ALG I nach Krankheit (1 Betrachter)

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wurst1

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Hallo ich habe einige Fragen es geht um meine Tochter Sie hat eine Lehre als Altenpflegerin gemacht nach der Lehre wurde Sie ein Halbes Jahr Beschäftig. Und aber nicht Übernommen 7 Wochen bevor Ihr Vertrag auslief wurde Sie Psychisch Krank. Sie ist am 30.09.2012 nach 1 Jahr Ausgesteuert und muss nun den Antrag auf ALG I stellen.
1. Worauf muss ich achten das Sie auch volles ALG I bekommt.
2. Sie ist Körperlich in der Lage einen Vollzeit Job anzunehmen aber Psychisch nicht.
3. Kann es sein das Mann Ihr das Arbeitslosengeld nicht bewilligt wie Sie noch in der Psychiatrie ist.
4. Oder worauf muss ich bei der Beantragung achten.
5. Kann es sein das Sie nur ALG II bekommt, oder muss ich erstmal einen Reha Antrag stellen,das Sie eine berufliche Wiedereingliederung oder Eingliederung in den 1 Arbeitsmarkt bekommt.
Ich denke ihr könnt mir Helfen ich freue mich von euch was zu hören.
 

Doppeloma

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Hallo Wurst1,

Hallo ich habe einige Fragen es geht um meine Tochter Sie hat eine Lehre als Altenpflegerin gemacht nach der Lehre wurde Sie ein Halbes Jahr Beschäftig.
Ob sie aus der Lehre und dieser kurzen Beschäftigung überhaupt schon einen relevanten Anspruch auf ALGI hat, kann ich dir nicht sagen, das wäre direkt bei der AfA zu klären.

Es sind ja gewisse Beitragszeiten notwendig, damit es überhaupt einen Anspruch gibt.

Und aber nicht Übernommen 7 Wochen bevor Ihr Vertrag auslief wurde Sie Psychisch Krank. Sie ist am 30.09.2012 nach 1 Jahr Ausgesteuert und muss nun den Antrag auf ALG I stellen.
Wieso wird sie nach einem Jahr ausgesteuert, der Anspruch auf Krankengeld beträgt (innerhalb einer Blockfrist von 3 Jahren) 78 Wochen, das sind 1,5 Jahre.

Beginn der Blockfrist für eine Krankheit ist immer der erste bescheinigte AU-Tag dafür, das sollte überprüft werden, ob die Aussteuerung tatsächlich schon erfolgen kann. :confused:

Die KK "schummeln" da in letzter Zeit auch schon gerne mal um Geld zu sparen.
Danach muss sie sich tatsächlich erst mal (nach § 145 SGB III) bei der AfA melden, damit geprüft wird, ob und welchen Anspruch sie dort haben könnte.

1. Worauf muss ich achten das Sie auch volles ALG I bekommt.
Da gibt es so Einiges zu beachten, nach der Aussteuerung, allerdings muss SIE sich darum kümmern, du kannst sie nur als "Beistand" (§ 13 SGBX) dabei begleiten und unterstützen.

2. Sie ist Körperlich in der Lage einen Vollzeit Job anzunehmen aber Psychisch nicht.
Um ihre Leistungsfähigkeit für den Arbeitsmarkt zu prüfen wird sie dann dem Amtsarzt (Med. Dienst der AfA) vorgestellt, jedenfalls sollte es euer Bestreben sein, dass man sie zum Arzt schickt und NICHT nur ein Gutachten nach "Aktenlage" machen läßt.

Auf KEINEN Fall sollte sie wahllos Gesundheitsunterlagen ausfüllen /abliefern/ Schweigepflicht-Entbindungen unterschreiben, die anschließend in die Hände von NICHT-Medizinern (SB) geraten und von denen "ausgewertet" und gelesen werden.

Sowas gehört (dosiert und überlegt) wenn überhaupt, NUR direkt zum Med. Dienst. :icon_daumen:

3. Kann es sein das Mann Ihr das Arbeitslosengeld nicht bewilligt wie Sie noch in der Psychiatrie ist.
Das KANN durchaus passieren, denn sie MUSS mindestens zur Antragabgabe dort persönlich erscheinen und sich auch mit ihrem "Restleistungs-Vermögen" der Vermittlung zur Verfügung stellen, das dürfte schwierig sein, wenn sie stationär untergebracht ist...:icon_kinn:


4. Oder worauf muss ich bei der Beantragung achten.
Den Antrag MUSS sie SELBER stellen, das kannst du nicht für sie erledigen, es sei denn sie ist komplett außer Stande und wird per Vollmacht /Betreuung von dir vertreten.
Damit kenne ich mich aber nicht genauer aus, eine Bewilligung von ALGI ist in diesem Falle aber eher unwahrscheinlich.

Sie benötigt aber mindestens eine Bescheinigung (von der AfA), dass sie KEIN ALGI erhalten wird und warum, damit sie eventuell ALGII beantragen kann, denn ein Anspruch auf ALGI wäre vorrangig zu nutzen...

5. Kann es sein das Sie nur ALG II bekommt,
Wenn sie ansonsten ihre Existenz nicht sichern kann, ist das durchaus möglich, dafür müssen aber sehr viele weitere Bedingungen erfüllt sein, manches hängt auch vom Alter ab (U oder Ü 25), ob sie eine eigene Wohnung hat oder noch bei den Eltern wohnt...

In keinem Falle sollte sie zu diesen Ämtern in ihrem Zustand ALLEINE hingehen und die SB gehen ihre gesundheitlichen Probleme überhaupt NICHTS an...:icon_evil:

oder muss ich erstmal einen Reha Antrag stellen,das Sie eine berufliche Wiedereingliederung oder Eingliederung in den 1 Arbeitsmarkt bekommt.
Diese Entscheidungen KANN sie nur selber treffen, wo soll sie denn wiedereingegliedert werden, wenn sie keinen Job mehr hat ???
Zum Reha-Antrag wird sie möglicherweise aufgefordert (von AfA/ JobCenter), dafür MUSS sie aber auch erst mal relativ stabil und Reha-Fähig sein.

Darüber sollte sie mal in der Klinik mit den Sozialbetreuern reden, welche Möglichkeiten die so sehen würden, dass sie beruflich wieder auf die Beine kommt.

Sowas KANN erst greifen und Sinn machen, wenn sie gesundheitlich wieder dazu in der Lage ist und dann MUSS sie das selbst beantragen...DU KANNST für deine Tochter NICHTS beantragen, was sie nicht selber will und wozu sie auch in der Lage wäre.

Begleite sie hifreich auf ihrem Weg, aber (wieder) "LAUFEN" lernen MUSS sie SELBER...wenn ich das mal so als Außenstehende (aber Mutter und Oma) sagen darf...du hilfst ihr ganz sicher nicht, wenn du ihr alles abnehmen willst, was so im Leben zu erledigen ist.

So kommt dein Beitrag jedenfalls im Moment rüber, diese Dinge muss deine Tochter (wenn sie volljährig und mündig ist) ALLE SELBER erledigen.

Alles Gute für euch :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 

wurst1

Elo-User*in
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Hallo Wurst1,



Ob sie aus der Lehre und dieser kurzen Beschäftigung überhaupt schon einen relevanten Anspruch auf ALGI hat, kann ich dir nicht sagen, das wäre direkt bei der AfA zu klären.

Es sind ja gewisse Beitragszeiten notwendig, damit es überhaupt einen Anspruch gibt.



Wieso wird sie nach einem Jahr ausgesteuert, der Anspruch auf Krankengeld beträgt (innerhalb einer Blockfrist von 3 Jahren) 78 Wochen, das sind 1,5 Jahre.

Beginn der Blockfrist für eine Krankheit ist immer der erste bescheinigte AU-Tag dafür, das sollte überprüft werden, ob die Aussteuerung tatsächlich schon erfolgen kann. :confused:

Die KK "schummeln" da in letzter Zeit auch schon gerne mal um Geld zu sparen.
Danach muss sie sich tatsächlich erst mal (nach § 145 SGB III) bei der AfA melden, damit geprüft wird, ob und welchen Anspruch sie dort haben könnte.



Da gibt es so Einiges zu beachten, nach der Aussteuerung, allerdings muss SIE sich darum kümmern, du kannst sie nur als "Beistand" (§ 13 SGBX) dabei begleiten und unterstützen.



Um ihre Leistungsfähigkeit für den Arbeitsmarkt zu prüfen wird sie dann dem Amtsarzt (Med. Dienst der AfA) vorgestellt, jedenfalls sollte es euer Bestreben sein, dass man sie zum Arzt schickt und NICHT nur ein Gutachten nach "Aktenlage" machen läßt.

Auf KEINEN Fall sollte sie wahllos Gesundheitsunterlagen ausfüllen /abliefern/ Schweigepflicht-Entbindungen unterschreiben, die anschließend in die Hände von NICHT-Medizinern (SB) geraten und von denen "ausgewertet" und gelesen werden.

Sowas gehört (dosiert und überlegt) wenn überhaupt, NUR direkt zum Med. Dienst. :icon_daumen:



Das KANN durchaus passieren, denn sie MUSS mindestens zur Antragabgabe dort persönlich erscheinen und sich auch mit ihrem "Restleistungs-Vermögen" der Vermittlung zur Verfügung stellen, das dürfte schwierig sein, wenn sie stationär untergebracht ist...:icon_kinn:




Den Antrag MUSS sie SELBER stellen, das kannst du nicht für sie erledigen, es sei denn sie ist komplett außer Stande und wird per Vollmacht /Betreuung von dir vertreten.
Damit kenne ich mich aber nicht genauer aus, eine Bewilligung von ALGI ist in diesem Falle aber eher unwahrscheinlich.

Sie benötigt aber mindestens eine Bescheinigung (von der AfA), dass sie KEIN ALGI erhalten wird und warum, damit sie eventuell ALGII beantragen kann, denn ein Anspruch auf ALGI wäre vorrangig zu nutzen...



Wenn sie ansonsten ihre Existenz nicht sichern kann, ist das durchaus möglich, dafür müssen aber sehr viele weitere Bedingungen erfüllt sein, manches hängt auch vom Alter ab (U oder Ü 25), ob sie eine eigene Wohnung hat oder noch bei den Eltern wohnt...

In keinem Falle sollte sie zu diesen Ämtern in ihrem Zustand ALLEINE hingehen und die SB gehen ihre gesundheitlichen Probleme überhaupt NICHTS an...:icon_evil:



Diese Entscheidungen KANN sie nur selber treffen, wo soll sie denn wiedereingegliedert werden, wenn sie keinen Job mehr hat ???
Zum Reha-Antrag wird sie möglicherweise aufgefordert (von AfA/ JobCenter), dafür MUSS sie aber auch erst mal relativ stabil und Reha-Fähig sein.

Darüber sollte sie mal in der Klinik mit den Sozialbetreuern reden, welche Möglichkeiten die so sehen würden, dass sie beruflich wieder auf die Beine kommt.

Sowas KANN erst greifen und Sinn machen, wenn sie gesundheitlich wieder dazu in der Lage ist und dann MUSS sie das selbst beantragen...DU KANNST für deine Tochter NICHTS beantragen, was sie nicht selber will und wozu sie auch in der Lage wäre.

Begleite sie hifreich auf ihrem Weg, aber (wieder) "LAUFEN" lernen MUSS sie SELBER...wenn ich das mal so als Außenstehende (aber Mutter und Oma) sagen darf...du hilfst ihr ganz sicher nicht, wenn du ihr alles abnehmen willst, was so im Leben zu erledigen ist.

So kommt dein Beitrag jedenfalls im Moment rüber, diese Dinge muss deine Tochter (wenn sie volljährig und mündig ist) ALLE SELBER erledigen.

Alles Gute für euch :icon_daumen:

MfG Doppeloma
Hallo Doppeloma,
vielen dank für dein Ausführliches Schreiben du hast mir zum 2 mal richtig toll geholfen.
Solche netten und fähigen und menschliche Leute halten dies Forum für begehrenwert.

Nochmal recht Herzlichen dank
 
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