ALG I noch bis April und jetzt schwanger!

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Lillehammer

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Hallo,

so, es stellt sich folgender Sachverhalt:

Meine Freundin ist Arbeitssuchende und bezieht noch bis Anfang April 2009 ALG I.
Jetzt hat Sie festgestellt, dass Sie in der 5 Woche schwanger ist.
Auch wenn eine Schwangerschaft keine Krankheit ist, wird Sie für den Arbeitsmarkt nicht wirklich interessant sein.
Wie geht es jetzt für Sie weiter? Die Schwangerschaft müßte Sie in den nächsten Tagen umgehend beim Arbeitsamt melden - und was geschieht dann?
Was passiert nach dem 05. April, wenn das ALG I ausläuft?

Es wäre schön, konstruktive Beiträge zum benannten Thema zu bekommen.

Dafür vorab schon mal lieben Dank!

lillehammer
 

Ralsom

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erstmal herzlichen Glückwunsch :icon_klatsch:

Was passieren wird?? Ihr ALG I wird auslaufen und sie wird ALG II kriegen, denn du kannst davon ausgehen, dass sie keinen neuen Arbeitsplatz kriegt.
Aber sie hat doch jetzt schon Zeit sich zu überlegen, welche Anträge sie dann stellt - Erstausstattung für Schwangerschaft und Geburt. Und danach Elterngeld u.ä.
 

avalon

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Es besteht kein Grund, der Arbeitsagentur die Schwangerschaft mitzuteilen. Das wäre sogar sehr dumm, wenngleich es keine Relevanz hätte für den ALG1-bezug bis April.
Ganz normal weiterbewerben wie bisher! Es besteht auch kein Grund, einem möglichen AG die Schwangerschaft mitzuteilen! Job ist Job, und eine Schwangerschaft ist so ziemlich das einzige auf der grossen, weiten Welt, das sogar eine Kündigung in der Probezeit ausschließt!

Bei dem Satz "Auch wenn eine Schwangerschaft keine Krankheit ist, wird Sie für den Arbeitsmarkt nicht wirklich interessant sein" werden Arbeitgeber vor Neid erblassen! Wenn die sowas sagen, wird's in AGG-Zeiten richtig teuer. :icon_party:
 
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avalon hat ja schon fast alles gesagt.
Bis zum Mutterschutz musst du dich ganz normal weiter bewerben u nd auch arbeiten, bis 8 Wochen vor der Geburt. Bekommst du nur einen befristeten Vertrag, dann wird dieser meist nicht verlängert, sobald die Schwangerschaft bekannt ist. Bei befristeten Verträgen gibt es keinen Mutterschutz. Ist der Vertrag zu Ende, dann kannst du nach der Elternzeit dort nicht wieder anfangen. Dein AG muss dich nicht verlängern. Mutterschutz in Deutschland, dass ich nicht lache.
Beim Vorstellungsgespräch darfst du die Schwangerschaft zwar verheimlichen, aber aus arbeitsschutzrechtlichen und mutterschutzrechtlichen Gründen solltest du sie nach Arbeitsaufnahme anzeigen.
 
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Es besteht kein Grund, der Arbeitsagentur die Schwangerschaft mitzuteilen. Das wäre sogar sehr dumm, wenngleich es keine Relevanz hätte für den ALG1-bezug bis April.
Warum soll das dumm sein? Das würde aber von vornherein ausschließen, dass sie sich auf einen Arbeitsplatz bewerben muss, der ihre Gesundheit und die ihres Babys gefährdet. Eine Anzeigepflicht gibt es aber in dem Sinne bei ALG1 nicht. Erst, wenn der Mutterschutz beginnt, aber bis dahin bekommt sie kein ALG1 mehr, da hast du recht.

Spätestens bei der Arge sollte sie das melden, wegen dem Schwangerschaftsmehrbedarf, ist also in ihrem Interesse. Wobei wir nicht mal wissen, ob sie überhaupt ALG2 bekommen wird.

@Lillehammer
Wohnst du mir deiner Freundin zusammen? Gehst du arbeiten oder beziehst du auch ALG1 oder etwas anderes?
 

Sumseline

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Deine Freundin hat ja noch reichlich Zeit einen Job zu finden, zumal sie nicht angeben muss, dass sie schwanger ist, hat sie auch gute Aussichten, sofern sie motiviert ist.

Ansonsten, wenn du arbeitslos bist könnt ihr euch beide weiter bewerben und wer im Endeffekt als erster nen Job bekommt geht halt arbeiten und der andere kümmert sich um das Kind bis es in die Kita kann.
 

avalon

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Warum soll das dumm sein?
Meine Befürchtung ist eine andere! Die AA könnte beispielsweise auf die Idee kommen, keine Stellenangebote mehr zu unterbreiten von "guten kunden", wie z.B. dem öffentlichen Dienst.
Ich weiss nicht, ob das tatsächlich so kommen würde, aber ich befürchte es! Oder glaubst Du, dass die AA in dieser Situation noch versuchen würde, z.B. auf eine Stelle mit einjähriger Befristung zu vermitteln?
 

avalon

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Oder glaubst Du, dass die AA in dieser Situation noch versuchen würde, z.B. auf eine Stelle mit einjähriger Befristung zu vermitteln?
Aber sicher doch. Schließlich ist dann wieder jemand vermittelt. Das gilt erst recht für die Arge.
Ich kenne Fälle, da werden Frauen noch im 7. Monat vermittelt. Bis zum Mutterschutz ist man vermittelbar, wenn keine anderen Gründe dagegen stehen. Wäre sie das nicht, würde das ALG1 sofort eingestellt.

Die meisten Männer scheinen zu glauben, dass schwangere Frauen und Mütter Narrenfreiheit haben, das Gegenteil ist aber der Fall. Wäre das so, hätten wir kein Problem mit der Anzahl des deutschen Nachwuchses.
Schwangere Arbeitslose unterliegen bis zum Mutterschutz den gleichen Pflichten.
 
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