ALG I - Arbeitsvermittlung entscheidet wiederholt zu meinen Ungunsten: Verlängerung von Weiterbildungsmaßnahme

Martin03

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Hallo Community,

zuerst möchte ich euch meine Situation schilden: Aktuell befinde ich mich in einem Online-Fern-Kurs über die Arbeitsagentur und hatte dort mehrfach Krankheitsausfälle, habe den Kurs nun aber bereits beinahe abgeschlossen. Die Beantragung des Kurses gestaltete sich im Vorfeld schon schwierig (3 Seiten Anschreiben, +50 Seiten Anhang), da mein AV von vorn herein eine Förderung ausschloss. Bei dem Erstgespräch war auch ein Beistand anwesend, den ich aktuell leider nicht erreiche @DoppelPleite

Kürzlich stellte ich nach langer Bildschirmarbeit einen plötzlichen starken Verlust meiner Sehkraft fest, woraufhin ein Augenarzt mich als Notfall behandelte. +1,75 Dioptrin hat der Arzt gemessen. Heute erhielt ich eine weitere Überweisung zu einem Spezialisten aufgrund bestehender Sehprobleme.

Aktuell bin ich also krankgeschrieben aber unabhängig der Verlängerung der Krankschreibung beantragte ich per E-Mail eine weitere kostenlose Verlängerung um 14 Tage u.a. da Grund zur Annahme besteht, dass die Sehprobleme schon länger Bestand hatten. Mein AV lehnt natürlich ab, da er keinen Grund sieht.

Der Nachfrage und Erklärung dazu wich er mehrfach aus und schließt diese Möglichkeit gänzlich aus, u.a. wörtlich "ich kann nicht individuell verlängern, werde ich nicht machen, das funktioniert so nicht, kann ich nicht machen, kann ich nicht begründen".

Da zeichnet sich das alte Muster ab, das er auch schon bei der Beantragung zeigte. Dieser ging schon eine längere Arbeitslosigkeit voraus, während der ich u.a. umzog und schon negative Erfahrungen mit dem alten AV hatte. Ein ärztliches Gutachten der Agentur wurde vom AV im vorigen Wohnort und im aktuellen nicht bzw. erst nach langwierigem Kampf anerkannt, welche mir quasi Vermittlungshemmnisse im erlenten Beruf attestiert.

Ich vermute schon länger, das mein AV mir aufgrund der Vorgeschichte und evtl. alter Einträge im System nicht wohlgesonnen ist. Er schickte mir u.a. auch einen Verwaltungsakt ohne vorige EGV.


Auf jeden Fall möchte ich nun um einen anderen AV bitten. Welches Vorgehen empfehlt ihr mir in dieser Situation? Sollte ich das eher schriftlich oder über das entsprechende Onlineformular einreichen? Ist das schon Diskrimminierung?

Danke schon mal.
 
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Fox29

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Aktuell befinde ich mich in einem Online-Fern-Kurs über die Arbeitsagentur und hatte dort mehrfach Krankheitsausfälle, habe den Kurs nun aber bereits beinahe abgeschlossen.
Wie lange ging denn der Kurs und wie viel Fehlzeiten hattest du insgesamt durch AU?
Ist die bewilligte Weiterbildung zeitlich (bald) komplett absolviert?

Gibt es eine Prüfung am Ende, die du absolvieren musst, um z.B. ein Zertifikat zu erhalten? Wenn ja, könntest du die Prüfung mit dem heutigen Kenntnisstand erfolgreich abschließen?


per E-Mail eine weitere Verlängerung um 14 Tage u.a.
Mein AV lehnt natürlich ab, da er keinen Grund sieht.

Anträge immer schriftlich und nachweisbar stellen und auf einen rechtsmittelfähigen Bescheid mit ausführlicher Begründung der Entscheidung bestehen, damit du gegen die Entscheidung Widerspruch einlegen kannst. Eine Mail hilft dir da nicht weiter. Notfalls auch über die Teamleitung und/oder das KRM gehen, wenn sich dein SB weigert einen Ablehnhngsbescheid zu erstellen.

Gerade die Begründung der Ermessensausübung ist in deinem Fall interessant. Wenn dein erster BGS eingelöst wurde und geht es hier um die Ausstellung eines neuen, um evtl die Verlängerung zu erreichen.

"ich kann nicht individuell verlängern, werde ich nicht machen, das funktioniert so nicht, kann ich nicht machen, kann ich nicht begründen".

Ganz Unrecht hat dein SB nicht. Maßnahmen sind entweder modular oder im Block zugelassen. Wenn man "verlängern" möchte muss ein neues Modul (dann mit individuellen Inhalten) genehmigt werden. Dies hat entsprechende feste Rahmenbedingungen, wie die zeitliche Komponente. Einfach so um eine individuelle Zeit verlängern geht also nicht. Hierbei geht es halt um die Bezahlung des Trägers und der in Anspruch genommenen Zeit.

Ich habe aber auch schon bei einem meiner Schützlinge eine andere Variante gesehen: der Träger hat eine Verlängerung gemacht, ohne neuen BGS, wurde dafür aber auch nicht bezahlt und der Elo hat auch kein AlG W und Fahrtkosten mehr bekommen. Der Träger hat dies gemacht, da er für eine Leistung bezahlt wurde, die aufgrund der Fehlzeiten nicht ganz durchgeführt werden konnte. Dies wurde dann in der Verlängerung nachgeholt, was ohne einen neuen BGS ging. Die Agentur hat nur die Verfügbarkeit für diese Zeit anerkannt und weiter AlG gezahlt.


Ein ärztliches Gutachten der Agentur wurde vom AV im vorigen Wohnort und im aktuellen nicht bzw. erst nach langwierigem Kampf anerkannt, welche mir quasi Vermittlungshemmnisse im erlenten Beruf attestiert.
Kannst du denn in deinem erlernten Beruf arbeiten? Wenn das aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, könnte man über einen LTA Antrag nachdenken und versuchen in die Reha-Abteilung zu kommen.

Auf jeden Fall möchte ich nun um einen anderen AV bitten. Welches Vorgehen empfehlt ihr mir in dieser Situation? Sollte ich das eher schriftlich oder über das entsprechende Onlineformular einreichen? Ist das schon Diskrimminierung?

Du kannst dein Anliegen ans KRM der Agentur richten, das wird dann zum Teamleiter weitergegeben.
Allerdings sehe ich wenig objektiven Grund für einen Wechsel:
Die Ausstellung eines BGS ist eine Ermessensleistung und somit in der Entscheidungsgewalt des SB. Letztendlich hast du den Gutschein ja bekommen. Nun musst du halt das Spielchen für die Verlängerung wiederholen.
Von Diskriminierung würde ich hier (mit den vorliegenden Infos) nicht sprechen.

Sind denn noch andere Dinge vorgefallen, die man ihm objektiv vorwerfen kann?
Man kann versuchen zu argumentieren, dass es keine tragfähige Arbeitsbeziehung mehr gibt. Eine gute Begründung musst du schon haben. Wenn dir die Entscheidungen vom SB nicht gefallen hast du immer den Weg des Widerspruchs in dessen Bearbeitung die Entscheidung des SB geprüft wird.

Bitte bedenke die Konsequenzen, die sowas nach sich ziehen kann. Wenn du keinen neuen SB bekommst kann es sein dass er dich erst recht auf dem Kicker hat. Ich möchte dich nicht davon abbringen aber zum nachdenken anregen 😉
 

Martin03

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Danke erst mal für die schnelle Antwort @Fox29 Ein wichtiges Detail habe ich nachträglich editiert: Die Verlängerung um 14 Tage ist ein für die Arbeitsagentur kostenloses Angebot des Bildungsträgers. Mein AV hat das ebenfalls abgeschmettert mit der Begründung, dass es ja nicht kostenlos ist, da ich dann weiter ALG I während der Weiterbildung erhalte und sich mein Anspruch damit insgesamt verlängert.

So nebenbei : Wie lange hast du eigentlich noch Anspruch auf AlG?
Bis ca. November.

Wie lange ging denn der Kurs und wie viel Fehlzeiten hattest du insgesamt durch AU?
Ist die bewilligte Weiterbildung zeitlich (bald) komplett absolviert?

Gibt es eine Prüfung am Ende, die du absolvieren musst, um z.B. ein Zertifikat zu erhalten? Wenn ja, könntest du die Prüfung mit dem heutigen Kenntnisstand erfolgreich abschließen?
Ja, mit der aktuellen AU verlängert sich der Kurs bis Anfang August. Insgesamt waren 5,3 Monate vorgesehen, während denen ich ca 1 Monat Fehlzeiten hatte, die u.a. auch auf vorher bestehende Probleme mit meiner Sicht zurückführbar sind. Bspw. hatte ich über mehrere Wochen Kopfschmerzen ohne weitere Symptome. Vermutet wurde da eine verschleppte Nasennebenhöhlenentzündung. Das ging über Wochen unbehandelt und hat sich letzlich auch psychisch ausgewirkt, da ich mich zu einem umfangreicheren Kurs-Projekt entschied, was mit weiteren Aufgabenstellungen im Kurs einen nicht unerheblichen Overhead mit sich bringt und natürlich mit meiner Sichteinschränkung korreliert.

Eine Prüfung im üblichen Sinne gibt es bei diesem Kurs nicht. Stattdessen wird ein Online-Portfolio von mir erstellt. Das ist die letzte Aufgabe im Kurs. Somit könnte ich diese nicht vorziehen.

Anträge immer schriftlich und nachweisbar stellen und auf einen rechtsmittelfähigen Bescheid mit ausführlicher Begründung der Entscheidung bestehen, damit du gegen die Entscheidung Widerspruch einlegen kannst. Eine Mail hilft dir da nicht weiter. Notfalls auch über die Teamleitung und/oder das KRM gehen, wenn sich dein SB weigert einen Ablehnungsbescheid zu erstellen.

Gerade die Begründung der Ermessensausübung ist in deinem Fall interessant. Wenn dein erster BGS eingelöst wurde und geht es hier um die Ausstellung eines neuen, um evtl die Verlängerung zu erreichen.

Ganz Unrecht hat dein SB nicht. Maßnahmen sind entweder modular oder im Block zugelassen. Wenn man "verlängern" möchte muss ein neues Modul (dann mit individuellen Inhalten) genehmigt werden. Dies hat entsprechende feste Rahmenbedingungen, wie die zeitliche Komponente. Einfach so um eine individuelle Zeit verlängern geht also nicht. Hierbei geht es halt um die Bezahlung des Trägers und der in Anspruch genommenen Zeit.

Ich habe aber auch schon bei einem meiner Schützlinge eine andere Variante gesehen: der Träger hat eine Verlängerung gemacht, ohne neuen BGS, wurde dafür aber auch nicht bezahlt und der Elo hat auch kein AlG W und Fahrtkosten mehr bekommen. Der Träger hat dies gemacht, da er für eine Leistung bezahlt wurde, die aufgrund der Fehlzeiten nicht ganz durchgeführt werden konnte. Dies wurde dann in der Verlängerung nachgeholt, was ohne einen neuen BGS ging. Die Agentur hat nur die Verfügbarkeit für diese Zeit anerkannt und weiter AlG gezahlt.
Diese 14-tägige Verlängerung würde keinen neuen BGS erfordern. Also meinst du ich sollte den Antrag an meinen aktuellen AV addressieren?

Kannst du denn in deinem erlernten Beruf arbeiten? Wenn das aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, könnte man über einen LTA Antrag nachdenken und versuchen in die Reha-Abteilung zu kommen.
Ja und nein. Der Arzt hat das etwas schwammig begründet, was die Beantragung dann schwierig gestaltet hatte. Im Beantragungsverfahren hatte ich sogar mit ihm telefoniert und er willigte ein mit dem AV zu sprechen - ohne Erfolg der AV blieb bis zu dem umfangreichen schriftlichen Antrag damals schon uneinsichtig.

Der Arzt hatte mir im Leistungsbild bescheinigt, dass Publikumsverkehr, Arbeiten mit hoher psychoemotionale Belastung, Hotlinetätigkeiten, Arbeiten mit Zwanshaltung und ständig wechselnde Einsatzorte vermieden werden sollten. "Eine vollschichtige Leistungsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeit im IT Bereich" wurde mit bescheinigt unter Einbeziehung des zuvor geschilderten Leistungsbildes. Auf diesen letzten Satz bezog sich auch mein AV immer wieder nur hat er die Details im Leistungsbild ignoriert.

Das ist mit ein Grund weswegen ich davon ausgehe, das er mich benachteiligt. Letzlich ging es so weit, dass ich für den bewilligten Antrag eine Matrix erstellte und das Anforderungsprofil von 10-20 Stellenangeboten und das Leistungsbild Punkt für Punkt gegenüberstellte.

Du kannst dein Anliegen ans KRM der Agentur richten, das wird dann zum Teamleiter weitergegeben.

Sind denn noch andere Dinge vorgefallen, die man ihm objektiv vorwerfen kann?
Man kann versuchen zu argumentieren, dass es keine tragfähige Arbeitsbeziehung mehr gibt. Eine gute Begründung musst du schon haben. Wenn dir die Entscheidungen vom SB nicht gefallen hast du immer den Weg des Widerspruchs in dessen Bearbeitung die Entscheidung des SB geprüft wird.
Außer, dass mein AV mir von Anfang an ablehnend gegenüberstand und faktenbasierte logische Begründung quasi ignorierte ist nichts vorgefallen. Das belastet mich so schon genug.

Ich werde ich mich dann wieder auf das Ärztliche Gutachten stützen. Keine Tragfähige Arbeitsbeziehung ist wohl der Fachjargon für Vermittlungshemmnisse?

Bitte bedenke die Konsequenzen, die sowas nach sich ziehen kann. Wenn du keinen neuen SB bekommst kann es sein dass er dich erst recht auf dem Kicker hat. Ich möchte dich nicht davon abbringen aber zum nachdenken anregen 😉
Danke für den Hinweis. Ich würde es gerne auch so objektiv wie möglich sehen, sehe aber dass diese Objektivität von der Gegenseite auf kommunikativer Ebene fehlt.
 
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Martin03

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Zusatz: Kann ich die schriftliche Bearbeitung auch irgendwie beschleunigen? Die Zeit ist etwas knapp und ich muss eigentlich gerade in eine Fachklinik um meine Sichteinschränkung checken zu lassen.
 

Fox29

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Ein wichtiges Detail habe ich nachträglich editiert: Die Verlängerung um 14 Tage ist ein für die Arbeitsagentur kostenloses Angebot des Bildungsträgers.

Das ist tatsächlich eine sehr wichtige Info. Damit brauchst du keinen neuen BGS, sondern die Agentur muss nur die Verfügbarkeit anerkennen, damit das Alg weiter gezahlt wird.

Mein AV hat das ebenfalls abgeschmettert mit der Begründung, dass es ja nicht kostenlos ist, da ich dann weiter ALG I während der Weiterbildung erhalte und sich mein Anspruch damit insgesamt verlängert.

Das ist fachlich einfach falsch. Dein AlGW endet mit dem offiziellen Ende der Weiterbildung. Du erhältst danach deinen ganz normalen AlG-Anspruch wie sonst auch. Das gilt auch für die Zeit der freiwilligen Verlängerung, soweit deine Verfügbarkeit während dieser Zeit trotz Teilnahme an der Maßnahme anerkannt wird.

Diese 14-tägige Verlängerung würde keinen neuen BGS erfordern. Also meinst du ich sollte den Antrag an meinen aktuellen AV addressieren?

Du brauchst in Deinem Fall keinen neuen BGS, sondern die Anerkennung der Verfügbarkeit. Ich würde hier gleich parallel arbeiten und sowohl den SB als auch dem TL/KRM den Antrag zuspielen.

Keine Tragfähige Arbeitsbeziehung ist wohl der Fachjargon für Vermittlungshemmnisse?

Nein, ich meine, dass zu viel vorgefallen ist, sodass ihr einfach nicht zusammenarbeiten könnt. Du siehst keine Möglichkeit einer erfolgversprechenden Zusammenarbeit.
 

Martin03

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@Kerstin_K er meinte damit er sieht keinen Grund zu meinen Gunsten. Das wär ja auch was ganz Neues.

Wegen der Arbeitsbeziehung mit meinem AV werde ich jetzt erst mal kein Fass auf machen oder würdet ihr mir das nach meiner Schilderung nahe legen?

Morgen früh stelle ich mich noch mal bei meinem Arzt vor wegen der Einschränkung meiner Sicht. Deren Empfehlung ist auch für den weiteren Kursverlauf wichtig.
 

Martin03

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@Fox29 kannst du mir bitte noch sagen worauf ich mich da rechtlich für die "Anerkennung der Verfügbarkeit" stützen kann?

Wäre das dieser Paragraph hier oder sollte ich solch einen Verweis erst einmal raus lassen. Ich bin ja kein Experte und fürchte mich da noch zu verstricken.
(3) Nimmt eine leistungsberechtigte Person an einer Maßnahme der beruflichen Weiterbildung teil, für die die Voraussetzungen nach § 81 nicht erfüllt sind, schließt dies die Verfügbarkeit nicht aus, wenn1.
die Agentur für Arbeit der Teilnahme zustimmt und
2.
die leistungsberechtigte Person ihre Bereitschaft erklärt, die Maßnahme abzubrechen, sobald eine berufliche Eingliederung in Betracht kommt, und zu diesem Zweck die Möglichkeit zum Abbruch mit dem Träger der Maßnahme vereinbart hat.


Mit der Anerkennung des BGS zuvor waren die Voraussetzungen nach §81 ja erfüllt, wenn ich das richtig sehe. Wären die Voraussetzungen mit Ende/Auslaufen der Maßnahme also nicht mehr erfüllt?
 
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Martin03

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Aktuell erreiche ich meinen Berater nicht und verständigte daher kurzfristig das KRM telefonisch. Die Verlängerung für die Tage der Krankmeldung steht noch aus, die mir eigentlich auch zugesagt wurden.

Dem KRM schilderte ich ebenfalls ganz sachlich die falsche Beratung zu der "Anerkennung der Verfügbarkeit".

Ich erwarte nun in den nächsten Stunden einen Rückruf. Drückt die Daumen
 

Martin03

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Soeben erhielt ich die Bestätigung des KRM, dass die Krankheitstage anerkannt werden. Danke fürs Daumen drücken! Die umfangreiche Beratung und Sachlichkeit des KRM schätze ich nun sehr. Ich wurde auch über die 7-tägige Reaktionszeit informiert.

Wegen der 14 Tage teilte man mir leider mit, dass sie da "keinen wichtigen Grund sehen". Die Begründung stelle ich zusammen, wenn ich neue Erkenntnisse nach der morgigen Untersuchung habe. Allerdings sind die bestehenden und durch den Amtsarzt als dauerhaft klassifizierten Einschränkungen Grund genug.
Der Arzt hatte mir im Leistungsbild bescheinigt, dass Publikumsverkehr, Arbeiten mit hoher psychoemotionaler Belastung, Hotlinetätigkeiten, Arbeiten mit Zwangshaltung und ständig wechselnde Einsatzorte vermieden werden sollten. "Eine vollschichtige Leistungsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeit im IT Bereich" wurde mir bescheinigt unter Einbeziehung des zuvor geschilderten Leistungsbildes.
 

Martin03

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Jetzt geht natürlich alles den offiziellen Weg. Der Bildungsträger wurde entgegen dem üblichen Vorgehen nicht von meinem AV informiert, sondern der Auftrag über die Leistungsabteilung erteilt.

Habt ihr Erfahrungswerte wie lange das ungefähr dauert? Die haben wahrscheinlich mit Covid 19 auch Mehrarbeit.

Eine separate Mitteilung mit Hinweis zur Dringlichkeit habe ich noch mal versandt..

Ich finde das Verhalten mittlerweile nicht mehr hinnehmbar zumal ich eigentlich ernsthaft krank bin. Habt ihr da einen Rat?
 

Fox29

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Freut mich, dass dir das KRM geholfen hat👍
Ich blicke da allerdings nicht mehr durch 😅
1. Dir wurden die Krankheitstage anerkannt aber die 14 Tage Verlängerung nicht? Was genau bringt die Anerkennung dann?
-> möchtest du die verpassten Tage durch AU + 14 Tage Verlängerung? Der Träger hat dir ja 14 Tage Verlängerung angeboten, um vermutlich deine verpassten Inhalte nachzuholen oder?

2. Worüber wurde der Träger von der Leistungsabteilung informiert? Welche Infos wurden da ausgetauscht? Welcher Auftrag wurde erteilt?

3. Soweit ich verstanden habe bist du gerade AU und bleibst es noch ein bisschen (?). Du kannst eh nix anfangen solange du AU bist, warum also diese Dringlichkeit? Wie du schon vermutet hast sind die meisten Mitarbeiter der Leistungsabteilungen beim Kurzarbeitergeld eingesetzt, weswegen das wohl etwas dauern kann.
Was genau ist denn jetzt von der Leistungsabteilungen zu machen?
 

Martin03

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Für die 14 Tage muss ich einen schriftlichen Antrag stellen.

Der Träger wurde noch gar nicht informiert. Das Problem ist, dass der Kurs theoretisch heute enden würde.

Es ist eigentlich nur eine E Mail an den Bildungsträger nötig. So wird das sonst auch von meinem Arbeitsvermittler gehandhabt. Der hatte mir die Anerkennung der Krankheitstage bereits Dienstag telefonisch zugesagt.
 

Fox29

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Ok, die Antwort war leider nicht wirklich erhellend 😅

Du musst für die Verlängerung eine extra Antrag stellen. Ok, was soll dieser Antrag beinhalten? Geht es hier um die Verfügbarkeit oder um was?

Was bringt dir die Anerkennung der Krankheitstage? Was heißt das überhaupt? Hat man eine AU ist man krank Punkt. Da muss nix anerkannt werden.

Auch wenn die Maßnahme jetzt zu Ende ist, kannst du die Verlängerung nicht antreten wenn du AU bist. Oder würdest du dich jetzt erstmal für die Verlängerung wieder gesund schreiben lassen?

Klar braucht der Träger nur eine Mail von der Agentur. Nämlich, dass es für sie ok ist.
 

Martin03

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Ok, die Antwort war leider nicht wirklich erhellend 😅

Du musst für die Verlängerung eine extra Antrag stellen. Ok, was soll dieser Antrag beinhalten? Geht es hier um die Verfügbarkeit oder um was?
Die Anerkennung der Verfügbarkeit muss ich beantragen.

Was bringt dir die Anerkennung der Krankheitstage? Was heißt das überhaupt? Hat man eine AU ist man krank Punkt. Da muss nix anerkannt werden.
Das ist mir neu aber ja so in etwa sagte mein AV das ja auch.
Bei meinem Rückruf beim KRM protokollierte ich allerdings wie aus dem Protokoll der Agentur gelesen wurde "Eine weitere Verlängerung erfolgt nicht". Den Kommentar sollte ich dann wahrscheinlich noch mal genauer hinterfragen?

Auch wenn die Maßnahme jetzt zu Ende ist, kannst du die Verlängerung nicht antreten wenn du AU bist. Oder würdest du dich jetzt erstmal für die Verlängerung wieder gesund schreiben lassen?
Klar, wenn ich AU bin, schone ich mich. Die Krankheitstage werden theoretisch als Verlängerung angehängt. Frühestens Montag kann ich eine Aussage zu dem weiteren Krankheitsverlauf treffen, wenn ich mit meinem Arzt gesprochen habe.

Klar braucht der Träger nur eine Mail von der Agentur. Nämlich, dass es für sie ok ist.
Ja genau und um die geht es jetzt. Die ist bisher nicht an den Bildungsträger versendet worden. Dieser braucht die aber spätestens Freitag morgens, um den Kurs um die genehmigten Tage zu verlängern.
 
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Martin03

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Bei meinem Rückruf beim KRM protokollierte ich allerdings wie aus dem Protokoll der Agentur gelesen wurde "Eine weitere Verlängerung erfolgt nicht".
Die Dame vom KRM bestätigte mir das noch einmal, dass eine weitere Verlängerung, auch bei weiterer Krankmeldung eine Ermessensentscheidung des SB wäre.

Wie ist das vereinbar mit dem was du sagtest @Fox29?

Was bringt dir die Anerkennung der Krankheitstage? Was heißt das überhaupt? Hat man eine AU ist man krank Punkt. Da muss nix anerkannt werden.
 

Fox29

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Wie ist das vereinbar mit dem was du sagtest @Fox29?

In dem wir aneinander vorbei reden.

Was ich meine ist, dass die Agentur eine Krankschreibung nicht anzweifeln kann und daher keine Anerkennung notwendig ist. Bei begründeten Zweifeln an einer AU müsste man sich zum Amtsarzt schicken, was ich aber im SGB III noch nie gesehen habe.
Aus der AU ergibt sich aber keine Verpflichtung der Agentur die Weiterbildung entsprechend zu verlängern. Es gibt Maßnahmen, in denen AU Tags nachzuholen sind, das sind dann aber welche zu denen du zugewiesen wirst und nicht welche für die du einen BGS bekommst.

Ich habe dein Vorhaben jetzt so verstanden :
Du willst 1. Die Krankheitstage in der Maßnahme nachholen und dafür weiter gefördert werden bzw dafür ist die kostenlose Verlängerung seitens des Trägers gedacht, wofür dann nur die Verfügbarkeit anerkannt werden muss

+ 2. Du willst zusätzlich dazu nochmal 14 Tage individuelle Verlängerung. Das liegt tatsächlich dann im Ermessen des SB, weil deine ursprüngliche Maßnahmezeit bereits beendet ist. Es können eh nur AU Tage zählen, die innerhalb der Maßnahmezeit anfielen (aber wie gesagt, keine Pflicht der Agentur).

Bei der Konstellation macht die Aussage vom SB wieder Sinn, dass das dein AlGW verlängerst. Deine "zweite" Verlängerung wäre so eine neue (kurze) Weiterbildung mit entsprechenden Ansprüchen.

Sollte ich falsch liegen bitte ich um ausführliche Klarstellung. Langsam mag ich nicht mehr im Dunkeln stochern.
 

Martin03

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Danke für die ausführliche Klarstellung und sorry für die Ungereimtheiten.

Mein Vorhaben hast du richtig verstanden. Innerhalb der an den Kurs angehängten Verlängerung der AU-Zeit bekam ich das Problem mit meinen Augen/Kopfschmerzen/Fieber. Seither bin ich krank geschrieben und die Verlängerung ist währenddessen ausgelaufen. Nun beantragte ich die Verlängerung der aktuellen AU und will zusätzlich das Angebot der 14-tägigen Verlängerung wahrnehmen.

Noch mal zur Klarstellung. Verstehe ich das richtig: Da die reguläre Maßnahmedauer ausgelaufen ist, würde auch die individuelle 14-tägige "zweite" Verlängerung, die der Bildungsträger kostenlos anbietet, das ALGW verlängern?

Dass die Krankheitstage das AlGW verlängern ist klar. Die Konstellation, dass diese "zweite" Verlängerung von 14 Tagen dann auch AlGW verlängert, macht mich nun etwas stutzig.

Wichtig für mich wäre noch zu wissen:
Ändert das dann etwas daran, was ich beantragen muss? Bleibt es bei der "Anerkennung der Verfügbarkeit"?

Vielen Dank noch mal für deine Zeit.
 

Fox29

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Innerhalb der an den Kurs angehängten Verlängerung der AU-Zeit bekam ich das Problem mit meinen Augen/Kopfschmerzen/Fieber. Seither bin ich krank geschrieben und die Verlängerung ist währenddessen ausgelaufen. Nun beantragte ich die Verlängerung der aktuellen AU und will zusätzlich das Angebot der 14-tägigen Verlängerung wahrnehmen.

Also reden wir hier von der 2. AU Verlängerung + 14 Tage Verlängerung weil der Träger das anbietet.

Ich kenne es z.b. gar nicht, dass Weiterbildungen aufgrund von AU-Zeiten verlängert werden. Das an sich ist ungewöhnlich.
Nur kostenloses Nachholen von Inhalten als Kulanz des Trägers habe ich schon gesehen.

Da die reguläre Maßnahmedauer ausgelaufen ist, würde auch die individuelle 14-tägige "zweite" Verlängerung, die der Bildungsträger kostenlos anbietet, das ALGW verlängern?

Nein.
Die kostenlose Verlängerung, verlängert nicht das AlgW, da es auch nicht um einen offiziellen Maßnahmezeitraum handelt.
Eine Verlängerung des AlgW fände nur statt, wenn ein neuer BGS ausgegeben und entsprechend eingelöst werden würde.
Das wird dein SB hier aber nicht machen.

Dass die Krankheitstage das AlGW verlängern ist klar.
Nicht die Krankheitstage verlängern das AlgW, sondern die verlängerte Maßnahme.
Wenn die Tage nicht hintendran gehängt worden wären, wäre die Maßnahme mit den dazugehörigen Fahrtkosten (falls angefallen) und AlgW normal ausgelaufen. AU hin oder her.


Ändert das dann etwas daran, was ich beantragen muss? Bleibt es bei der "Anerkennung der Verfügbarkeit"?

Um die kostenlose Verlängerung des Trägers in Anspruch nehmen zu können, muss die Agentur dem Träger das ok geben, womit die Verfügbarkeit für die zwei Wochen anerkannt wird. Du bekommst aber nur noch normales AlG
 

Martin03

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Gerade über die Hotline von der Ablehnung erfahren u.a. mit dieser Begründung:

"Eine Rückmeldung des Bildungsträgers, dass das Maßnahmeziel gefährdet ist, liegt nicht vor. Demnach ist davon auszugehen, dass das Maßnahmeziel mit dem ... erreicht wird"

Am meisten ärgert mich daran, dass es totaler Bullshit ist, da der Maßnahmeträger meines Wissens die Agentur wöchentlich über den Status benachrichtigt.
 

Martin03

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Heute ist der Bescheid eingegangen. Mein Antrag zur "Anerkennung der Verfügbarkeit" wurde als Verlängerungsantrag unter §81 SGB III interpretiert. Wäre das in der Konstellation so richtig @Fox29 ? Du hattest zuvor geschrieben es wäre anders, da ich bereits Krankheitstage verlängert bekam.

Ich habe der Arbeitsagentur schon vorab eine Antwort mit der Bitte um Klärung zukommen lassen, auch bezogen auf den 2. Absatz auf der zweiten Seite vom Bescheid, da der Träger eine Antwort der Arbeitsagentur erwartet und nicht von mir.
 

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Fox29

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Nun... So kann man das natürlich auch machen 😅 sie haben einen zweiten (verlängernden) BGS abgelehnt. Aber soweit ich das sehe haben sie dir die Möglichkeit der kostenfreien Verlängerung eingeräumt.
Ich persönlich würde sagen,dass du jetzt deine kostenlose Verlängerung machen kannst.
Schade, dass die Verfügbarkeitsfrage nicht klar beantwortet wurde. Teil der Agentur mit welchen Zeitraum deine Verlängerung umfasst und dann sollen die sich melden, wenn denen daran was nicht passt.

Du könntest natürlich auch auf eine klare schriftliche Aussage bzgl der Verfügbarkeitsanerkennung während der kostenlosen Verlängerung bestehen.
 
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