ALG I mit ALG II aufstocken um evtl an eine Umschulung zu kommen

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Neno

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Guten Tag,

Ich habe einige Threads nun durchgelesen in Bezug auf "Aufstockung durch ALGII". Da ich allerdings immernoch ein wenig unsicher bin, möchte ich meine Situation hier kurz schildern und um eine ehrliche Meinung diesbezüglich bitten.

Ich bin seit Ende Mai 2016 arbeitslos und bekomme für ein Jahr ALG I mit 214.50€ im monat. Nun hatte ich mein zweites Gespräch mit dem Sachbearbeiter um über meine berufliche Zukunft zu reden. Das Thema "Umschulung" kam im ersten Gespräch damals auf den Tisch weswegen ich zu einer 5 tägigen Maßnahme geschickt wurde um einen Berufswunsch zu festigen für eine mögliche Umschulung.

Nun habe ich im zweiten Gespräch 2-3 mögliche Richtungen genannt die ich mir vorstellen könnte, darunter auch dem Beruf des "Erziehers", da ich hier ein freiwilliges Jahr schon absolviert habe und den Beruf eigentlich ganz gut fand, jedoch von der damals 5 jährigen ausbildung (kinderpflege + erzieher) dann doch davon abgesehen hatte.


Nun hatte der Sachbearbeiter mir nahegelegt mich mit meinen 214,50€ im Monat erstmal zum Jobcenter zu gehen und um eine Aufstockung zu bitten, die ich wohl seiner Meinung nach bekommen würde.
Zu meiner Wohnsituation: Ich wohne mit meiner Mutter zusammen in einer Wohnung und sie ist seit genau diesem Sommer nun in Rente. Ich selber bin nun schon 28 jahre alt. Das Einkommen ist eher auf Oberkante Unterlippe kalkuliert, weswegen der Sachbearbeiter meinte ich würde da sicherlich einen Zuschuss bekommen.

Noch dazu hat er mir gesagt, dass die von mir gewählten Berufe auch eventuell eher vom Jobcenter gefördert werden als vom Arbeitsamt. Allerdings hat er mir da nur vage sagen können ob dies dann auch wirklich so der Fall ist.

Nun mal unabhängig von der finanziellen Aufstockung, würde sich ein Gang zum Jobcenter morgen für mich lohnen indem ich einen Antrag auf Aufstockung stelle und eventuell Hilfe bei einer Umschulung bekommen könnte? Oder möchte man mich eher in Richtung "Jobcenter" abschieben um sich dann um andere Leute kümmern zu können?

Woran muss ich alles neben meinen Ausweis denken wenn ich morgen hingehen würde für den Antrag? Meine Mutter schafft es gerade so noch sowohl wohnung als auch das meiste der REchnugnen zu zahlen, aber mit meinem Job habe ich meistens noch mitgeholfen sodass wir da akzeptabel über die runden gekommen sind. Inwiefern wird das nun eine Rolle spielen wenn ich mein reduziertes einkommen von ALG I mit ALG II aufstocken möchte? Wieviel würde mir denn möglicherweise zustehen oder noch auf den ALG I betrag draufkommen?

Ich bedanke mich schon jetzt für eure antworten und ich bin wirklich dankbar, dass es dieses forum hier gibt, denn mir wurde schon in einem anderen thread mehr als gut geholfen.
 
G

Gast1

Gast
Meine Erfahrungen bezüglich der Frage "Bezahlt eher die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter eine Umschulung?":

Ich war in einem Vorbereitungskurs für eine zweijährige Umschulung. Die Klasse bestand aus ca. 20 angehenden Umschülern. Nur einer von ihnen erhielt Arbeitslosengeld II

In meiner danach stattgefundenen Umschulung, die Klasse bestehend ursprünglich aus 28 Leuten, bekamen nur zwei Leute Arbeitslosengeld II.

Alle anderen Teilnehmer, im Vorbereitungskurs als auch in meiner Umschulung, erhielten Übergangsgeld von der Deutschen Rentenversicherung oder von der Agentur für Arbeit.

Wenn aber das Jobcenter Dir eine Umschulung bewilligen würde, würdest Du monatlich mehr Geld zur Verfügung haben aufgrund der ALG-II-Leistungen als wenn die Agentur für Arbeit Dir Übergangsgeld gewähren würde, weil sich das Übergangsgeld am zuletzt bezogenen Lohn bemisst (68% des letzen Nettolohns, ohne Kinder im Haushalt). Vielleicht würdest Du auch gar kein Übergangsgeld bekommen, weil dies nur Leute bekommen, die ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. Ob das bei Dir der Fall ist, weiß ich nicht, Du hast darüber nichts geschrieben.

Wenn Du aber Dein ALG I mit ALG II aufstockst, dann wirst Du nicht mehr von der Agentur für Arbeit betreut, sondern vom Jobcenter. Und dann unterliegst Du den weitaus strengeren Zumutbarkeitskriterien, was zumutbare Arbeit betrifft.

Meiner Meinung nach muss das Jobcenter Euren Haushalt so betrachten, dass Du eine Einzel-Bedarfsgemeinschaft bist und somit insgesamt folgende Leistungen erhältst:

Die Hälfte der Bruttowarmmiete plus den Regelsatz für Alleinstehende (derzeit 404 €). Das ist mehr als Dein derzeitiges ALG I. Das ALG I würde an Dein ALG angerechnet werden.
 

gelibeh

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Bevor Du beim JC etwas beantragst, lies Dich hier im Forum ein. Besonders für ALGII-Neulinge lauern da eine Menge Fallstricke, die die gerne ausnutzen.
 
G

Gast1

Gast
Neno, hast Du einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) bei der Agentur für Arbeit gestellt? Diese Leistungen umfassen u.a. Umschulungen. Sie können Personen bewilligt werden, die ihren zuletzt ausgeübten Job aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können.

Sind einem Antragsteller LTA bewilligt worden, hat der Antragsteller Anspruch auf einen Mehrbedarf, falls dieser ALG II bezieht. Die Höhe des Mehrbedarfs beträgt 35% des für ihn maßgeblichen Regelbedarfs, siehe § 21 Abs. 4 SGB II. Das heißt, der Antragsteller bekommt Kosten für die Unterkunft + seinen Regelbedarf + den Mehrbedarf während einer Umschulung oder einer anderen Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben.
 

Neno

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Erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.

Also würde sich zumindest von finanzieller Seite her der Gang zum Jobcenter Sinn ergeben.

Wie aber bereits erwähnt wurde, habe ich die größten bedenken in richtung "Regeln" die vom Jobcenter auferlegt werden.
Zum berufswunsch Erzieher: Ich bin erst wieder auf die Idee gekommen als ich in einigen Seiten gelesen hatte, dass vorallem männliche Erzieher wohl eine gute Chance auf dem Arbeitsmarkt hätten und möglicherweise auch eine Förderung in Sachen Umschulung erhalten würden. Ich weiß aber absolut nicht ob ich dafür in betracht gezogen werde, selbst wenn ich es 100% machen will.

Ich war zuletzt 5 Jahre als Trockenbauhelfer tätig, habe aber keine Ausbildung in dem Bereich (generell keine Ausbildung, nur das freiwillige Jahr in der KITA) . Ich habe zwar bisher kein Attest, aber nach drei Knie OPs war das immer so ne Sache mit dem schleppen von Säcken und anderen Dingen. Der erste von beiden Sacharbeitern hatte noch erwähnt, dass eine Umschulung da auch Sinn macht, da ich dann besser vermittelbar wäre als mit dem was ich bisher gemacht habe. Der zweite Sachbearbeiter war da eben, wie oben beschrieben, etwas nüchterner dem gegenüber. Der erste Sachbearbeiter hatte noch erwähnt, dass ich mach der 5tägigen Maßnahme meinen berufswunsch per Email mitteilen solle und dann einen psychologischen Test durchführen müsse (einige wochen später). In meiner Email habe ich dann lediglich um einige Tage mehr bedenkzeit gebeten um mich auf einen berufswunsch festzulegen. Kurze zeit später hatte ich dann diesen zweiten termin bekommen, wo alle meine genannten richtungen im Prinzip "abgelehnt" wurden, wenn auch auf nette weise.

Im wortlaut hatte er gesagt, dass ich es erstmal beim jobcenter probieren solle, denn vielleicht übernehmen die ja die umschulung sodass sie dieses dann nicht selber tun müssten. Ob er das nun wegen der besseren finanziellen bedingungen gesagt hat oder weil er es einfach nicht möchte, kann ich nicht einschätzen. Aber aus euren antworten nehme ich heraus, dass eine vom Jobcenter übernommene Umschulung zumindest über den zeitraum finanziell besser für mich wäre als über die Agentur für Arbeit.


Bisher habe ich nichts weiter bei der Agentur für Arbeit unterzeichnet, ausser der EGV für die 5tägige maßnahme. Der Sachbearbeiter hatte mir auch einige berufe runtergerasselt die evtl gefördert werden würden, die aber allesamt oder größenteils richtung handwerk gehen.


Wenn ich den Jobcenter Antrag stellen würde, muss ich dann auch die finanziellen Eckpunkte meiner Mutter offenlegen? Ich hätte einfach per wahrheit gesagt wie es bisher wirklich gewesen ist. Meine Mutter hatte mehr verdient und ich habe mit meinem helferjob zum Essen beigetragen sowie Telefon und TV :)... Ich habe ja als helfer kaum mehr als 460€ bekommen (sozialversicherungspflichtig)

Realistisch betrachtet, ist der Beruf "Erzieher" denn noch gesucht wie es im Internet steht oder habe ich mich da ein wenig verwirren lassen? Die meisten berichte stammen so aus dem jahre 2013 2014 ... ändert sich die grundlage da so schnell ?

Als letztes dann noch die Frage was ich alles mitnehmen sollte wenn ich den Antrag stelle? Wenn ich nur meine auszüge mitnehme, dann steht da ohnehin nicht viel drauf ausser die beträge die ich abgehoben habe.
 

berlinerbär

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Wenn Du aber Dein ALG I mit ALG II aufstockst, dann wirst Du nicht mehr von der Agentur für Arbeit betreut, sondern vom Jobcenter. Und dann unterliegst Du den weitaus strengeren Zumutbarkeitskriterien, was zumutbare Arbeit betrifft.
Das ist ein grosser Irrtum, Du wirst prinzipiell von beiden Institutionen(Versicherung+Jobcenter) betreut, die Förderleistungen, Weiterbildungen oder Eingliederungzuschüsse werden mal vom Jobcenter oder der Versicherung bezahlt.Schliesslich hat die Versicherung auch aus der Vergangenheit gelernt: sie ist auch noch bei Alg2 zuständig!!
Nur wenn Du ein unlösbarer, schwerer Fall bist,hält sich die Versicherung zunehmend zurück.(Mit Ihnen hat es keinen Zweck mehr, Sie sind nur noch eine Karteileiche, dann ist aber auch der soziale Frieden gefährdet!!)
@Neno: lebst Du mit Mutter zusammen? Über 25? Dann Haushaltsgemeinschaft, keine BG.Unter 25 eher BG.
 

Neno

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zusätzlich noch die Frage: Der Sachbearbeiter hatte mir gesagt ich solle morgen sofort zum Jobcenter hin. Würden mir da Nachteile entstehen wenn ich erst übermorgen oder gar donnerstag hingehe um erstmal genügend informationen zu sammeln?

Ihr merkt, ich bin noch sehr frisch in diesem System und nach nichtml einem Monat hab ich irgendwie deutlich weniger Mut da rauszukommen als noch zu beginn.
 

berlinerbär

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Nein, natürlich nicht, aber Du musst noch in diesem Monat einen nachweisbaren Alg2-Antrag stellen, Alg2 wirkt auf den Monatsanfang zurück!!Insofern hat Dein Alg1-Berater Recht, es ist Eile geboten oder Du verlierst eben Geld, ausserdem ist es leider sehr viel Papierkram(Kontoauszüge, Autoversicherung usw., es ist Deine Entscheidung.
 

gelibeh

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Würden mir da Nachteile entstehen wenn ich erst übermorgen oder gar donnerstag hingehe um erstmal genügend informationen zu sammeln?
Du kannst da hingehen, wann Du willst. Machst Du das aber noch diesen Monat, dann hast Du auch für doiesen Monat noch den vollen Anspruch auf das ALGII.

Ganz wichtig zu merken ist, dass man nie etwas sofort unterschreibt, egal, was die so von sich geben oder drohen. Man hat immer das Recht alles zur Prüfung mitzunehmen. Ganz besonders ALGII-Eingliederungsvereinbarungen. Bei den Antragsformularen frage auch noch einmal nach, ganz besonders, weil die versuchen könnten, Dich mit Deiner Mutter in eine Haushaltsgemeinschaft zu stecken. Da muss man in den Anträgen ganz genau nach den Formulierungen gucken.
 

berlinerbär

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Aber Haushaltgemeinschaft bedeutet, dass andere Personen mitwohnen: über 25, Miete wird an z.B. Eltern abgeführt, wenn ich mich nicht ganz täusche, müsste das JC die anteiligen Mietkosten(Betriebskosten) mit ausszahlen, so kenne ich das in einem bekannten Fall.
Eine BG ist etwas anderes, da wird auch auf den Nahrungssatz mit angerechnet, wenn ein Freund/in oder Ehemann/Frau in der "gemeinsamen Wohnung" voll berufstätig ist oder mit Eltern unter 25 in der gleichen Wohnung.
Eingliederungsvereinbarungen sollten immer ausreichend verhandelt werden.
Wie alt biste? Mit Eltern zusammen? Unter 25 bekommst Du nur Geld von Eltern(nicht vom Amt), weil Sie Dich bis zur ersten Berufsausbildung unterstützen müssen!!
Die muss man irgendwann schaffen, Eltern müssen nicht bis zum Nimmerleinstag unterstützen, dafür gibt es auch Regeln. Ok, wie es persönlich gehandhabt wird, ist Privatsache.
(Ein Glück, dass ich keine Kinder habe oder schade darum, vielleicht wäre ich glücklicher? (Wer weiss, wenn ich alt bin, muss man schauen was passiert, aber Kinder sind keine Garantie, dass alles harmonisch verläuft, leider, da spreche ich aus Erfahrung im Bekanntenkreis)
Ich denke, Du bist ein junger Mensch, wünsche Dir viel Glück, aus dem Dickicht herauszukommen, das wird dir gelingen, da bin ich mir sicher!
Das Forum kann Dich zwar etwas laien-rechtlich unterstützen, aber leider nicht am Markt, worauf es ja ankommt, deshalb sind die Beiträge hier eher mit gemischten Gefühlen zu sehen.
Denn das Recht hilft arbeitsmarktpolitisch fast gar nicht weiter.
 

Neno

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Du kannst da hingehen, wann Du willst. Machst Du das aber noch diesen Monat, dann hast Du auch für doiesen Monat noch den vollen Anspruch auf das ALGII.

Ganz wichtig zu merken ist, dass man nie etwas sofort unterschreibt, egal, was die so von sich geben oder drohen. Man hat immer das Recht alles zur Prüfung mitzunehmen. Ganz besonders ALGII-Eingliederungsvereinbarungen. Bei den Antragsformularen frage auch noch einmal nach, ganz besonders, weil die versuchen könnten, Dich mit Deiner Mutter in eine Haushaltsgemeinschaft zu stecken. Da muss man in den Anträgen ganz genau nach den Formulierungen gucken.

Okay, darauf werde ich achten.

Wenn ich da hingehe, sind die auch meistens offen nur für ein informatives gespräch bzw sich meinen fragenkatalog anzuhören bezüglich der umschulung und arbeitssuche?

oder kann ich da wirklich erst eine unschulung erfragen wenn ich tatsächlich drin bin. Ich hätte generell angst dann abgelehnt zu werden und letztendlich in völlig andere ecken geschickt zu werden. Dann lehn ich lieber deren Hilfe ab und versuch mich irgendwie alleine zu etwas durchzuboxen... wobei ich keine ahnung habe was umschulungen kosten oder ob ich überhaupt chancen dafür hätte.

Einerseits steht im netz, dass im erzieher eruf gerade männliche kräfte gern genommen werden und auf der anderen seite hat mir der sachbearbeiter heute dann doch etwas weniger mut gemacht, dass es eine reelle chance für eine umschulung gibt.

da war sein vertreter beim ersten termin deutlich zuversichtlicher.
 

berlinerbär

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Man kann sich auch alleine vertreten, das würde ich meiner Meinung auch am Anfang tun.
Natürlich hört man rein, Du musst eben mit diesen Leuten verhandeln, Deinen Standpunkt wiedergeben, es kann aber passieren, dass Dir eine Massnahme übergebraten wird, vielleicht will man Dich dort mehr aushorchen oder Zuverlässigkeit erfahren, ich sage es mal so, bei mir wollte man die Zuverlässigkeit testen, also das volle Programm: Ganzil+AGH, dann erst wurde man zahm+teure Weiterbildung.
Glaube mir: Du wirst ähnliche Erfahrungen sammeln, es ist manchmal wie beim Psychologen.
Aber es gibt kein eindeutiges Recht.

Umschulung oder Weiterbildung: es kostet viel Geld, Du must da überzeugen, da musst Du aber im Gespräch gute Argumente bringen oder beim Teamleiter vorstellig werden und kämpfen, im Zweifel fördern Sie Dich immer!!!
Es gibt eben leider keine Garantie, das darf man auch nicht vergessen, nur eine Prognose.
 

Neno

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Ich habe hier nochmal meine EGV. Ich habe im ALGI Forum schon hilfe gesucht.

Meine verwirrung kommt deswegen auch zustande weil in der EGV was davon steht, dass eine Umschulung geplant sei und der zweite Sachbearbeiter nun direkt aufs jobcenter verwiesen hat. Der erste Sachbearbeiter (der den regulären damals vertreten hat) meinte, dass ich bei gewähltem beruf zum psychologischen Test hin müsse usw.

Ich habe damals die Email verfasst, dass ich einige tage mehr zeit benötige. Würde es vielleicht helfen mit einer zweiten Mail nochmal auf die EGV hinzuweisen und meinen Berufswunsch erst Recht nochmal zuzuschicken?

-EGV:

Ziele: Heranführen an den Arbeitsmarkt

1: Unterstützung durch die Agentur für Arbeit
- Zur Abklärung ihrer Eignung für die geplante Umschulung schalten wir den Berufspsychologischen Service der Agentur für Arbeit ein.

2: Aktivitäten von Herrn XXX
-Ich nehme an der Maßnahme "Talentcenter" teil mit dem Ziel einen Berufswunsch aufzubauen und zu festigen.
Diesen teile ich am 11.07.2016 per Mail der Agentur für Arbeit mit.

Ich erkläre mich einer Begutachtung durch den Berufspsychologischen Service der Agentur für Arbeit einverstanden. Ich nehme Termine für die Eignungsabklärung für die geplante Umschulung wahr.

Ich bin darüber informiert, dass ich verplfichtet bin, die für die Vermittlung erforderlichen Auskünfte zu erteilen, Unterlagen vorzulegen und den Abschluss eines Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses unter Benennung des Arbeitgebers und seines Sitzes unverzüglich mitzuteilen. (Par. 38 Abs. 2 SGB III)


3: Rechtsfolgebelehrung

Ich bin darüber informiert, dass ich verplfichtet bin, die für die Vermittlung erforderlichen Auskünfte zu erteilen, Unterlagen vorzulegen und den Abschluss eines Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses unter Benennung des Arbeitgebers und seines Sitzes unverzüglich mitzuteilen. (Par. 38 Abs. 2 SGB III)
 

berlinerbär

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Was soll ich sagen, die Vorgenhensweise der Arbeitsagenturen ist manchmal etwas seltsam, mein JC-Berater: Dr. der Erziehungswissenschaften, gab mir gleich einen VA mit 3Monats-AGH(ohne irgendein Gepräch) in die Hand(Wahnsinn), nach dem Quatsch wurde er zugänglicher, plötzlich wurde die teure,über 10T€ selbst gewählte Weiterbildung genehmigt:Test bestanden, kommt ja regelmässig zum Termin und ist motiviert, ohne Psychologen, warum nicht?
Ein Psychologe hätte mir aucht nicht weitergeholfen, weil: alles was sie sagen, kann gegen einen verwendet werden, sie finden immer , was nicht passt.
@Neno: Heranführen auf den Arbeitsmarkt, war bei mir auch, nur eben andere Vorgehensweise.
Heranführen: Für Leute, die zu fern sind, warum auch immer?
Da müsste man bei Dir nachhaken, warum?(Es geht mich natürlich nix an)
Du must Dich durchsetzen und den Plan haben, ist sehr wichtig. JC fragt irgendwann: was wollen Sie denn machen?(Da geht es nicht um den Zumutbarkeitsquatsch) Zumutbar ist eben nur das GG, da steht alles drin.
Jede zumutbare Arbeit? Ja klar, wie es im GG steht.
Wenn ich Dein JC-Vermittler wäre, da ist durchaus potential, aber Du solltest mich überzeugen.
Eine Umschulung kostet auch viel Geld, das sollen die Psychologen beurteilen, ist aber auch fraglich?
Überzeuge mich?
Ich habe mir immer gedacht, irgendwann wird es teuer und man wird dann ernst genommen.(Die Arbeitsagentur hat mich Anfangs nicht beachtet, obwohl jung(mitte 30) und jahrelang eingezahlt.
Aber irgendwie hat es auch mit Alg1-Hilfe später bei Alg2 geklappt, das war super und alle zufrieden.
Ich glaube man hat endlich gelernt, dass Alg2 keine Sackgasse sein soll, weil da auch die Versicherung
davon profitiert, wenn sie wieder Betragszahler gewinnt, deshalb ist sie schon interessiert an Personen bei Alg2.
Ich bin ja selbst Unternehmer aus dem Mittelstand(etwas mehr) und kann ja selbst einstellen.
 
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