ALG I nach Rehaabbruch

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Gelöschtes Mitglied 58727

Gast
Hallo zusammen,

ich wurde im August 2018 ausgesteuert und erhalte seitdem ALG I.
Ich hatte ca. Mitte des Jahres eine Reha (psychosomatisch/ambulant) beim Rentenversicherung Bund beantragt und bewilligt bekommen.
Mir wurden im Oktober mehrere Male Termine zum Beginn der Reha mitgeteilt, die ich aber u.a. aus gesundheitlichen Gründen, wegen denen ich überhaupt die Reha mache, nicht angetreten bin.
Die AfA habe ich über diese Termine und das nicht Zustandekommen immer in Kenntnis gesetzt und die Bewilligung des ALG wurde immer nahtlos wieder aufgenommen.

Um der AfA den Aufwand erneut zu ersparen, falls ich es erneut nicht schaffe, den Reha-Start am 12.11 (also gestern) wahrzunehmen, habe ich die AfA am Donnerstag bei Bekanntgabe des neuen Termins, nicht in Kenntnis gesetzt. :icon_evil:
Nun habe ich mich gestern auch endlich dazu überwinden können, die Reha anzutreten.
Nur... leider sagt mir die Reha schon nach dem ersten Tag alles andere als zu und ich fühle mich dort in gewisser Weise nicht gut aufgehoben, da ich dort die meiste Zeit zu viel Freizeit hatte und ich quasi kaum was zu tun hatte. Auch die Tagespläne der laufenden Woche sahen für mich nicht wirklich besser aus, sodass ich wirklich keine Chance sehe, dass mir die Reha was bringen wird und ich mich noch mal aufraffen kann, dahin zu gehen.

Nun kann man sich das Problem, das ich verursacht habe, sicher denken. :doh:
Ich habe der AfA über den gestrigen Tag nicht rechtzeitig Bescheid gegeben und der heutige Tag wird trotz meines Nichterscheinens auch noch als Rehatag bewertet, sodass ich im Grunde keinen Anspruch auf ALG I für die beiden Tage hätte.
Wie kann bzw. muss ich jetzt vorgehen?
Muss ich mich persönlich vor Ort wieder bei der AfA melden und die Sache schildern und können gravierende Konsequenzen daraus resultieren?


Vielen Dank und Grüße,
Krakauer
 

HermineL

Super-Moderation
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Nun habe ich mich gestern auch endlich dazu überwinden können, die Reha anzutreten.
Nur... leider sagt mir die Reha schon nach dem ersten Tag alles andere als zu und ich fühle mich dort in gewisser Weise nicht gut aufgehoben, da ich dort die meiste Zeit zu viel Freizeit hatte und ich quasi kaum was zu tun hatte. Auch die Tagespläne der laufenden Woche sahen für mich nicht wirklich besser aus, sodass ich wirklich keine Chance sehe, dass mir die Reha was bringen wird und ich mich noch mal aufraffen kann, dahin zu gehen.
Bei allem Verständnis aber wie willst du das nach gerade einmal 24 Stunden beurteilen ?
In der Regel ist es so bei einer psychosomatischen Reha das die Anreisewoche hauptsächlich
der Akklimatisierung gilt. Es ist vollkommen normal das man sich in den ersten Tagen in
einer fremden Umgebung nicht sofort wohl fühlt. Endgültige Pläne für die Kommende Woche gibt
es in der Regel erst am Freitag und selbst die können sich noch kurzfristig ändern. Ein wenig Zeit wirst
du dir schon nehmen müssen.

Was deine ALG I Leistungen betrifft so sollte mich es nicht wundern wenn diese eingestellt
werden könnten wenn du die Reha abbrichst. Da du ausgesteuert bis bekommst du Leistungen
nach § 145 Nahtlosigkeit SGB III. Dort hast du auch Mitwirkungspflichten siehe § 145 Abs.2 Satz 4 SGB III.

§ 145 Minderung der Leistungsfähigkeit SGB III
....
(2) 1Die Agentur für Arbeit hat die leistungsgeminderte Person unverzüglich aufzufordern, innerhalb eines Monats einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen. 2Stellt sie diesen Antrag fristgemäß, so gilt er im Zeitpunkt des Antrags auf Arbeitslosengeld als gestellt. 3Stellt die leistungsgeminderte Person den Antrag nicht, ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld vom Tag nach Ablauf der Frist an bis zum Tag, an dem sie einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben oder einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung stellt. 4Kommt die leistungsgeminderte Person ihren Mitwirkungspflichten gegenüber dem Träger der medizinischen Rehabilitation oder der Teilhabe am Arbeitsleben nicht nach, so ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld von dem Tag nach Unterlassen der Mitwirkung bis zu dem Tag, an dem die Mitwirkung nachgeholt wird. 5Satz 4 gilt entsprechend, wenn die leistungsgeminderte Person durch ihr Verhalten die Feststellung der Erwerbsminderung verhindert.
....
 

Dark Vampire

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So ist es, die ersten Tage ist wenig los aber dann gehts los nach der 1. Woche, hatte schon mehrere psychoRehas, gleicher Ablauf, aufgrunddessen dass auch Erholung im Vordergrund stand, hatte ich eher wenig Programm und viel freizeit die ich dankbar annahm und nur "Pflichtprogramme" hatte wie eben gruppentherapien und Einzelgespräche mit den therapeuthen, alles andere stand mir frei.

Ich gehe gerne in solche Rehas da sie mir helfen und ich auch mal abschalten kann, dazu suche ich mir selber die passenden Kliniken aus deren Umgebung mir auch helfen bei der Erholung, letztes Mal war ich in der Eifel, die geilsten 5 Wochen , Erholung pur. Geholfen werden konnte mir nur bedingt, was aber nicht schlimm ist, dauert eh alles seine zeit.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58727

Gast
So ist es, die ersten Tage ist wenig los aber dann gehts los nach der 1. Woche, hatte schon mehrere psychoRehas, gleicher Ablauf, aufgrunddessen dass auch Erholung im Vordergrund stand, hatte ich eher wenig Programm und viel freizeit die ich dankbar annahm und nur "Pflichtprogramme" hatte wie eben gruppentherapien und Einzelgespräche mit den therapeuthen, alles andere stand mir frei.

Genau das ist es eben.
Auf Grund meiner Aussteuerung brauche ich, man kann es sich denken, keine Erholung oder Pause im körperlichen Sinne, das habe ich wegen meiner Probleme zwangsläufig schon Zuhause (zumal die Klinik 5km Luftlinie von mir entfernt ist) und brauche eher mal ein aktives Umfeld und Betreuung. Und wenn ich mir ansehe, wie viel Zeit manche Leute mit Rumsitzen verbracht haben, die schon in ihrer letzten Woche da sind, glaube ich nicht wirklich an einer Intensivierung der Tagesabläufe.
Bei 7 Stunden Klinikaufenthalt bin ich aktiv gerade mal 3-4 Stunden beschäftigt, abgesehen davon, dass ich morgens schon 45 Minuten vor dem Beginn auf Grund des Fahrdienstes dort bin und warte...
 

Isabelle19

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Mein Rat: Mach' einfach das Beste daraus..

Ich habe auch ein paar medizinische Episoden hinter mir. Und im Grunde genommen wurde ich größtenteils auch mir selbst überlassen. Mit der Begründung zu überprüfen, wie ich mich selbst aushalten kann.


Eine Arbeitstherapie ist meist in etwa genau so aufregend und stellte für mich pure Unterforderung dar...

https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitstherapie
 

Dark Vampire

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Also ich war immer stationär und einige hatten immer nen recht vollen Plan mit teilweise 8-10 Anwendungen/Termine....gestresst warense immer , ich dagegen meist nur 2-3 , hat mir aber auch dann gereicht.
 
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