mal meine Schuld, das Geld komplett gestrichen ohne Vorlauf oder Äußerungsmöglichkeit. Was ist im Fall eines Unfalls, oder eines Krankheitsfalles?
Man könnte wohl meinen dass im Falle der Existensicherung schon mehr als zwei Werktage und eine entsprechende Androhung/Information angebracht wären.:censored:

Auch wenn ich mich wiederhole, aber das will einfach nicht in meinen Kopf, geht hier schließlich nicht um eine Drosselung beim mobilen Internet fürs Handy. Aber selbst da erhält man rechtzeitig eine Mitteilung.
 

swavolt

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#7
Halb so wild.
Sollte eine oder mehrere Sperrungen kommen, dann erhebe Widerspruch.
Verweise darauf das nach deiner Recherche diese Briefe bei deinem Bruder gelandet sind und du die Termine somit nicht einhalten konntest.
Du bist nicht dafür verantwortlich. Dein Bruder ist auch nicht verpflichtet dich zu benachrichtigen. Der Fehler liegt hier in der schlampigen Briefzustellung.
Wenn die das ablehnen ab vors SG und einen korrekten Zustellnachweis an dir und nicht an deinen Bruder verlangen.
 

Bthunter

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#8
Ich meine hier geht es schließlich nicht darum dass meine Katzenfutter Bestellung mit Thunfisch bei Amazon nicht mehr auf Lager ist.

Ich muss meine Miete rechtzeitig bezahlen und ich muss auch Lebensmittel kaufen können. Hier wird einfach mal meine Existenzgrundlage ausser Kraft gesetzt weil der Postbote letzte Woche mal nicht auf die Vornamen geschaut hat. Das ist für mich eine unfassbare Frechheit. Das ganze wird mir dann auf eigene Nachfrage am Telefon mitgeteilt, das Schriftstück dazu erhalte ich dann nachträglich... Frage mich ob Teile unserer öffentlichen Einrichtungen eine Art Wurmloch in die Bizzarowelt geöffnet haben.
Ich bin garantiert keiner von der ziemperlichen oder überkorrekten Sorte, aber so etwas ist für mich ohne Übertreibung ein Skandal.
Der Postbote stellt mir einen Brief nicht zu, tja dann hab ich halt nichts zu essen, kann ich ja dann nächste woche klären. Sorry für den aufgebrachten Ton.
 

Makale

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#9
Das Problem bei ALG ist, dass dieses immer rückwirkend für den laufenden Kalendermonat gezahlt wird. Wenn in einem Monat ein sperrzeitrelevantes Verhalten vorliegen könnte (§ 159 SGB III), dann stellen sie sofort vorläufig die Zahlung ein. Der Hintergrund dessen ist einfach zu erklären: Würden sie das nicht machen, dann liefe eine Sperrzeit de facto ins Leere, weil sie dann nur mittels Rückforderungs- und Aufrechnungssbescheid durchgesetzt werden könnte (§ 50 SGB X, § 333 SGB III). Widerspruch hiergen entfaltet jedoch aufschiebende Wirkung. Damit wäre der Gesetzeszweck verfehlt.

Sicher ist das als Betroffener vorallem zum Monatswechsel mies, aber anders lässt sich regelmäßig das Gesetz effektiv nicht vollziehen. Denkbar wäre höchstens den Aufrechnungsbescheid mit einer Sofortvollzugsanordnung zu versehen. Das wäre aus meiner Sicht auch angebrachter. Allerdings macht das mehr Arbeit und diese scheuen bekanntlich die Behörden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bthunter

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#10
Sollten dann nicht solche Schriftstücke die meine ganze Existenzgrundlage so von heute auf morgen ausser Kraft setzen nicht per Einschreiben zugestellt werden?
Bin sicher nicht der einzige bei dem ein Standardbrief mal nicht ankommt, dazu braucht es auch kein 70Parteinhaus und jemanden mit gleichen Nachnamen. Das ist für mich ein unfassbarer Witz, ich kann es immer noch nicht fassen.

Widerspruch kann ich ja nichtmal einlegen da:
1.Ich gar keine Information über die Sperre erhalten habe, ich habe lediglich von der Sperre erfahren weil kein Geld auf dem Konto war. Wie soll ich gegen etwas Widerspruch einlegen von dem ich gar keine Information erhalten habe.
2.Selbst wenn ich von der Sperre erfahren hätte, wie soll ich mich rechtfertigen wenn zwischen Sperrgrund und Monatsende drei Werktage liegen?
 

Makale

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#11
Da wird die nächsten Tage eine Anhörung zum Eintritt einer Sperrzeit kommen. Dort steht dann drin, dass die Zahlungen vorläufig eingestellt wurden.

Spreche am Mittwoch persönlich vor. Anders lässt sich das auf die Schnelle nicht klären.
 

Bthunter

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#12
JA SOLLTE MAN DENN NICHT VORAB INFORMIERT WERDEN? GEHT HIER SCHLIEßLICH NICHT DARUM DASS MEIN PROTEINPULVER NUR NOCH IN DER GESCHMACKSRICHTUNG VANILLE ERHÄLTLICH IST????


Lässt sich nicht auf die Schnelle klären, aber anscheinend lässt sich einfach mal auf die Schnelle sperren, keine Angabe von Gründen, keine Information warum gesperrt wurde, kein Vorlauf nichts. Ich gehe ans Konto, denke mir nichts und stelle fest dass kein Geld da ist.
Das sind für mich kriminelle Praktiken, anders kann man das nicht beschreiben, ich überlege mir ernsthaft diese Leute auf Schadensersatz zu verklagen, das ist einfach eine absolute Unverschämtheit. Ist auch psychisch nicht gerade angenehm jetzt vor einem Nichts zu stehen, weil ich einen verschissenen Brief nicht erhalten habe. Was sind das bitte für Praktiken. Brief kommt nicht an, eine Woche später gibts kein Geld mehr. Information darüber gibts nicht, haben die Ämter sich ein Vorbild an Kafka genommen? Es wird einem der Prozess ohne angabe von gründen gemacht, widerspruch kann man auch keinen einlegen, man hat das einfach hinzunehmen.
 

HermineL

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#13
Für deine pers. Vorsprache am Mittwoch noch etwas zusätzliches Argumentationsfutter für dich. Die BA muss dir nachweisen das du die Briefe rechtzeitig erhalten hast kann sie das nicht gibt es keine Sperre.


§ 37 SGB X Bekanntgabe des Verwaltungsaktes
......
(2) Ein schriftlicher Verwaltungsakt, der im Inland durch die Post übermittelt wird, gilt am dritten Tag nach der Aufgabe zur Post als bekannt gegeben. Ein Verwaltungsakt, der im Inland oder Ausland elektronisch übermittelt wird, gilt am dritten Tag nach der Absendung als bekannt gegeben. Dies gilt nicht, wenn der Verwaltungsakt nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist; im Zweifel hat die Behörde den Zugang des Verwaltungsaktes und den Zeitpunkt des Zugangs nachzuweisen......
 

ela1953

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#14
Am sichersten ist die persönliche Klärung am Mittwoch.

Da du selber einräumst, dass auch du Post der anderen Mietparteien in deinem Kasten hast, ist das ein Fehler der Post und nicht des Arbeitsamtes.

Denn auch ein Brief mit der Ankündigung einer Sperre kann ja in einem fremden Briefkasten verschwinden.

Ich wohne alleine in einem Haus und hab schon fremde Post erhalten. Mein Name steht als einziger an der Klingel. Trotzdem bekomm ich auch Post, die in eine andere Stadt sollte, wo nur die Hausnummer übereinstimmt. Neulich stimmte zwar die Adresse, aber der Name so überhaupt nicht.
 

Gemcitabine

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#15
Ich wohne alleine in einem Haus und hab schon fremde Post erhalten. Mein Name steht als einziger an der Klingel. Trotzdem bekomm ich auch Post, die in eine andere Stadt sollte, wo nur die Hausnummer übereinstimmt. Neulich stimmte zwar die Adresse, aber der Name so überhaupt nicht.
Wie oft kommt das vor?
Ist schon merkwürdig, dass beim TE zwei kurz aufeinanderfolgende Briefe vom selben Absender mit gleichem Inhalt zufällig beide beim "chilligen" Bruder ankamen und der auch zufällig alle beide ignorierte....

Wenn man weiß, dass Post oft fälschlicherweise bei einer unzuverlässigen, postschlampigen Person landet, würde ich dieser Person 1. mal eine entsprechende Ansage machen (was 'fremde' fehlgeleitete Post betrifft, seine eigene ist seine Sache), 2. evtl sogar einen extra Hinweis am Kasten anbringen für den Postmenschen (kann ja nicht schaden) und 3. würde ich sicherheitshalber ab und an beim Bruder nochmal gezielt nachfragen/nachschauen (je nach Verhältnis).

Es geht ja nicht nur um solche JC-Geschichten; da kann auch sonstwelche wichtige Post jederzeit "verlorengehen" und Ärger fabrizieren.

Das ist mal wieder typisch für unreflektierte Menschen -- mal eben alles auf andere schieben, keine Verantwortung für seine eigenen Angelegenheiten übernehmen und dann laut rumjaulen, wenn es einem auf die Füße fällt.
So ein Denkzettel ist vielleicht gar nicht das Verkehrteste, um sich zukünftig besser um seinen Kram zu kümmern (ja, ich hab auch schon solche Lektionen lernen müssen und plappere das nicht nur so daher).

Gehe morgen zum Amt und mache dir zuvor einen Schlachtplan, bei dem du dir genau überlegst, wie du vorgehst.

Ich bin gerade nicht so sicher, ob es wirklich klug wäre, das JC in den Posttrödel einzuweihen, bzw in die Details.
Es wird dann sowieso schwer werden, zwei aufeinanderfolgende angeblich verschwundene Briefsendungen glaubhaft zu machen, wenn dann noch beide beim Bruder landeten, ganz zufällig bei jemanden, der solche Post aus Chilligkeit bei sich herumliegen lässt, statt den korrekten Empfänger zu benachrichtigen/ihm übergeben, dann wird es noch unglaubwürdiger.
Da würde ich evtl eher behaupten zur Schadensbegrenzung, beide Briefe kamen nicht an, ohne weitere Erklärung, Rechtfertigung und Ursachenforschung.
 
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#16
Hallo Gemcitabine,


das Post ganz woanders landet, ist heutzutage leider immer mehr der Fall.
Als es nur die Bundespost als staatliches Unternehmen der Briefzustellung gab,kam es wirklich nur bei Namensgleichheiten mal vor, das man "fremde" Post erhielt.Ich wohne hier im Ruhrgebiet und da gibt es zu Haufe den gleichen Familiennamen aber trotzdem landete früher nur höchst selten mal einer bei einer falschen Adresse.
Heutzutage hast du, da ja auch Private Dienstleister die Post bringen,hier im Pott pro Monat 3-oder 4 falsche Briefe im Postkasten,bei denen noch nicht einmal Ansatzweise die Familiennamen ähnlich sind.Die Krönung war aber letztes Jahr ein Brief, der noch nicht einmal für diese Region hier war, sondern für einen Ort in Bayern.
 

Bthunter

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#17
Wie oft kommt das vor?
Ist schon merkwürdig, dass beim TE zwei kurz aufeinanderfolgende Briefe vom selben Absender mit gleichem Inhalt zufällig beide beim "chilligen" Bruder ankamen und der auch zufällig alle beide ignorierte....
Was ist daran unglaubwürdig? Evtl. hat eben ein anderer Postbote die Vertretung für diesen Monat übernommen, ich habe einen eher seltenen Namen. Das kommt wie gesagt häufiger vor.

Wenn man weiß, dass Post oft fälschlicherweise bei einer unzuverlässigen, postschlampigen Person landet, würde ich dieser Person 1. mal eine entsprechende Ansage machen (was 'fremde' fehlgeleitete Post betrifft, seine eigene ist seine Sache), 2. evtl sogar einen extra Hinweis am Kasten anbringen für den Postmenschen (kann ja nicht schaden) und 3. würde ich sicherheitshalber ab und an beim Bruder nochmal gezielt nachfragen/nachschauen (je nach Verhältnis).

Es geht ja nicht nur um solche JC-Geschichten; da kann auch sonstwelche wichtige Post jederzeit "verlorengehen" und Ärger fabrizieren.
Wir wohnen schon seit Jahren im gleichen Block, hat bis jetzt bis auf eine Mahngebühr von 2,50€ noch nie zu irgendwelchen Problemen geführt, auch wenn ich die Post mal zwei Wochen später erhalten habe. Mir gehts bei dieser Arbeitsamtgeschichte darum, dass hier innerhalb von zwei Werktagen ohne Angabe von Gründen oder Möglichkeit des Widerspruchs von jetzt auf gleich das Geld auf null gestrichen wird, weil ein Standard Termin verpasst wurde. Keine Frist zur Rechtfertigung etc.

Das ist mal wieder typisch für unreflektierte Menschen -- mal eben alles auf andere schieben, keine Verantwortung für seine eigenen Angelegenheiten übernehmen und dann laut rumjaulen, wenn es einem auf die Füße fällt.
So ein Denkzettel ist vielleicht gar nicht das Verkehrteste, um sich zukünftig besser um seinen Kram zu kümmern (ja, ich hab auch schon solche Lektionen lernen müssen und plappere das nicht nur so daher).
Wie gesagt hat hier bisher noch nie zu Problemen geführt, hier wurde von jetzt auf gleich entschieden dass ich kein Geld bekommen, ich habe keine Frist bekommen, der Geldhahn wurde mir sozusagen über das Wochenende abgedreht. Dass ich jetzt in Zukunft einen Zettel anbringen kann sehe ich ja vollkommen ein, aber es ist nicht meine Verantwortung wenn der Brief woanders landet und ich nicht mal ein Schreiben bekomme wo mir die Sperre angedroht wird, am besten per Einschreiben denn hier handelt es sich nicht um irgendwelche Pipifax Angelegenheiten sondern um meine Existenzgrundlage.
Mir wurde von der Hotline des AA mitgeteilt dass ich das Schreiben dass mein Geld gesperrt wurde SPÄTER bekommen würde, !!!NACHDEM!!! gesperrt wurde.


Ich bin gerade nicht so sicher, ob es wirklich klug wäre, das JC in den Posttrödel einzuweihen, bzw in die Details.
Es wird dann sowieso schwer werden, zwei aufeinanderfolgende angeblich verschwundene Briefsendungen glaubhaft zu machen, wenn dann noch beide beim Bruder landeten, ganz zufällig bei jemanden, der solche Post aus Chilligkeit bei sich herumliegen lässt, statt den korrekten Empfänger zu benachrichtigen/ihm übergeben, dann wird es noch unglaubwürdiger.
Da würde ich evtl eher behaupten zur Schadensbegrenzung, beide Briefe kamen nicht an, ohne weitere Erklärung, Rechtfertigung und Ursachenforschung.
Mein Bruder schaut alle zwei Wochen in den Briefkasten, der erwartet keine wichtige Post vom JC oder AA oder ähnliches, das einzige was der bekommt ist Werbung, der hat gar keine Veranlassung in seinen Briefkasten zu schauen. Ich kann der Dame auch gerne ein Bild von unserer Postanlage auf dem Smartphone zeigen, da ist es durchaus nachvollziehbar dass Briefe mal woanders landen.

Mir geht es in erster Linie darum dass hier über das Wochenende mein Geld gesperrt wurde, ohne mir hierbei eine Möglichkeit des Widerspruchs oder eine Frist einzuräumen. DAS ist die Sauerei, SELBST WENN ich die Post erhalten hätte.
 

Fabiola

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#18
Mein Bruder schaut alle zwei Wochen in den Briefkasten, der erwartet keine wichtige Post vom JC oder AA oder ähnliches, das einzige was der bekommt ist Werbung, ...
Dann ist doch für die Zukunft die beste Lösung, wenn Du Dir den Briefkastenschlüssel von Deinem Bruder geben läßt oder eine Kopie davon. Denn das Gleiche wie jetzt kann immer wieder mal passieren, und Du sitzt (selbst wenn Du zu Recht empört bist) stets am kleineren Hebel.

Solltest Du mal ins Alg2 fallen nach Auslaufen Deines Alg1, kannst Du Dich schon mal mental auf mögliche weit mehr Rechtswidrigkeiten von seiten des Amtes gefasst machen. Da hilft Dir auch nicht wirklich, wenn nach Widerspruch und möglicher Klage der Schaden geheilt würde.

In Deinem jetzigen Fall könntest Du Dich auch an das Kundenreaktionsmanagement in Nürnberg per Mail wenden. Die Mailadresse müsste jemand anderes hier nachschieben,
 
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#19
Hallo Bthunter,


du solltest dich damit abfinden, das Behörden super fix sind, wenn es darum geht,Leistungen einzustellen.Selbst am Zahltag schaffen die es noch, das Geld zurück zu holen.Währen du oft Wochen auf Pfennigbeträge warten must.Bei der BA für Arbeit oder beim Jobcenter kommen noch deren Spielchen hinzu,die sie gerne mit Arbeitslosen treiben.Gehe morgen zum Amt und kläre das da aber bleibe ruhig und sachlich.Ich kenne diese Spielchen und wenn man hundertmal am liebsten ******* machen würde,das hilft nicht weiter.
 

barfuss

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#20
Hallo Bthunter,

bei mir wurde (zugegeben, in einem anderen Zusammenhang, aber nichtsdestotrotz ebenso vorschnell im laufenden Monat) auch direkt mal die Zahlung eingestellt "um Überzahlungen zu vermeiden". Für mich ist es zahlungstechnisch nicht kritisch, aber ich hatte ähnliche Gedanken, dass das Amt auf diese Weise jemanden durchaus in die Bedrängnis bringen kann.
Ich wünsche viel Erfolg beim persönlichen Termin, unbedingt vorher noch hier im Forum ausgiebig Tipps einholen... uninformiert ist man bei jeglichen Terminen meist viel zu unbedarft.
 

Wolfgang1

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#21
Dieses mal ging es schief, ich würde versuchen Widerspruch einzulegen. Ich denke mal 50% Chance.
Für die Zukunft würde ich dir folgenes empfehlen. Ich beziehe auch derzeit ALG1 und bekomme ähnlich wie du hin und wieder schriftliche Einladungen um meine berufliche Situation zu besprechen per Post. Wenn du zustimmst wirst du daran aber einen Tag vorher per SMS erinnert. Ich habe das und ich habe daher noch keines dieser Gespräche versäumt. Gerade in deiner Situation denke ich, wäre das gut.
 

Bthunter

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#22
So mal ein Update meinerseits:
Ich war am letzten Mittwoch nicht beim Amt da ich einen weiteren Termin in meinem Postfach vorgefunden habe und zwar für heute.
Der Rückruf der mir bis spätestens Donnerstag zugesichert worden ist, hat auch nicht stattgefunden.
So dann war ich heute mal beim Amt, habe meine Bewerbungsunterlage etc. mitgenommen und dachte diese Angelegenheit würde sich heute klären lassen. Stattdessen habe ich eine Stunde im Wartezimmer verbracht, als ich dann an der Reihe war wurde mir mitgeteilt dass dieses Gespräch nur zur Aufname des Sachverhaltes dient, also das was ich letzten Montag bereits telefonisch schon besprochen habe, und würde dann anschließend an meine Sachbearbeiterin weitergeleitet.

Diese würde dann heute oder morgen darüber entscheiden ob eine Sperrzeit verhängt wird oder nicht (ironischerweise ist aber mein Geld ja bereits gesperrt, bzw. es sind dadurch bereits 20€ Gebühren bei der Bank durch Rückläufer entstanden), ich würde dann weiterhin nochmals einen Termin erhalten.

Als ich die Dame darauf ansprach wieso ich nicht schriftlich über eine Sperrzeit informiert worden bin, teilte diese mir mit das würde auf den vorherigen Anschreiben bereits angemerkt sein.
Damit meinte sie das Kleingedruckte und die Rechtsbelehrung auf der Rückseite, es wird also nicht nochmals explizit darüber informiert sondern es tritt sofort eine Sperrzeit ein, ein Widerspruch hätte auch keine aufschiebende Wirkung.
Was im Endeffekt heißt es wird zurestmal gesperrt und anschließend wird dann über jenen Sachverhalt verhandelt. Will so immernoch nicht in meinen Kopf rein, aber naja was will man machen. Als ich meinte das Ganze sollte doch besser per Einschreiben verschickt werden weil die Konsequenzen dann doch nicht gerade ohne sind meinte sie dass sie keine Einschreiben verschicken. Wäre ich heute nicht erschienen wäre ich komplett "abgemeldet worden". Muss man sich mal reinziehen, da wird innerhalb von weniger als zwei Wochen einfach mal der komplette Anspruch "abgemeldet".

So jetzt heißt es Abwarten und Tee trinken.

Also Epilog setze ich nun noch kurz meinen Aluhut auf:
Ich kann mir dieses Verhalten vom Amt einfach nur mit einer entsprechenden Druckmach Politik erklären um die Arbeitslosenquote offiziell zu drücken.
Briefe die prinzipiell ohne Einschreiben versendet werden obwohl diese zur völligen Sperrung der Lebensgrundlage führen können, da muss man nicht mal selbst schuld sein reicht wenn die Post nicht ankommt, ein Widerspruch hat keinerlei aufschiebende Wirkung, man ist also in so einer Situation auf gut deutsch erstmal "*******".
Ich meine bei Millionen Arbeitsloser gehen sicher 0,1% der Briefe verloren, d.h. da dürfen sich dann jeden Monat Tausende Erwerbslose um ihr Geld streiten. Weiterhin hat man keine Möglichkeit seinen Sachbearbeiter persönlich per Telefon oder Email zu erreichen. Man stelle sich vor man erkrankt am Tag des Termins, könnte ich mich nichtmal rechtzeitig abmelden ohne dass mir auch das Geld gesperrt wird. Scheint nur über Dritte zu laufen, finde das auch äußerst merkwürdig.

@Wolfgang1: Jo, habe letzten Montag meine Handynummer eintragen lassen, wurde dann gestern nochmals daran erinnert.
 
Zuletzt bearbeitet:

Agent

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#23
Briefe die prinzipiell ohne Einschreiben versendet werden obwohl diese zur völligen Sperrung der Lebensgrundlage führen können, da muss man nicht mal selbst schuld sein reicht wenn die Post nicht ankommt,...
Was soll es denn kosten, wenn alle Briefe per Einschreiben verschickt würden?
Für gewöhnlich wird tatsächlich lediglich die finale Einladung vor der Abmeldung per Einschreiben oder PZU zugeschickt, sodass man dafür einen Zustellnachweis hat.


Weiterhin hat man keine Möglichkeit seinen Sachbearbeiter persönlich per Telefon oder Email zu erreichen. Man stelle sich vor man erkrankt am Tag des Termins, könnte ich mich nichtmal rechtzeitig abmelden ohne dass mir auch das Geld gesperrt wird. Scheint nur über Dritte zu laufen, finde das auch äußerst merkwürdig.
Du könntest die Postfachfunktion in der Jobbörse nutzen - diese Nachricht kommt direkt beim SB raus. Alternativ kann man dir bestimmt die Email-Adresse vom Teampostfach nennen. Ein Fax schicken ist auch immer eine brauchbare Alternative.

Viele Grüße
Agent
 

Bthunter

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#24
Was soll es denn kosten, wenn alle Briefe per Einschreiben verschickt würden?
Für gewöhnlich wird tatsächlich lediglich die finale Einladung vor der Abmeldung per Einschreiben oder PZU zugeschickt, sodass man dafür einen Zustellnachweis hat.
Es sollen ja auch nicht ALLE Briefe per Einschreiben verschickt werden, sondern lediglich jene Briefe die auch entsprechende Konsequenzen mit sich ziehen können. Einfach mal am Monatasanfag kein Geld zu haben zählt für mich dazu, da kann man sicher mal n Euro dafür ausgeben, bin mir auch sicher dass sich da was über die Post regeln lässt. Das Jobcenter(AlgII) schickt auch alles Wichtige per Einschreiben raus. Vorallem dann wenn die Sanktionen direkt ohne Vorlauf greifen sind für mich solche Verfahren einfach unzureichend.
Hat für mich eben einen entsprechenden Beigeschmack.

Du könntest die Postfachfunktion in der Jobbörse nutzen - diese Nachricht kommt direkt beim SB raus. Alternativ kann man dir bestimmt die Email-Adresse vom Teampostfach nennen. Ein Fax schicken ist auch immer eine brauchbare Alternative.

Viele Grüße
Agent
Ja, das sind alles Dinge die man HINTERHER erfährt, bei solchen Sanktionen wäre es schon wünschenswert man würde hier etwas "offfizieller" verfahren und auch eine entsprechende Frist einräumen.
 

Kerstin_K

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#25
Meine Haushaltshilfe hat ein ähnliches Problem. Ihre Mutter wohnt in der selben Straße im Haus Nr. 1, sie selber in der 13. Zudem ist der Straßenname sehr lang und wird regelmäßig einfach abgeschnitten. Die Beiden flehen einen fast täglichen Postaustausch. Anders geht es nicht.
 

Watch

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#27
Mal ne Frage:Hat dein Bruder den gleichen Vornamen wie Du,und kann Er lesen?
Dann ist es für ihm ein leichtes die Post in den Richtigen Briefkasten zu stecken.:wink:

Und noch was Stehen die Vornamen an den Briefkästen?
Hier werfen die Briefträger Pi mal Schnauze ein.
 

hansklein

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#28
Da du selber einräumst, dass auch du Post der anderen Mietparteien in deinem Kasten hast, ist das ein Fehler der Post und nicht des Arbeitsamtes.
Das ist so nicht richtig! Die Arbeitsagentur, das JC etc. haben dir die Post so zuzustellen, das sie dich auch fristgemäß, persönlich erreicht. Sonst könnten die Briefe auch von jedem X-Beliebigen, der z.b. Werbezettel für Katzenfutter in die Häuser einwirft, eingeworfen werden.

Aus der Praxis kenne ich das Problem. Hier gibts außen keine Briefkästen. Der Postbote der Post kommt trotzdem an die Briefkästen, hat nen Schlüssel für den Flur. Die ganzen "Fremddienste" nicht. Das JC und andere Behörden nehmen aber gerne Fremddienste, ist wohl billiger.

So haben mich auch Briefe nie oder nicht fristgerecht erreicht und es kam ( bei mir wurds wenigstens vorher angekündigt...) die Androhung von Konsequenzen, wegen Terminversäumnisse, zu später Meldung und so ein Plödsinn.

Da habe ich mich direkt nachweislich, schriftlich gegen gewehrt und verlangt, das sie mir die Zugänge der Schreiben nachweisen und in Zukunft, jeden Brief nachweislich, an mich persönlich, zustellen.

Die angedrohten Konsequenzen wurden zurückgenommen und wichtige Post von denen, habe ich nur noch per Nachweis (einschreiben) erhalten. Das geht doch, wenn die das wollen. Ansonsten wäre ich auch vor das SG gegangen, die Drohung meinerseits stand nat. auch im Raum.

Von der RV habe ich sogar persönlich die Mitteilung bekommen, das deren Postdienstleister bis zu 4! Wochen zur Zustellung benötigt. Allerdings haben die nie Stress wegen Fristen gemacht, die wissen auch warum.

Ich kann schon verlangen, das Post, die an mich persönlich gerichtet und wichtig ist, mich auch nachweislich erreicht - ansonsten trage ich keine Konsequenzen. Wer weiss auch schon, wozu sonst das Briefpapier genutzt wurde, Grillanzünder oder so...

Wegen dem Datenschutz hat Post auch nicht bei meiner Mutter, Oma, Bruder oder Tante zu landen. Noch lebe ich in Deutschland, denke ich und hier gelten - noch - Regeln.
 

swavolt

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#30
Der "Kunde(Sozialempfänger)" soll unter Druck gesetzt werden.
Er soll agieren, rotieren und nicht der Staat.

Deshalb muss man eine Reserve von 2 Monaten haben um solchen Gebaren entspannt gegenüber zutreten.
Dann könnte man eine EA auf Auszahlung und Schadenersatz beim SG einreichen um so etwas zukünftig zu unterbinden.
 

Bthunter

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#31
1.Solche Dinge lesen sich die wenigsten durch, analog zu EULAs bei der Software Installation. Ist auch meiner Meinung nach Teil des SERVICE über solche Dinge vorabzuinformieren bzw. dem Kunden nicht einfach irgendwelche Brocken hinzuwerfen und dann auf Paragraphen zu verweisen. Ich bin da eben egal ob andere Ämter oder private Dienstleistungen eine andere Herangehensweise gewohnt.

2.Eine Erinnerung per Handy ist kein Ersatz zum offiziellen Weg, sondern sollte lediglich dazu dienen MICH an Termine zu erinnern, das ist keine Substitution für eine entsprechende Einladung per Post.

3.Ich habe mir nichts zu schulden kommen lassen, ich habe die Post nicht erhalten und darauf hin entsprechende Konsequenzen erfahren. Dass das Amt auch nichts "dafür" kann wenn die Post nachlässig ist sehe ich ja ein, gerade deshalb ist der Usus einfach mal von jetzt auf gleich zu sperren Bullshit.
 

Kerstin_K

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#33
1.Solche Dinge lesen sich die wenigsten durch, analog zu EULAs bei der Software Installation. Ist auch meiner Meinung nach Teil des SERVICE über solche Dinge vorabzuinformieren bzw. dem Kunden nicht einfach irgendwelche Brocken hinzuwerfen und dann auf Paragraphen zu verweisen. Ich bin da eben egal ob andere Ämter oder private Dienstleistungen eine andere Herangehensweise gewohnt.
Mit der Einstellung kannst du aber böse auf die Nase fallen.
 

RonnyX

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#34
hallo, wenn du morgen hingehst und die Sache erklärst, wird man zwar die Sperrzeit aus dem System rausnehmen.
Aber ob dein Vermittler auch die Überweisung im laufenden Monat hinkriegt?
Sonst kommt das April-ALG erst am Monatsende mit dem Mai-Betrag.

Möglichst Vorschuß beantragen.
 

Agent

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#35
@RonnyX: Wird die vorläufige Zahlungseinstellung aufgehoben erfolgt sofort und völlig automatisch die Anweisung bereits fälliger Beträge :wink:

@TE: Solltest du den Bankweg nicht mehr abwarten können, weil zB dein Vermieter dich schon angemahnt hat - Nachweis erforderlich - könnte ggf. auch eine Barauszahlung erfolgen. Dazu aber unbedingt einen aktuellen Kontoauszug vorlegen und eben eine entsprechende Mahnung.
Und... das musst du sagen, bevor man die vorläufige Sperre entfernt, denn wenn die raus ist kann man nicht mehr bar auszahlen.

Viele Grüße
Agent
 

Bthunter

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#36
@RonnyX: Wird die vorläufige Zahlungseinstellung aufgehoben erfolgt sofort und völlig automatisch die Anweisung bereits fälliger Beträge :wink:

@TE: Solltest du den Bankweg nicht mehr abwarten können, weil zB dein Vermieter dich schon angemahnt hat - Nachweis erforderlich - könnte ggf. auch eine Barauszahlung erfolgen. Dazu aber unbedingt einen aktuellen Kontoauszug vorlegen und eben eine entsprechende Mahnung.
Und... das musst du sagen, bevor man die vorläufige Sperre entfernt, denn wenn die raus ist kann man nicht mehr bar auszahlen.

Viele Grüße
Agent
Danke für die Antwort, abwarten kann ich es schon noch, habe mir von anderer Seite Geld geliehen, sollte aber eben diese Woche noch auf m Konto sein um weitere Gebühren und Scherereien zu vermeiden.

D.h. falls die Sperre entfernt wurde kann ich in 1-2 Werktagen mit einem Zahlungseingang rechnen?

Mit der Einstellung kannst du aber böse auf die Nase fallen.
Ist eine Aufwand/Nutzenfrage :biggrin:.
 

RonnyX

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#37
@Agent: Ja, aber Anweisung bedeutet, 5 Werktage.
@TE: Heute ist Mittwoch.
Wenn dein Vermittler heute die Sperrzeit entfernt, und der Automatismus mit der Anweisung klappt, hast du das Geld frühestens nach 5 Werktagen.
Schau auf den Himmelfahrts-Kalender.
 

Agent

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#38
Nein, das bedeutet nicht 5 Werktage. So lange darf eine Überweisung nicht dauern.
Die regulären Zahlläufe werden frühzeitig gebucht und mit Wertstellungsdatum weitergegeben, aber alles, was zwischenzeitlich freigegeben wird, dauert max. 3 Bankarbeitstage.
 

RonnyX

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#39
So lange darf eine Überweisung nicht dauern.
Stimmt.
Du hattest allerdings Anweisung geschrieben.

Wenn nun am Mittwoch eine *zwischenzeitliche Freigabe* geschaltet wurde, hat der TE die Summe frühestens am Dienstag 15.5. auf seinem Konto.

Ich habe da leider auch schon ganz andere Zeiten erlebt.
 

Bthunter

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#41
So hier mal ein kleines Update:

Das Geld wurde mir ohne Abzüge überwiesen, dennoch hatte ich mindestens 25€ an Gebühren bei der Bank wegen Rückläufer.

Hatte wieder zwei Termine gegen Ende des Monats, in deren Schreiben steht auch dass man hier schriftlich per Brief Widerspruch einlegen soll. Ein Schreiben kam wieder nicht an, glücklicherweise habe ich die Benachrichtigung per SMS eintragen lassen. Frage ist doch dann falls etwas dazwischen kommt wie das ganze organisatorisch funktioneren soll damit das Geld am Anfang des Monats auf dem Konto ist.

Hier sind wir auch gleich beim nächsten Punkt: Ich hatte heute einen Termin in der früh, war allerdings verhindert, ich habe eine Email an deren Teamverteiler geschrieben (hat mir meine Beraterin so gesagt). Ich hoffe doch mal dass diese angenommen wird und nicht wieder zu einer Sperre führt. Kommt mir manchmal wie am Roulettetisch vor...
 

RobbiRob

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#42
Kommt auf die Begründung der Verhinderung an.

Grundsätzlich sollte man solche Termine wahrnehmen und entsprechend priorisieren.
 

Bthunter

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#43
Kommt auf die Begründung der Verhinderung an.

Grundsätzlich sollte man solche Termine wahrnehmen und entsprechend priorisieren.
War ne Infoveranstaltung für einen Arbeitgeber bei dem ich mich in der Woche vorher bereits beworben habe, habe ich der Beraterin auch mitgeteilt. Begründung war dass ich kurzfristig meinen Vater fahren musste da dieser eine Verletzung hat.
 
E

ExitUser

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#44
Das Geld wurde mir ohne Abzüge überwiesen, dennoch hatte ich mindestens 25€ an Gebühren bei der Bank wegen Rückläufer..
Dei kann man m. W. als Schadensersatz geltend machen.
https://sozialberatung-kiel.de/2016/04/25/schadensersatz-bei-zu-spaeter-zahlung-von-alg-ii/

Aber:
Deswegen klagt kaum ein Leistungsberechtigter und es gibt kaum Urteile zu dieser Dauerproblematik. Zudem sind wegen vor allem auch § 839 Abs. 3 BGB die Anspruchsvoraussetzungen sehr sorgfältig zu prüfen. Zuletzt darf man sich keinen allzu großen Illusionen hingeben:
 

faalk

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#45
Ich hatte heute einen Termin in der früh, war allerdings verhindert,
Natürlich nicht so schön, wenn man sowieso schon bei JC und SB auf der "Roten Liste" steht.

War ne Infoveranstaltung für einen Arbeitgeber bei dem ich mich in der Woche vorher bereits beworben habe
Was leider die Einladung nicht nichtig macht.

Begründung war dass ich kurzfristig meinen Vater fahren musste da dieser eine Verletzung hat.
Wenn es hart auf hart kommt, könnte das JC darin keinen triftigen Grund sehen.
 

Bthunter

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#46
Natürlich nicht so schön, wenn man sowieso schon bei JC und SB auf der "Roten Liste" steht.



Was leider die Einladung nicht nichtig macht.



Wenn es hart auf hart kommt, könnte das JC darin keinen triftigen Grund sehen.
Ist nicht das JC sondern die agentur für arbeit. Habe die nochmals angerufen bzw. zurückgerufen (ging um briefrückläufer), die meinten das stellt kein problem dar. Mal schauen ob das morgen tatsächlich so ist :biggrin:
 

Kerstin_K

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#47
Bei der AfA sind sie da stellenweise noch sehr human. Meine Vermittlerin sagte mir sogar, für sie stelle es einen wichtigen Grund da, wenn die Oma Geburtstag hat. Schliesslich sei das nur einmal im Jahr.
 
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