ALG I nach §125, "halbe Rente" und wie weiter? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Ute S.

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Hallo, Ihr Alle,

im vergangenen Jahr war ich kurz hier, danke für Eure Antworten und Unterstützung und allen ein gutes neues Jahr.

Gerne wollte ich eine einzelne Person anschreiben, weil ich mich sorge, dass zu viele unterschiedliche Antworten mich eher weiter verwirren könnten.
Leider habe ich noch nicht genug Beiträge verfasst, um das zu dürfen und setze hier meinen PN-Versuch als Thema ein.

Bitte fühlt Euch angsprochen und gebt mir Rückmeldung, ja?
Ich danke Euch.

PN:
Hallo ...,

ich habe mich heute mal wieder hier ins Forum begeben. Dir und Deinem Mann ein gutes neues Jahr.

Eigentlich hatte ich vor, einen öffentlichen Beitrag zu schreiben, mich nun nach dem Lesen einiger Themen entschieden, Dich direkt anzuschreiben.
Du magst mir bitte sagen, ob das o.k. für Dich ist.

Ganz kurz versuche ich meinen Stand zusammenzufassen, vielleicht ergibt sich später eine Möglichkeit zu vervollständigen.

Mein Wunsch und Bitte ist, dass Du Dir diese Parameter einmal anschaust und mir eine praktische Hilfestellung bezüglich meines weiteren Verhaltens, gerade im Umgang mit der AfA geben kannst.
Aber zunächst meine Lebensabläufe:
Ende 2007 Brustkrebs,
Wiedereingliederung im August 2008, bin examinierte Altenpflegerin, Jahrgang '62 (werde im Mai 50),
Arbeit zunehmend nicht mehr leisten können, seit 07.04.2010 durchgehend aus psychischen Gründen AU.
Aussteuerung am 02.08.2011,
ALG I mit viel TamTam und Hin und Her ab 12.08.2011
zwischenzeitlich Rentenantrag am 22.11.2010 gestellt, einen Widerspruch und insgesamt 4 Gutachten später, Ende November 2011 Bescheid "halbe Rente", auf 3 - 6 Stunden erwerbsgemindert (rückwirkend ab 22.11.2010 befristet bis 31.12.12)

Der Arbeitgeber hat geprüft und bestätigt, dass er mir keinen Teilzeitarbeitsplatz anbieten kann.
Ich habe mich entschlossen, weil auch keine Kraft zum Kämpfen mehr da ist, diese halbe Rente zunächst zu beanspruchen, da der Gang vors Sozialgericht ein Jahr und mehr brauchen wird, mir von meinem Anwalt, der mich in einer anderen privaten Sache (BUZ) vertritt, zu einem Verschlimmerungsantrag riet.

Fakt ist nun, dass die Rentenversicherung Bund mir gestern einen Nachzahlungsbetrag aufs Konto überwies, der nicht mit der Summe der monatlichen Rente übereinstimmte, die AfA hat keinen Erstattungsanspruch gestellt (wollen die das Geld nicht haben?).
Auf meine telefonische Anfrage bei der DRV Bund erhielt ich die Auskunft, dass mit Hilfe der AfA meine Rente neu ermittelt worden sei, ich einen neuen Bescheid erhielte, der sich wohl noch bei meinem Sozialverband, VdK aufhielte, (da will ich heute vormittag gleich mal nachhaken, wo meine Post bleibt), und dass derzeit auch bei der AfA geprüft würde, ob mir dort eine Teilzeitstelle zur Verfügung gestellt werden könnte.
Wenn ich den neuen Bescheid in Händen halte und so, wie ich das jetzt ausgerechnet habe, statt 488,21 Euro nur noch 384,.. Euro erhalten soll, werde ich mich sicherlich noch an meinen Anwalt wenden, doch ist es mir auch sehr wichtig, ein wenig mehr zu wissen, was die AfA jetzt wohl mit mir vorhat, anstellen könnte, und wie mein richtiges Verhalten dazu aussieht.
Vor Weihnachten und vorgestern erhielt ich Anrufe vom Arbeitsamt, zwei versch. Nummern, auf mein Handy. Ich habe es, Gott sei Dank?, keinmal mitbekommen und bis jetzt nicht darauf reagiert, gehe davon aus, dass die mir schreiben sollen.
Oder kannst Du Dir vorstellen, was das soll, mich per Telefon zu kriegen?

Ich würde mich freuen ein paar Tipps von Dir zu erhalten, auch gerade hinsichtlich der Tatsache, dass ich ja immer noch in ungekündigter Anstellung bei meinem Arbeitgeber bin.

Mit der Brustkrebserkrankung vor 4 Jahren erhielt ich eigentlich die Aufforderung mein Leben in die Hand nehmen zu wollen und versuche dass mit wiederholten Anläufen auch.
Der Versuch gleichzeitig eine Verbesserung meines Zustandes zu bewirken und gegenüber den Stellen zu kämpfen, die mich finanziell unterstützen sollen, dass ich wieder gesund und belastbar werde, ist so paradox und macht mich mürbe.
Da klingen die Worte in der Krebsreha, 'Vermeiden Sie möglichst Stress, dass der Krebs keine Chance hat, wiederzukommen', wie Hohn.

Noch eine Bitte habe ich an Dich.....
Meine ureigenste Geschichte, ist jedoch die um meinen Sohn, der vor fast 7 Jahren spurlos verschwand, den ich suche, nach wie vor.
Wenn andere Dinge mich sehr fordern, dann trage ich auch an dieser Situation wieder schwerer, dass ich nicht weiß, ob er lebt oder nicht, wie es ihm gehen mag.

Ich stelle hier den Link der Suchseite ein, magst Du ihn bitte überall verbreiten?
Ich danke Dir.
Die Freundin, Regina, die mir diese Stelle auf ihrer Homepage für die Verlinkung der Suchseite zur Verfügung stellte, ist am 04.11. ihrer Krebserkrankung erlegen.


Vermisst - Bernd Schirrmacher

Dir alles Liebe und Gute,
Ute

--------------

Wenn noch Infos fehlen, bitte fragt nach, ja? Danke.
 

Seepferdchen 2010

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ich schubs dich mal nach oben, ich denke du wolltest "Doppeloma" schreiben!

Gruß Seepferdchen
 

Ute S.

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Danke, Seepferdchen.

Auch jeder andere Antwortende wäre mir lieb.

Ich habe nun neue Fakten, weiß um einen neuen Bescheid, der die halbe EU-Rente noch einmal halbiert, so lange ich das ALGI erhalten werde.
Da das ALG I als Bruttogehalt umgerechnet wird, überschreite ich die Hinzuverdienstgrenze und bekomme eben was abgezogen.

Leider konnte mir der Sachbearbeiter von der DRV Bund nicht sagen, ob mir mit der halben, halben Rente, bzw. dem Status der geminderten Erwerbsfähigkeit auch mal gleich das halbe ALG I abgezogen wird.

Ich habe die Hoffnung und das Denken, dass zweimal, nicht abgezogen werden kann.

Es ist richtig, dass zur Zeit weiter geprüft wird, ob ich, da vom Arbeitgeber schon mal ausgeschlossen, nun über den allgemeinen Arbeitsmarkt in eine Teilzeittätigkeit vermittelt werden kann.

Das soll laut Sachbearbeiter noch ein/zwei Wochen dauern.

Ich hatte heute Morgen den dringenden Wunsch über möglichst alle Eventualitäten aufgeklärt zu sein, damit mich solch ein Schock nicht noch einmal so treffen kann. Große Sorge habe ich auch, dass ich durch eigenes Fehlverhalten meine Chancen auf eine Rente und damit befristete Auszeit, um mich zu regenerieren, torpediere.

Wie schon geschrieben, bin ich auch des Kämpfens müde und mache mir doch immer wieder mal Gedanken, inwieweit ich mit diesem andauernden Stress meine Gesundheit gefährde.

Nun, heute Abend bin ich schon wieder etwas entspannter, minimal geduldiger und würde mich freuen, wenn hier jemand antwortet, dem es ähnlich oder gleich erging/ergeht.
Die Hoffnung ist da, dass ich mich dann nicht mehr so ganz allein und hilflos in dieser Situation fühle.

Ich danke Euch.
LG
Ute
 

Ute S.

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Ich danke Dir herzlich, Seepferdchen,

fürs Schubsen.

Heute fühle ich mich ziemlich erschöpft und matschig, aber die Welt geht schon mal nicht mehr unter.

Dass ich hier keine Antworten erhalte, mag vor allem daran liegen, dass ich selber ziemlich konfus und wenig konkret bin.

Ich werde es schon erleben, was sich zum Ende des Monats finanziell tun wird und wenn es Neuigkeiten gibt, bzw. ich konkrete Fragen habe, melde ich mich wieder, ja?

Alles Gute und Liebe Euch.

Mit der Veröffentlichung des Links der Suchseite über meinen Sohn, Bernd Schirrmacher, Vermisst - Bernd Schirrmacher, habe ich bereits einige liebe Rückmeldungen erhalten und feststellen dürfen, dass die Seite häufiger aufgerufen wird, was meine Hoffnung, Bernd wieder zu finden, wachsen lässt. Danke fürs Verteilen des Links.

Ute
 

Doppeloma

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Hallo Ute S.,

@seepferdchen hat mir eine PN geschickt, ich hatte deine Anfrage auch schon gelesen, aber ganz ehrlich weiß ich auch nicht genau,
wie das bei der Teil-EM-Rente und dem ALGI gerechnet wird...:confused:

Meine Vorstellung dazu ist eher theoretisch, denn mit der Teilrente bist du ja noch zwischen 3 - bis unter 6 Stunden erwerbsfähig, da bekommt man üblicherweise die HALBE Rente gegenüber der EM-Vollrente (also 50 % davon, was du bei voller EM-Rente bekommen würdest.).

Den Rest soll man sich ja mit einem "leidensgerechten /versicherungpflichtigen" Teilzeit-Job dazu verdienen.

Aktuell bekommst du (wahrscheinlich ???) das ALGI für einen (zuletzt ausgeübten) Vollzeit-Job, ODER ???

Der KANN ja NICHT mehr ausgeübt werden (wegen der Teilrente) also wird man zunächst davon ausgehen, dass du höchstens noch zwischen 15 - 29,999... Wochenstunden Teilzeit vermittelt werden kannst.

Auf diesen Vermittlungs-Rahmen wird dann dein ALGI reduziert, es gäbe also NUR noch etwas mehr als die Hälfte deines bisherigen Betrages (für höchstens 29,9999...Stunden pro Woche) und zusätzlich die Halbe EM-Rente...

SOOO würde ich mir das DENKEN, ich bin mir aber NICHT sicher, ob es tatsächlich so läuft. :icon_kinn:

Vielleicht hängt das auch von der Rentenhöhe ab, im Verhältnis zur Höhe des ALG-Betrages und es wird nur was "angerechnet" ???

Ich habe mit der Teil-EM-Rente wirklich keine persönlichen Erfahrungen und bei den Bekannten mit teilweiser EM-Rente wurde dann immer sehr kurzfristig in die "Arbeitsmarktrente" umgewandelt, weil (von der AfA /JobCenter) kein passender Teilzeitarbeitsplatz vermittelt werden konnte.

Aus welchem konkreten Grund (§ 125) du jetzt ALGI bekommst, wird aus meiner Sicht dabei egal sein, das hat ja keinen Einfluß auf den Betrag /Höhe des ALG.

Hoffendlich habe ich dich jetzt nicht noch mehr verwirrt, wäre aber ganz toll, wenn du uns hier dann mal mitteilst, wie es tatsächlich gerechnet wird in diesem Falle.

Diese Erfahrung kann ich nämlich nicht mehr selber sammeln, da mein ALGI bereits seit Dezember 2010 abgelaufen ist und ich nun mit H4 weiter (am Sozialgericht) um meine EM-Rente kämpfe...

Eine andere Frage habe ich noch an dich, kann es sein, dass deine Freundin Regina hier mal sehr ausführlich zu deiner Renten-Geschichte geschrieben hat, unter einem Usernamen der mit "SCH.." begonnen hat ???

Es täte mit sehr leid, wenn ich da jetzt bei dir was hoch hole, aber hier war mal jemand angemeldet und ich habe lange nichts mehr von ihr gelesen, leider kenne ich ihren Echtnamen nicht, ich weiß nur, dass sie auch an Krebs erkrankt war...:icon_kinn:

Nach 13 Beiträgen kannst du auch PN verschicken, wenn du hier öffentlich nicht antworten möchtest dazu, ich wünsche dir auch von Herzen, dass du deinen Sohn wieder findest, habe selber zwei Kinder und kann mir sehr gut vorstellen, wie schwer diese Situation für dich ist.

MfG Doppeloma
 

Ute S.

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Hallo Doppeloma,

danke für Deine Post.
Nein, Deine Ausführungen verwirren mich nicht und nein, Regina war, soweit ich mich erinnere, hier nicht angemeldet.

Nach einigen traurigen Erfahrungen im vergangenen Jahr, viel Kampf und Gutachten und dem gleichzeitigen Versuch aus meinem Loch wieder herauszukommen und endlich den Mut und das Vertrauen zu entwickeln, leben zu wollen, kamen mit dem Bescheid der halben Rente, der Absage der privaten Versicherung, Leistungen zu erbringen, was den Klageweg nach sich ziehen wird und dem neuerlichen Rentenbescheid, mit nur noch der Hälfte der halben Rente reichlich viel auf einmal.
Zusammen mit meiner schweren Erkältung, hat mich das alles heftig erwischt und ich rotierte nur noch vor lauter Zahlen, Sorgen und einem Verarmungswahn, der zumindest im Moment, ganz klar, unbegründet ist.

Wir haben noch ein bißchen was gespart, ein Dach über dem Kopf und zudem habe ich einen lieben Ehemann, der mir immer wieder vorlebt, dass mit etwas mehr Gelassenheit und Ruhe, alles weit weniger schlimm ist, als es zunächst scheinen mag.

Der Sachbearbeiter bat mich, in einer Woche wieder anzurufen und ich habe gemeint herauszuhören, dass es hinsichtlich der vollen Rente wegen verschlossenem Arbeitsmarkt klappen könnte.
Wenn nicht, werde ich Ende des Monats oder vorher, wenn das Arbeitsamt es schriftlich belegt, wissen, ob das ALG I eingeschränkt, bzw. gehälftelt wird.
Ganz sicher ist schon mal, dass sich mein jetziges ALG aus vermutlich der zuletzt tatsächlich halb gearbeiteten Stelle ergeben hat. Ich habe da einen verzwickten Vertrag, der auch mehr als eine halbe Stelle forderte, zuletzt aber eine andere Stelle innehatte und dort tatsächlich halb arbeitete. Eventuell haben lediglich Rückrechnungszeiten noch Monate erfasst, in denen ich über diese halbe Stelle tätig war. Das weiß ich aber nicht konkret.

In der vergangenen Woche habe ich noch auf anderer Ebene für mich eintreten müssen, was ebenfalls Kraft brauchte. Da habe ich einen Erfolg zu vermelden. Dieser hat jedoch auch einen kleinen Haken, denn es geht hierbei jetzt um ein MRT meiner Brust, am 24. die bitte bestätigen soll, dass da alles in Ordnung ist.
Ich versuche optimistisch zu sein.

Liebe Doppeloma, wie lange ungefähr wird es noch mit Deinem Sozialgerichtsverfahren dauern? Ich wünsche Dir immer wieder Mut und Kraft das auszusitzen, eine gute Zeit mit Deinem Mann und immer wieder Freude und Lachen. Danke nochmal.

Selbstverständlich melde ich mich, wenn ich wieder was weiß.

Allen alles Liebe.
Ute

P.S.: Juchuhhhh! ich habe 13 Beiträge......
 

Doppeloma

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Hallo Ute S.,

danke für Deine Post.
Nein, Deine Ausführungen verwirren mich nicht und nein, Regina war, soweit ich mich erinnere, hier nicht angemeldet.
Vielen Dank, dass du es so verstanden hast, wie es gemeint war, als rein theoretische Überlegung. :cool:

Ich kann dir gut nachfühlen wie das ist wenn zu viele Dinge in geballter Form auf dich einstürzen und wenn dann noch einige eher unangenehme Sachen dabei sind, wird es ganz böse für unsere Seele. :icon_neutral:

Zusammen mit meiner schweren Erkältung, hat mich das alles heftig erwischt und ich rotierte nur noch vor lauter Zahlen, Sorgen und einem Verarmungswahn, der zumindest im Moment, ganz klar, unbegründet ist.
Diese Erkenntnis ist doch schon mal SEHR gut aber mir geht (und ging) es oft nicht besser damit, mir zu "sagen", dass ich ja allem zum Trotz noch NICHT am "verhungern" sei, soll das wirklich der einzig "positive" Gedanke sein, nach fast 40 Jahren Arbeit....

Wir haben noch ein bißchen was gespart, ein Dach über dem Kopf und zudem habe ich einen lieben Ehemann, der mir immer wieder vorlebt, dass mit etwas mehr Gelassenheit und Ruhe, alles weit weniger schlimm ist, als es zunächst scheinen mag.
Bei uns ist NUR noch das "Dach über dem Kopf" und die LIEBE übrig und wenn es nach dem Sozialamt (SGB XII) ginge, wo wir mal wegen Männes geringer EM-Rente zur "Beratung" waren, dann ist dort sogar unsere Sozial-Wohnung zu TEUER...und unser 16 Jahre altes Auto MUSS auch erst verkauft werden, wenn er dort ein paar € bekommen will....

Das habe ich sogar durch meine Privat-Insolvenz "retten" können (weil es nicht mehr viel wert ist, aber NOCH fährt es eben...) und jetzt sollen wir es "aufessen", weil Männes Rente nach 35 Jahren Arbeit zu gering ist...:confused:

Es ist die einzige Möglichkeit relativ kostengünstig die Kinder und Enkel (wenigstens 1 X im Monat, MEHR ist sowieso nicht drin) zu besuchen, die Bahnfahrt wäre AUCH teuer und besonders für den Opa auch gesundheitlich nicht so gut zu bewältigen...

Ich will nicht rumjammern, aber besonders leicht macht man es uns nicht, überhaupt noch ein wenig Freude am Leben zu haben. :icon_evil:

Der Sachbearbeiter bat mich, in einer Woche wieder anzurufen und ich habe gemeint herauszuhören, dass es hinsichtlich der vollen Rente wegen verschlossenem Arbeitsmarkt klappen könnte.
das ist durchaus möglich, auf diese Enscheidung hat man selber gar keinen Einfluß, es ist eine "interne" Verwaltungs-Entscheidung zwischen AfA und DRV, da bekommst du dann "automatisch" den geänderten Voll-Renten-Bescheid, mit dem Hinweis darin, dass diese Vollrente arbeitsmarktabhängig gezahlt wird.

Deine Teil-EM-Rente "ruht" dann praktisch (komplett) bis zum Ablauf dieser Vollrente und lebt danach wieder auf.

Wenn nicht, werde ich Ende des Monats oder vorher, wenn das Arbeitsamt es schriftlich belegt, wissen, ob das ALG I eingeschränkt, bzw. gehälftelt wird.
Das ist der Punkt, an dem ich ohne Unterlagen auch nicht weiter weiß, denn wenn dein ALGI schon auf Teilzeitarbeit beruht, dann darf da eigentlich (aus meiner Sicht) NIX zusätzlich gekürzt werden wegen der Teilrente.

Aber dann kommen wieder die Zuverdienstgrenzen ins Spiel, da blicke ich dann gar nicht mehr durch...

Dieser hat jedoch auch einen kleinen Haken, denn es geht hierbei jetzt um ein MRT meiner Brust, am 24. die bitte bestätigen soll, dass da alles in Ordnung ist.
Ich versuche optimistisch zu sein.
Da sind meine Daumen GANZ feste gedrückt !!!

Liebe Doppeloma, wie lange ungefähr wird es noch mit Deinem Sozialgerichtsverfahren dauern? Ich wünsche Dir immer wieder Mut und Kraft das auszusitzen, eine gute Zeit mit Deinem Mann und immer wieder Freude und Lachen.
Wie lange das noch dauern wird mit dem Gerichts-Verfahren "steht wohl in den Sternen", hatte aber Anfang Dezember einen Gutachter-Termin, der wurde vom Gericht angeordnet.

Bei dem Gutachter (Internist) hatte ich zum ersten Mal den Eindruck, dass ICH und meine Probleme wirklich wichtig sind, der begutachtet üblicherweise NUR für Gerichte (in meinem ganzen Bundesland) und vorwiegend für die Landes-Sozial-Gerichte!

Ich HOFFE SEHR, dass es bald (in Folge seines Gutachtens) eine Entscheidung geben wird und natürlich, dass die dann positiv FÜR MICH sein wird, mehr bleibt mir da im Moment nicht übrig als WARTEN....:icon_dampf:

Bei eindeutigen Gerichts-Gutachten läuft das ja oft auf einen "Vergleichs-Vorschlag" von der DRV hinaus, da kommen die dann auch nicht mehr gegen an, so könnte sich im Frühjahr /Sommer vielleicht was tun ???

Bei meinem Männe hat es damals noch fast ein weiteres Jahr (bis zur Verhandlung) nach dem Gerichts-Gutachten gedauert, allerdings war der Gutachter auch nicht besser, als die von der DRV und Männe mußte dann die Klage zurücknehmen.

Daran möchte ich im Moment lieber NICHT denken, im 2. Anlauf (neuen Antrag auf EM-Rente gestellt Mai 2010) hat er nun endlich letztes Jahr die VOLLE EM-Rente bekommen, nun sogar bis zur Altersrente bewilligt, DAS verstehe WER WILL...

Die letzten gut 5 Jahre haben uns VIEL von unserer Kraft und der Restgesundheit gekostet, aber mir bleibt ja auch nichts Anderes übrig als weiter zu machen, BIS ich gewonnen habe...denn Vollzeit arbeiten geht ja auch nicht mehr, wie es sich die DRV vorstellt...

NUR GUT, dass ich meinen Schatz und die Kinder /Enkelkinder habe, sonst wäre mir dieses sogenannte "Leben" wahrscheinlich auch schon irgendwann EGAL gewesen...

LG von der Doppeloma :icon_smile:
 

Ute S.

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Hallo an Alle,

ich melde mich, wie versprochen, zurück.

Meine Gesundheit ist nach einem weiteren Infekt und guten Ergebnissen aus den Nachsorgen endlich in Form gekommen und will von mir erhalten bleiben.

Seit letzter Woche halbe ich zwei neue Rentenbescheide in Händen:

1. Ist denen aufgefallen, dass sie mir nach einem relativ aktuellen Gerichtsurteil vom 11.04.2011 nochmal ein paar Entgeltpunkte abziehen konnten (macht im Monat aber nur 1,92 Euro aus).
3 Jahre Ausbildungszeit zum letzten Beruf - bin mal gespannt, was die noch alles per Gerichtsentscheid finden, die jetzige bzw. zukünftige Rente zu kürzen.

2. Haben die von der DRV Bund mit der AfA verhackstückt, dass ich auf dem Teilzeitarbeitsmarkt keine Chance habe, und somit, befristet bis zum 31.12.2012, die volle Erwebsminderungsrente erhalten soll.

Nun wird noch alles zurückgerechnet, die Krankenkasse will auch nochmal hinlangen und die AfA hat nach zunächst auffälliger "Enthaltsamkeit", was den Erstattungsanspruch bei der halben Rente anging, jetzt selbstverständlich, einen solchen gestellt.

Da ich deren Rechnerei nicht so ganz vertrauen mag, frage ich Euch, wie die verschiedenen Sozialversicherungsleistungen, die ich z.B. während Krankengeldbezug bzw. ALG I - Bezug abgeführt habe, eventuell wieder an mich zurückfließen.
Welche wären das?
Oder habe ich da einen Knick in der Logik?

Beim Krankengeld wäre es der Pflegeversicherungsbeitrag und die Arbeitslosenversicherung?
Und beim ALG I blicke ich gar nicht durch ......

Mit der Zahleninformation der AfA wegen geleisteter Überzahlungen bis 31.03.2012 komme ich nicht zurecht, weil diese Gesamtsumme mit meiner Addition nicht übereinstimmt.
Wird da also doch noch was zu meinen Gunsten an Rückzahlungen abgezogen? Es handelt sich dabei um 22,66 Euro.
Steuern? Oder sonst irgendwas?
Wegen dieser Differenz kommt mir das Ganze etwas unklar vor.
Ich werde ja lediglich eine Gesamtsumme als Nachzahlung erhalten und keine genaue Auflistung hinsichtlich der Erstattungsansprüche und Nachzahlungen an die beiden anderen Parteien erhalten, oder?

Von der Zahlung der DRV Bund an die Krankenkasse (Erstattungsanspruch nach Bescheid der halben Rente) liegen mir keine Zahlen vor.

Vielleicht hat hier eine/r schon Erfahrungen damit gesammelt und gibt mir Antwort. Herzlichen Dank.

Es tut gut, eine Sache, zunächst für ein paar Monate vom Haken zu haben.
Die andere, die Klage gegen einen privaten Versicherer auf Leistung aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung nimmt konkrete Formen an.
Da habe ich eine direkte Frage an Dich, liebe Doppeloma:
Irgenwoanders las ich, dass die Krankenkasse von diesem noch zu erstreitenden "Einkommen" auch noch Beiträge haben will?
Ist das korrekt? Das wäre ja kein Einkommen aus einer gesetzlichen Rente..... (ist zur Zeit eh noch Zukunftsmusik, aber fragen möchte ich schon mal - Danke!)
Vielleicht weiß auch ein(e) andere(r) Rat.

Vergangene Woche hatte mein Sohn, Bernd Schirrmacher, Geburtstag, am 16.02. .......
......ein paar Tage vorher,
am 5. Februar, war er 7 Jahre vermisst.
Am 15.02. Februar meldete sich ein Redakteur, der für eine Vermisstensendung recherchiert und fragte mich nach dem aktuellen Stand, evtl. gibt es doch einmal eine Veröffentlichung von Bernd's Verschwinden im Fernsehen.
Ich mache mir wieder ein wenig mehr Hoffnungen.
Für den Fall, dass diese wieder, wie vor zwei und drei Jahren wieder enttäuscht werden, keine Ausstrahlung stattfindet,
möchte ich es auch heute wieder nicht unterlassen, mittels vieler Helfer und dem www zu versuchen, den Link mit der Suchseite hier zu veröffentlichen und Euch alle zu bitten, diesen Suchlink in weiteren Foren,
bei Freunden,
überall, wo es nur geht,
zu verteilen und
um Weiterverteilung zu bitten:

Vermisst - Bernd Schirrmacher

Meinen herzlichsten Dank.

Ute
 

Doppeloma

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Hallo Ute S.

schön wieder was von dir zu lesen und noch schöner, dass ich bezüglich der baldigen Umwandlung in eine "Arbeitsmarktrente" richtig gelegen habe. :icon_daumen:

Da ich deren Rechnerei nicht so ganz vertrauen mag, frage ich Euch, wie die verschiedenen Sozialversicherungsleistungen, die ich z.B. während Krankengeldbezug bzw. ALG I - Bezug abgeführt habe, eventuell wieder an mich zurückfließen.
Welche wären das?
Oder habe ich da einen Knick in der Logik?
Ja, so ein wenig "Knick" in der Logik ist da schon dabei, ich kann es zwar NUR bezüglich der Verrechnung mit dem JobCenter nachvollziehen aber ich mache mal den Versuch einer halbwegs verständlichen Erklärung.

Beim Krankengeld wäre es der Pflegeversicherungsbeitrag und die Arbeitslosenversicherung?
Hier ist Folgendes zu sagen, du warst ja seit der Stellung deines EM-Renten-Antrages, bereits als (zukünftiger) Rentner Kranken- und Pflegeversichert (KvdR).

Diesen Antrag auf Aufnahme in die KvdR stellt man ja DIREKT zusammen mit dem EM-Renten-Antrag, diese Beiträge werden JETZT also offiziell DAHIN "übernommen", EGAL wo die vorher her kamen (KK sowieso und AfA auch).

Von diesen Beträgen bekommst du also NICHTS erstattet, denn von irgendwas musst du ja weiterhin versichert gewesen sein (seit der Antragstellung), das kommt NUR endgültig in den "Rentner-Bereich" deiner Krankenkasse.

Du bekommst auch als Rentner wieder eine Neue Kassen-Chip-Karte, damit ist dieser Bereich für dich PLUS /MINUS NULL abgeschlossen.

Das Krankengeld (NUR der Betrag den DU bekommen hast !!!) für den überschneidenden Zeitraum MUSS Monat für Monat dem entsprechenden Renten-Betrag gegenüber gestellt werden und bis zur Höhe des jeweiligen Renten-Betrages darf die KK das Geld erstattet bekommen.

Üblicherweise finden diese Verrechnungen intern untereinander statt und DU bekommst dann eine Abrechnung darüber von der DRV, direkte Geld-Forderungen AN DICH, darf es nicht so ohne Weiteres geben.

Denn wenn deine Rente (pro Monat) geringer wäre, MUSS die KK (oder auch die AfA) auf den Fehlbetrag jeweils verzichten.

Ergibt sich ein PLUS-Betrag gehört der dir und wird dir am Schluß der Verrechnungen überwiesen.

Und beim ALG I blicke ich gar nicht durch ......
Da ist es im Prinzip GENAUSO, die KK-Beiträge werden NUR in die Rentner KK "verschoben" und der ALGI-Zahlbetrag auch Monat für Monat der entsprechenden Rente gegenüber gestellt.

Grobes Beispiel:

Die monatliche Rente beträgt 400 €, KG gab es aber monatlich 500 €, es wurde 5 Monate KG gezahlt = (theoretisch) 2500 € .
Die Rente beträgt aber NUR 400 € = 2000 € Nachzahlung Rente DÜRFEN NUR für die Verrechnung des KG verwendet werden.

Weil du eben für (GENAU) diese 5 Monate NUR Anspruch auf 2000 € Rente hattest und NICHT auf 2500 €.

Auch wenn die Komplette Nachzahlungs-Summe HÖHER wäre DARF die KK (in diesem Beispielfall) nicht einfach 2500 € davon nehmen, sondern NUR 2000 €, schon weil es ja (vermutlich) auch noch Ansprüche anderer Leistungsträger gibt.

Ist das NICHT der Fall, weil keine Leistungen weiter zu erstatten sind, dann gehören diese 500 € trotzdem DIR :icon_daumen:

Ich kenne den Ablauf NUR über das JobCenter, weil wir ja bei Bewilligung der EM-Rente für meinen Mann dort schon 4 Monate im Bezug waren, weitere Verrechnungen gab es dann bei ihm NICHT, weil er ja vorher KEIN Einkommen mehr hatte.

Er bekam dann eine Aufrechnung von der DRV UND vom JobCenter, natürlich durfte da NUR SEIN Anteil verrechnet werden und die KK-Beiträge blieben "außen vor", darum denke ich, dass es bei dir auch so ähnlich laufen müßte.

Wegen dem AfA-Beitrag denke ich mir, dass du den NICHT zurück bekommen wirst, denn von deiner EM-Rente wird vermutlich auch weiter ein Beitrag an die AfA abgeführt, schau da bitte mal in deinen Bescheid rein.

Der SINN ist, dass du Ende des Jahres dadurch erneut einen Anspruch auf ALGI haben wirst (§ 125 SGB III) falls deine Volle EM-Rente nicht direkt noch verlängert wird, oder einfach weil es länger dauert, als geplant bis zur Verlängerung.

Bitte hinterfrage ALLE Forderungen die man DIREKT an dich stellen könnte, leider "versuchen" die Ämter sehr oft sich eventuelle "Fehlbeträge" (z.B. die 500 € aus dem Beispiel, die der KK dadurch "verloren gehen"), doch noch bei dem EM-Rentner zu holen.

Das brauchst du dir NICHT gefallen lassen, üblicherweise ist es über die DRV ALLES erledigt, wenn du eine (Rest-) Nachzahlung noch überwiesen bekommst.

Falls du dich noch um weitere Stellen SELBER kümmern MUSST, dann steht das da auch drin, bei uns war dann noch die Wohngeldstelle zu informieren, weil wir VOR H4 Wohngeld bezogen hatten.

Die haben das dann auch neu durchgerechnet für die (nun) Renten-Monate und dann mussten wir dort noch selber was zurückzahlen, das war aber ALLES korrekt so und auch sehr verständlich "aufgerechnet".

Von der Nachzahlung für meinen Mann blieb dann trotzdem noch was übrig :icon_daumen:
Man braucht sowas dann aber NUR aus der tatsächlichen Renten-Nachzahlung begleichen, wenn die dafür NICHT ausreicht, MUSS der Sozialleistungsträger auf den Rest verzichten, das ist gesetzlich so geregelt.

Ich hoffe du kannst damit ein wenig was anfangen, ich weiß das soweit eben auch NUR durch die EM-Rente von meinem Mann, ich selber WARTE ja immer noch.

Gestern war ich zu meinem (hoffendlich) letzten Gutachten vom Sozialgericht aus und nun kann ich wieder nur abwarten, WAS da WANN passieren wird. :confused:

MfG Doppeloma
 

Ute S.

Elo-User*in
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Hallo Ihr Lieben,

ich habe meinen Weg hierher gefunden und bin erleichtert, "mein" richtiges Forum wiederentdeckt zu haben.

Ein kleiner Nachtrag (mehr als 3 Jahre gingen ins Land ....):
Im Frühherbst 2012, nach nur geringer Zeit der Prüfung eines "nur" einzigen Berichtes meiner Psychiaterin durch die DRV Bund, erhielt ich eine Verlängerung der Rente (sog. Arbeitsmarktrente, denn im Grunde nur halb berentet)
für drei Jahre.
Diese Zeit läuft zum Ende diesen Jahres aus. Ich gehe davon aus, dass DIE sich wieder früh melden werden und ich bin nun schon reichlich unruhig.

Gegen das Versicherungsunternehmen (ging um meine Berufsunfähigkeit) konnte ich erfolgreich prozessieren. Es war mehr als fordernd, mündete in eine Klinik, ging diese Geschichte doch über 2 ½ Jahre.

Diese Erfahrungen haben mich so müde und mürbe gemacht, dass ich mich mit so einem "Zeug" einfach nicht mehr auseinandersetzen wollte/konnte.

Und nun bin ich reichlich ängstlich in der Beschäftigung damit, mir irgendwelche Sicherheiten zu verschaffen, die mir gerade wie Felle auf dem Fluss, davon zu schwimmen scheinen.

Ich hoffe, hier Erfahrungswerte zu finden, die mir bestätigen, dass es die "halbe" Rente, die sog. Arbeitsmarktrente, die ich "nur" habe, auch unbefristet gibt/geben könnte.

Hat/weiß hier jemand etwas darüber?
Ich bin ja auch beim Vdk, will mir dort Infos holen. Das braucht aber erst einmal einen Termin, (die haben nicht jeden Tag das Büro besetzt) und dann die Wartezeit bis dahin.
Und hier erhoffe ich mir eine schnellere Reaktion.

Vielleicht gibt es auch zusätzlich Wissenswertes für mich? Antworten auf Fragen, die mit diesem Thema zu tun haben, die ich noch gar nicht zu stellen weiß.

Habt vielen Dank.

Liebe Grüße.
 

saurbier

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Hallo Ute S.,

Ich hoffe, hier Erfahrungswerte zu finden, die mir bestätigen, dass es die "halbe" Rente, die sog. Arbeitsmarktrente, die ich "nur" habe, auch unbefristet gibt/geben könnte.
Da muss ich dich leider enttäuschen.

Die sogenannte Arbeitsmarktrente gibt es leider nur in Verbindung mit einer Teil-EMR (Grundvoraussetzung) und immer nur zeitlich Berfristet.

Bestenfalls wird dir die DRV, sofern die entsprechende Mitteilung durch die AfA erfolgt (Bewertung der Arbeitsplatzsituation vor Ort für deine Person) die volle EM-Arbeitsmarktrente auf Zeit für max. 3 Jahre bewilligen.

Es kann jedoch auch ein geringerer Zeitraum möglich sein.

Davon mal ausgehend das du ja eine unbefristete Teil-EMR hast, bliebe bei dir lediglich die Arbeitsmarktsituation zu prüfen, ob in deiner Umgebung des Wohnsitzes ein sozialversicherungspflichtiger Teilzeitarbeitsplatz für dich vorhanden wäre. Ist dies binnen eines Jahres seitens der AfA nicht umsetzbar, dann muss die AfA dies der DRV umgehend mitteilen, woraufhin die DRV dir die Arbeitsmarktrente erneut befristet zu bewilligen hat.

Es hängt also von der Einschätzung der AfA ab, leider.

Wie ich gesehen habe, bist du ja nur wenige Jahre jünger als ich und aktuell bereits ? 53 Jahre. Da dürfte es bereits leider die nächste Hürde bei der Arbeitsvermittlung geben, das Vermittlungsalter bei jemanden der bereits Teil-EMR ist.

Ich möchte es mal vorsichtig so ausdrücken, ich hoffe ja das du auch weiterhin ständig in ärztlicher Kontrollbehandlung bist, womit dir dann bei der nächsten Anfrage der DRV (Weiterbewilligungsantrag) der behandelnde Arzt dieser gegenüber auch bescheinigen kann, dass sich dein Gesundheitszustand nicht gebessert hat. Noch besser wäre es wenn das eine oder andere dazu gekommen wäre, was die Chance auf eine Rentenverlängerung nur verbessern würde.


Gruss saurbier
 

Doppeloma

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Hallo Ute S.,

ich habe meinen Weg hierher gefunden und bin erleichtert, "mein" richtiges Forum wiederentdeckt zu haben.
das freut mich aber sehr wieder was von dir zu lesen und vielleicht kann ich dir ja ein wenig Hoffnung machen für deine nächste Verlängerung. :icon_smile:

Ein kleiner Nachtrag (mehr als 3 Jahre gingen ins Land ....):
Im Frühherbst 2012, nach nur geringer Zeit der Prüfung eines "nur" einzigen Berichtes meiner Psychiaterin durch die DRV Bund, erhielt ich eine Verlängerung der Rente (sog. Arbeitsmarktrente, denn im Grunde nur halb berentet)
für drei Jahre.
Auch bei mir hat sich in den letzten 3 Jahren so Einiges getan und zum Guten gewendet, es kam tatsächlich zum Vergleich mit der DRV nach den gerichtlichen Gutachten und ab Herbst 2012 bekam ich dann die EM-Rente gezahlt ...

Zunächst wie bei dir als Teilweise EM-Rente (direkt bis zur Altersrente bewilligt) und sofort in die Arbeitsmarktrente umgewandelt, weil man mir fast 2 Jahre rückwirkend zahlen musste.

Diese Zeit läuft zum Ende diesen Jahres aus. Ich gehe davon aus, dass DIE sich wieder früh melden werden und ich bin nun schon reichlich unruhig.
Kann ich mir gut vorstellen, mir ging es ähnlich, musste aber schon nach gut 6 Monaten die erste Verlängerung beantragen, weil ja so lange rückwirkend bewilligt wurde ... habe auch befürchtet die DRV würde nun wieder neu Theater machen aber es ging alles problemlos "über die Bühne" ...

Nach weniger als 2 Wochen hatte ich den Bescheid zur Verlängerung im Briefkasten und konnte es kaum glauben, dass mir nun die volle EM-Rente ohne erneute Befristung bewilligt wurde ... ich hatte auch nicht angenommen, dass man das so machen würde bei einer Arbeitsmarktrente.

Inzwischen war ich allerdings schon fast 60 Jahre alt und vielleicht hat ja doch ausnahmsweise mal Jemand überlegt bei der DRV :icon_kinn:...
Ich weiß es nicht aber ich bin inzwischen so unendlich glücklich damit, dass es kaum zu beschreiben ist, denn wie mein Vorschreiber schon mitteilte ist das keineswegs so üblich und es bleibt meist bei der "Arbeitsmarktrente".

Diese Erfahrungen haben mich so müde und mürbe gemacht, dass ich mich mit so einem "Zeug" einfach nicht mehr auseinandersetzen wollte/konnte.
Kann dich so gut verstehen, ich hatte ja oben auch geschrieben wie verzweifelt wir oft waren, weil man so wenig Einfluss hatte auf die Entscheidungen, es brauchte lange Zeit das zu realisieren, dass es nun vorbei ist mit dem ständigen Kampf um die Existenz und der ewigen Zukunftsangst ...

Meinem Männe und mir geht es jetzt wirklich sehr gut, soweit die Gesundheit das erlaubt genießen wir unser leben wieder und konnten inzwischen sogar an die geliebte Ostsee umziehen, es gab Zeiten wo wir nicht mehr daran geglaubt haben, dass dieser Traum mal wahr werden könnte ...

Und nun bin ich reichlich ängstlich in der Beschäftigung damit, mir irgendwelche Sicherheiten zu verschaffen, die mir gerade wie Felle auf dem Fluss, davon zu schwimmen scheinen.
Wie war das jetzt bei dir, wurde die Teilweise EM-Rente auch bereits bis zur Altersrente bewilligt ???
Dann geht es im Prinzip "nur" um die Frage ob sich der Teilzeit-Arbeitsmarkt so positiv verändert hat, dass man die volle EM-Rente wegen verschlossenen Arbeitsmarkt nicht mehr zahlen müsste.

Das kann ich mir allerdings kaum vorstellen ... :icon_evil:

Ich hoffe, hier Erfahrungswerte zu finden, die mir bestätigen, dass es die "halbe" Rente, die sog. Arbeitsmarktrente, die ich "nur" habe, auch unbefristet gibt/geben könnte.
Wie du von mir lesen kannst ist es durchaus möglich, allerdings hat man keinen Rechtsanspruch darauf und ich habe keine Ahnung wie man das bei dir nun einschätzen wird.
Die "Arbeitsmarktrente" an sich gibt es immer nur befristet (auf höchstens 3 Jahre am Stück), ohne Befristung geht nur durch eine Umwandlung in die volle, reguläre EM-Rente aber das hat man ja bei mir einfach so gemacht ... :biggrin:

Warum weiß ich wirklich nicht (es gab keine neuen Arztberichte, kein Gutachten mehr im Vorfeld), ich habe das auch nicht hinterfragt, habe mich einfach darüber gefreut und es als "verdienten Erfolg" hingenommen, nach den jahrelangen Kämpfen die EM überhaupt anerkannt zu bekommen von der DRV. :icon_klatsch:

Hat/weiß hier jemand etwas darüber?
Es ist also doch möglich aber ein "kleines Wunder", das man nur erhoffen aber nicht verlangen darf ... die Verlängerung der bisherigen Arbeitsmarktrente sehe ich allerdings als ziemlich wahrscheinlich an, so positive Entwicklungen sind nicht wirklich in Sicht ... :icon_evil:

Ich bin ja auch beim Vdk, will mir dort Infos holen. Das braucht aber erst einmal einen Termin, (die haben nicht jeden Tag das Büro besetzt) und dann die Wartezeit bis dahin.
Das wird sich nicht lohnen, die wissen da auch nicht mehr, ehe du deinen Verlängerungs-Bescheid nicht in den Händen hast können die auch nur "raten" was die DRV dazu wohl entscheiden wird.
Unterstützung brauchst du von dort erst wenn die Verlängerung abgelehnt wird ...

Vielleicht gibt es auch zusätzlich Wissenswertes für mich?
Ich hoffe meine Neuigkeiten waren wissenswert für dich ...

MfG Doppeloma
 

Ute S.

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Hallo saurbier, hallo Doppeloma,

herzlichen Dank für die Rückmeldung.
In der vagen Erinnerung an das "ELO"-Forum hatte ich mich zunächst in einem wohl neueren Forum angemeldet und fand eine gänzlich andere Oberfläche vor.
:icon_question::icon_eek: Warum dürfen die sich so nennen???
Diesen Fehler konnte ich schnell korrigieren und war/bin nun wieder "zu Hause".

53 werde ich Ende Mai, bin also noch recht "jung" und nicht so nah bei einer Altersrente......
Doppeloma, hatten wir evtl. den gleichen Sachbearbeiter? Bei mir gab es noch so viele Nachberechnungen/Rückrechnungen bei der Erstbewilligung, dass die Anfrage zur Verlängerung etwa einen Monat nach dem letzten Briefwechsel kam.

Dann ging es ähnlich schnell wie bei Dir und mit dem Bericht meiner Fachärztin erhielt ich die Verlängerung von 3 Jahren.
Du, saurbier, diese 3 Jahre hatte ich nun schon. Weißt Du Erfahrungswerte, wie es nach dieser dreijährigen Weiterbewilligung aussieht?

Diese drei Jahre sind nun Ende 2015 vorbei und ich erwarte eine ähnlich frühe Reaktion der DRV, wie beim letzten Mal.
Es gruselt mich reichlich vor einer neuen "Bankrotterklärung" meiner arbeitstechnischen Leistungsfähigkeit.
Wie geht es diesmal weiter?
Ich ging durch 4 Gutachten, habe reichlich zusätzliche "Federn" gelassen und der Erfolg war gleich Null.
Erst der Widerspruch zeigte Folgen.
Und dann (scheinbar fast mühelos) die 3 Jahre Verlängerung.

Nein, saurbier, ich habe Keine unbefristete Teilrente.
Zum damaligen Zeitpunkt hatte mein Immer- noch-Arbeitgeber (der Arbeitsvertrag ruht) bestätigt, er habe keine Teilzeit-Arbeit für mich. Und die AfA wird es wohl auch getan haben, da habe ich keine Kenntnis von.

Ja, ich bin regelmäßig in fachärztlicher Kontrolle/Behandlung und hoffe, dass es ohne großen Druck für mich gut ausgehen mag.

Meine Unsicherheit, an der ich ohnehin schon schwer trage, steigern sich in Erwartung neuer "Kämpfe" gegen die DRV in große Höhe und veranlassten mich, hier Rat und Unterstützung zu suchen.
Hier fühle ich mich nicht ganz allein, kann mich mit meiner Befindlichkeit mitteilen, erhalte Rückmeldungen, Anteilnahme. Das ist wohl der Hauptgrund, warum ich mich wieder hier zurückgemeldet habe.
Noch so viele "gute" Beispiele, können mir den "leichteren" Weg nicht garantieren und im Grunde weiß ich, dass es Sicherheit fürs "Leben" nicht gibt ....
... Bernd ist nun schon mehr als 10 Jahre vermisst.

Doppeloma, ich freue mich für Dich, dass Ihr Euren Wunschwohnort gefunden habt und, dass es Ruhe gibt vor weiteren "Offenbarungseiden" und Gekämpfe gegen Behörden.
Ich hoffe, dass es so bleibt.

Grüße,
Ute S.
 

saurbier

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Hallo Ute S.,

wenn du keine unbefristete Teil-EMR hast, dann muss die DRV zuerst leider immer deinen Rentenstatus als erstes erneut überprüfen - deshalb wohl schon damals die vielen Gutachter-Ärzte, denn im Endeffekt hast du ja nur eine Teil-EMR auf Zeit. Das Problem daran ist leider, dass man dir diese Rente wieder nehmen kann sofern sich dein Gesundheitszustand auch nur minimal gebessert haben sollte, leider.

Neuerlich dürfte das dann leider wieder genauso ablaufen, solltest du nicht seitdem in dauerhafter ärztlicher Folgebehandlung sein.

Im Regelfall fragt die DRV bei einem Antrag auf Weiterbewilliung der Rente beim behandelnden Arzt (Ärzte die du ja im neuerlichen Antrag mitgeteilt hast) schriftlich an. Parallel dann auch bei der AfA sofern man bereits einmal eine Arbeitsmarktrente erhalten hat.

Sollte der behandelnde Arzt (Ärzte) in seiner/Ihrer Stellungnahme sich negaiv zu deinem aktuellen Gesundheitszustand äußern und die AfA dazu noch mitteilen das für dich eben keine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle vorhanden ist, dann solltest du eigentlich in kürzester Zeit eine neuerliche Rentenbewilligung (hier Arbeitsmarktrente auf Zeit) erhalten.

Es ist eigentlich weniger davon auszugehen das die DRV gleich eine unbefristete Teil-EMR bewilligt, denn der Vorteil für die DRV liegt hier bei der Arbeitsmarktrente auf der hand. Diese darf die DRV ständig aufs neue verlängern (von 1 einem bis drei 3 Jahre), eine befristete volle EMR zum Beispiel wäre dagegen an einem Zeitlichen Rahmen gebunden.

Sollten die gesundheitlichen Voraussetzungen immer noch bei dir gegeben sein, dann dürftest du eigentlich 3 bis 4 Monate vor Rentenablauf entsprechenden Weiterbewilligungsantrag von der DRV zugeschickt bekommen. Sobald dann der DRV entsprechende Unterlagen wieder vorliegen (Arztbericht, AfA-Auskunft zur aktuellen Arbeitsmarktsituation), dürftest du innerhalb kürzester Zeit Bescheid erhalten. Eine Ausnahme würde sich jedoch ergeben, wenn man externe Gutachten anfordern würde.

Bei meiner letzten Verlängerung dauerte das ganze gerade einmal 1 Woche (vom zusenden des Arztberichtes bis zur neuerlichen Rentenbewilligung für 3 weitere Jahre).

Ein Tip am Rande - wie ihn mir auch mein Hausarzt mit auf den Weg gab, lege dem Antrag auf Weiterbewilligung alle bisherigen Gutachten und ggf. Urteile nochmals in Kopie bei, denn dann brauchen die Herrschaften nicht solange suchen. Und noch eins - zu deiner eigenen Sicherheit die Unterlagen unbedingt per Einschreiben gegen Unterschrift verschicken (kostetet um die 5,-€).

Ich hab neben dem verschlossenen Arztbericht auch mein Gerichtsurteil zur BU-Rente mitgeschickt.

Bitte betrachte dies als reinen Erfahrungshinweis von hier, denn niemand kann dir mit 100%iger Sicherheit sagen, wie die DRV im Endeffekt entscheiden wird.

Der VdK wird dir aktuell dabei auch nicht weiterhelfen können. Der wäre erst dann interessant wenn du in Widerspruch gehen müsstest.


Gruss saurbier
 

Ute S.

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Hallo saurbier,

das ist ein guter Tipp, die entsprechenden Unterlagen ein weiteres Mal in Kopie zuzufügen, dass die dort gleich alle Unterlagen beisammen haben.

Ich danke Dir.

Meine Gedanken, dass ich zwischenzeitlich hätte versuchen müssen die volle Rente zu erhalten und das nicht genutzt habe, schiebe ich jetzt erst einmal zur Seite und werde dieses Prozedere 'einfach' auf mich zukommen lassen.

Grüße
Ute S.
 
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