ALG I, durch Sperrzeit wg. Eigenkündigung neuer Job gefährdet, wie aktuellen Stand (Prüfung der Sperre) erfragen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

frankfurterin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
13 August 2011
Beiträge
373
Bewertungen
67
Hallo,

kurz vorab: ich war 7,5 Jahre festangestellt und habe dann im Juli aufgrund Überlastung das Ganze beendet (teilweise bis zu 40 Überstunden in der Woche, die letzten zwei Jahre maximal einen freien Tag im Monat - mehrere Versuche, entlastet zu werden gingen schief, da AG nicht bereit war, wen einzustellen). Da ich oft beim Arzt war (zeitweise auch in Therapie, Medikamente erhalten etc. zuletzt Burnout, Tinnitus, seit Jahren Schlafstörungen) konnte ich natürlich auch belegen, dass es psychisch belastend war. Ich habe gekündigt und wir haben uns auf einen Aufhebungsvertrag geeinigt in dem der AG auch die psych. Belastung anführt.

Natürlich kam dann der Bescheid mit der 12 Wochen Sperrzeit. Vor 3 Wochen habe ich dann die Unterlagen eingereicht, in denen ich nochmal alles dargelegt habe und natürlich auch die "Stellungnahme" des Arztes beigefügt (die aus einem wenig aussagekräftigen Halbsatz bestand..).

Nun stehe ich vor folgendem Problem: Ich habe einen neuen Job in Aussicht, der allerdings zu weit zum pendeln ist. 3 Stunden Auto am Tag oder 5 Stunden mit dem ÖPNV. Habe mich mit dem AG darauf verständigt, dass ich den Job antrete wenn ich dort eine Wohnung habe. Ich habe nun ca. 6-8 Wochen Puffer, danach vergeben sie den Job anderweitig.

Nun kann ich durch die Sperre allerdings die Novembermiete nicht zahlen. Da ich seit Wochen kaum esse und sparsam lebe habe ich noch etwas vom letzten Gehalt (das kam Mitte September für August), aber das wird nicht mehr für alle Kosten reichen, die am 1.11. auf mich zukommen.

Selbst wenn ich jetzt am neuen Ort eine Wohnung finde, kann ich dort aktuell nicht hingehen. Ich habe ja nicht mal Geld, um hier meine Miete zu zahlen. Das Gespräch mit dem neuen AG habe ich gesucht, die haben nur ein Hotel an der Hand und bieten einen Sonderpreis für 50 Euro/Nacht an. Gut, eine Wohnung würde unter 400 kosten..
Möglichkeit wäre mein Auto zu verkaufen, aber das bringt mich auf Dauer auch nicht weiter.

Nun zu meinem Anliegen: ich würde sehr gern bei der AfA bezüglich aktuellem Stand anfragen habe aber Angst, mir zu schaden. Wenn ich den neuen Job erwähne und es nicht hinbekomme, ihn anzunehmen, drohen mir dann Konsequenzen? Wenn ich jetzt das Geld noch bekäme (September, Oktober sind offen), wäre das eigentlich meine Rettung.

Ehrlich gesagt sehe ich es auch nicht ein, dass Geld einfach so abzuschreiben, auch wenn es "nur" 900 Euro pro Monat sind. Das ist für mich sehr viel Geld, da ich (wie man errechnen kann) zuvor auch nie viel verdient habe.

Wie gehe ich da am geschicktesten vor? Ich möchte nicht untätig herumsitzen und abwarten.

Ich bedanke mich vorab!
 

BerndB

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
19 August 2016
Beiträge
746
Bewertungen
368
Nun zu meinem Anliegen: ich würde sehr gern bei der AfA bezüglich aktuellem Stand anfragen habe aber Angst, mir zu schaden. Wenn ich den neuen Job erwähne und es nicht hinbekomme, ihn anzunehmen, drohen mir dann Konsequenzen? Wenn ich jetzt das Geld noch bekäme (September, Oktober sind offen), wäre das eigentlich meine Rettung.
In § 159 (1) Nr. 2 SGB III steht, welche Voraussetzungen vorliegen müssen, um bei der Ablehnung einer neuen Stelle eine Sperre zu bekommt.
 

Agent

Elo-User*in
Mitglied seit
12 April 2016
Beiträge
380
Bewertungen
257
Hallo frankfurterin,

frag nach. Ist doch völlig ok, wenn du nach 3 Wochen mal wissen willst, wie der Sachstand ist. Normalerweise dürfte keine Sperrzeit eintreten, wenn der Arzt zur Kündigung geraten hat.
Erkundige dich doch auch gleich nach einer möglichen Übernahme der Umzugskosten, wenn du eine Wohnung findest.
Eine Sperre gibt es nicht, wenn sich eine selbst gesuchte Stelle zerschlägt - du hast als meiner Meinung nach einfach nix zu verlieren, also los :)

Viele Grüße
Agent
 

frankfurterin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
13 August 2011
Beiträge
373
Bewertungen
67
Guten Morgen,

ich merke schon, ich mache mir wieder zu viel Streß.

Die Sache ist halt die, dass ich 2010 oder 11 genau diese Situation hatte. Mit wurde die Unterstützung für einen Umzug nach Stuttgart verweigert und damit musste ich den Job absagen. Ich habe damals ja das Jobcenter verklagt. (weiß aber nicht mehr, wie das am Ende ausging, außer dass ich mir dann habe eine Weiterbildung zahlen lassen und dann auch "dadurch" auch meine Stelle fand)

Genau genommen hat der Arzt nicht explizit dazu geraten, aber er steht auf meiner Seite und hat nur gesagt, dass er schon viel früher damit gerechnet hat, dass es zu viel wird. Ich fand, er hätte das in der Stellungnahme ruhig ausführlicher darlegen können, aber da steckt man nicht drin. Er hat mir jedenfalls schriftlich gegeben, dass er zu einem Abbruch geraten hat.

Wegen der Umzugskosten werde ich mal fragen. Ich glaube aber, dass sie das ablehnen. Online steht "wenn die Entfernung 2,5 Stunden überschreitet". Gilt das für einen Weg oder insgesamt? Wobei das an sich egal ist, es sind zwar "nur" 100 km, aber fahr morgens mal aus Frankfurt raus.. ;-)

Lieben Dank soweit!
 

marty

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2008
Beiträge
682
Bewertungen
41
Hallo,

hier etwas von Hartz4.de:
"Laut Landessozialgericht Hessen [18. Juni 2009, Az. L 9 AL 129/08] wird ebenfalls keine Sperrzeit vom ALG 1 verhängt, wenn Sie nachweislich überfordert sind. Dazu empfiehlt sich vor allem ein medizinisches Attest, welches Sie der Agentur für Arbeit vorlegen können."
Ich würde Widerspruch einlegen.

Ich habe es so verstanden, das du nur Unterlagen eingereicht hast, aber kein Widerspruch eingelegt hast.
 

marty

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2008
Beiträge
682
Bewertungen
41
Die Pendelzeit ist für Hin und Rückfahrt gedacht.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Und bitte nicht "mal fragen", sondern Umzugskosten beantragen.
Auch wenn das nicht klappt, hast du dein möglichstes getan.
Hast du dir schon die Kosten ausgerechnet?

Du kannst(sollst), die Leistungen nach dem SGB II beantragen für die Zeit zwischendurch.

Zusammengefastt:
1)Widerspruch gegen Sperre
2)Antrag auf SGB II Leistungen
3) Antrag auf Umzugskosten

Ich halte dir die Daumen
 
Zuletzt bearbeitet:

Kibini

Elo-User*in
Mitglied seit
31 Juli 2019
Beiträge
27
Bewertungen
44
Hallo, Frankfurterin,

Ich habe gekündigt und wir haben uns auf einen Aufhebungsvertrag geeinigt in dem der AG auch die psych. Belastung anführt.
Wurde der Aufhebungsvertrag zeitlich so gestaltet, dass die gesetzliche Kündigungsfrist eingehalten wurde? Ansonsten wäre die Sperrfrist m.M.n. rechtlich nicht angreifbar.

Lieben Gruß
 

marty

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2008
Beiträge
682
Bewertungen
41
Was ich mich so nebenbei frage , ist ,wie kann mann nach 7 jahren mit 40 Überstunden in Woche gar kein Geld zur Verfügung haben.Ist für mich nicht nachvollziehbar.Geh in Zukunft etwas umsichtiger mit deinen Euronen vor...
Beitrag automatisch zusammengeführt:
 

saurbier

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
4.080
Bewertungen
4.589
Irgendwie schwer verständlich für mich, sorry.

Also warum hast du gegen die Sperre nicht umgehend Widerspruch eingelegt und stattdessen Unterlagen nachgereicht.

Wenn noch Zeit für einen Widerspruch, dann umgehend einlegen.

Wenn du jetzt ein neues Arbeitsangebot hast, dann solltest du das auch annehmen, sofern es dir zusagt.

Pendelzeiten von 3 Std./tägl. sind leider zulässig. Hier ist dann höchstens die Frage ob du damit jetzt den HIn- und Rückweg meinst, oder nur eine einfache Wegstrecke. Die von dir hier jetzt angegebene Zeit wird leider von den Gerichten als zumutbar bewertet.

Daher würde ich meinen, daß du diese Belastung auch vorübergehend auf dich nehmen solltest, wenn dir denn die Arbeitstelle doch zusagt. Es kann ja durchaus so sein, daß du dann in angemessener Zeit auch eine passende Wohnung vor Ort findest, womit sich die Pendelzeiten dann von alleine erledigen würden.

Sperre hin oder her, würde ich die Arbeit annehmen und dann bei der AfA gleich mal Umzugskostenerstattung beantragen.

Schau mal hier:


Ggf. könntest du da sogar noch mehr erhalten. Aber auch hier gilt leider wieder die Ermessensentscheidung des SB.


Grüße saurbier
 

eloole

Elo-User*in
Mitglied seit
17 Mai 2019
Beiträge
149
Bewertungen
182
Für die Kündigung auf ärztlichen Rat gibt es von der AfA ein 1-seitiges Formular, welches der Arzt ausfüllen muss.
Dort ist einzutragen, welche der bisher von dir getätigten Arbeiten, du nicht mehr ausführen kannst und ob es Einschränkungen deiner Leistungsfähigkeit gibt.
Zu guter Letzt trägt der Arzt dann noch ein, wann (also das genaue Datum) er dir zur Kündigung geraten hat.
Dieses Formular ("Ärztliche Stellungnahme") solltest du dir bei der AfA besorgen, da die es wahrscheinlich sowieso einfordern werden und der "Halbsatz" deines Arztes nicht ausreichen wird.
Das Ausfüllen des Formulars kann der Arzt nach der Gebührenordnung der Ärzte direkt mit der AfA abrechnen.
Heißt, dass die AfA den Arzt dafür bezahlt und dieser nicht von dir (zusätzlich) Geld fordern darf (Attestgebühren).

Wie die anderen bereits schrieben, ein bloßes Nachreichen von Unterlagen und dann abzuwarten, reicht nicht.
Daher unbedingt schriftlich fristgerecht (spätestens 4 Wochen nach Erhalt des Sperrbescheids) und nachweisbar (per Einschreiben, Fax mit Sendebericht oder persönliche Abgabe gegen Empfangsbestätigung) Widerspruch gegen den Sperrbescheid bei der AfA einreichen.

Was sich für mich "komisch" liest, ist, dass du schreibst, du hättest gekündigt, dich aber zugleich mit dem AG auf einen Aufhebungsvertrag geeinigt, in welchem der AG dann auch "die psychische Belastung anführt".
Entweder man kündigt oder man wird gekündigt (aus welchem Grund auch immer).
Einen Aufhebungsvertrag schließt man ja eigentlich nur ab, um "Besonderheiten" / Bedingungen zu vereinbaren, unter denen das Arbeitsverhältnis beendet wird.
Also weil es einer oder beiden Seiten Vorteile (z.B. eine Abfindung) bringt, die im Falle einer "normalen" Kündigung nicht zum Tragen kämen.
Daher mal die Nachfrage:
Hattest du bereits schriftlich fristgerecht und ordnungsgemäß gekündigt ?
Warum dann trotzdem (zusätzlich) einen Aufhebungsvertrag ?
Und was hat der AG unter Punkt 5 ( Angaben zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses) in die von der AfA geforderte Arbeitsbescheinigung hinein geschrieben ?

Ob im Falle eines Aufhebungsvertrags trotzdem die gesetzlichen Fristen zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses einzuhalten sind oder nicht doch eine Individualabsprache für eine kürzere oder längere Frist möglich wäre, weiß ich nicht.
Allerdings dürfte die Beendigung des AV auf ärztlichen Rat hin, zumindest zeigen, dass die Gesundheit des Arbeitnehmers "gefährdet" ist, wenn das AV fortgeführt würde und daher u.U. die Einhaltung von Fristen nicht "zumutbar" ist.

Bis zu 40 Überstunden/Woche und teils nur einem freien Tag im Monat, klingt für mich nach regelmäßigen "Doppelschichten".
Wenn man dann die erwähnten (gesperrten) 900 Euro Alg1 zu Grunde legt, kann man ja einschätzen, dass die Bezahlung wahrlich nicht "fürstlich" war.
Da Frankfurt gerade in Bezug auf Miethöhe dagegen "on the top" ist, kann ich schon nachvollziehen, dass da keine riesigen Rücklagen gebildet werden können.

Der weiter oben gegebene Rat, vorsorglich "Hartz4" zu beantragen, macht durchaus Sinn, da du ja schreibst, die nächste Miete nicht mehr zahlen zu können.
Zwar wird auch hier die (derzeitige) Sperre des Alg1 berücksichtigt, also der Regelsatz des Alg2 gekürzt, aber die Miete (KdU) wäre gesichert.
Nicht dass nach arbeitslos noch wohnungslos folgt.
Allerdings dauert so ein Antrag beim Jobcenter auch seine Zeit.
Daher deine Dringlichkeit bei Antragstellung deutlich klarstellen.

Apropos Antragstellung, hast du deinen Alg1-Antrag eigentlich schriftlich oder online gestellt ?
Und hast du direkt bei der Antragsabgabe der AfA/dem SB geschildert, dass du aus gesundheitlichen Grund gekündigt bzw. den Aufhebungsvertrag abgeschlossen hast ?
Oder wurde von seiten der AfA/des SB bei deiner "persönlichen" Arbeitslos- und Arbeitssuchend-Meldung danach gefragt ?
Dann nämlich hätte dir normalerweise von der AfA direkt der oben genannte Vordruck für die "Ärztliche Stellungnahme" ausgehändigt werden sollen/müssen.
Zudem käme u.U. der ÄD der AfA ins Spiel.

Da du ja weiter oben schreibst, "NATÜRLICH kam der Sperrbescheid...", war dir offenbar bekannt, das eine Eigenkündigung oder ein Aufhebungsvertrag bei der AfA zu Problemen führt.
Du hättest dich daher besser vorab informieren und entsprechend "wappnen" sollen.

Was den neuen AG/Job angeht, würde ich mich nicht auf eine bloße mündliche Zusage des AG verlassen.
In 6-8 Wochen kann viel passieren und womöglich vergibt der AG den Job vorab doch noch anderweitig.
Das wird die AfA oder das Jobcenter genauso sehen, wenn du dort Umzugskosten beantragst.
Die werden einen abgeschlossenen, unterschriebenen Arbeitsvertrag oder mindestens eine schriftliche Einstellungszusage des neuen AG sehen wollen.

Evtl. lade doch mal die entsprechenden Schriftstücke (Sperrzeitbescheid, Aufhebungsvertrag, Arbeitsbescheinigung (Punkt 5) des AG) hier hoch.
Nur bitte vorher anonymisieren, also alle persönlichen Daten wie Namen, Kundennummer, etc. unkenntlich machen (schwärzen).
 

frankfurterin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
13 August 2011
Beiträge
373
Bewertungen
67
Was ich mich so nebenbei frage , ist ,wie kann mann nach 7 jahren mit 40 Überstunden in Woche gar kein Geld zur Verfügung haben.Ist für mich nicht nachvollziehbar.Geh in Zukunft etwas umsichtiger mit deinen Euronen vor...
Beitrag automatisch zusammengeführt:
Weil ich knapp über Mindestlohn verdient habe und jeden Monat finanziell gerade so durch kam. Überstunden waren damit abgegolten (ja, der Vertrag war wohl nicht rechtmäßig) und wurden nicht extra vergütet. Hatte versucht nebenher zu arbeiten, aber naja, wann hätte man das tun sollen, außer nachts. Hatte auch versucht, meine Kosten durch Umzug zu reduzieren, fand aber nichts passendes. Zahle hier für 35m² mit Strom etc knapp unter 700 Euro und damit weit mehr als 50% meines Gehalts!
Mein damaliger Berater bei der AfA hatte mich ja ausgelacht, wieso ich für das Geld arbeiten gehe. Naja, weil ich es wollte. Auch wenn ich mit ALG II mehr Geld zur Verfügung gehabt hätte.

Ach ja und ich war im Frühjahr so schlau, etwas mehr Geld in eine IHK-Weiterbildung (Fachwirt) zu investieren, die ich nun vermutlich gar nicht mehr antreten werde. Das nur zur Erklärung, wieso ich gerade nicht so viel auf der hohen Kante habe.

Wieso Widerspruch, wenn dort drin steht, dass über die Sperrzeit noch entschieden wird?! Die Unterlagen habe ich eingereicht, weil ich dazu aufgefordert wurde (Aufhebung, Stellungnahme des Arztes - eben das, was sie brauchen um die Entscheidung zu fällen).

Entschieden mittlerweile auch - die Sperre ist aufgehoben worden. Mein Brief kam scheinbar etwas spät an, daher die Verzögerung.

Das ist keine mündliche Zusage des AG, der Vertrag liegt vor!

Meine aktuelle Beraterin riet mir nun auch zum Beantragen des Umzugs. Kosten ausrechnen kann ich halt nicht, da es natürlich darauf ankommt, ob ich einen Monat zweifach Miete zahle oder 2, 3 oder 4. So lange ich nichts anderes habe kündige ich meine Wohnung nicht. Oder sind damit die Kosten des Umzugs gemeint? Ja da muss ich ja drei Angebote einholen, das habe ich bereits gelesen. Finde die Belastung durch Mehrfachmiete aber deutlich schlimmer, als die paar Möbel und Klamotten meines Wohnklos.

Der Umzug ist auch nicht mein Problem. Das Problem ist, dass ich keine Wohnung finde. 40 Anfragen - alle erfolglos. Studentenstadt mit Semesterstart.

Die anderen Fragen des Vorposters beantworte ich separat, da sehr umfangreich. Habe das alles aber korrekt gemacht, mich vorher informiert und mein AG hat alles getan, um es mir zu erleichtern (daher die Aufhebung mit der Belastung).
 
Zuletzt bearbeitet:

frankfurterin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
13 August 2011
Beiträge
373
Bewertungen
67
Für die Kündigung auf ärztlichen Rat gibt es von der AfA ein 1-seitiges Formular, welches der Arzt ausfüllen muss.
Dort ist einzutragen, welche der bisher von dir getätigten Arbeiten, du nicht mehr ausführen kannst und ob es Einschränkungen deiner Leistungsfähigkeit gibt.
Zu guter Letzt trägt der Arzt dann noch ein, wann (also das genaue Datum) er dir zur Kündigung geraten hat.
Dieses Formular ("Ärztliche Stellungnahme") solltest du dir bei der AfA besorgen, da die es wahrscheinlich sowieso einfordern werden und der "Halbsatz" deines Arztes nicht ausreichen wird.


Genau das habe ich getan und das wurde mittlerweile so auch angenommen (trotz der drei Worte, die der Arzt hingeschrieben hat. Bei Tätigkeiten steht nur meine Berufsbezeichnung.)
Eigentlich hatte ich ihn gebeten, da mehr reinzuschreiben, aber ist letztendlich seine Zeit.


Das Ausfüllen des Formulars kann der Arzt nach der Gebührenordnung der Ärzte direkt mit der AfA abrechnen.
Heißt, dass die AfA den Arzt dafür bezahlt und dieser nicht von dir (zusätzlich) Geld fordern darf (Attestgebühren
).

Hat er getan. Er hatte alles erst an mich geschickt, daher konnte ich es erst nochmal kopieren.


Wie die anderen bereits schrieben, ein bloßes Nachreichen von Unterlagen und dann abzuwarten, reicht nicht.
Daher unbedingt schriftlich fristgerecht (spätestens 4 Wochen nach Erhalt des Sperrbescheids) und nachweisbar (per Einschreiben, Fax mit Sendebericht oder persönliche Abgabe gegen Empfangsbestätigung) Widerspruch gegen den Sperrbescheid bei der AfA einreichen.


Es war kein Sperrbescheid, sondern der ganz normale Bescheid, eine Bewilligung. Habe nun aber schon mehrfach gelesen, dass es ungewöhnlich ist, so einen Brief zu erhalten. Es ist eine Bewilligung, in der auch drin steht, dass noch nicht über jeden Zeitraum entschieden wurde und dass man diesbezüglich nochmal auf mich zukommt.


Was sich für mich "komisch" liest, ist, dass du schreibst, du hättest gekündigt, dich aber zugleich mit dem AG auf einen Aufhebungsvertrag geeinigt, in welchem der AG dann auch "die psychische Belastung anführt".
Entweder man kündigt oder man wird gekündigt (aus welchem Grund auch immer).
Einen Aufhebungsvertrag schließt man ja eigentlich nur ab, um "Besonderheiten" / Bedingungen zu vereinbaren, unter denen das Arbeitsverhältnis beendet wird.
Also weil es einer oder beiden Seiten Vorteile (z.B. eine Abfindung) bringt, die im Falle einer "normalen" Kündigung nicht zum Tragen kämen.
Daher mal die Nachfrage:
Hattest du bereits schriftlich fristgerecht und ordnungsgemäß gekündigt ?
Warum dann trotzdem (zusätzlich) einen Aufhebungsvertrag ?
Und was hat der AG unter Punkt 5 ( Angaben zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses) in die von der AfA geforderte Arbeitsbescheinigung hinein geschrieben ?


Ja ich hatte erst gekündigt, dann hatten wir drei weitere Gespräche und haben uns auf eine Beendigung geeinigt. Sie waren in den letzten Jahren wegen meiner Depressionen etc. immer sehr verständnisvoll. Um mir entgegen zu kommen wurde die Aufhebung vereinbart, damit ich eben nicht "selbst gekündigt" habe.
Unter Punkt 5 steht die Aufhebung und dass der AG nicht von sich aus gekündigt hätte. Klar, jemanden wie mich lässt man in der Regel nicht gehen.


Bis zu 40 Überstunden/Woche und teils nur einem freien Tag im Monat, klingt für mich nach regelmäßigen "Doppelschichten".
Wenn man dann die erwähnten (gesperrten) 900 Euro Alg1 zu Grunde legt, kann man ja einschätzen, dass die Bezahlung wahrlich nicht "fürstlich" war.
Da Frankfurt gerade in Bezug auf Miethöhe dagegen "on the top" ist, kann ich schon nachvollziehen, dass da keine riesigen Rücklagen gebildet werden können.


Ein wenig was schon. Hatte einen Dauerauftrag um Geld zur Seite zu legen. Das ging aber regelmäßig fürs Auto oder für die jährlichen Nebenkosten-Nachforderungen drauf. Ansonsten lebe ich sehr sparsam.


Der weiter oben gegebene Rat, vorsorglich "Hartz4" zu beantragen, macht durchaus Sinn, da du ja schreibst, die nächste Miete nicht mehr zahlen zu können.
Zwar wird auch hier die (derzeitige) Sperre des Alg1 berücksichtigt, also der Regelsatz des Alg2 gekürzt, aber die Miete (KdU) wäre gesichert.
Nicht dass nach arbeitslos noch wohnungslos folgt.
Allerdings dauert so ein Antrag beim Jobcenter auch seine Zeit.
Daher deine Dringlichkeit bei Antragstellung deutlich klarstellen.


Das hat sich nun ja erstmal erledigt.


Apropos Antragstellung, hast du deinen Alg1-Antrag eigentlich schriftlich oder online gestellt ?
Und hast du direkt bei der Antragsabgabe der AfA/dem SB geschildert, dass du aus gesundheitlichen Grund gekündigt bzw. den Aufhebungsvertrag abgeschlossen hast ?
Oder wurde von seiten der AfA/des SB bei deiner "persönlichen" Arbeitslos- und Arbeitssuchend-Meldung danach gefragt ?
Dann nämlich hätte dir normalerweise von der AfA direkt der oben genannte Vordruck für die "Ärztliche Stellungnahme" ausgehändigt werden sollen/müssen.
Zudem käme u.U. der ÄD der AfA ins Spiel.



Erst am Telefon und dann online. Die Geschichte dahinter habe ich mehrfach erzählt und auch überall reingeschrieben wo man sie reinschreiben konnte.
Der Vordruck für die Stellungnahme kam dann per Post. Die Beraterin ist für Akademiker zuständig und sagte mir, mit der Leistungsabteilung und den Formularen habe sie gar nichts zu tun. Daher bekam ich den Antrag nicht direkt mit. Dadurch hat es sich dann aber auch so verzögert und vermutlich dadurch dann meine Panik und den Thread hier.


Da du ja weiter oben schreibst, "NATÜRLICH kam der Sperrbescheid...", war dir offenbar bekannt, das eine Eigenkündigung oder ein Aufhebungsvertrag bei der AfA zu Problemen führt.
Du hättest dich daher besser vorab informieren und entsprechend "wappnen" sollen.


Natürlich war mir das bekannt, denke sowas ist jedem bekannt, der das Thema mal gegooglet hat, aber ich konnte nicht mehr. Irgendwann reicht es halt auch. Ich habe mich über Jahre kaputt gemacht und wollte nicht warten, bis ich komplett zusammen klappe. Depression, Burn Out, Schlafstörungen, Essstörungen, Tinnitus, Haarausfall, Neurodermitis, Kopfschmerzen etc. sind ja nur einige Dinge, wegen denen ich dauernd in Behandlung war und Medikamente oder Therapien erhalten habe.

Mag sein, dass das überstürzt war, aber ich habe das so für mich entschieden in der Hoffnung, dass die Atteste mich da "schützen".
Ich muss aber auch sagen, dass ich bei der Kündigung gehofft hatte, dass man mir endlich Entlastung anbietet. Zwei Jahre lag hatte ich es immer wieder versucht, es anzusprechen, zu bitten und betteln, aber die Antwort war immer dieselbe. Ich wäre gesprächsbereit gewesen, aber nicht mehr unter diesen Umständen. Wie eben gesagt - irgendwann ist es genug. Da muss man dann an sich und seine Gesundheit denken.


Was den neuen AG/Job angeht, würde ich mich nicht auf eine bloße mündliche Zusage des AG verlassen.
In 6-8 Wochen kann viel passieren und womöglich vergibt der AG den Job vorab doch noch anderweitig.
Das wird die AfA oder das Jobcenter genauso sehen, wenn du dort Umzugskosten beantragst.
Die werden einen abgeschlossenen, unterschriebenen Arbeitsvertrag oder mindestens eine schriftliche Einstellungszusage des neuen AG sehen wollen.


Der Vertrag liegt vor. Starttermin richtet sich nun allerdings nach dem Zeitpunkt wann ich eine Wohnung finde. Der Vertrag wird dann nochmal angepasst. Auf meinen Wunsch, da mir die 3-4 Stunden Autofahrt täglich zu viel sind. Das will und werde ich nicht machen.
Ich bin die Strecke nun mehrfach gefahren, auch weil ich schon einiges an Zeit mit den Kollegen verbracht habe, aber das packe ich nicht. Mag sein, dass andere sowas wollen, aber ich will es nicht.

Wenn ich keine Wohnung finde wird der Job anderweitig vergeben. Das haben wir so besprochen. Unendlich viel Zeit habe ich nicht. Durch die Aufhebung der Sperre wird es nun aber wenigstens ETWAS einfacher finanziell.


Evtl. lade doch mal die entsprechenden Schriftstücke (Sperrzeitbescheid, Aufhebungsvertrag, Arbeitsbescheinigung (Punkt 5) des AG) hier hoch.
Nur bitte vorher anonymisieren, also alle persönlichen Daten wie Namen, Kundennummer, etc. unkenntlich machen (schwärzen)
.

Das möchte ich ehrlich gesagt nicht. Habe eh schon Angst, dass mich hier jemand erkennt, der die Geschichte kennt.
 

grün_fink

Elo-User*in
Mitglied seit
3 Juli 2019
Beiträge
773
Bewertungen
1.601
Sorry @frankfurterin , wenn ich mich hier einschalte.
Das was du so vorhast, da habe ich einige Bedenken. Ich will keine Panik schüren, werde in einigen Punkten aber sehr an meine eigene Geschichte erinnert, die der deinigen aber total ähnlich ist.
Ich habe mich nämlich in jungen Jahren krank gearbeitet und larviere noch heute daran, auch mit Depressionen. Bin mit Mini-Rente und aufstockender Sozialhilfe unterwegs deswegen, und das viele Jahre nach der Zeit, wo ich durch Arbeit so überlastet war.

Hier einige Punkte, die ich anmerken möchte:

Sie waren in den letzten Jahren wegen meiner Depressionen etc. immer sehr verständnisvoll.
Nein, waren sie nicht. Ohne den ganzen Thread im Kopf zu haben:
Sie haben dich maximal ausgebeutet und das auf einem Level, der schon hoch war, aber gerade noch niedrig genug, dass du nicht sofort zusammen klappst oder abhaust.
Die Umstände (schlechte Bezahlung, viele Arbeistsstunden und keine Aussicht auf Abhilfe) haben dich erst depressiv gemacht. Und das nennst du Verständnis für Depressionen?

Um mir entgegen zu kommen wurde die Aufhebung vereinbart, damit ich eben nicht "selbst gekündigt" habe.
Das ist unter diesen Umständen das Mindeste, was man verlangen kann.
Ich hoffe, das Arbeitszeugnis fällt dementsprechend gut aus (würde ich unbedingt prüfen lassen), und der Arzt steht hinter dir mit einem gescheiten Attest, dass diese Arbeit für dich nicht weiter zumutbar ist.

Bis zu 40 Überstunden/Woche und teils nur einem freien Tag im Monat, klingt für mich nach regelmäßigen "Doppelschichten".
Wenn man dann die erwähnten (gesperrten) 900 Euro Alg1 zu Grunde legt, kann man ja einschätzen, dass die Bezahlung wahrlich nicht "fürstlich" war.
Da Frankfurt gerade in Bezug auf Miethöhe dagegen "on the top" ist, kann ich schon nachvollziehen, dass da keine riesigen Rücklagen gebildet werden können.
Auf alle Fälle.

Ein wenig was schon. Hatte einen Dauerauftrag um Geld zur Seite zu legen. Das ging aber regelmäßig fürs Auto oder für die jährlichen Nebenkosten-Nachforderungen drauf. Ansonsten lebe ich sehr sparsam.
Nein, das ist nicht wirklich Rücklage, wenn das alles nur für zu niedrig angesetzte Nebenkosten und das Auto (also den ARbeitsweg?) drauf geht?
Da hattest du ehrlich fast nur das Notwendige, und das bei (fast) doppelter Stundenzahl wie normal tariflich festgelegt.

Die Beraterin ist für Akademiker zuständig
Und so wenig Geld bekamst du für einen Akademiker-Job? Umso trauriger und umso verständlicher die Depression.
Seinerzeit bekam ich (bereinigt) ungefähr soviel Alo-Geld wie du, na gut, etwas weniger. Akademikerin war ich auch einmal, aber nach einigen Jahren Anlerntätigkeiten nicht mehr als solche geführt im Arbeitsamt (hieß damals noch so). Da hatte ich die Wahl zwischen Vermittlung von Anlernkräften oder Reha-Abteilung wegen Depressionen.
Letztere könnte auch für dich mal zuständig werden.

sagte mir, mit der Leistungsabteilung und den Formularen habe sie gar nichts zu tun. Daher bekam ich den Antrag nicht direkt mit.
Machen die nie, so effizient arbeiten. Da macht jeder seins.

sind ja nur einige Dinge, wegen denen ich dauernd in Behandlung war und Medikamente oder Therapien erhalten habe.
Mir wird da beim Lesen leider schwindlig bei der Vielzahl an Beschwerden.
Ich zweifle deine Arbeitsfähigkeit einfach mal an.
Ich wäre mit so nem fetten Burnout sicher erstmal krank und auf Reha, mich ohne Jobbelastung therapieren lassen.
Vorher würde ich auch den Hormonstatus checken lassen, auch wenn der noch monatlich schwanken sollte. Machte er in jungen Jahren bei mir nämlich nicht mehr. Heute 30 Jahre später weiß ich fast, wieso.

irgendwann ist es genug. Da muss man dann an sich und seine Gesundheit denken.
ALLERDINGS !!!
Das würde ich ganz fett unterstreichen!

Der Vertrag liegt vor. Starttermin richtet sich nun allerdings nach dem Zeitpunkt wann ich eine Wohnung finde.
Ich würde die Gesundheit ganz oben an stellen.

Alles Gute dir.
 

frankfurterin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
13 August 2011
Beiträge
373
Bewertungen
67
Hallo,

danke für den lieben Beitrag. Machen wir uns nichts vor: ich funktioniere bzw. habe viele Jahre einfach funktioniert. Und selbst versuche ich vor lauter Angst davor, was eventuell passieren könnte (ALG II, schlimmere Depressionen? Ich hatte das 2010-12 schon und weiß, wie elend es mir damals ging), weiter zu funktionieren, also eine neue Stelle anzutreten und wieder "alles im Griff" zu haben.

Habe das natürlich auch früher bemerkt, insbesondere wenn ich Urlaub hatte. Da kam ich nämlich in der Regel nicht mal aus dem Bett. Ich verbrachte die Zeit im Bett, bis der Wecker wieder klingelte und ich morgens einen Grund hatte, aufzustehen.

Selbst meine SB sagte in meinem ersten Termin, dass sie mich nicht für arbeitsfähig hält und ich solle mich besser krankschreiben lassen. Meine Angst ist, wenn ich jetzt länger raus bin, dass ich den Anschluss komplett verliere. Ich bin Ende 30, habe noch viele Jahre Arbeit vor mir und an sich fühle ich mich in der Lage, zu arbeiten. Ich hätte das Gefühl, mein Leben "aufzugeben". Wer stellt mich noch ein, wenn ich einige Monate raus war?

Ich weiß ehrlich auch gesagt nicht, mit wem ich über sowas rede. Oft rede ich mir auch ein, dass ich einfach übertreibe. "das bisschen Arbeit, was stellst du dich so an - anderen geht's schlechter"
Der Prozess war schleichend. Es war nicht immer so übertrieben viel Arbeit, das kam erst die letzten zwei bis drei Jahre. Durch diverse Umstände wurde das Team immer kleiner, so dass ich am Ende da alleine war, wo wir vor drei Jahren noch zu siebt waren!

Danke für die beiden Tipps bezüglich Hormonstatus und der Reha Abteilung. Werde mich morgen mal etwas intensiver damit auseinander setzen.

(Und an den Rest: sorry für mein Gejammer.)
 

frankfurterin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
13 August 2011
Beiträge
373
Bewertungen
67
Ehrlich gesagt nicht. Wüsste gar nicht wie oder wo. Aber irgendwie halte ich das auch nicht für notwendig. Und mein Hausarzt aktuell auch nicht.
 

grün_fink

Elo-User*in
Mitglied seit
3 Juli 2019
Beiträge
773
Bewertungen
1.601
Ehrlich gesagt nicht. Wüsste gar nicht wie oder wo. Aber irgendwie halte ich das auch nicht für notwendig. Und mein Hausarzt aktuell auch nicht.
Das würde ich anders sehen.
Aber wenn man sich nur um die Arbeit kümmert, kommt man nicht zwangsläufig auf die Idee, sich ausreichend um seine Gesundheit zu kümmern. Man passt sich den Belastungen an, hält diese und die "Zipperlein" für normales Leben. Nach dem Motto: wenn ich diese Belastung gepackt habe, schaffe ich die nächste(n) auch noch.
Als ich damals meinen Umzug zur Arbeitsstelle plante, regte der Hausarzt eine Reha an. Der sagte, ich soll mir die Unterlagen von der Rentenversicherung schicken lassen.
In Rehas sitzen auch Gesündere wie du.

Mir kam gestern noch der Gedanke, ob dein Chef auch so viel gearbeitet hat wie du, ob der sich auch so wenig Gehalt genehmigt hat - und was mit der Firma passiert wäre, wenn du zusammen geklappt wärst. Der hätte vielleicht in die Insolvenz gehen müssen.

Vielleicht bist du auch eine loyale Vielarbeiterin, der das gut tut.
Aber irgendwann ist es zuviel mit dem Arbeitspensum auch bei Vielarbeitern und zu viel der Loyalität bei so mieser Bezahlung.
Das hast du ja schon selber eingesehen.
 

frankfurterin

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
13 August 2011
Beiträge
373
Bewertungen
67
Nö, hat er wahrlich nicht. Aber seit ich auch in die Buchhaltung involviert war und dadurch mitbekommen habe, dass selbst eine 2,5 Tage-Kraft mehr Geld erhält als ich, war mir dann auch klar, dass scheinbar nur ich so wenig verdiene/erhalte. Ich war immer die, die mit deutlichem Abstand am wenigsten verdiente und die sich darüber auch stets beschwerte. Aber es sei halt kein Geld da, um das zu ändern.

Leidiges Thema jedenfalls.

An sich ist mein ursprüngliches Anliegen auch erledigt.

Die Sperre wurde aufgehoben und ob ich den neuen Job annehmen kann hängt nun maßgeblich davon ab, ob ich in den kommenden 2-3 Woche eine Wohnung finde. Ich bewerbe mich daher nun auch wieder an meinem Wohnort und halte in alle Richtungen die Augen und Ohren offen. Ich traue mir 3-4 Stunden pendeln am Tag einfach nicht zu und so ehrlich muss ich dann zu mir und dem AG auch sein. Ich KANN nicht den einen Job wegen Überlastung hinwerfen und mir dann noch mehr Belastung aufhalsen.
 
Oben Unten