ALG I endet / Trotzdem Krankengeldanspruch bei OP? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

2hbert15

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Hallo Zusammen

ich konnte trotz der SuFu leider keine erschöpfende Antwort auf meine Frage finden.
Ich hoffe, einer von Euch kann mir behilflich sein.

Mein ALG I Anspruch endet zum 30.06.2015.
Nun muss ich mich leider einer Knieoperation unterziehen. Dafür trage ich derzeitig eine Schiene - soz. als Vorbereitung für die OP.
Diese muss mindestens 6 Wochen angelegt bleiben. Mit der Schiene bin ich theoretisch arbeitsfähig.
Daher bewerbe ich mich auch weiter bei potenziellen Arbeitgebern.
Nach den 6 Wochen erfolgt die Operation (das ist Sicher) und ich werde circa 4 Monate nicht laufen dürfen. Anschließend kann eine Teilbelastung erfolgen.
Die endgültige Wiederherstellung und Arbeitsfähigkeit ist unklar.

Nun meine Fragen:
1) Zum Zeitpunkt der OP und damit auch der Arbeitsunfähigkeit besteht nur noch circa 4 Wochen Anspruch auf ALG I.
Wenn ich das richtig verstanden habe, zahlt die KK erst nach 6 Wochen Krankengeld.
Heisst das ich habe in diesem Fall keinen Anspruch mehr?
Sollte ich keinen Anspruch haben, welche Vorgehensweise würdet Ihr empfehlen, um den Anspruch zu retten? (Jetzt ist ja noch ein bisschen Zeit)

2) Wie gehe ich am Besten bei der AfA vor?
Melde ich die voraussichtliche AU frühzeitig oder soll ich nur die Krankmeldung zum Zeitpunkt der OP einreichen?

Vielen Dank für Eure Hilfe
 

Anna B.

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Hallo,


du kannst doch jetzt auch nicht arbeiten oder? nicht wirklich arbeiten?

dann wäre es doch sinnvoll dich jetzt bereits AU schreiben zu lassen...dann zahlt die Afa 6 Wochen ALG I weiter und danach gibt es KG..(wenn du nicht ausgesteuert bist)....
d.h. sobald die Agentur das ALG I nicht mehr zahlen muß, wird diese Zeit hinten an die KG-Zeit angehängt...
die KK muß dann mit Ablauf der 6 Wochen KG zahlen...

ich persönlich würde mich jetzt bereits au schreiben lassen.....
 

2hbert15

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Nein, ich bin nicht ausgesteuert.

Mein Orthopäde - ist übrigens der, der mich auch operieren soll - ist aber der Meinung, dass ich mit dem Ding arbeitsfähig wäre. Deshalb ist AU schreiben eher mau:icon_frown:

Aber vielen Dank für die schnelle Antwort.
Weitere Vorschläge werden gerne entgegen genommen....
 

Anna B.

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der weiß, dass du arbeitslos bist, und dich ggf. bei einem potentiellen AG vorstellen mußt?...bringe das doch dem Arzt gegenüber als Begründung: bei einem Vorstellugnsgespräch macht das "Ding" keinen guten Eindruck...und ob er nicht die möglichkeit sieht, dich au zu schreiben..manche Ärzte lassen schon mit sich reden...

wenn ALG I ausgelaufen ist, bekommst du kein KG mehr..weil du nicht versicherungspflichtig mit KG-Anspruch bei der KK versichert bist...ALG II-Empfänger haben nämlich keinen KG-Anspruch, freiwillig VErsicherte ebenfalls nicht...
lediglich Arbeitnehmer und ALG I-Empfänger sind mit KG-Anspruch versichert...(und noch der ein oder andere Selbständige)..
 
P

Pichilemu

Gast
Die 6-Wochen-Regel gilt nur, wenn man arbeitet, bei ALG I gilt sie nicht.

Es könnte also klappen, dass man das KG nahtlos nach dem ALG I bekommt, wenn man noch während des ALG I-Bezugs AU wird und das ALG I anschließend ausläuft. Dann ist man durch den KG-Bezug weiter krankenversichert.
 

2hbert15

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@Pichilemu:
Die AfA bezahlt doch 6 Wochen weiter bevor das Krankengeld durch die KK geleistet wird. In meinem Fall ist es ja so, dass nach circa 4 Wochen mein Leistungsanspruch ausläuft und mir dooferweise circa 2 Wochen fehlen.

@Anna B.:
Leider lässt sich der Doc da nicht drauf ein. Er kennt schon meine Situation.
 

Muzel

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Gesetz über die Zahlung des Arbeitsentgelts an Feiertagen und im Krankheitsfall (Entgeltfortzahlungsgesetz)
§ 3 Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall


(1) Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert, ohne daß ihn ein Verschulden trifft, so hat er Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von sechs Wochen. Wird der Arbeitnehmer infolge derselben Krankheit erneut arbeitsunfähig, so verliert er wegen der erneuten Arbeitsunfähigkeit den Anspruch nach Satz 1 für einen weiteren Zeitraum von höchstens sechs Wochen nicht, wenn 1.er vor der erneuten Arbeitsunfähigkeit mindestens sechs Monate nicht infolge derselben Krankheit arbeitsunfähig war oder
2.seit Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit eine Frist von zwölf Monaten abgelaufen ist.

(2) Als unverschuldete Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Absatzes 1 gilt auch eine Arbeitsverhinderung, die infolge einer nicht rechtswidrigen Sterilisation oder eines nicht rechtswidrigen Abbruchs der Schwangerschaft eintritt. Dasselbe gilt für einen Abbruch der Schwangerschaft, wenn die Schwangerschaft innerhalb von zwölf Wochen nach der Empfängnis durch einen Arzt abgebrochen wird, die schwangere Frau den Abbruch verlangt und dem Arzt durch eine Bescheinigung nachgewiesen hat, daß sie sich mindestens drei Tage vor dem Eingriff von einer anerkannten Beratungsstelle hat beraten lassen.
(3) Der Anspruch nach Absatz 1 entsteht nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses.





Nach dem EntgFG hast du Anspruch vom AG.
 
P

Pichilemu

Gast
@Pichilemu:
Die AfA bezahlt doch 6 Wochen weiter bevor das Krankengeld durch die KK geleistet wird.
Würde er, wenn der Anspruch nicht zwischenzeitlich auslaufen würde. Und hier kommt § 47b SGB V ins Spiel. Da steht nämlich: "Das Krankengeld wird vom ersten Tage der Arbeitsunfähigkeit an gewährt." Das heißt, theoretisch könnte man am letzten Tag des ALG I-Bezugs AU werden und bekäme an nächsten Tag sofort das KG.

Solange man ALG I bekommt, ruht der Anspruch nach § 49 SGB V. Aber sobald die nicht mehr zahlen, sei es weil die 6 Wochen vorüber sind oder weil der Anspruch ausläuft, kommt die KK ins Spiel und muss zahlen.
 

Anna B.

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Nein, nicht am letzten Tag des aLG I Anspruchs...

denn noch gilt: der KG-Ansprcuch beginnt am Tag nach ärztlicher Feststellung!!

§ 46 SGB I Abs. 5..

bei stat. Behandlung mit Aufnahme ins Krankenhaus...

und bei Arbeitslosen gilt natürlich nicht das Entgeltfortzahlungsgesetz..das gilt nur für ARbeitgeber..

bei Arbeitslosen gilt:
§ 146 SGB III Leistungsfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit - dejure.org
 

Anna B.

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Gesetz über die Zahlung des Arbeitsentgelts an Feiertagen und im Krankheitsfall (Entgeltfortzahlungsgesetz)
§ 3 Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall


(1) Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert, ohne daß ihn ein Verschulden trifft, so hat er Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von sechs Wochen. Wird der Arbeitnehmer infolge derselben Krankheit erneut arbeitsunfähig, so verliert er wegen der erneuten Arbeitsunfähigkeit den Anspruch nach Satz 1 für einen weiteren Zeitraum von höchstens sechs Wochen nicht, wenn 1.er vor der erneuten Arbeitsunfähigkeit mindestens sechs Monate nicht infolge derselben Krankheit arbeitsunfähig war oder
2.seit Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit eine Frist von zwölf Monaten abgelaufen ist.

(2) Als unverschuldete Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Absatzes 1 gilt auch eine Arbeitsverhinderung, die infolge einer nicht rechtswidrigen Sterilisation oder eines nicht rechtswidrigen Abbruchs der Schwangerschaft eintritt. Dasselbe gilt für einen Abbruch der Schwangerschaft, wenn die Schwangerschaft innerhalb von zwölf Wochen nach der Empfängnis durch einen Arzt abgebrochen wird, die schwangere Frau den Abbruch verlangt und dem Arzt durch eine Bescheinigung nachgewiesen hat, daß sie sich mindestens drei Tage vor dem Eingriff von einer anerkannten Beratungsstelle hat beraten lassen.
(3) Der Anspruch nach Absatz 1 entsteht nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses.





Nach dem EntgFG hast du Anspruch vom AG.
@Muzel....Blödsinn...er ist doch im ALG I...wo nimmst du denn plötzlcih einen AG her?
 

Muzel

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Wenn jemand gekündigt wurde fällt er doch automatisch in ALGI. Vor Krankengeldzahlungen kann er sich aber nicht drücken, falls die sonstigen Voraussetzungen vorliegen.
 

Anna B.

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wer kann sich nicht vor Krankengeldzahlungen drücken?

der Arbeitgeber?

du erzählst Blödsinn..sorry...lies noch mal den Eingangspost und dann schildere mal, wo du gelesen hast, dass es einen ARbeitgeber gibt...bzw. das ihm jetzt, im Zeitraum, in dem die Behandlung stattfindet, gekündigt wurde...
 

2hbert15

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Vielen Dank an Alle. Meine Fragen sind damit beantwortet.

§ 46 SGB V Abs. 5
Danach entsteht der Krankengeldanspruch am Tag der Behandlung im Krankenhaus oder einen Tag nach Feststellung der AU durch einen behandelnden Arzt. ---> Ist also bei mir gegeben.

§ 47b SGB V
Das Krankengeld wird in Höhe meines ALG ausgezahlt.

§ 49 SGB V
Sobald keine Entgeltersatzleistungen mehr bezahlt werden.

Also muss ich mich ja anscheinend nicht wegen der 6 Wochen Frist stressen. Und bis zum letzten Tag wollte ich die Sache nicht ausreizen. Es ging mir nur darum, dass es extrem ärgerlich wäre wegen 2 Wochen zu spätem OP Termin nicht mehr abgesichert zu sein.

:dank:
 
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