ALG I fällt weg. Wie geht es weiter?

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Colibri

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Hallo liebes Forum,
ich lese hier immer mal wieder rein und benötige jetzt selber Hilfe. Erstmal zu meiner Situation:

Ich bin 32 Jahre alt und habe 12 Jahre im öffentlichen Dienst gearbeitet. Vor einem Jahr bin ich dann von Stuttgart nach Schleswig-Holstein zu meinem Freund gezogen. Da ich nicht pünktlich eine neue Stelle gefunden hatte eben auch ohne neue Arbeit. Ich hatte dann mal kurzfristig in einer Zeitarbeitsfirma eine Stelle für 3 Monate. Von Februar diesen Jahres bis Juli habe ich mit Hilfe eines Bildungsgutscheines eine Qualifikation für Kaufleute abgeschlossen.
Mein Freund hat sich kurz nach der Maßnahme von mir getrennt und ich bin nach Hamburg zu einer langjährigen Freundin gezogen und lebe seit dem mit ihr in einer WG. Habe auch hier natürlich meine neue Adresse gemeldet beim Amt und seit dem eigentlich nicht wieder was von denen gehört :icon_pfeiff:
Laut Bescheid läuft mein ALG I zum 31.12. aus. Bisher ist leider immer noch kein Job in Sicht. Wann muss ich denn einen Antrag für ALG II stellen? Steht mir das überhaupt zu?
Ich muss noch dazu sagen, dass ich in Stuttgart eine kleine 54 qm große Eigentumswohnung habe die vermietet ist, die ich aber auch immer noch abbezahle. Die Wohnung zahlt sich quasi durch die Miete die ich einnehme. Was gibt es hier zu beachten? Ich mach mir evtl. etwas zu früh Gedanken, aber lieber weiß ich jetzt schon bescheid und kann mich darauf einstellen.
Vielen Dank schon mal für die Antworten!
Grüßle
Colibri
 
S

silka

Gast
Laut Bescheid läuft mein ALG I zum 31.12. aus. Bisher ist leider immer noch kein Job in Sicht. Wann muss ich denn einen Antrag für ALG II stellen? Steht mir das überhaupt zu?
...evtl. etwas zu früh Gedanken, aber lieber weiß ich jetzt schon bescheid und kann mich darauf einstellen.
Ob du Anspruch auf Alg2 hast, richtet sich nach mehreren Kriterien.
unsortiert:
-dein evtl. vorh. Geldvermögen ist begrenzt festgesetzt (dein Alter x 150,- +750,-)
-Altersvorsorgen, etwa Rentenversicherungen oder LV müssen verwertungssicher sein. Sonst muß man erst diese vewerten, bevor man hilfebedürftig wird.
-vermietetes Wohneigentum ist zu verwerten. Bis dahin gäbe es darlehensweises Alg2. Egal, ob viel oder wenig Gewinn aus der Vermietung kommt.
-du mußt erwerbsfähig sein.
-Als Erwerbsfähige unterliegst du den vollen Restriktionen des SGB II=Hartz 4.

Zum Vergleich: Alg2-Bedarf für Alleinstehende:
ab 1.1.2014 sind das 391,- für den Lebensunterhalt
+327,-nettokalt als Kosten der Unterkunft

Eher drüber informieren ist immer besser als nachträglich reingefallen zu sein!
Etwa 4-6 Wochen vorher wäre der Hauptantrag zu stellen. Zum Jahreswechsel ist immer besonders viel Chaos in den JC.
 

n2ame22

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Etwa 4-6 Wochen vorher wäre der Hauptantrag zu stellen. Zum Jahreswechsel ist immer besonders viel Chaos in den JC.

Müsste meinen Antrag dann ebenfalls Stellen. So wie es aussieht gibt es dort kein Feld, ab wann man die Leistung haben möchte. Kann man es einfach auf den Antrag schreiben oder den Mitarbeitern sagen, dass man das Geld erst mit Ablauf vom ALG 1 haben möchte? Könnte sonst Probleme geben, da ich noch zusätzlich Wohngeld beziehe....
 
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silka

Gast
Müsste meinen Antrag dann ebenfalls Stellen. So wie es aussieht gibt es dort kein Feld, ab wann man die Leistung haben möchte. Kann man es einfach auf den Antrag schreiben oder den Mitarbeitern sagen, dass man das Geld erst mit Ablauf vom ALG 1 haben möchte? Könnte sonst Probleme geben, da ich noch zusätzlich Wohngeld beziehe....
Ja, dann kann man ohne weiteres einen 3Zeiler als Anschreiben hinzufügen.
Dort kurz erklären:
ALG plus Wohngeld bis 31.12.
Antrag auf Alg2 ab 1.1.

Was spricht dagegen, man kann sogar eine Kopie der beiden Bescheide beilegen. das erspart hoffentlich langen Schriftverkehr mit dauernden Forderungen noch fehlender Unterlagen.
man kann den Antrag per Post hinschicken und bekommt dann sicher noch einen persönlichen Termin. das machen die JC nicht alle einheitlich.
 

Fragezeichen

Elo-User*in
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ich habe eine weitere Frage zum Thema:

vermutlich muss man Vermögen immer noch anhand von Kontoauszügen nachweisen, oder? Wie lange rückwirkend werden diese eingefordert? Früher waren es 6 Monate. Ist das immer noch so oder ist auch laengere Zeit moeglich?
 
S

silka

Gast
ich habe eine weitere Frage zum Thema:
vermutlich muss man Vermögen immer noch anhand von Kontoauszügen nachweisen, oder? Wie lange rückwirkend werden diese eingefordert? Früher waren es 6 Monate. Ist das immer noch so oder ist auch laengere Zeit moeglich?
Es sind in der Regel 3Monate.
Es können aber durchaus auch mehr und viel mehr sein.
falls man irgendwelche "Verdachtsmomente beim JC hat.
Es steht aber nichts dagegen, noch nötiges zu kaufen oder endlich den alten Schuldschein mal zu begleichen.
 

Seepferdchen 2010

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Hier mal für dich zur Info zwei Links:

https://www.arbeitsagentur.de/zentr...erkblatt-Sammlung/SGB-II-Merkblatt-Alg-II.pdf

Hilfreich ist auch mal hier nachzulesen:

https://www.elo-forum.org/antraege/85409-ba-handbuch-neukundenprozess.html

Es sind in der Regel 3Monate.
Es können aber durchaus auch mehr und viel mehr sein.
falls man irgendwelche "Verdachtsmomente beim JC hat.

Ein Verdachtsmoment muß schriftlich begründet werden.

Zum Thema Kontoauzüge und Datenschutz:

https://www.datenschutzzentrum.de/material/themen/bekannt/kontoaus.htm

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silka

Gast

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
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Bundessozialgericht, Urteil vom 19.09.2008
- B 14 AS 45/07 R -

und auch in diesem Urteil wird das o.g. angeführt:

Falls du auf dieses Urteil anspielst

BSG, Urteil vom 19.02.2009, Az. B 4 AS 10/08 R

Auch ohne Missbrauchsverdacht müssen Empfänger von Leistungen nach dem SGB II im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht die Kontoauszüge der letzten 3 Monate vorlegen .

Geht etwa aus den Empfängerangaben hervor, dass der Grundsicherungsempfänger Beiträge an eine politische Partei, Gewerkschaft oder Religionsgemeinschaft überweist, so ist die Kenntnis der jeweils begünstigten Partei, Religionsgemeinschaft etc für die Aufgaben des Grundsicherungsträgers grundsätzlich irrelevan

Tacheles Forum: BSG, Urteil vom 19.02.2009, Az. B 4 AS 10/08 R

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silka

Gast
Bundessozialgericht, Urteil vom 19.09.2008
- B 14 AS 45/07 R -
und auch in diesem Urteil wird das o.g. angeführt:
Falls du auf dieses Urteil anspielst
BSG, Urteil vom 19.02.2009, Az. B 4 AS 10/08 R
Auch ohne Missbrauchsverdacht müssen Empfänger von Leistungen nach dem SGB II im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht die Kontoauszüge der letzten 3 Monate vorlegen .
Tacheles Forum: BSG, Urteil vom 19.02.2009, Az. B 4 AS 10/08 R.
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ich spiele nicht.:rolleyes:
es steht fest, was geschwärzt werden darf.
es dürfen AUCH sehr viel ältere KA verlangt werden.
kommt eben immer drauf an.
 
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