ALG-I nach Aussteuerung bei bestehendender AU

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paps75

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Hallo allerseits,

mein Krankengeld läuft Ende des Monats aus, daher werde ich von der Krankenkasse ausgesteuert. Ich bin weiterhin arbeitsunfähig und darf max. 3h/Tag meine frühere Tätigkeit ausüben.

Ein Antrag auf RpK (Reha für psychisch Kranke) = Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wurde beim Rentenversicherungsträger bereits gestellt.

Nun ist die Frage, was gebe ich bei der AfA an. Ich möchte gerne wieder voll arbeiten, nur ist das im Moment gesundheitlich definitiv unmöglich.

Meiner Meinung nach habe ich Anspruch auf ALG I aufgrund der Nahtlosigkeitsregelung. (Ich befand mich vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit in einem Beschäftigungsverhältnis, welches ich eben aufgrund der gesundheitlichen Gründe gekündigt habe.)

Droht mir eine Reduzierung des ALG-I wenn ich angebe, dass ich aufgrund gesundheitlicher Gründe nur 15 Stunden pro Woche arbeiten kann?

Ich bin ziemlich ratlos und mir dröhnt schon der Kopf von der ganzen Thematik.

Vielleicht kann mir jemand von Euch weiterhelfen.

Besten Dank!
 
E

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Gast
Hi und herzlich willkommen im Forum,

Du kannst Dir gerne mal meinen Wust durchlesen bezüglich Nahtlosigkeitsregelung >>> https://www.elo-forum.org/schwerbeh...rundsicherung-sgb-xii-kapitel.html#post270802

Ansonsten würde ich Dir unbedingt empfehlen Dich kompetent beraten zu lassen, z.B. von einem Sozialverband (VDK oder SoVD). Die stellen auch Anträge für Dich oder "boxen" Deine Rechte durch. Ansonsten kann man sich auch bei der Caritas oder Diakonie beraten lassen.

Du schreibst, daß Du nur ca. 3 Std. momentan arbeiten kannst. Wer hat dies festgestellt?

Nehme mal an, daß Du noch zum Medizinischen Dienst eingeladen wirst (von der Bundesagentur für Arbeit oder ARGE, je nachdem bei wem Du einen Antrag zu stellen hast). Dieser erstellt dann ein Gutachten.

Solltest Du weiterhin krank geschrieben sein so wird Dich die Bundesagentur für Arbeit vermutlich in die ARGE abschieben und die, je nach dem was beim Gutachten rauskommt, dann evtl. in die Grundsicherung (Sozialhilfe).

Schon mal an Erwerbsminderungsrente gedacht?

Ich stell Dir noch ein paar Infos ein. Wenn Du Fragen hast, dann frag einfach :icon_smile:

Nahtlosigkeit - Erklärung - Deutsche Rentenversicherung
Nahtlosigkeit - Arbeitslosengeld 1 futsch - 123recht
Nahtlosigkeit - Urteil
https://www.elo-forum.org/alg-ii/34914-ende-krankengeld-alg1-alg2.html#post363407
Grundsicherung (Sozialhilfe)

.
 

Anhänge

  • ALG I - Nahtlosigkeitsregelung - Was bedeutet Nahtlosigkeit (SGB III § 125).pdf
    41,1 KB · Aufrufe: 771
  • Soziale Absicherung bei Zusammentreffen von Arbeitslosigkeit und Krankheit (Geiger-2008-Heft 2).pdf
    95,5 KB · Aufrufe: 420
  • Zuzahlungsbefreiung bei Reha-, Kur-, Klinikaufenthalt, Medikamente, Massagen usw. TIPP.pdf
    52,1 KB · Aufrufe: 283
  • A - Unbedingt Ansehen! Folien von Harald Thome.pdf
    2,6 MB · Aufrufe: 428
  • Gutachten - Einladung - Ziel der gutachterlichen Untersuchung.pdf
    26,6 KB · Aufrufe: 303
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(Ich befand mich vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit in einem Beschäftigungsverhältnis, welches ich eben aufgrund der gesundheitlichen Gründe gekündigt habe.)
Diese voreilige, unüberdachte Eigenkündigung ist der lapsus cardinalis schlechthin.
Hier wäre vorheriger Rechtsrat dringend nötig gewesen.
Reichst du weiterhin AU-Bescheinigungen während des Bezugs von ALG I unter der Nahtlosigkeit von § 125 SGB III ein, verlierst du gem. § 126 SGB III nach 6 Wochen den ALG-I-Anspruch, da du dem Arbeitsmarkt subjektiv nicht zur Verfügung stehst.
Darin sind sich inzwischen die SG und Rechtsgelehrten einig.
 
E

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Gast
Diese voreilige, unüberdachte Eigenkündigung ist der lapsus cardinalis schlechthin.

Hier wäre vorheriger Rechtsrat dringend nötig gewesen.
Reichst du weiterhin AU-Bescheinigungen während des Bezugs von ALG I unter der Nahtlosigkeit von § 125 SGB III ein, verlierst du gem. § 126 SGB III nach 6 Wochen den ALG-I-Anspruch, da du dem Arbeitsmarkt subjektiv nicht zur Verfügung stehst.
Darin sind sich inzwischen die SG und Rechtsgelehrten einig.
Dies ist nicht richtig. Ich war nicht gekündigt und bei mir war es das gleiche Spiel!
 
E

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Gast
Ausnahmen bestätigen leider die Regel.
Lies dir dazu den Berliner Sozialrichter Udo Geiger durch, den Link hast du ja gesetzt, und die Urteile, die ich eingestellt habe. Bei 2 war ich selbst dabei.

Es kommt bei noch bestehendem Arbeitsverhältnis eben auch auf die Argumentation an. Denn, läßt man sich wieder "gesund schreiben", muss man dem Arbeitgeber die arbeitsvertraglich geschuldete Arbeitsleistung erbringen, was wiederum wegen der entsprechenden Krankheit nicht möglich ist.

Das ist natürlich eine ganz andere Sachlage, so die Richterin bzw. der Richter.
 

paps75

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Hallo allerseits,

danke für euer Feedback.

Was die Kündigung betrifft, so habe ich sie erst nach Rücksprache mit der AfA und meinem Arzt gestellt. Ein entsprechendes Formular, welches eine Sperrung verhindert habe ich erhalten und auch ausfüllen lassen.

Die momentane Belastbarkeit von max. 3 Stunden wurde mir von meinem behandelnden Arzt, sowie von der Reha Einrichtung (Träger der med. Reha-Maßnahme war die RV) attestiert. Die Einleitung einer Leistung zur Teilnahme am Arbeitsleben wurde ebenfalls dringend empfohlen.

Momentan bewerte ich meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt eher schlecht. Ohne eine geeignete Zertifizierungsmaßnahme sowie einer stufenweisen Wiedereingliederung bei einem neuen Arbeitgeber wird aus meinem dritten Arbeitsversuch nix.

Ich werde mich googlen und schauen, was die AfA da für Möglichkeiten anbietet. Vielleicht schaff ich ja den Wiedereinstieg bei einer anderen Firma als meiner alten.

Danke und Gruß,
paps75
 
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Gast
Ausnahmen bestätigen leider die Regel.
Lies dir dazu den Berliner Sozialrichter Udo Geiger durch, den Link hast du ja gesetzt, und die Urteile, die ich eingestellt habe. Bei 2 war ich selbst dabei.

Es kommt bei noch bestehendem Arbeitsverhältnis eben auch auf die Argumentation an. Denn, läßt man sich wieder "gesund schreiben", muss man dem Arbeitgeber die arbeitsvertraglich geschuldete Arbeitsleistung erbringen, was wiederum wegen der entsprechenden Krankheit nicht möglich ist.

Das ist natürlich eine ganz andere Sachlage, so die Richterin bzw. der Richter.

Bei mir läuft diesbezüglich Klage gegen die BA und Petition habe ich auch eingereicht (wurde abgelehnt, nun Widerspruch seit einigen Wochen).
 
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Liebe Muci,

ich weiß es ja.
Von Anfang an habe ich ja mitgelesen (Mambo).
Wenn die sich an Recht und Gesetz halten würden, müssten wir hier nicht schreiben.
 
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