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ALG I psychologischer Dienst

pfauenauge

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#1
Hallo,

ich bin neu hier und habe zu meiner Frage nichts im Forum gefunden. Sollte es doch bereits hierzu etwas geben, wäre ich für Hinweise dankbar, wo ich es finde.

Ich habe meinen Vermittler um Unterstützung zu einem bestimmten Vorstellungsgespräch gebeten. Dieser meinte, dass er kein Bewerbungstraining mit mir machen kann, aber mir einen Termin in einem Assessmentcenter anbieten kann, wo ich individuell trainieren kann. Und dann kam jetzt eine Einladung für eine Begutachtung durch einen Psychologen. Und ich soll eine Einverständniserklärung unterschreiben, dass ich mit der Erhebung meiner Daten etc. einverstanden bin. Auf diesem Bogen ist ein Kreuz bei "Assessment Center zur Erfassung sozial-kommunikativer Kompetenzen" gesetzt. Wenn ich den Termin absage ist das angeblich folgenlos für mich. Ich möchte das absagen. Zumal es anders besprochen war. Frage mich allerdings jetzt, wie ich das am geeignesten tue, damit es keine Folgen für mich hat. Hat jemand von Euch diesbezüglich bereits Erfahrungen?
 

Fritz Fleißig

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#2
Was für eine "Einladung" ist das? Ist das ein offizieller Untersuchungstermin beim psychologischen Dienst der Arbeitsagentur, zu dem du mit Rechtsfolgenbelehrung gemäß § 309 SGB III eingeladen worden bist? Oder ist das eine andere, freiwillige Sache? Verpflichtet zum Erscheinen bist du nur im ersten Falle.

Aber überhaupt - was um alles in der Welt hast du dir mit dieser Anregung nur versprochen?

Meinst du nicht, daß du sinnvolle und durchaus hilfreiche Ratschläge zur Bewerbung oder Hinweise zum Ablauf eines Bewerbungsgesprächs jederzeit kostenlos im Internet finden kannst und dort studieren kannst, wann immer du willst, ohne jemandem Rechenschaft ablegen zu müssen? Wozu brauchst du dazu irgendeinen Berater?

Was für "sozial-kommunikative Kompetenzen" soll der Psychologe denn bei dir "assessieren"? Toll, das man dafür so schöne englische Wörter hat, das muß dann ja was Gelehrtes sein. Früher lief so etwas auf der Basis gesunder Menschenkenntnis und Selbsteinschätzung. Jetzt braucht man anscheinend immer gleich irgendein Ässeßment-Zenter mit "Fachleuten", die an den Aufträgen gut verdienen können.

Sag das einfach ab, wenn du es kannst, und dann Schluß. Begründungen brauchst du nicht. Und wenn, kannst du jederzeit sagen, daß du dir diese Kenntnisse lieber in Eigenregie verschaffen willst.
 

pfauenauge

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#3
Hallo,
da es freiwillig ist und mir laut dem Schreiben keine Nachteile durch eine Absge entstehen, werde ich es absagen. Danke!
 
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#4
Im ALG I Bereich gab es hier mal vor Jahren die Möglichkeit über die BA so eine Art Bewerbungscoaching bezahlt bekommen (einige Sitzungen, habes abers elbst nicht wahrgenommen). Ich bin mir nicht sicher, ob das nur für Akademiker galt, glaube aber so wars. Muss nicht per se schlecht sein, z.B für Leute, die sich unsicher fühlen bei Bewerbunsgesprächen) aber mit psycholgischer Begutachtung hatte das nichts zu tun. Scheint hier wohl aber anders zu sein.
 

pfauenauge

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#5
Hallo,

genau so hat sie es mir angekündigt, als Bewerbungscoaching. Das ist es aber laut dem Schreiben nicht.
Dank Dir für die Info!
 
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#6
Hallo,

genau so hat sie es mir angekündigt, als Bewerbungscoaching. Das ist es aber laut dem Schreiben nicht.
Dank Dir für die Info!
Kannst du das Schreiben mal anonymiisiert einstellen oder relevante passagen abtippen?

Klingt alles komisch... .
 

Texter50

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#7
Seit wan hilft Dir ein Assessment Center beim Vorstellungsgespräch?
Hier mal so ne Art Definition :icon_knutsch: :

Das Assessment Center – kurz AC – ist ein Personalauswahl*verfahren im Bewerbungsprozess. In einem zeitlichen Rahmen von ein bis drei Tagen absolvieren die vielversprechendsten Bewerber verschiedene Assessment-Center-Übungen. Ziel ist es, das Verhalten und die Kompetenzen eines Bewerbers zu ermitteln, um festzustellen, ob er für die vakante Stelle fachlich und persönlich geeignet ist.
Klingt wirklich seltsam, da sollte man mehr Information zu erhalten? :icon_stop:
 

Anna B.

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#8
Ac*s gibt es schon ewig lange...

und beileibe nicht in allen Firmen und bei allen Job*s wird so etwas verlangt...

mein Sohn hat nach dem Studium sich bei einigen Firmen beworben...alles internationale Firmen..und da war natürlich ein AC Standard...

d.h. auch, dass er zum Vorstellungsgespräch eingeladen war...ein AC wird oft einem eigentlichen Vorstellungsgespräch vorgeschaltet..

wenn es darum geht, zuerst einmal ein Vorstellugnsgespräch zu erreichen, dann ist das Training für ein AC völlig überflüssig.....

zuerst müssen doch die Bewerbungsunterlagen so optimiert werden, dass ein AG den bewerber unbedingt kennen lernen will....um dann ggf. ein AC und/oder ein Vorstellugnsgespräch durchzuführen..

also...es geht um Informationen zu einer überzeugenden Bewerbung....darum sollte sich m.E. zuerst gekümmert werden...
 

Fritz Fleißig

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#9
Nun ja, früher brauchte ein Personalchef kein Ässeßment-Zenter für seine Entscheidung, sondern verließ sich auf seine Urteilsfähigkeit und Menschenkenntnis. Das alles ist offenbar ein Zug unserer Zeit, wo Verantwortung gerne auf "Fachleute" und ein entsprechendes Gutachten abgeschoben wird.
 

Anna B.

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#10
früher gabs auch keinen PC und wir haben mit Kuli einen Brief geschrieben und dann 14 Tage auf Antwort gewartet...

dieses Argument:" früher...gabs auch nicht.."

ist völliger Blödsinn...früher..kannst du nicht mehr zurückholen...

also richte dich im Heute ein...

und wenn ein AG nun mal ein AC fordert, tja, dann ist es so....

früher gab es auch kein ALG II, sondern nach 12 Monaten "Arbeitslosenhilfe"....und?....nun gibt es keine Arbeitslosenhilfe mehr, sondern ALG II..

früher gab es nur ein Fernsehprogramm...und? heute gibt es zig Programme..

also...Früher, war einmal und wir leben jetzt im Hier und Heute...
und...wenn wir einen Job unbedingt wollen und dieser AG nun mal ein AC durchführt..dann hat man immer noch die Wahl zu sagen: also Chef, früher, als ich noch Arbeit hatte, da brauchte man kein AC und deswegen verzichte ich auf das AC und auf den Job...

aber...kann man sich das in der heutigen Zeit erlauben, wenn man einen Job möchte?...ich denke..eher nein..
 

BerlinerAss

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#11
Was für eine "Einladung" ist das? Ist das ein offizieller Untersuchungstermin beim psychologischen Dienst der Arbeitsagentur, zu dem du mit Rechtsfolgenbelehrung gemäß § 309 SGB III eingeladen worden bist? Oder ist das eine andere, freiwillige Sache? Verpflichtet zum Erscheinen bist du nur im ersten Falle.
....
Der Praxisleitfaden geht von Zustimmung des Kunden aus. Es gibt also keine verpflichtende Termine beim PD und ÄD.

Ich denke es wäre auch eine Grundrechtsverletzung, anzuordnen, dass ein Arbeitsloser zum PD oder ÄD gehen muß.

Intimität, Privatheit, körperliche Unversehrtheit und Recht auf freie Arztwahl sind diese Grundrechte. Nur durch Gerichtsbeschuss darf in Grundrechte eingegriffen werden.


Vor der Beauftragung des Psychologischen Dienstes wird die Fachkraft mit der Kundin oder
dem Kunden über die Einschaltung des Psychologischen Dienstes sprechen. Dies ist Vo-
raussetzung für die Einschaltung, zu der die Kundin oder der Kunde ihr/sein Einverständnis
geben muss. Darüber hinaus sichert die frühzeitige und umfassende Einbindung die Mit-
arbeit und Übernahme von Verantwortung durch die Kundin oder den Kunden.
aus:
Praxisleitfaden zur Einschaltung des
Psychologischen Dienstes
im Bereich des SGB II und SGB III
Stand: September 2011
 
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