ALG I nach Aussteuerung, Reha -Empfehlung Akut-Klinik, Kann Leistung eingestellt werden wenn ich das nicht will ???

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Stern 333

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Hallo,

steh gerade neben mir, aus Panik.

Leide seit 2004 an Depressionen. Erwerbstätigkeit war aber möglich. Bis 2016. Von märz 2016 bis märz 2017 war ich krank geschrieben und war von Mai 2016 bis Juli 2016 in einer psychosomatischen Klinik. Ab April 2017 habe ich in teilzeit bis Ende Jan 2018 gearbeitet. Dann selbsteinweisung in akutpsychiatrie, insgesamt 3 Monate, anschließend 10 Wochen tagesklinik. Ab November 2018 med reha. Die müsste ich mit ärztlichen Einverständnis abbrechen. Im reha Gutachten stand, dass ich wieder vollstationär gehen soll wg. Medikamenteneinstellung. Dies möchte ich aber nicht, sondern mich ambulant neu einstellen lassen. Vollstationär fand ich furchtbar, müsste aber sein, aber bitte nicht schon wieder.
Meine Frage: kann ich gezwungen werden bzw. Können mir Leistungen gestrichen werden, Sanktionen drohen? Im Moment bekomme ich nahtlosigkeitsgeld, meine befristete stelle läuft im Juni 2019 aus. Bis jetzt war ich krankgeschrieben.

Viele werden jetzt den Kopf schütteln, und sich denken, dass ich blöde Kuh, doof bin, aber ich habe echt keine Ahnung. Bisher immer gearbeitet, mit Arbeitsamt und sonstigen Ämtern zum Glück keinen oder wenig Kontakt, ging bisher immer ohne Hilfe.

Kann mir jemand seine Einschätzung sagen?

Viele grüße
 

Lili3

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Liebe/r Stern,

niemand kann dich in eine Klinik zwingen. Gehe mal zu deinen behandelnden Arzt und lass dir einfach mal ein Atest geben, das du für eine statsionäre Klini nicht mehr in Frage kommst, da es deinen Gesundheitszustand eher verschlechtern würde, anstatt zu verbessern. Ein Klinikaufenthalt, soll den Patienten helfen zu genesen und nicht dafür sorgen das der Patient schon im Vorfeld Panik bekommt, noch kränker wird gerade bei deiner Erkrankung. Das ist nicht der Sinn und Zweck. Auch kostet so ein Klinikaufenthalt viel Geld, somit warum soll die Krankenkasse, oder Rententräger dafür aufkommen, wenn es dir im Vorfeld noch nicht mal möglich ist dort hinzugehen, die Zeit dort auszuhalten. Wie soll man dir also dort helfen können, bzw wie sollst du ohne Panik dort überhaupt ankommen.

Kläre es mit deinen Arzt ab und sage ihn das es dich jetzt schon fertig macht, das du in deiner gewohnten Umgebung eine ambulante REha machen möchtest, da sie dir viel besser helfen würde. Sollte das Jobcenter oder Sozialamt anderer Meinung sein, frage sie bitte ob sie ein med. Studium hätten so das sie eine medizinische Begutachtung bei dir machen können. Dafür ist immer noch dein behandelder Arzt zuständig und nicht die Sachbearbeiter bei Arge oder Sozialamt. Falls dich deine Krankenkasse dazu zwingen wollen würde, kannst du dagegen mit deinen Arzt Widerspruch einlegen mit der Begründung das du eine stationären Aufenthalt nicht packen würdest.

Hole einfach mal tief Luft und entspanne dich, alles wird gut.


Liebe Grüsse

Lili3
 

Fabiola

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Meine Frage: kann ich gezwungen werden bzw. Können mir Leistungen gestrichen werden, Sanktionen drohen? Im Moment bekomme ich nahtlosigkeitsgeld, meine befristete stelle läuft im Juni 2019 aus. Bis jetzt war ich krankgeschrieben.
Wenn Du Nahtlosigkeitsgeld bekommst, vermute ich, dass Du AlgI bekommst. Sanktionen gibt es nur bei Hartz4 (AlgII). Bei der Afa gäbe es nur "Verhaltenskorrektur" - ganannt Sperrzeiten. Nur mal so zur Info.
Dir Afa kann doch gar nicht wissen, was da im Hintergrund bei Dir bzgl 'stationär' oder nicht so läuft. Oder berichtest Du das dort, bei nicht medizinischem SB-Personal?
Die Afa-SBs haben auch keinen Anspruch auf medizinische Daten von Dir.
Von daher verstehe ich Deine Frage nicht wirklich, weshalb Du (Sanktionen) Sperrzeiten fürchtest. Warst Du bein äD und der hat diese Infos aus Deinem Reha-Bericht? Grübel ...:icon_hihi:
 

Doppeloma

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Hallo Stern 333, :welcome:

Habe das mal verlegt, denn eine "Allgemeine Frage" ist das ja eher nicht und hier im Bereich wirst du schneller passende Antworten bekommen und auch ähnliche Fälle schon finden zum Nachlesen.

Ab November 2018 med reha. Die müsste ich mit ärztlichen Einverständnis abbrechen. Im reha Gutachten stand, dass ich wieder vollstationär gehen soll wg. Medikamenteneinstellung. Dies möchte ich aber nicht, sondern mich ambulant neu einstellen lassen. Vollstationär fand ich furchtbar, müsste aber sein, aber bitte nicht schon wieder.

Wie dir schon bestätigt wurde kann dich Niemand gegen deinen Willen in eine AKUT-Klinik zwingen (besondere Ausnahmen müsste ein Richter bestätigen), in den Reha-Kliniken wird gerne mal was "empfohlen", letztlich entscheidest du mit deinen behandelnden Ärzten was wirklich sinnvoll ist für dich und deine weitere Behandlung.

Meine Frage: kann ich gezwungen werden bzw. Können mir Leistungen gestrichen werden, Sanktionen drohen? Im Moment bekomme ich nahtlosigkeitsgeld, meine befristete stelle läuft im Juni 2019 aus. Bis jetzt war ich krankgeschrieben.

Deine AU-Bescheinigung gibst du bitte NICHT bei der AfA ab (aktuell nur bei deinem AG und bei der KK, später NUR noch bei der KK), es ist natürlich wichtig, dass du die auch weiterhin bekommen wirst.
Mit den AfA-SB brauchst du über deine Krankheiten (und die weitere AU) gar nicht sprechen, was der ÄD-Arzt eventuell zu lesen bekam darf der auch NICHT an die Arbeitsvermittler weitergeben ... und Krankheit ist bisher noch kein zugelassener "Sperrzeit-Tatbestand". :icon_evil:

Im Gegenteil würde das gerade die AfA nicht besonders "schätzen" wenn du zu oft und zu lange in Kliniken bist (dann bist du nicht "Verfügbar" für die Arbeitsvermittlung) ... was läuft denn da aktuell, lässt man dich in Ruhe oder was erwartet man konkret von dir ???
Gibt es ein Gutachten vom Med. Dienst der AfA, dann solltest du dir eine Kopie davon holen DIREKT beim Med. Dienst (es gibt einen Teil A und einen Teil B).
Darin steht geschrieben welches "Restleistungsvermögen" du der Arbeitsvermittlung noch "anbieten" kannst ... denn ALGI gibt es nicht ohne ein wenig (fiktive) Bereitschaft arbeiten "zu WOLLEN" ... auch nicht nach der Aussteuerung. :icon_evil:
Darum zählt deine AU (für die ausgesteuerte Krankheit) dort sowieso nicht mehr als Entschuldigung, z.B. für Meldetermine / Beratungsgespräche.

Viele werden jetzt den Kopf schütteln, und sich denken, dass ich blöde Kuh, doof bin, aber ich habe echt keine Ahnung. Bisher immer gearbeitet, mit Arbeitsamt und sonstigen Ämtern zum Glück keinen oder wenig Kontakt, ging bisher immer ohne Hilfe.

Hier schüttelt Niemand den Kopf über deine Unwissenheit, das ging den Meisten nicht anders, als sie irgendwann mal länger erkrankt sind (ich wußte damals nicht mal was nach der Lohnfortzahlung passieren wird, war vorher noch nie so lange AU gewesen) ...
Wie lange hast du denn noch Anspruch auf ALGI und was stellst du dir selber gerade vor, wie es weitergehen soll / könnte (gesundheitlich / beruflich), darf man fragen wie alt du bist ???

Kann mir jemand seine Einschätzung sagen?

Das ist im Moment noch sehr schwierig, dafür fehlen noch viele Informationen, es wird also zunächst mehr Fragen (an dich) als Antworten geben können.
Es steht dir natürlich frei ob du die beantworten möchtest, aber ohne einige grundsätzliche Infos kann man dir auch ganz schlecht gezielt weiterhelfen.

Hast du schon mal über einen Antrag auf EM-Rente (Rente wegen Erwerbsminderung) nachgedacht, liegen dir die ganzen Klinik- und Reha-Berichte der letzten Jahre auch selber vor, welche Hinweise gibt es darin zu deiner gesamten Erwerbsfähigkeit ???
Es ist ja nicht ganz damit getan dich von einer Klinik in die Nächste zu "empfehlen", auch ALGI läuft ja mal ab und dann musst du ja von irgendwas leben können wenn du immer noch nicht gesund bist ...

Ob du in eine Akutklinik gehst oder nicht entscheidet jedenfalls KEIN Amt und auch KEIN Reha-Bericht ... dafür darfst du auch nicht mit Leistungs-Entzug "bestraft" werden, mir wurde in der Reha / im Bericht empfohlen "dringend eine ambulante Psychotherapie zu machen", da hat sich mein behandelnder Psychiater "an den Kopf gefasst" und damit war das Thema vom Tisch ...
Schon der "Bezugstherapeut" in der Reha war nicht in der Lage mir auch nur ansatzweise meine Erschöpfungs-Depressionen "wegzuquatschen" ...
Mein Psychiater hat mir RUHE verordnet, ganz viel RUHE ... und die AfA verlangte dann (nach dem ÄD-Gutachten) den Antrag auf EM-Rente (aber auch keine Psychotherapie) ... und hat mich dann auch soweit in Ruhe gelassen ...
Ich bekam dann später die Rente wegen Erwerbsminderung, dabei hat mich mein Doc sehr unterstützt ... aber es dauerte trotzdem fast 3 Jahre (ab Antragstellung) und wurde erst am Sozialgericht entschieden ...

MfG Doppeloma
 

Stern 333

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Hallo zusammen,
Vielen Dank für die Rückmeldungen.

Ich denke schon, dass ich mich besser auskennen sollte.

Infos zu mir: 45 Jahre, W.

Bisher habe ich immer gearbeitet und eine berufstätgkeit angestrebt bzw. Ausgeübt.

Jetzt Weiss ich nicht mehr weiter. Von den letzten beiden kliniken wurde ich als noch nicht belastbar entlassen. Dann musste ich von der arbeitsagentur aus eine med. Reha machen. Diese habe ich insgesamt 3 1/2 Wochen durchgehalten und dann mit ärztlichem Einverständnis vorzeitig abgebrochen. Mir ging es immer schlechter. Grund war eine medikamenteneinstellung, die aber alles schlechter machte.

Im rehagutachten wurde angekreuzt 6 Stunden und mehr arbeitsfähig, wurde aber als au entlassen mit der Empfehlung nochmals Stationär zu gehen. Bin auf der Suche nach neuen Psychiater, was sehr schwierig ist.

Attestiert würde mir ein positives Leistungsvermögen: eine bis zu mittelschwere Arbeit kann vollshichtig ausgeübt werden.

Ebenso: die Leistungsfähigkeit sehen wir in der letzten tätigkeit durchaus bei über 6 Stunden. Diese Stelle war eine projektassistenzstelle mit 25 Stunden. Leider wurde die regelmäßigen Arbeitszeit ständig überschritten, und ich hab die Stelle nicht mehr gepackt. Diese Stelle habe ich mir extra gesucht, weil ich nach meine krankschreibung für 1 Jahr ( märz 2016 bis märz 2017) für mich keine vollzeitstelle mehr möglich war.

Das Leistungsvermögen sieht er aber in der letzten tätigkeit für als mehr als 6 Stunden gegeben. Eine abschließende Beurteilung wäre aber jetzt nicht möglich.


Weiss jetzt nicht, was auf mich zukommen kann / wird. Mein Wunsch wäre inzwischen, mal ein Jahr Rente. Aber ich denke, das wird nie und nimmer möglich sein.

Von der arbeitsagentur habe ich einen Bescheid, dass ich Arbeitslosengeld bis 4.08.2019 gemäss als § 136 sgb III bekomme.
Meine befristete projektassistenzstelle läuft am 30.6.2019 aus.

Meine Post ist irgendwie wirr, ich Weiss momentan garnichts mehr.


Liebe grüße

Ich kann einfach nicht mehr. In so einer Lage war ich noch nie.
 

Lili3

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1. Von den letzten beiden kliniken wurde ich als noch nicht belastbar entlassen. Dann musste ich von der arbeitsagentur aus eine med. Reha machen. Diese habe ich insgesamt 3 1/2 Wochen durchgehalten und dann mit ärztlichem Einverständnis vorzeitig abgebrochen.

2. Im rehagutachten wurde angekreuzt 6 Stunden und mehr arbeitsfähig, wurde aber als au entlassen mit der Empfehlung nochmals Stationär zu gehen.

3. Bin auf der Suche nach neuen Psychiater, was sehr schwierig ist.

4. Attestiert würde mir ein positives Leistungsvermögen: eine bis zu mittelschwere Arbeit kann vollshichtig ausgeübt werden.

5. Ebenso: die Leistungsfähigkeit sehen wir in der letzten tätigkeit durchaus bei über 6 Stunden. Diese Stelle war eine projektassistenzstelle mit 25 Stunden. Leider wurde die regelmäßigen Arbeitszeit ständig überschritten, und ich hab die Stelle nicht mehr gepackt. Diese Stelle habe ich mir extra gesucht, weil ich nach meine krankschreibung für 1 Jahr ( märz 2016 bis märz 2017) für mich keine vollzeitstelle mehr möglich war.




Liebe grüße


Liebe Stern,

sorry ich weiß nicht wie man hier richtig zitiert, somit habe ich einfach Nr. davor geschrieben um auf deine Belagen einzugehen.

1. Somit warst du erst einmal in eine Klinik in die dich dein Arzt geschickt hat und die meinten du bist nicht mehr belastbar? Wer von der Arbeitsagentur hat entschieden das du in die Reha musst, die Sachbearbeiterin ohne med. Studium oder eine Amtsärztin? Eigentlich können es nur die Amtsärzte dennoch sprechen die sich mit deinen behandelnden Arzt ab. Wenn es dir nicht zugemutet werden kann geht es nicht und man muss nicht hingehen. Man sieht in diesen Fall das du auch abbrechen musstest, da du nicht stabil genug warst, somit ist diese Reha richtig nach hinten losgegangen und hat mehr Schaden angerichtet als das sie dir geholfen hat.

2. Leider schreiben die immer so etwas hin, das bringt Punkte und die bekommen mehr Pat. Wieso hast du dich nicht gegen das Gutachten gewährt? Du musstest abbrechen da es nicht mehr ging weil du so fertig warst und die schreiben du kannst Vollzeit in der Zukunft arbeiten dennoch bist du als Au entlassen worden. Woher wollen die den wissen wie sich dein Gesundheitszustand weiter entwickelt in der Zukunft? Hätte mich bei der Krankenkasse beschwert.

3. Du kannst auch zu einen Neurologen gehen. Leider gibt es nicht genügend Psachiater. Ein Neurologe behandelt gleichzeitig auch Depressionen u.s.w. somit hättest du hier zumindest mal ein paar Ärzte mehr.

4. Wer hat dir das attestiert? Das Jobcenter also die SAchbearbeiterin, die begutachtende Ärztin vom Jobcenter oder die Reha?
Sachbearbeiterin vom Jobcenter kann vieles sehen, dennoch entscheidet ein Arzt. begutachtende Ärztin vom Jobcenter muss sich erst einmal an die Au halten und abwarten wie sich deine Genesung entwickelt. So eine Ärztin ist dafür da das sie dem Jobcenter sagt wie viel du noch arbeiten kannst und was. Wenn du aber Au bist wird die nicht kommen und sagen es geht. Ggf sagte sie wenn sie wieder gesund, aber dann sollte erneut geprüft werden wie das REstleistungsergebnis ist. War es die Reha hat die sich doch ins eigene Fleisch geschnitten, Du bist au aber kannst angeblich 6 Sdt und mehr arbeiten und bist belastbar. Wie soll das gehen wenn die dich weiterhin als Au ansehen.

5. Nur weil du vor deiner Erkrankung nach denen alles leisten konntest, bedeutet es nicht das du es heute kannst. Dann hast du auch noch Teilzeit gearbeitet und bist dennoch krank geworden.
Du schreibst das du nach deiner langen Au nicht mehr fähig warst Vollzeit zu arbeiten. Wieso hast du dir nicht ein Attest von deinen behandelnden Arzt geholt wo es genauso drinne steht und es dem Jobcenter vorgelegt?
Das würde dich schützen und man kann dir dann keine Vollzeitstellen aufs Auge drauf drücken.

für mich machst du im Moment einen nicht sehr stabilen Eindruck. Wieso lässt du dich nicht krankschreiben um zur Ruhe zu kommen? Wie willst du arbeiten gehen wenn du im Moment psychisch dazu nicht in der Lage bist? Das was du im Moment brauchst ist einen Arzt der hinter dir steht, dich erst einmal krank schreibt damit du zur Ruhe kommst. Danach sollte er mit dir einen Behandlungsplan durchgehen. Du könntest auch eine Psychotherapie machen. Nach 6 Wochen krankschreibung bekommst du Krankengeld. Dieses wird mit den Leistungen des Jobcenters verrechnet. Danach entscheidet die KK ob du in eine Reha musst. Geht es nicht so kann dein gehandelnder Arzt schreiben das du es nicht durchhalten würdest u.s.w. Danach würde ggf ein Antrag auf Erwerbsminderungsrente vom MDK ins Haus flattern und danach würde es den anderen Weg gehen.

So ganz alleine gegen Goliat kannst du nicht gewinnen, denn die Arge wartet nur darauf um kranke Menschen noch kranker zu machen. Du hast viele Rechte als kranker Mensch, daran muss sich auch die Arge halten. Nur braucht man dafür einen eigenen Arzt der einen Atesste gibt, einen behandelt und mit dir ggf einen Widerspruch schreibt.


Liebe Grüße

Lili3
 

Stern 333

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Liebe lila,

Danke für deine ausführliche Antwort.


Ich war zum ersten mal krankgeschrieben von März 2016 bis märz 2017. In der Zeit war ich von Mai bis Juli 2016 in einer psychosomatischen Klinik.
Dann von Ende Jan 2018 bis Ende April 2018 vollstationär in der akutpsychiatrie, gleich anschließend in einer tagsklinik einer weiteren Psychiatrie. Und von Nov 2018 bis Dez 2018 in der reha für 3 1/2 Wochen. Und bin bisher krankgeschrieben.

Ausgesteuert bin ich seit 7.7.2018 und beziehe nun bis August 2019 noch alg 1.

Dann wohl nichts mehr....
Im Grunde genommen, dachte ich nicht, dass es soweit jemals kommt. Am liebsten würde ich jetzt mal befristet in EU Rente, aber das wird wohl nicht funktionieren.....

Weiss gerade nicht, was ich tun soll......


Für Tipps bin ich dankbar.

Lg
 

Doppeloma

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Hallo Lili3, :welcome:

sorry ich weiß nicht wie man hier richtig zitiert, somit habe ich einfach Nr. davor geschrieben um auf deine Belagen einzugehen.

Dann solltest du das bitte zuerst lernen und etwas üben, das macht es für Alle einfacher ...

(Update) - Anleitung: Richtiges Zitieren von Beiträgen... und Mehr ;)

Wer von der Arbeitsagentur hat entschieden das du in die Reha musst, die Sachbearbeiterin ohne med. Studium oder eine Amtsärztin? Eigentlich können es nur die Amtsärzte dennoch sprechen die sich mit deinen behandelnden Arzt ab.

Das entscheiden auch nicht die SB / Arbeitsberater (jedenfalls nicht offiziell), sondern der Med. Dienst (ÄD das sind aber keine "Amtsärzte" die arbeiten nur für das Amt) von der AfA, wo man hin muss nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld, zumindest muss ein "Gutachten" (zur Restleistungsfähigkeit) erstellt werden, das darf auch nach "Aktenlage" erfolgen.

Bei bestimmten Einschätzungen darf der ÄD (also die Ärzte dort) "vorschlagen", dass eine Reha beantragt werden soll oder auch eine Rente wegen Erwerbsminderung, das kommt auf die konkreten Gesundheitsprobleme und auch meist etwas auf das Lebensalter des Ausgesteuerten an, der deswegen nun ALGI bekommen möchte.

Ob das wirklich Sinn ergibt wird auch NICHT vorher mit den behandelnden Ärzten besprochen, das interessiert den ÄD der AfA gar nicht sonderlich aber die eigenen Ärzte können natürlich später versuchen, das mit einer "Reha-Unfähigkeit" abzuwenden.

Stellt man den Antrag gar nicht erst dann bekommt man auch kein Geld von der AfA nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld ... du solltest schon richtig nachlesen worüber geschrieben wird wenn du Jemandem weiterhelfen möchtest ... und solltest dich auf das beschränken, was du auch gelesen und verstanden hast dazu.

2. Leider schreiben die immer so etwas hin, das bringt Punkte und die bekommen mehr Pat. Wieso hast du dich nicht gegen das Gutachten gewährt?

Weil man sich gegen einen Reha-Bericht kaum wehren kann ... falls du da andere Kenntnisse hast, lass uns bitte daran teilhaben ... :icon_kinn:

Du musstest abbrechen da es nicht mehr ging weil du so fertig warst und die schreiben du kannst Vollzeit in der Zukunft arbeiten dennoch bist du als Au entlassen worden. Woher wollen die den wissen wie sich dein Gesundheitszustand weiter entwickelt in der Zukunft?

Eine AU-Entlassung aus einer Reha bedeutet ja nicht, dass man gar nicht mehr arbeiten kann, das bedeutet NUR, dass man am Entlassungstag noch nicht arbeiten könnte ...
Wie sich die Gesundheit zukünftig entwickeln wird weiß KEINE Reha-Klinik bei der Entlassung wirklich ... das ist denen auch egal, die geben trotzdem ihre Prognosen ab zur gesamten Erwerbsfähigkeit, denn dafür werden sie von der DRV bezahlt ...

Hätte mich bei der Krankenkasse beschwert.

Und was glaubst du wird die Krankenkasse dann tun, wenn man mit dem Ergebnis / Bericht einer DRV-Reha-Klinik nicht zufrieden ist ???

4. Wer hat dir das attestiert? Das Jobcenter also die SAchbearbeiterin, die begutachtende Ärztin vom Jobcenter oder die Reha?

Mit SB vom JC hat die Fragestellerin aktuell überhaupt NICHTS zu tun, sie bekommt ALGI nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld, das ist eine Sonderregelung nach § 145 SGB III und da MUSS man sich mit seinem "Restleistungsvermögen" der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellen sonst bekommt man KEIN ALGI ... die weitere AU interessiert dafür nicht, die gilt nur für die ausgesteuerte Krankheit aber NICHT für das "Restleistungsvermögen" lt. ÄD von der AfA.

Wenn du aber Au bist wird die nicht kommen und sagen es geht.

In diesem Falle kann die SB das also durchaus verlangen, man unterschreibt schon auf dem Antrag für ALGI, dass man sich in JEDEM Falle mit seinem "Restleistungsvermögen" der Vermittlung zur Verfügung stellen wird, ob es da wirklich Stellenangebote geben kann ist dann mit dem SB zu klären und dabei ist § 140 SGB III zu beachten.
Damit hat sich eine ernsthafte Vermittlung meist schon erledigt aber man muss immer arbeiten WOLLEN ... sonst wird ALGI eingestellt.

Du schreibst das du nach deiner langen Au nicht mehr fähig warst Vollzeit zu arbeiten. Wieso hast du dir nicht ein Attest von deinen behandelnden Arzt geholt wo es genauso drinne steht und es dem Jobcenter vorgelegt?

Weil sie NICHT beim JC ist sondern bei der Agentur für Arbeit nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld ... wenn du davon so wenig Ahnung hast, was dort dann abläuft und zu beachten ist, dann solltest du dich einfach raus halten aus dieser Thematik bis du mehr davon verstehst.

Das würde dich schützen und man kann dir dann keine Vollzeitstellen aufs Auge drauf drücken.

Wenn sie zuletzt Teilzeit gearbeitet hat bekommt sie auch nur ALGI für Teilzeit, dann muss sie sich überhaupt NICHT in Vollzeit vermitteln lassen, jedenfalls nicht bei der AfA ... :icon_evil:

für mich machst du im Moment einen nicht sehr stabilen Eindruck. Wieso lässt du dich nicht krankschreiben um zur Ruhe zu kommen?

Auch Medizin studiert, dass du dich dazu äußern möchtest, ob sich Jemand besser krankschreiben lässt ... sie ist bereits AU geschrieben seit mehr als 78 Wochen und wurde deswegen aus dem Krankengeld ausgesteuert ...:sorry:
Ohne das Geld von der AfA wird sie aber im Zweifel auch nicht wirklich "zur Ruhe kommen können" ...

Die Einschätzung zur Erwerbsfähigkeit aus einer DRV-Reha ist übrigens für ALLE anderen Sozial-Leister ( AfA / JC) verbindlich, da hilft auch KEIN Attest vom eigenen Arzt wenn die meinen, dass man Vollzeit Erwerbsfähig ist (mehr als 6 Stunden am "allgemeinen Arbeitsmarkt") ... Teilzeit zu arbeiten ist "Privatvergnügen" solange die DRV meint, dass man gesundheitlich Vollzeit "könnte" ...

Nach 6 Wochen krankschreibung bekommst du Krankengeld. Dieses wird mit den Leistungen des Jobcenters verrechnet. Danach entscheidet die KK ob du in eine Reha musst.

Was schreibst du hier für einen Unsinn zusammen, hast du überlesen, das es KEIN Krankengeld mehr geben wird, weil sie bereits ausgesteuert wurde ???
Auch die KK "entscheidet" übrigens NICHT, ob man in Reha "muss" aber die dürfen (wie die AfA) auch per Bescheid auffordern eine Reha zu beantragen ... allerdings bei der DRV damit die KK dann Krankengeld einsparen kann.
Nach der Aussteuerung ist das der KK aber auch ziemlich egal wie lange man noch weiter AU geschrieben wird.

denn die Arge wartet nur darauf um kranke Menschen noch kranker zu machen. Du hast viele Rechte als kranker Mensch, daran muss sich auch die Arge halten.

Die "arge" wartet schon seit 2011 auf gar nichts mehr, seitdem gibt es nur noch JobCenter (da hat man als Kranker allerdings auch keine besonderen Rechte), allerdings für ALGII und darum geht es hier überhaupt NICHT.
Meine Ärzte haben auch noch nie einen "Widerspruch" für mich geschrieben aber das nur nebenbei ...

Dir fehlt jeder Überblick zur Problematik der TE und so sorgst du nur für Verwirrung und Verunsicherung mit deinen "Ratschlägen" ...

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo Stern 333,

Ich war zum ersten mal krankgeschrieben von März 2016 bis märz 2017. In der Zeit war ich von Mai bis Juli 2016 in einer psychosomatischen Klinik.
Dann von Ende Jan 2018 bis Ende April 2018 vollstationär in der akutpsychiatrie, gleich anschließend in einer tagsklinik einer weiteren Psychiatrie. Und von Nov 2018 bis Dez 2018 in der reha für 3 1/2 Wochen. Und bin bisher krankgeschrieben.

Wenn du meinst, dass dir nur eine befristete EM - Rente helfen kann dann solltest du sehr bald eine beantragen, von alleine bekommt man die nicht bewilligt.
EU-Renten gibt es schon seit 2001 nicht mehr, es gibt nur noch Renten wegen Voller oder Teilweiser "Erwerbsminderung" und dein Reha-Bericht dürfte (trotz Abbruch) kaum dafür geeignet sein, einen solchen Antrag problemlos durch zu bekommen.

Keine Sorge, ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung, mich hat man wenigstens noch für Berufs-Unfähig erklärt aber in deinem Falle wurde ja nicht mal die letzte Tätigkeit für die Zukunft ausgeschlossen. :icon_neutral:
Das macht es nicht gerade einfacher eine EM-Rente auch durchzusetzen, denn diese Reha-Berichte haben für die Entscheidungen dazu einen hohen Stellenwert (als Langzeit-Gutachten) bei der DRV ... besonders wenn sie noch recht "frisch" sind.

Mein Bericht (psychosomatische Reha / 6 Wochen) war schon 1,5 Jahre alt, als ich (nach der Aussteuerung) von der AfA aufgefordert wurde einen Antrag auf EM-Rente zu stellen, der ÄD hatte ein "aufgehobenes Leistungsvermögen" (weniger als 15 Wochenstunden "Restleistungsvermögen") für den allgemeinen Arbeitsmarkt festgestellt.

Damals glaubte ich auch noch daran, dass solche Gutachten (einer anderen Behörde) doch ihre Wirkung bei der DRV dann nicht verfehlen könnten ... nach 2 Begutachtungen durch die DRV wurde mein Antrag abgelehnt ... diese "Gutachter" hatten überwiegend aus dem alten Reha-Bericht abgeschrieben ...
Aus Sicht der DRV war ich weiterhin Voll-Zeit Erwerbsfähig und für die Arbeitsvermittlung (in "andere Arbeit" denn ich war immer noch fest angestellt für eine Tätigkeit, die ich nicht mehr machen sollte lt. Reha) sei die AfA verantwortlich ... ich glaube deren ÄD-Gutachten hatten die gar nicht oder nicht richtig gelesen ... :icon_neutral:

Ausgesteuert bin ich seit 7.7.2018 und beziehe nun bis August 2019 noch alg 1.
Dann wohl nichts mehr....

Das kommt darauf an, wie deine persönliche / familiäre und Finanzsituation so ist, ganz OHNE Einkommen und Krankenversicherung wirst ja auch du nicht überleben können wenn dein ALGI abgelaufen ist ...
Bei Bedürftigkeit (also wenn du keine großen Ersparnisse / Vermögen hast) besteht ein Anspruch auf Leistungen vom JobCenter = ALGII / Hartz 4 ... deine fortlaufende AU-Bescheinigung wirst du dann tatsächlich weiter dringend benötigen, denn dort gibt es keine Grenzen der Vermittlung mehr wenn man nicht offiziell auch KRANK (geschrieben) ist.

Im Grunde genommen, dachte ich nicht, dass es soweit jemals kommt.

Das sucht sich wohl Niemand freiwillig so aus und trotzdem muss es ja auch für dich irgendwie dann weitergehen ... bist du verheiratet / hast du einen Partner der Berufstätig ist, wird allerdings zuerst die Unterhaltspflicht geprüft und zur Not bleibt nur Hartz 4 bis du eine EM-Rente durchsetzen konntest.
Mir / uns ist das auch nicht erspart geblieben, denn mein Kampf um die EM-Rente ging bis zum Sozialgericht und dauerte (ab Antragstellung) fast 3 Jahre ... aber arbeiten gehen konnte ich auch tatsächlich NICHT mehr, also musste ich diesen Weg gehen ...

Am liebsten würde ich jetzt mal befristet in EU Rente, aber das wird wohl nicht funktionieren.....

Deine Ausgangsbasis ist dafür zumindest nicht die "Allerbeste", mit diesem Reha-Bericht wird es schwer werden aber unmöglich ist es nicht ... du solltest keine Zeit mehr verlieren, wenn du den Antrag ernsthaft stellen willst.
Besorge dir ALLE deine Klinik-Berichte der letzten Jahre, sofern du die nicht schon zu Hause hast und aktuelle Behandlungsberichte von deinen Ärzten ...
Lass dich nicht abwimmeln, du hast einen Rechtsanspruch darauf, schließlich sollst du ja angeblich "Fitt wie ein Turnschuh" sein, dann kannst du auch verstehen, was man da so zu deinem Befinden geschrieben hat.

https://www.patienten-rechte-gesetz.de/patientenrechte/akteneinsicht.html

Weiss gerade nicht, was ich tun soll......

Wenn du deine Kranken-Unterlagen der letzten Jahre dann beisammen hast, machst du dir einen Termin bei einer Rentenberatungsstelle in der Nähe, dort wird man dir helfen deinen Antrag richtig auszufüllen und die Kopien deiner Kranken-Unterlagen gibst du gleich zum Antrag mit ab.

Deutsche Rentenversicherung - Beratungsstellen finden

Du kannst das natürlich auch alleine ausfüllen, wenn du damit klar kommst ... direkt am PC oder ausdrucken und ganz normal auf den Formularen ... das findest du ALLES hier ...

Deutsche Rentenversicherung - Rente

Die DRV muss unbedingt schon auf diesem Wege davon überzeugt werden, dass du NICHT halb so gesund bist, wie es in deinem Reha-Bericht geschrieben steht ... leider besorgen die sich nur selten die nötigen Unterlagen dafür selber und begnügen sich schon mit (in deiner Renten-Akte) vorhandenen Reha-Berichten.

In der Beratungsstelle lässt du dir eine Bestätigung für die Antragstellung geben oder forderst die Eingangsbestätigung schriftlich an wenn du die Unterlagen selber zur DRV schicken solltest (bitte unbedingt per Übergabe-Einschreiben, damit du einen Nachweis hast).

Damit kannst du dir dann die AfA "vom Hals halten" bis dein ALGI abgelaufen ist, ich denke nicht, dass du den Bescheid von der DRV noch vorher bekommen wirst ... egal welcher das sein könnte ...

Bei Ablehnung gehst du in Widrspruch und wenn der auch abgelehnt wird bleibt nur der Gang zum Sozialgericht ... aber es kann ja auch mal ein kleines "Wunder" geschehen, da sollte man die Hoffnung niemals aufgeben ... bis dahin hilft dann nur noch "geduldig abwarten" ...

Wenn du gar nichts machst dafür, dann kann in der Hinsicht auch kein "Wunder" geschehen ... die Zeit mit ALGI wird sehr schnell vorüber sein und ohne den Antrag gibt es auch keine Hoffnung, auf eine EM-Rente für befristetes "Luft holen" ... :icon_evil:

Im Prinzip hast du jetzt einen "groben Fahrplan" und wenn du das erledigen / versuchen willst, hast du vorerst genug zu tun ... ich habe das alles durch, ich weiß sehr genau was ich dir hier schreibe dazu ...

MfG Doppeloma
 

Lili3

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Liebe Stern33,
bei dir ist vieles falsch gelaufen. Es hätte niemals soweit kommen müssen. Du warst und bist krank, eigentlich hast du bei ALG1 auch nichts zu suchen, da aber dir nichts anders übrig blieb musstest du dich dort melden und nun ist alles richtig ätzend.

Man kann die Vergangenheit nicht ungeschehen machen, man kann aber aus der Gegenwart seine Zukunft angehen.
Das was du sehr dringend brauchst ist ein guter behandelnder Arzt, der dich unterstützt, zu dir steht und auch mit dir mitkämpft aber vorallem der dich nun aus dieser miesen Situation wie sie gerade ist herausholt. Somit suche dir bitte entweder einen Psychiater oder Neurologen, der bereit ist den Weg und den Kampf der vor dir legt mit dir zu gehen. Du kannst auch in einen Monat zu 10 oder 20 Ärzten gehen bis du einen guten findest, vergesse es bitte nicht. Dann solltest du dir einen guten Psychotherapeuten suchen. Am besten wäre einer der einen Dr. Titel hat und auch in einer Klinik gearbeitet hat. Der hat mehr Gewicht. Auch hier darfst du 5 Probestunden machen, somit darfst du auch hier dir einen aussuchen der dir das Gefühl gibt dich geborgen und umsorgt zu fühlen. Du darfst in den 5 Probestunden den Therapeuten wechseln, danach muss man bei dem bleiben für den man sich entschieden hat. Suche dir bitte einen der Sowohl tiefgreifende Psychotherapie als auch Verhaltenstherapie macht. So bekommst du immer die richtige Therapie für deine Problematik. Der Therapeut wird während des Gespräches herausfinden welche Therapie dir am besten helfen wird.

Dann solltest du mit dem neuen behandelnden Arzt alles besprechen, ihn alle deine Unterlagen geben, ihn sagen das du nicht kannst im Moment und welche Problematik du nun hast mit der Agentur aber auch die Angst was kommt danach z.B. Harzt 4 mit der anderen Problematik.

Ein Arzt kann dir attestieren das du im Moment nicht mehr arbeiten kannst. Somit und hier müsste man die User hier fragen ob du dann Anspruch drauf hättest zum Sozialamt zu gehen, da du im Moment nicht mehr 3 oder mehr Stunden arbeiten kannst und du die Erwerbsminderungsrente beantragen musst.

Danach sollte dein behandelnder Arzt mit dir einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen. Klar stellst du den Antrag selber, dennoch sollte dein behandelnder gerade wegen dem letzten Rehabericht seine Meinung aus med. Sicht dazu äußern. Zusätzlich kann er dann aufschreiben das sich seit dieser Zeit bei dir alles noch viel verschlechtert und du zur Zeit nicht stabil bist in eine Klinik u.s.w. zu gehen. Auch kann er dir dabei helfen ggf Dinge richtig zu stellen die sonst noch so falsch gelaufen sind. Krankenkasse, Klinik u.s.w. alles wurde ja dokumentiert und dem kann man dann entgegenwirken. Du selber kannst dir alles anfordern lassen. Das steht dir zu.

Hast du dann auch noch einen Psychotherapeuten bittest du ihn auch dir etwas in der Schriftform zu geben über deinen Gesundheitszustand und die zukünftige Prognose. Hier sollten die beiden Hand in Hand arbeiten. Lasse dir bitte dabei helfen beim Ausfüllen deiner eigenen Anamese. Hier ist es sehr wichtig alles aufzuschreiben wie es dir im Moment geht, deine Ängste, deine Beschwerden u.s.w.

Lasse dich bitte richtig medikamentös einstellen. Bitte achte darauf das dein behandelnder Arzt dir ein gutes Mittel gibt und nicht einfach eins was gerade in Mode ist. Ein guter Arzt gibt dir ein Mittel und nicht gleich 2 oder 3. Er fängt auch sehr vorsichtig mit der Dosierung an. An dem erkennst du auch ob es ein guter Arzt ist oder nicht.

Suche dir bitte jemanden in deinen Umfeld der Verständnis für dich hat, dich unterstützt und dir die Geborgenheit gibt aber auch das Ohr für dich hat um dich nicht alleine zu fühlen. So hast du einen Halt und das ist gerade sehr wichtig für dich. Du brauchst dringend Ruhe um überhaupt anfangen zu können zu genesen. All das wie es in der Vergangenheit abgelaufen ist hat alles noch viel schlimmer bei dir gemacht. Schaue nicht mehr zurück was war, sondern schaue nach vorne und die Möglichkeiten die da sind um aus diesen Hamsterrad herauszubrechen.

Bei einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente werden leider die meisten Anträge erst einmal abgelehnt. Hier kannst du Widerspruch einlegen auch hier wieder den behandelnden Arzt und den Psychotherapeuten mit einbeziehen und die sollen mit Widersprechen, das legst du dann dem Schreiben bei und bittest um einen neuen Gutachtertermin. Meistens wird beim zweiten Gutachten dann die Rente bewilligt gerade bei psychischen Erkrankungen.


Ich wünsche dir alles liebe und Erfolg bei deinen Dingen. Lasse dich nicht unterkriegen mit den richtigen Menschen an deiner Seite kannst du jeden Kampf gewinnen.

Liebe Grüße Lili3
 

Lili3

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Hallo Doppeloma,

ob man nun sagt Amtsärztin vom Arbeitsamt oder der Med. Dienst (ÄD das sind aber keine "Amtsärzte" die arbeiten nur für das Amt) spielt im ersten Moment eine untergeordnete Rolle. Das Prinzip bleibt das selbe. Ob man sich nun darum streitet Jobcenter, Arge u.s.w. spielt erst einmal auch eine untergeordnete Rolle, da es die Vergangenheit betrifft und die Zukunft ganz anders angegangen werden sollte.

Bei Stern33 ist von Anfang an alles schief gelaufen was hätte schief laufen können. Es hätte noch nicht mal dazu kommen sollen, das sie sich überhaupt ALG1 melden musste.

Man erkennt richtig das hier kein Arzt hinter ihr stand, die Therapieversuche unwirksam waren, das sie keiner schützte und das sie komplett mit dem ganzen alleine gelassen wurde. Es ist schon schlimm genug wenn dies einen kranken Menschen passiert, aber umso schlimmer wenn es wie in diesen Fall um eine psychische Erkrankung geht. Und um dir deine Frage zu beantworten ob ich Ahnung habe das ich sagen kann das Stern33 gerade keinen stabilen Eindruck macht ist die Antwort ja, denn ich habe Jahrelang mit psychisch erkrankten Menschen zu tun gehabt.

Und schon wären wir auch bei einen wichtigen Thema, was auch eine Rentenbegutachtung anbelangt. Alleine aus der Schriftform der Antragsstellung zu der eigenen angegebenen Anamnese u.w. kann im Vorfeld schon vieles erkennen. Danach folgt der Verlauf der bisherigen Therapien (Rehabericht, Medikamente, Therapie, Einschätzung des behandelnden Arztes u.s.w. ) Zu diesen Zeitpunkt hat eigentlich der Gutachter schon entschieden Rente ja oder nein. Bei der Untersuchung passiert meistens wenig, denn die Zeit von gerade mal 10-30 Min langt nicht für eine wirkliche Begutachtung, besonders wenn es sich um eine psychische Erkrankung handelt. Somit geht es nun primär darum Stern33 wirklich zu helfen und zwar ihr aufzuzeigen was sie nun tun kann um eine Erwerbsminderungsrente zu erhalten, wie sie sich selber schützen kann um den Druck durch die Agentur für Arbeit loszuwerden und um langfristig zu genesen.

Um deine Fragen zu beantworten:

ALG1 wird zwar aus dem letzten Gehalt prozentual ausgerechnet, dennoch wollen die das man Vollzeit arbeitet. Mit einen ärztlichen Attest kann man dem entgegenwirken. In diesen Fall ist aber Stern33 gar nicht arbeitsfähig um Geld zu haben musste sie ALG1 beantragen weil eben vieles falsch gelaufen ist.

Man kann sehr wohl ein Widerspruch schreiben in Bezug auf den Rehaentlassungsbericht und es ist auch sehr wichtig dieses zu tun. Die Reha wurde abgebrochen, weil es eben nicht mehr ging, es zu Verschlechterung kam. Das ganze Zeigt auf, das eine falsche Therapieform stattgefunden bzw das Pat nicht hätte eine Reha antreten sollen. Damit Reha erneut Aufträge vom Rententräger bekommt, schreibt man eben in Zukunft kann Vollzeit gearbeitet werden. Somit spart der Rententräger Geld für voll oder Teil Rente. Dennoch bleibt dieser Bricht in der Akte. Und bei einen Rentenantrag wird dieser erneut herausgeholt. Ergo wird entschieden Pat ist gesund keine Rente. Somit Widersprechen mit Hilfe des behandelnden Arztes, damit auch das in die Akte kommt. Man war damit nicht einverstanden, weder der Pat noch der behandelnder Arzt. Zusätzlich informiert man auch die Krankenkasse, dies ist wichtig damit es auch dort Aktenkundig wird. Für ggf wenn man erneut in Arbeit sein sollte und erneut Anspruch auf Krankengeld hat anders mit einen Verfahren wird.

Und ob ich gut lesen kann, nun als ich meinen Beitrag schrieb stand noch nichts von der TE das sie ausgesteuert ist, das kam erst nach meinen Beitrag.

LG
 
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