ALG I Antrag nach Ausbildungsende: Gibt es Probleme wegen später Meldung und anstehendem Umzug?

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Thani

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Hallo zusammen,

ich hatte hier in diesem Thema schonmal um Hilfe gebeten und wurde (wie immer) gut informiert:


Kurz und knapp: Meinem Neffen wurde jetzt (ca 1 Woche vor seiner mündlichen Prüfung bzw. Ausbildungsende) mitgeteilt, dass er entgegen aller früheren Aussagen nicht übernommen wird. Ihm wurde bis dahin auch immer mitgeteilt, dass er laut Betriebsvereinbarung nach Ausbildungsende auf jeden Fall für ein Jahr übernommen werden würde, aber dies stellte sich nun auf Nachfrage beim Betriebsrat als (vermutlich/eventuell vorsätzliche) Fehlkommunikation heraus.

Mein Neffe ist 26 und hat in der kommenden Woche seine Abschlussprüfung. Meine fragen dazu wären:

1. Kann es bei der Antragstellung für ALG I zu Problemen kommen, weil er sich erst so kurz vor Ende der Ausbildung meldet?
2. Mein Neffe macht seine Ausbildung in Hamburg. Nachdem er erfahren hat, dass er nicht übernommen wird hat er mit seinem Vermieter unkompliziert klären können, dass er seine Wohnung aufgibt und einen Nachmieter sucht. Er plant nun in 3 Wochen wieder in seine Heimat auf dem Land in Sachsen zu ziehen, um nicht mit ALGI die deutlich höheren Lebenshaltungskosten in Hamburg bestreiten zu müssen (und anscheinend hat er sich in der Stadt auch nie so richtig wohl gefühlt). Weiß jemand, was hier das schlaueste Vorgehen ist? Muss er sich in Hamburg arbeitslos melden und danach den Umzug bekannt geben zw. darf er einfach so umziehen im ALG I Bezug?

VG
Shahid al Thani
 

Nena

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Um übergangslos ALG zu beziehen, muss er sich spätestens drei Monate vor Ablauf des befristeten Vertrags arbeitsuchend bei AfA melden. Es wird keine Probleme bei der Antragstellung geben. Aber korrekterweise erhält er die angekündigte Sperre bei verspäteter Asu-Meldung.

Geschickterweise teilt er der AfA gleich beim Erstantrag mit, dass er demnächst (möglichst mit Datum) umzieht. Ich habe das auch gemacht und daraufhin gleich vom neuen Wohnort VVs gekriegt, nicht vom alten.
 

ela1953

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Azubis brauchen sich nicht 3 Monate vorher arbeitsuchend melden.
Es reicht, wenn die schriftlich haben, dass sie nicht übernommen werden.
 
G

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Gast
Jetzt schnell anmelden für ALG1. Und nur mit der aktuell gültige Adresse. Dinge die in der Zukunft liegen erst wenn es passiert. Zwei Adressen erhöhen nur die Komplexität.
 

Thani

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Zum Thema Sperrzeit habe ich heute selbst noch etwas gegoogelt:
Auf der Website der Agentur für Arbeit hier : Erste Schritte bei bevorstehender Arbeitslosigkeit - Bundesagentur für Arbeit

stehen wohl zwei Fristen:
3 Monate vor Beginn der Arbeitslosigkeit
und falls man erst später davon erfährt, dann innerhalb von drei Tagen, nachdem man davon Kenntnis genommen hat.

Ich bin mir jetzt nicht sicher, natürlich ist ein Ausbildungsverhältnis ja befristet - allerdings sind die Beendigungsfristen (so war es zumindest bei mir damals) ja sehr variabel. Kalendarisch laufen sie meist bis zum 31.08. eines Jahres. Enden aber sehr oft früher, da die Prüfung früher ist oder auch später wenn man z.B. die Prüfung wiederholen muss...
 

Agent

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Ich bin mir jetzt nicht sicher, natürlich ist ein Ausbildungsverhältnis ja befristet - allerdings sind die Beendigungsfristen (so war es zumindest bei mir damals) ja sehr variabel. Kalendarisch laufen sie meist bis zum 31.08. eines Jahres. Enden aber sehr oft früher, da die Prüfung früher ist oder auch später wenn man z.B. die Prüfung wiederholen muss...

Ein Azubi in einer regulären betrieblichen Ausbildung fällt nicht unter die Meldepflicht nach §38. Es wäre also ausreichend sich mit Bestehen der Prüfung Arbeitslos zu melden. Auch noch spätere Meldung verursacht keine Sperrzeit, aber ALG I wird frühestens ab dem Tag der persönlichen Arbeitslosmeldung gezahlt.
 
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