ALG I - Einige Fragen und Einladung zu einer Gruppeninformationsveranstaltung

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krafti17

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Hallo zusammen,

ich versuche meine Situation kurz zusammen zu fassen.
Lesen hier auch SB mit? Ich versuche mal, es ein wenig allgemeiner zu halten, ohne so ungenau zu sein, dass es euch nix hilft ;)
Ich bin seit Oktober arbeitslos. Da Eigenkündigung, Sperre bis Ende Dezember. 12 Wochen..
Ich habe ein Erstgespräch gehabt und dann trudelten auch schon die ersten Angebote ein.
Problem der Angebote, dass viele einfach vollkommen nicht dem entsprechen, was ich machen möchte. Ich habe in der Verwaltunt gearbeitet in einer Behörde, also richtige Sachbearbeitung und entsprechend auch eine hohe Eingruppierung.
Nun sind dort viele Zeitarbeitsfirmen dabei und teilweise Angebote, wo ich (habe kein Auto) täglich Hin- und Rückfahrt 2-3 Stunden fahren muss.
Bei allen Vorschlägen direkt mit Rechtsbelehrung.
Ich habe mich natürlich beworben, die meisten haben mich aber shcon direkt abgelehnt. Frage Nr. 1: Kann man in den Anschreiben problemlos erwähnen, dass man kein Auto besitzt?

Nun bin ich eingeladen worden.
Ich zitiere aus dem Brief: "im Rahmen einer Gruppeninformationsveranstaltung der Kundenkontaktoffensive möchten wir die Angebote unserer virtuellen Jobbörse sowie weitere Informationen vorstellen. Im Anschluss folgt ein Nachgespräch in der Arbeitsvermittlung. Bitte planen Sie ca. zwei Stunden für den Termin ein. Bitte bringen Sie Ihre Einladung zum Termin mit."

"Dies ist eine Einladung nach § 309 Abs. 1 Drittes Buch SGB III in Verbindung mit § 159 SGB III"

Ich habe bisher keine EGV angeboten bekommen. Ich muss diese nicht unterschreiben, wenn ich das so grob schon mitbekommen habe?

Ich bekomme wie gesagt erst ab Januar Geld. Die SB meinte, beim nächsten Mal soll ich meine Eigenbewerbungen mitbringen, eine Liste wo ich mich überall beworben habe und das 2 Bewerbungen pro Woche zumutbar wären.
Ich habe mich nur bei den ca. 10 Vorschlägen beworben. Teilweise war ich bei Vorstellungsgesprächen, teilweise Absagen erhalten, teilweise auch gar nichts erhalten.

Eure Meinung wäre mir wichtig, wie ich vorzugehen habe.
 

Algensammler

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Arbeitsangebote müssen zumutbar sein. Da du kein Auto hast kommen für dich nur Angebote in Frage die du mit öffentlichen Verkehrsmitteln in angemessener Zeit erreichen kannst.
Wenn du mit dem Auto z.b. insgesamt 2 Stunden täglich fahren müsstest kann es mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut sein dass da 3-4 Stunden Fahrtzeit draus würden. Das wäre dann nicht zumutbar.

Um auf Nummer sicher zu gehen würde ich mich an deiner Stelle aber auf alle Vermittlungsvorschläge bewerben. Bei den unpassenden Vorschlägen am besten schriftlich per Kurzbewerbung, also Anschreiben + Lebenslauf ohne Angabe von Telefon / Mail und ansonsten nur die nötigsten Informationen in den Lebenslauf. Dass du kein Auto hast würde ich erstmal nicht reinschreiben, das kannst du immernoch erwähnen falls eine Einladung zum Vorstellungsgespräch kommt.

Was Unterschriften wie z.b. EGV aber auch andere Schriftstücke angeht, die NIEMALS direkt vor Ort unterschreiben, sondern immer mitnehmen um die diese zu prüfen.

Ansonsten was die Anzahl Bewerbungen pro Monat angeht, dazu gibt es diverse Gerichtsentscheidungen. Meistens wird gesagt 5-10 Pflichtbewerbungen pro Monat sind ok, wobei es jedoch auch immer auf die persönliche Situation ankommt.

Grob zusammengefasst: Es kommt auf den Arbeitsmarkt bei einem vor Ort und auf die eigene Situation/Qualifikation an.

Da du kein Auto hast stellt sich die Frage ob es bei dir in der Nähe genug Stellen gibt die für dich in angemessener Zeit erreichbar wären. Ist dem nicht so, dürfte 2 pro Woche bereits zuviel sein.

Habe das selbst im Bekanntenkreis auch schon mal mitbekommen, dass das Amt eine bestimmte Zahl von Bewerbungen gefordert hatte. Das Ergebnis war dann, das der Bekannte einfach wahllos Bewerbungen zu irgendwelchen Unternehmen in der Region geschickt hat aus Angst davor sanktioniert zu werden. Sinnvoll war das ganze natürlich nicht.
 

Kerstin_K

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Um auf Nummer sicher zu gehen würde ich mich an deiner Stelle aber auf alle Vermittlungsvorschläge bewerben.

Nö, es gibt eine §140 SGB III, da steht drin was zumutbar ist, auch gehaltsmäßig. wenn das nicht passt, mit entsprechender Begründung zurück an den SB. Haben die VVs alle eine Rechtsfolgebelehrung? wenn nicht, muss man sich nicht bewerben.

Eine GV tseckt man ein und prüft sie dann in Ruhe zu Hause. Man muss nichts sofort vor Ort unterschreiben.
 

krafti17

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Danke für eure Rückmeldungen :)
Ich habe mich auf alle VV bewerben müssen, da freundlicherweise alle eine Rechtsbelehrung haben.. :(

Jetzt steht ja nun mal dieser Termin an..
Was erwartet mich da??
 

krafti17

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Und zumutbar waren sie auch alle? Gehalt okay? Fahrzeit okay?

Im § 140 wird ja erläutert, was zumutbar ist. Habe ich mir natürlich durchgelesen.
Also, das Problem ist, dass ja bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht genau angegeben ist, wie hoch der Verdienst ist, sprich ich das gar nicht einschätzen kann. Bei manchen war es ersichtlich, da dort die Eingruppierung angegeben war. Wenn ich z. B. EG 9 bekommen habe, und nun EG 5, kann ich mir ausrechnen ob es mehr als 20 % sind.
Aber wenn dort geschrieben wird: Das genaue Entgelt ist beim Arbeitgeber zu erfragen. Was tue ich dann? Einfach knallhart nachfragen vor der Bewerbung? Ich habe z. B. eine Firma angeschrieben per Mail und nachgefragt und KEINE Antwort erhalten.

Mit der Fahrzeit ist es noch schwieriger.. 2 1/2 Std. Gilt das für eine Fahrt oder für Hin- und Rückfahrt? Also einfache Fahrt dürfte dann nur 1 1/4 Std. dauern. Das trifft eigentlich auf fast gar keines zu.

Ich habe auch Firmen, die haben sich NIE auf meine Bewerbung gemeldet. In der Jobbörse kann ich aber gar keinen Punkt "Hat sich nicht gemeldet" auswählen ;)

Noch eine Frage: Meine SB meinte, dass ich auch über Zeitarbeitsfirmen nachdenken sollte. Das wäre nicht mehr wie früher, und man hat dort gute Chancen übernommen zu werden. Dort ist dann auch nur angegeben: ab 9,00 Euro / Std. Toll, da weiß ich natürlich ganz genau was ich auch verdienen werde ... :(
 
G

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Minimum ist Mindestlohn.
Steht dort der nicht drin, sondern weniger ist er deshalb schon unzumutbar und du brauchst dich nicht bewerben.
 

Matt45

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@krafti17: Reichen für dich 9,00 € zum Leben? Die Frage musst du dir beantworten.

Wenn du eine Familie ernähren muss, reicht es natürlich nicht.

Ich betrachte die Gehaltsangaben als reines Angebot und schaue in die Jobbörse unter Verdienst/Einkommen und vergleiche!

Bei mir allerdings wohl ganz andere Voraussetzungen, weil ich berufstätig bin(Aufstocker).
 
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